Wundmanagement Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Hebie

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Wer kann helfen?
Ich trau mich schon gar nicht mehr zu fragen (Foren schon durchgeforstet), aber wir wissen uns keinen Rat mehr:
1. Nach welchen Kriterien macht Ihr in der Praxis tag- täglich Eure Verbände bei chronischen Wunden/ Deku im ambulanten Bereich, Bayern?? Nach RKI /MDK- Vorgaben (x mal Desinfektion / Handschuhwechsel, 2X sterile Pinzetten???usw) oder unter praktischen,aber keimarmen Gesichtspunkten (unsterile Handschuh zum Entfernen der Verbände; steriler Handschuh Reinigung, Wundauflage zurechtschneiden von großer ( weil wirtschaftlicher u. vom Doc. verordnet ) Platte...usw.). Nach Methode " RKI/ MDK" ist der Material und Personal-Zeitaufwand sehr hoch, der Es chro. Wu. fordert ja auch noch Zeit.....
Die Antworten von Wundexperten (Firmen) aber auch QM-Dozenten variieren; wir hören: in den Standards steht`s so u. so geschrieben....in der Praxis sieht`s aber ganz anders aus....
2. Wie löst Ihr folgendes Problem: erfahrene Pflegehilfskraft macht seit Jahren gewissenhaft und erfolgreich Verbände. Laut ES chro.Wu soll dies von Pflegefachkräften durchgeführt werden. Abgesehen von der menschlichen Problematik, die hier entsteht, weiß ich nicht ganz klar, wie hier vorzugehen ist. ICW -Kurs für Pflegehilfskraft( Azthelferin?)??? oder was gäbe es sonst für Möglichkeiten???
Selbst auf die Gefahr hin, dass ich mit meinen Fragen nerve, möchte ich Euch bitten mir ERNSTHAFT und KONKRET zu antworten.Also, wie bringt Ihr die gesetzlichen Anforderungen mit den praktischen Möglichkeiten unter einen Hut?? Vielen Dank.:eek:riginal:
Hebie
 
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Paddy

AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Hallo Herbie,

ich weiss nicht wie es in Bayern ist. Hier in NRW ist es strikt verboten, dass Pflegehelfer Verbände machen. Die sog. LG II Leistung darf ein Pflegehelfer durchführen, wenn er 2 Jahre Berufserfahrung hat (in Vollzeit) und eine Fortbildung von mind. 160 Stunden. Grundsätzlich arbeiten wir nach den Richtlinien des ICW.e.V.

MfG
Paddy
 
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josi83

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AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Hallo Hebi,
ich habe gerade 1 Stunde an meiner Antwort gearbeitet. Serverfehler und alles ist weg. Jetzt muss ich es kürzer fassen.
Zu 1.)

  • Verbände täglich? Meintest doch sowas wie alltäglich und nicht täglicher Verbandwechsel.
  • Wir machen keine sterilen, sondern keimarmen Verbände. Es sei denn, es ist anders verordnet/ angeordnet. Kassen machen bei der Entlohnung auch keinen Unterschied zwischen den Methoden.
  • Wundauflagen werden nur zerschnitten, wenn es im Beipackzettel nicht verboten, bzw. erlaubt ist. Fordert der Arzt, man möge Auflagen zerschneiden, die nicht zerschnitten werden dürfen, wird er darüber informiert, bzw. kleinere Auflagen angefordert. Alles muss streng dokumentiert werden. Wir haben die Durchführungsverantwortung.
  • Das RKI hat eine Empfehlung für Heime herausgegeben, nicht für die ambulante Pflege. Es bestehen aber unterschiedliche Anforderungen und Finanzierungsarten. Der RKI gibt dort Empfehlungen bei sekundär heilenden und sezernierende Wunden. Wie legt ihr das aus? Gilt die Empfehlung für Wunden auf die beide Charakteristika und/ oedr mindestens eines vorliegt?
  • RKI fordert sterile Pinzetten bei der Entfernung von festklebenden Wundauflagen und entweder sterile Pinzette oder sterile Handschuhe beim Auflegen einer neuen Wundauflage.
  • Der MDK übernimmt diese Richtlinie in den Qualitätskriterien für die Qualiprüfung für die Hygienegrundsätze bei chronischen Wunden. So steht es geschrieben.
Aber wie sieht es in der Finanzierung im häuslichen Bereich aus:

  • Die KK müssen "notwendige" Hilfsmittel der Patienten finanzieren. Besagte sterile Hilfsmittel sind im GKV- Hilfsmittelverzeichnis bei Wundversorgungen nicht aufgeführt. Die Kasse bezahl sie also nicht.
  • Die ambulanten Pflegeeinrichtungen haben im Gegensatz zu stationären Einrichtungen keine Pflicht zum Vorhalt von Hilfmitteln und Pflegehilfsmitteln. §33 SGB V. Somit kann man ambulante Pflegeeinrichtungen meines Wissens nicht für das Einhalten der genannten Hygienekriterien zur Verantwortung ziehen. (ein Anwalt wird es besser wissen.
Was bleibt uns also: Kostenträger Patient, wenn man die Anforderungen einhalten will um eine gute Note zu bekommen.
Was könne wir tun:

  • Patienten und Angehörige informieren und beraten.
  • Auf deren Kosten besagte Hilfsmittel besorgen und dann einsetzen.
  • Bei Pflegebedürftigkeit des entsprechenden Patienten Kostenübernahme ( 31 Euro/ Monat) für zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel beantragen und Geld für die Sachen ausgeben. §40 Abs. 2 SGB XI
  • Alles dokumentieren!
Meine Meinung, ganz subjektiv:

  • Aufgrund der Finanzierungsmisere, mangelhafter Grundlage für entsprechende Hygienekriterienbewertung, der Tatsache, dass die "Kasse" (Vertreter) etwas fordert, was sie def. nicht finanziert, solle man bei einer ggf. schlechten Bewertung bei Nichterfüllen mit seinem Anwalt sprechen. Keine Ahnung, ob das Sinn hat.
  • Wen mir der Arzt keine Nutzung von sterilen Pinzetten und sterilen Handschuhen anordnet, werde ich in meinem betrieb nicht die Pferde scheu machen.
Zu 2.)

  • Die Anforderung an die Qualifikation der Pflegekräfte bei bestimmten Maßnahmen ist in den Rahmenverträgen geregelt. Ausschließlich exam. Pflegefachkräfte dürfen einen Wundverband durchführen. Da machen die Rahmenverträge in Bayern sicherlich keinen Unterschied zum restlichen Bundesgebiet.
  • Ob es Regelungen gibt bei entsprechenden Weiterbildungen, weiß ich nicht. Einfach mal bei den Kassen fragen, oder beim Berufsverband.
So, erstmal fertig.
Ich hoffe, is konkret genug
 
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Hebie

Hebie

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AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Hallo Josi, ganz herzlichen Dank für Deine Mühe und den zeitlichen Aufwand!

Ich vermute, dass viele ambulante Pflegedienste in der Praxis die sekundär heilenden Wunden, aber auch alle chronische bzw. Dekubituswunden, keimarm verbinden und über SGB V mit der Kasse abrechnen.
Wenn ich ich mir die Vorgaben des MDK/ RKI ansehe, ist ganz klar eine sterile Vorgehensweise gefordert.
Diese lässt nur schwer umsetzen: die "wirtschaftlicheren" rezeptierten großen Platten (Aquacel....und Co)von denen ich mir dann die entsprechende Größe herunter schneide oder der mehrfache Handschuhwechsel plus jedes mal sterile Instrumente bzw. frische Spüllösungen.....
Ich habe Dich so verstanden, dass die dazu notwendigen Hilfsmittel auf den Patienten umgewälzt werden: was wenn er nicht will (?). Die monatlich erstatteten Pflegehilfsmittel( betrifft nur SGB XI -Patienten) sind 1x Handschuhe , Betteinlagen, Schürzen....., die NUR von Pat. und Angehörigen genutzt werden dürfen. Der PD müsste also Sterilgut in entsprechender Menge vorhalten, einsetzen und aufarbeiten.
Daher die Frage an alle ausgebildeten Wundexperten und Fachkräfte, die jeden Tag tausende von chron. Wunden in Deutschland verbinden und jetzt bestimmt schon Bewertungen und Beanstandungen des MDK erfahren haben. Wie macht Ihr`s ?? Wie setzt Ihr die Vorgaben in die Praxis um???
Zu Frage 2 werden wir uns an den Berufsverband wenden.

Vielen Dank für Eure Mühe, Gruß von Hebie
 
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josi83

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AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Hallo,
warum bist du der Meinung, dass die zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel nur von den Patienten und Angehörigen benutzt werden dürfen? Das geht aus der formulierung des Paragraphen meiner Meinung nach nicht hervor und habe nur gegenteiliges gehört. Und diese Hilfsmittel können auch sterile Pinzetten sein, wo steht Gegenteiliges. Sind schließlich auch zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel. Gibt es da eine Richtlinie, die ich noch nicht kenne.
Ich bin stark der Meinung, dass da ein Irrtum vorliegt.
Und der PD muss dieses Sterilgut nicht vorhalten.
Und was machen, wenn der Patient diese Kosten für die Pinzetten nicht übernehmen will: Dokumentieren der Beratung und Ablehnung. Damit haben wir unsere Schudigkeit getan. Wir können und müssen diese Standards nicht auf Biegen und Brechen umsetzen, wenn die Patienten ihren Beitrag, ihre Einwilligung nicht beitragen. Kaufst du als PD für deine sturgefährdeten, osteoporosekranken Patienten Protektorenhosen, wenn sie diese nicht bezahlen wollen? Ich denke nicht.
 
