Arbeitsrecht Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

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Anniu

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münchen
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Ein MA ging zur PDL um sich über die Ausländische MA zu beschweren. Ein paar tage zuvor saß er beim Frühstück als andere MA Jugoslawischer Abstammung in Ihrer Sprache sich angeregt unterhielten. Er verstand kein Wort fühlte sich dabei sehr unwohl. Vor 4 Tagen fand eine Teamsitzung statt dabei kam das Thema zur Sprache. PDL ordnete ein, ab sofort dürfen die MA in Ihrer Arbeitszeit ( 8 Stunden ) kein Wort auf Jugoslawisch Unterhaltung führen sondern nur noch auf deutsch.

Meine Frage lautet: darf Sie das Anordnen, ist nicht die Menschenwürde dabei verletzt. :sad:
 
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Pflegefachkraft
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silversurfer

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Er verstand kein Wort fühlte sich dabei sehr unwohl.
Und deshalb hat deine PDL richtig entschieden.
Ob Sie das darf?

Ich würde mich auch unwohl fühlen und würde es auch nicht tolerieren.


Silversurfer
 
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B

Baldr

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Ja, darf sie. Du kannst in deiner Freizeit die Sprache sprechen die du möchtest, aber wenn du in einem Deutschsprachigen Land arbeitest dann ist es zulässig zu verlangen das ihr die Amtssprache verwendet. Sieh es mal aus der anderen Perspektive, woher soll der MA denn wissen ob ihr euch über was mit Bezug zur Pflege unterhalted, das er auch wissen sollte, oder ihr über ihn lästert? Auserdem ist es wirklich nicht angenehm, so ausgegrenzt zu werden.
 
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silversurfer

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

oder ihr über ihn lästert?
Genau das ist der Grund.

Bei meinen ersten AG hatte ich Kolleginnen die sich auch in ihrer Muttersprache unterhielten. Die dachten wohl wir Bayern verstehen keine Fremdsprachen.
Waren eigentlich ganz nette Mädels solange sie deutsch sprachen. Was sie aber in ihrer Muttersprache von sich gaben hat sie den Job gekostet

Silversurfer
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Das ist die eigentliche Frage.

Sieh es mal aus der anderen Perspektive, woher soll der MA denn wissen ob ihr euch über was mit Bezug zur Pflege unterhalted, das er auch wissen sollte, oder ihr über ihn lästert?
Während der Pause, also der Unterbrechung der Arbeitszeit, hat einen AG nicht zu interessieren, mit wem, worüber und in welcher Sprache sich die AN unterhalten. Die Pause liegt hierbei ausserhalb des Direktionsrechts. Grundsätzlich stellt sich das Verhalten des AG als wahrlich nicht sehr intelligent dar und lässt vermuten, dass dort ein Nebenschauplatz hochstilisert wird und im Grunde ganz andere Dinge im Argen liegen. Warum der AN die beiden Kolleginnen nicht einfach angesprochen und sich mitgeteilt hat, stattdessen dann jedoch einen derartigen faux-pas über seinen AG initiiert, sollte weit mehr verwundern.

Das bereits bei nativ-deutschsprechenden Kollegen in pflegerischen Übergaben jeweils ca. 25% an Information verloren gehen, lässt erahnen, dass es bei Kollegen mit eingeschränkten deutschen Sprachkenntnissen nicht besser aussieht. Es sollte also sogar im Sinne das AG sein, wenn er z.B. die Übergaben zwischen diesen beiden Kolleg/Innen in ihrer Muttersprache gar unterstützt, als mit der heissen Nadel ein m.E. sinnfreies Flickwerk eines nicht vorhandenen Loches zu produzieren.

Da Kollegen aus bajuwarischen oder plattdeutschen Gegenden oftmals nicht minder schwer zu verstehen sind, wie traditionelles chinesisch, sollte man ein solches Verbot dann auch auf sämtliche Dialekte und Mundarten ausdehnen - allgemein bekannt, wird in Deutschland hochdeutsch gesprochen. Und ich überzeichne das Bild jetzt ganz bewusst, obgleich ohne jeden belustigenden Sarkasmus.
 
