Arbeitsrecht Urlaubszwang???

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Felidaes

Felidaes

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19.06.2006
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Ja, da bin ich wieder. Langsam wird's mir zu bunt auf der Arbeit.
Jetzt wollen mich meine Arbeitgeber "zwingen", eine Woche Urlaub zu nehmen, die Anfang des Jahres zwar mal von mir ins Auge gefaßt wurde, für den ich aber nie einen Antrag gestellt habe!
Ich habe stattdessen eine Woche früher im August Urlaub beantragt und auch bewilligt bekommen, jetzt stehe ich mit drei Wochen Urlaub im Dienstplan:
die bewilligte Woche, meine Freiwoche und die folgende Dienstwoche!!
Ich habe noch nie gehört, daß man/frau gezwungen werden kann, Urlaub zu nehmen.
Aber vielleicht habe ich ja was verpaßt:laughing:
Frustrierte Grüße von

Feli
 
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dieKathi

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J jetzt stehe ich mit drei Wochen Urlaub im Dienstplan:
die bewilligte Woche, meine Freiwoche und die folgende Dienstwoche!!
Hallo Felidaes,
hast du dann vier Wochen frei? Denn nach einer Dienstwoche hast du ja eine Freiwoche, wenn ich das richtig sehe... :suche:
Aber schon seltsam, das.
Den Urlaubszeitpunkt kann der AN wählen und entsprechend beantragen, der AG kann den Urlaub nur dann verweigern oder einen anderen Termin vorschlagen (nicht festlegen), wenn dringende betriebliche Gründe dagegen stehen. Auf jeden Fall muß Rücksprache mit dem MA gehalten werden.

Hier findest du z.B. auch was zu dem Thema.

Schönen Urlaub!
Viele Grüße,
dieKathi
 
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Felidaes

Felidaes

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19.06.2006
50737
Hallo Kathi,

also: ich hatte Anfang des Jahres Urlaub für den Zeitraum v. 27.08. - 02.09
vorgesehen. Vor etwa zwei Monaten habe ich mit der PDL des Vereins telefoniert und nachgefragt, ob es möglich sei, diese Woche zu "streichen" und ob ich dafür v. 13.08 - 19.08. Urlaub nehmen könnte.
Diese Woche Urlaub (13 - 19) wurde mir dann auch bewilligt!!!
Jetzt sehe ich, daß ich im Augustplan meine gewünschte Urlaubswoche habe, aber auch die Woche v. 27.08 - 02.09. ist als Urlaubswoche eingetragen und auch die Freiwoche dazwischenauch!!!
Auf mehrmaliges Nachfragen meinerseits hieß es nur: Das bleibt jetzt so wie es da geschrieben steht!!!
Und ich betone noch mal: Ich habe für die Woche vom 27.08. - 02.09 KEINEN Urlaubsantrag gestellt.
Was kann ich jetzt machen?

Feli
 
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dieKathi

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Hallo Feli,
habt ihr eine MAV oder Betriebsrat? Dann könntest du dich dahin wenden.

Der Urlaub Ende August war "vorgesehen" und nicht genehmigt? Oder doch genehmigt? Das ist ja ein Unterschied.
Wie das genau aussieht, wenn Urlaub bewilligt wurde, dann aber auf Wunsch des MA gestrichen oder verschoben wurde bzw. neu bewilligt wurde - du hast Recht, das ist noch mal ein Spezialfall.

Die Frage ist wohl, ob sich der AG darauf hinausreden kann, daß der Urlaub ja so beantragt und auch genehmigt wurde.
Wobei du ja wohl klar gesagt hast, daß du die frühere Woche nicht zusätzlich haben willst. Oder hast du den bewilligten Antrag vielleicht zurück gegeben mit der Bitte, ihn zu vernichten?

Ich gehe davon aus, daß du die Woche Urlaub, die jetzt zuviel im Plan steht zu anderer Zeit brauchst. Sonst wäre es ja nicht schlimm und du könntest einfach drei statt zwei Wochen Erholung genießen.

Vielleicht weiß Ferdi Rat? Er hat ja auch sonst zu Arbeitszeit/Urlaubszeitfragen immer kompetent geantwortet.

Viele Grüße,
dieKathi
 
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Felidaes

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19.06.2006
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Die Woche, die ich ursprünglich nehmen wollte (27.08 - 02.09.), war von mir NICHT beantragt und dementsprechend vom AG auch NICHT bewilligt.
Die Woche vom 13. - 19.08 WURDE beantragt von mir und vom AG BEWILLIGT!!!

Feli
 
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dieKathi

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19.01.2007
Bietigheim
Die Woche, die ich ursprünglich nehmen wollte (27.08 - 02.09.), war von mir NICHT beantragt und dementsprechend vom AG auch NICHT bewilligt.
Sorry, Feli - hab dein erstes Posting noch mal genau gelesen, da steht es. Sollte, wenn ich müde bin, lieber nicht antworten. :blushing: Mich hat dann deine Antwort etwas irritiert.

Aber - dann gilt doch eigentlich, was ich im ersten Posting geschrieben habe :innocent:: Der Arbeitnehmer kann die Urlauszeit auswählen, beantragt diese und der AG genehmigt (oder eben aus wichtigen Gründen nicht - dazu steht aber auch was in dem Link, den ich im ersten Beitrag gepostet habe).