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AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

In den Rahmenverträgen in HH gibt es in der Anlage einen Zusatz:
Einrichtung und Ausstattung des Pflegedienstes
(1) Der Pflegedienst verpflichtet sich alle für den Betrieb des Dienstes
notwendigen Ausstattungsgegenstände vorzuhalten.
(2) Alle in der Krankenpflege verwendeten Materialien und Gerätschaften
müssen fachlich geeignet sein und den Sicherheitsstandards entsprechen.
Ich komme mit der Interpretation dieses Paragraphen nicht klar. Schließlich müssen wir auch keine Medikamente, Wundauflagen, Absaugschläuche bereithalten um unsere Behandlungspflege zu erfüllen. Ich denke, das ist eine Frage, die ich mal an den Berufsverband stelle.
LG
 
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AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Hallo josi,
zum Gebrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind, zumindest bei uns in BW, genau definiert. Es sind Pflegehandschuhe, Einmalunterlagen, Desinfektionsmittel und Pflegeschürzen.
diese sind eigentlich nicht für den Pflegedienst gedacht, sondern für die pflegenden Angehörigen.
Nach Lesen kannst du das unter: SGB XL § 45 b kleine Hilfsmittelverordnung.
zum anderen: der Pflegedienst muß theoretisch BZ Meßgeräte und die dazu gehörigen Sticks bereithalten, ebenso "einfache Pflaster, Wundspülung (wenn nicht was besonderes verordnet wurde) sowie einmal Pinzetten, RR Meßgeräte und einiges anderes an "Notfallfall" Ausrüßtung.
Gruß Lisy
 
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Hypet

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AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Hallo Hebi,
was Du da beschreibst offenbart nicht zum ersten Mal den Missstand, dass es kaum verwert- bzw. praktisch anwendbare Vorgaben zur Hygiene im ambulanten Bereich gibt. Bei den weitaus meisten "Großkopferten" der Krankenhaushygiene (siehe Mitgliederliste der KRINKO oder der DGKH) kann beherzt bezweifelt werden, dass sie die Sachverhalte in der ambulanten Pflege auch nur ansatzweise kennen; da dreht sich halt alles ums Krankenhaus. Nur: Wenn man im Krankenhaus sterile Handschuhe oder sterile Instrumente braucht geht man halt zum Verbandwagen oder in den Pflegearbeitsraum und nimmt es sich halt. Also setzt ein Krankenhaushygieniker das Vorhandensein solcher Utensilien mal ganz locker voraus. Meine Erfahrung: einen Krankenhaushygieniker nach Lösungen für die ambulante Pflege zu befragen ist in etwa so, als ob ein Mullah beantworten soll, wie ein Christopher-Street-Day zu organisieren ist. Hinzu kommt, dass die Vorgaben des Medizinprodukterechts ebenfalls für den Klinikbereich zugeschnitten sind und angesichts den derzeitigen Finanzierungsgepflogenheiten im ambulanten Bereich ins Leere führen. Von der KRINKO gibt es nur ein einziges Regelwerk, welches (ableitend vom Vorwort) sich auch an ambulante Dienste wendet: "Infektionsprävention in Heimen" aus dem Jahre 2005. Witzig, gell?!
Wann immer ich aber wissen will, wie hygienerelevante Maßnahmen durchzuführen sind werde ich an die etablierten Regelwerke der KRINKO und ggf. weiterer Fachgremien verwiesen. Die dort enthaltenen Vorgaben und Standpunkte werden als Hygiene-Maßstab betrachtet, wobei selbstverständlich vorausgesetzt wird, dass es bei der Durchführung hygienerevanter Maßnahmen kein Qualitätsunterschied zwischen der klinischen und der ambulanten Durchführung bestehen darf. Und da doch schon alles ganz wunderbar beschrieben ist besteht doch kein Handlungsbedarf - oder??? Nur gibt es da ein klitzekleines Problem: Es sind halt keine Verordnungen und noch nicht mal Vorschriften, sondern einfach nur Empfehlungen - ungeachtet dessen, dass man dem Ganzen gern eine höhere Bedeutung andichtet (so in Richtung "vorweggenommenes Gutachten". Sowas klappt vielleicht mit uns und vielleicht auch mit Hygienefachpersonal aber gewiss nicht mit den Kostenträgern. Somit sind die Vorgaben nicht mit dem Handeln vereinbar, was zwangsläufig dazu führt, dass halt gewurschtelt wird. Aber was soll´s? Die Einzigen, die sich daran stören, dürften die Handelnden vor Ort sein und von denen ist es ja auch nur ein Teil.
Was tun? Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Änderungen stets von den Betroffenen ausgehen sollten. Es ist m.E. schon lange überfällig, dass die von Hebi beschriebenen Sachverhalte systematisch zusammengetragen und publik gemacht werden (es gibt ja nicht nur Probleme bei der Wundversorgung); möglichst in einer Hygiene-Fachzeitschrift oder zumindest innerhalb eines Kongresses. Ich denke, die ICW könnte sowas wuppen. Ein zweiter Schritt könnte darin bestehen, durchführbare Fachempfehlungen unter Hinzuziehung (aber nicht unter Regie!!) von "Hygieneexperten" zu erarbeiten.
Viele Grüße sendet
Hypet
 