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Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
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Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
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leaving-the-moon

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Na sowas - was gehen einen eigentlich die privaten Gespräche andere Leute an? Nix. Da unterhalten sich zwei und weil sie zufällig eine andere gemeinsame Sprache haben in der sich sich besser ausdrücken können als in Deutsch und die sie beide beherrschen sollen sie sich nicht in der unterhalten??? In ihrer Pause???? Weil der der Fremdsprache nicht mächtige andere Mitarbeiter sich unwohl fühlt und Angst hat, dass über ihn gelästert wird???

Da liegt wahrlich was anderes im Argen - ich könnte Vermutungen anstellen, ich lasse es. Die Fremdsprachige Unterhaltung ist hier nicht das Problem. Ich habe viel mit Kollegen die nicht muttersprachlich deutsch sind gearbeitet und manchmal hatten diese auch gleich-fremdsprachige Gesellschaft auf Station und haben sich selbstverständlich was ihren smalltalk anging auch mal in ihrer Muttersprache unterhalten. Es hat NIE jemand gestört und ich hatte NIE Bedenken, dass man über mich lästert.
 
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ELe-P

ELe-P

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Die Pause wird nicht vergütet also ist es meine Privatzeit und in welcher Sprache ich mich mit meinem Gegenüber unterhalte ist absolut "Privatsache".

wer sich "ausgegrenzt" fühlt oder glaubt man lästert über ihn/sie hat ein "persönliches Problem" das nich meins ist und mir es auch nicht zu meinem mache!

Ich bin keine Deutsche , hab auch keine Kollegen/Kollegin die meine Muttersprache spricht , aber viele meiner deutschen Kollegen habe ich meine Muttersprache zum Teil beigebracht.
Übrigens, man kann sehr gut in Anwesenheit Mancher und auf gut Hochdeutsch lästern, wenn man will ohne das derjenige was bemerkt.

Man sollte sich mal Gedanken machen, wie viele anteilmäßig, ausländische Kollegen/Kolleginnen in der Pflege tätig sind und dann überlegen ob es richtig ist diese "Ausländer" in ihrer Pause vor zu schreiben in welcher Sprache sie zu sprechen haben. Demnächst, heißt es wohl dann auch mit Themenvorgabe
 
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supetrosu

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

da hätte ich aber viel zu tun mich gestört zu fühlen...:) Bei uns auf Station arbeiten eine Vielzahl an Nationen sehr gut zusammen. Um mich rum schwirren viele Sprachen...und ich bin da ganz egoistisch. Hoffe sehr das mich vor allem das Französische wieder an die Sprache erinnert die ich vor Jahrzehnten mal konnte...:D Ansonsten geniesse ich einfach die Sprachvielfalt und bin manchmal neidisch das es bei mir "nur" für drei Sprachen gereicht hat. Ausserdem ist es wunderbar praktisch wenn man mal einen Dolmetscher braucht...;-)
 
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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Ich möchte hier mal die persönliche Sichtweise einer nicht-Pflegekraft reinschmeißen..und bitte darum, dies auch als subjektiv-persönliche Meinung zu sehen!
In der Pause die Sprache vorzuschreiben ist ja fast so, als würde man das auch im Privatleben verbieten - geht nicht. Wobei ich es als etwas unhöflich empfinde, wenn sich Kollegen in meinem direkten Umfeld so unterhalten, dass ich nix verstehe. Wobei es immer auf die Situation ankommt.
Die Unterhaltung von Pflegekräften bei der Pflege in ihrer Muttersprache habe ich persönlich als SEHR unangenehm empfunden. Man liegt dort mehr oder weniger hilflos und wird von Menschen "bearbeitet", die man nicht versteht. Ähnlich habe ich empfunden, wenn am Bett oder eben direkt neben dem Patienten diese Unterhaltungen stattgefunden haben.
Und dann noch die Erzählung einer Ärztin über ein Pflegeheim für Demente, in dem die vorwiegend russisch-sprachigen Pflegekräfte sich um Menschen gekümmert haben, die in ihren jungen Jahren traumatische Erfahrungen mit russisch sprechenden Menschen gemacht haben.
Ich persönlich habe Vorbehalte zum Nutzen der Muttersprache IN der Pflege. Allerdings ist in meinem Lebensumfeld der Anteil nicht-deutschsprachiger Patienten noch sehr gering.
 