Beitrag von Clavius:
§7 BUrlG
(1)
1 Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen.
Hier hat Ferdi auch noch mal etliches zum Thema Urlaub gepostet. Für dich besonders interessant, wenn auch ohne Hinweis auf Gesetzestext, ist sicherlich dieser Abschnitt, besonders der Teil, den ich kursiv hervorgehoben habe:

Ferdi:
"Urlaub wieder Willen"

Die Geschäftsführung will die Rückstellung für den Resturlaub in der Jahresbilanz senken. Darum weist die Pflegedienstleitung an, dass auch Schwester Hacer noch im November ihre verbliebenen zwei Wochen urlaub nehmen muss. die Kollegin Hacer weigert sich. Mit Recht! Denn Urlaub ist "zu gewähren"- so steht es im Bundesurlaubsgesetz. Es braucht also den Wunsch, besser noch den schriftlichen Antrag der Beschäftigten. Falls nicht mit der Interessenvertretung ausnahmsweise Betriebsferien vereinbart sind, muss sich niemand ungewollt in urlaub schicken lassen. Gleichzeitig ist es gefährlich, den Urlaub unentschlossen vor sich her zu schieben. Krankheit, Kündigung oder Insolvenz haben schon viele Urlaubstage ersatzlos untergehen lassen.
Merke: Urlaubszeit selber planen, nicht horten- denn weg ist weg.
Schau doch selbst noch mal in die verschiedenen Postings, die es zum Thema "Urlaub" hier im Forum gibt. Der Tenor ist überall gleich: Ungewollt muß der AN seinen Urlaub nicht nehmen.

Bist du bei einem privaten AG oder gilt bei euch ein Tarif? Und: Habt ihr MAV/Betriebsrat?

Viele Grüße,
dieKathi
 
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Lisy

Hallo dieKathi,
ganz so stimmt das nicht. Es gibt durchaus ein paar Dinge, wo der AG Urlaub anordnen kann. Zum Beispiel, wenn nicht genug Arbeit da ist oder wenn es notwendige betriebliche Zwänge gibt. Ich versteh die Aufregung jetzt aber nicht so ganz, weil Urlaub ist doch viel geschützer als frei. Und das Frei verfällt ja auch nicht. Ich würde mich einfach nur freuen und die 3 Wochen geniesen.
Gruß Lisy
 
Felidaes

Felidaes

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19.06.2006
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Wenn ich die drei Wochen geplant und beantragt hätte, könnte ich sie auch genießen.
Heute hatte ich Post vom AG.
Darin teilt er mir mit, daß auch eine Freiwoche nach einer Urlaubswoche
als Urlaub berechnet wird, da: (Originalzitat!)
" Eine Freiwoche steht Ihnen nur dann als Freizeitausgleich zu, wenn Sie vorher eine Woche in der Nacht gearbeitet haben."
Ich arbite jetzt seit 12 Jahren ausschließlich im Nachtdienst, habe es aber noch NIE erlebt, daß meine Freiwoche, nach einer Urlaubswoche, AUCH als Urlaub angerechnet wird.
HILFE!!!!!

Feli
 
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postoperativ

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Hallo Feli,

ich glaub du solltest dir einen neuen AG suchen!!
Was bei euch alles so läuft :kopfkratz:.......

Wenn ich´s richtig verstanden habe will er deine frei Woche als Urlaub rechen?!
Die frei Woche kann nicht als Urlaub gezählt werden. Da baust du ja Überstunden auf.....ich glaub das will dein AG (da du ja soviel minus hast). Nachdem er deine Urlaubstage nicht mit deinen Minusstunden verrechnen konnte versucht er`s halt so.:spinner:

Schau mal hier (hab ich von surrogant geklaut) :)
ver.di: Mein Frei

Lieben Gruß und gute Nerven.......
.....postoperativ
 
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" Eine Freiwoche steht Ihnen nur dann als Freizeitausgleich zu, wenn Sie vorher eine Woche in der Nacht gearbeitet haben."
Sag mal, läuft das dann auch in der Konsequenz so, dass der AG sagt: "Wieso Nachtzuschlag im Urlaub? Du warst ja nachts gar nicht da im Urlaub!"

Wenigstens das hab ich meinem AG (nach 6 Jahren Stillehalten) ausgeredet.:nono:
 
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bin etwas erstaunt- hab ich das richtig verstanden, das du im urlaub trotzdem nachtwachenzuschläge erhälst??
 
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bin etwas erstaunt- hab ich das richtig verstanden, das du im urlaub trotzdem nachtwachenzuschläge erhälst??
Mein Argument war: Als Dauernachtwache ist der Zuschlag ein wesentlicher Teil meines Gehalts, der zur Berechnung von Urlaubsentgelt und Arbeitsentgelt an Feiertagen und im Krankheitsfall mit herangezogen werden muß, wovon nach Bundesurlaubsgesetz und Lohnfortzahlungsgesetz nur Überstundenlöhne und Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld etc ausgenommen sind.

Und der RA des AG hatte nichts dagegen.
 
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21.07.2007
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@ werktätiger

nicht schlecht das argument!!!!

würde mich mal interssieren, wie das bei euch anderen so aussieht....
 
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