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Lisy

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AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Hallo Leute,
@josi,
bei mir hat sich der "Schreibteufel" eingeschlichen.
Ich schreib mal jetzt die korrekte Bezeichnung:
Es geht um den Vertrag über die Versorgung der Versicherten mit zum Gebrauch bestimmten Pflegehilfsmittel gem. §78 Absatz 1 in Verbindung mit § 40 Ass. 2 SGB XI
Saugende Bettschutzeinlagen - Einmalgebrauch
Einmalhandschuhe
Schutzschürzen - Einmalgebrauch und/ oder wiederverwendbar
Hände/ Flächendesinfektionsmittel
wird auf Antrag von der Kasse übeernommen bis max. 31 € monatlich übernommen.
Diese Produkte dürfen ausschließlich für die ambulante, private Pflege verwendet werden. Dies muß vom Versicherten auch bestätigt werden. Auserdem wird der Eigenanteil von 10% fällig.
Gruß Lisy
 
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josi83

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AW: Verbandswechsel bei chro. Wunde i.ambulanten Bereich

Vielen Dank Lisy, ich wußte nicht, dass es da auch Verträge gibt....:pfeif:
Kämpfe mich seit Wochen, Monaten nur so durch irgendwelche Papiere und Paragraphen um durchzusteigen, weil ich leider keine Anleitung habe.... autodidakt.
Die 10% Zuzahlung gelten meineswissens nur für PG 51 /Körperpflege und Hygiene, wie z.B. wiederverwendbare Bettschutzeinlagen.
Ok, sterile Einmalpinzetten sind da nicht drin. Schade
 
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Wenn ich ich mir die Vorgaben des MDK/ RKI ansehe, ist ganz klar eine sterile Vorgehensweise gefordert.
Diese lässt nur schwer umsetzen: die "wirtschaftlicheren" rezeptierten großen Platten (Aquacel....und Co)von denen ich mir dann die entsprechende Größe herunter schneide oder der mehrfache Handschuhwechsel plus jedes mal sterile Instrumente bzw. frische Spüllösungen.....
Warum zerschneidet ihr dann die Wundauflagen? Lasst euch doch entsprechende Verbandsgrößen, entsprechende der Wunden verordnen!

Der Expertenstandart fordert eindeutig eine sterile Wundbehandlung. Wenn der Patient die entsprechenden Mittel nicht bereit stellen will, sollte dies undbedingt inklusive eines Beratungsgespräch dokumentiert werden.
 
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Exam. Krankenpfleger, Wundmanger (ICW), Qualitätsbeauftragter DIN ISO (TÜV), DCM Basic, TQM Auditor (EQ Zert), Gutachter
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So, ich habe jetzt mal unsere Kassenverträge durchforstet. Ich kann es nicht genau wiedergeben, aber es schaut so aus, als sei mein PD vertraglich verpflichtet sterile Pinzetten und sterile Handschuhe zur Erfüllung der Aufgaben zu stellen.
D.h. für mich jetzt ganz praktisch in der Umsetzung. Ich werde meinen Kollegen sterile Pinzetten und sterile Handschuhe zur Verfügung stellen und im Rahmen einer Schulung zum Thema "Pflegerichtlinie Wundmanagement" (steht eh an!) die Hygienemaßnahmen besprechen. Aber ich werde auch bei den Pinzetten Einmalpinzetten besorgen, da mir der Aufwand des Sterilisierens der Geräte ein zu hoher logistischer Aufwand ist.
 
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