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Lisy

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Das ist echt schwieriges Thema,
wir haben ein Multi- Kulti- Team, weil wir in unserem ambulanten Pflege der Meinung sind, egal welcher Kunde mit Mikrationshintergrund, tut sich leicheter, wenn er seine Sorgen in seiner Muttersprache "los" werden kan. Das es manchmal daneben ist sich in seiner Muttersprache zu unterhalten und die Kollegen sich komisch fühlen- das ist denk ich ein anderes Thema, aber deswegen eine Dinstanweisung?- halte ich persönlich für überzogen.
Elisabeth
 
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supetrosu

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Das stimmt. Und es ist, meiner Meinung nach, unprofessionell in Gegenwart eines Patienten in einer anderen Sprache zu sprechen. Das gehört sich nicht. Allerdings ging es ja hier um die Sprachvielfalt im Kollegium und ob es in der Pause rechtens ist sich in seiner Muttersprache zu unterhalten. Oder draussen auf dem Flur. Und ich muss sagen ich fühle mich nicht ausgegrenzt wenn so etwas vor kommt. Liegt aber sicher auch daran das ich so etwas geniesse. Denke wir profitieren nur davon. Eine bunte Vielfalt. Ist aber meine Meinung.
Vor dem Patienten hat die eigene fremde Muttersprache, wie schon gesagt, nichts verloren.
 
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Böserwolf

Böserwolf

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kassel
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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Ich fühle mich, ehrlich gesagt, auch nicht gerade wohl, wenn sich Kollegen in ihrer Muttersprache unterhalten - es ist einfach nur das Gefühl, dass man nicht weiß um was es geht. Ich finde es einfach unhöflich. Und in Gegenwart von Bewohnern sollten alle so sprechen, dass jeder versteht was gesagt wird.
Viele Ältere haben schon Probleme, das teilweise mangelnde Deutsch zu verstehen uns schalten bei einem Satz wie: " du trinken "oder" du essen!" total ab.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Ich fühle mich, ehrlich gesagt, auch nicht gerade wohl, wenn sich Kollegen in ihrer Muttersprache unterhalten - es ist einfach nur das Gefühl, dass man nicht weiß um was es geht. Ich finde es einfach unhöflich.
Da liegt das Problem aber bei demjenigen, der sich damit nicht wohl fühlt. Solange diese Person nicht in das Gespräch als Teilnehmer eingebunden ist, ist daran auch nichts unhöflich. Es befriedigt nur nicht dessen - allen Menschen mehr oder minder zu eigene - naturgegebene Neugier, bei anderen Gesprächen ungefragt mithören zu können.
Hier wurde bislang nirgends erwähnt oder behauptet, die Kolleginnen würden vor den Patienten in einer diesen nicht verständlichen Sprache sprechen. Es geht allein darum, wie sich diese gleichartig fremdsprachlichen Kolleginnen miteinander unterhalten. Dazu noch in deren Pause.
 
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Farodina

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Also ich finde es auch unhöflich. Nicht, weil ich das Gespräch mitbekommen möchte, sondern weil die beiden sich darüber bewusst sind, das ich die Sprache nicht spreche. Das können sie auch machen, wenn sie unter sich sind, ein Akt der Höflichkeit eben. Mal abgesehen davon ja, wir sind ein Multi- Kulti Land und ich empfinde diese verschiedenen Kulturen auch bereichernd, aber die Sprache ist hier nun mal deutsch. Dadurch, das jeder in seiner Muttersprache spricht, geht es mit dem Lernen der deutschen Sprache schlecht voran und ich möchte nicht mit einem Wörterbuch rumrennen, sei es beim einkaufen oder bei einem fehlenden Krankenhausentlassungsbericht, weil der kompetente junge russische Arzt weder der deutschen Sprache noch der deutschen Schrift mächtig ist.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Also ich finde es auch unhöflich. Nicht, weil ich das Gespräch mitbekommen möchte, sondern weil die beiden sich darüber bewusst sind, das ich die Sprache nicht spreche.
Womit wir wieder beim Kern der Sache ankommen: warum stört es jemanden, wenn der Gesprächsinhalt denjenigen ohnehin nicht interessiert? Das ist ein Widerspruch in sich.

Ich betone es noch einmal: was diese Kolliginnen in ihrer Pause, im Pausenraum, und im Zwiegespräch besprechen, hat niemanden zu interessieren. Auch nicht dann, wenn es in deutscher Sprache sei. Und womöglich besprechen die Kolleginnen hier hochprivates, was für Ohren Dritter nicht bestimmt ist.

Dadurch, das jeder in seiner Muttersprache spricht, geht es mit dem Lernen der deutschen Sprache schlecht voran und ich möchte nicht mit einem Wörterbuch rumrennen, sei es beim einkaufen oder bei einem fehlenden Krankenhausentlassungsbericht, weil der kompetente junge russische Arzt weder der deutschen Sprache noch der deutschen Schrift mächtig ist.
Darauf mag ich ehrlich gesagt gar nicht näher eingehen. In Deutschland leben und arbeiten ausländische Mitbürger und das werden sie auch zukünftig tun.
Man sollte sich in 60 Jahren aktiver Zuwanderungspolitik daran adaptiert und individuelle Lösungswege gefunden haben. Mal abgesehen von der Überzeichung ihrer Wörterbuch-Angst. Wir sind ein Einwanderungsland - genau das macht uns zur heutigen, so erfolgreichen BRD. Da bleiben Nebenwirkungen nicht aus - und die sind durch die Politik zu lösen. Ganz sicher jedoch nicht durch einen Arbeitgeber.
 
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AW: Verbot eigener Muttersprache am Arbeitsplatz

Ein Einwanderungsland im klassischen Sinne sind wir bestimmt nicht. Aber darum geht es auch nicht.

Es hat auch nichts mit Neugier zu tun, im privaten Umfeld kann jeder seine eigene Sprache sprechen.

Für mich ist es einfach unhöflich!!!!

Von uns - ich sage jetzt mal bewußt nicht "Deutsche" - sondern Einheimische, von uns erwartet jeder Zustimmung und Toleranz und Akzeptanz für alles und jeden, und das kann ich langsam nicht mehr hören und auch nicht verstehen. Ich hab nichts gegen Ausländer - selbst das wird dann korrigiert in "ausländische Mitbürger" - egal welcher Rasse, Farbe oder Religion jemand angehört. Aber ich erwarte ganz einfach, dass man sich in einem fremden Land anpasst - so wie das von uns in vielen anderen Ländern auch erwartet wird. Das dürfte nicht zu viel verlangt sein.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Das dürfte nicht zu viel verlangt sein.
Doch, allerdings. Denn niemandem - auch einem ausländischen Mitbürger - kann, soll und darf irgendjemand vorschreiben, wie er sich in seinem privaten Umfeld verhält, solange er damit gegen kein Gesetz verstösst. Das sieht unser Grundgesetz übrigens ganz ähnlich. In keinem zivilisierten Land der Welt kommt jemand auf die Idee, ein Ausländer dürfe mit seinen ausländischen Freunden nicht in seiner Heimatsprache sprechen. Und das ist gut so. Nur bei uns scheint es gerade in Mode zu kommen, diesen Rassismus auszupacken und als normal verkaufen zu wollen.

Ich kann niemanden vorschreiben, was jemand in seinem privaten Umfeld tut. Aber innerhalb dieser Internetseiten kann ich - und werde ich - so etwas weder dulden, noch als Antworten akzeptieren.
 
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Genau, solche Äußerungen sind dann gleich rassistisch:whistling
Wie sich jemand in seinem privaten Umfeld verhält kann er halten wie er will.
 
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Christian Kröhl

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Genau, solche Äußerungen sind dann gleich rassistisch
Ja, wenn etwas so ist, darf man es ja auch so nennen.

Wie sich jemand in seinem privaten Umfeld verhält kann er halten wie er will.
Richtig. Da gehört die Pause landläufig dazu. Niemand hat irgendwo etwas darüber geschrieben, dass die Kolleginnen bei ihren Patienten in kroatisch, serbisch oder etwas anderes sprechen. Hier geht es um eine arbeitsrechtliche Frage - nicht um eine allgemeine Befindlichkeit oder gar die Gemütslage einer Person im Besonderen.
 
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Böserwolf

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Man kann mir ja viel nachsagen, Christian, aber Rassist gehört nicht dazu. Den Schuh zieh ich mir nicht an!
 
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