Urlaubsanspruch und Berechnung für Nachtwachen

resedoma1

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:ermm: ich hätte da mal eine Frage in die Runde gestellt,

bei mir/uns herrscht Unsicherheit über die Berechnung der Urlaubstage für Nachtwachen.

z.B. der jährliche Urlaubsanspruch für MA beträgt 28 Tage,
die Nachtwachen arbeiten aber 10 Std pro Tag/NACHT und nicht 7,8 Std.
Sie möchten 7 Nächte arbeiten und 7 Nächte frei
Nehmen Ihren Urlaubsanspruch aber nur in den Dienstwochen ....... somit fehlen sind sie teilweise 4 Wochen am Stück.

Jetzt habe ich berechnet:
40 Std. Woche / durch tägl. Arbeitszeit = 4
28 U-Tage/ 5 Tage Woche x 4 = 22,4 U-Tage

Ist das richtig? oder wie berechnet ihr das? Würde mich freuen wenn ihr mir Klarheit verschaffen könntet.

Ps: Unternehmen unterliegt keinem Tarifvertrag!

Vielen Dank
 
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Kalimera

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AW: Urlaubsanspruch und Berechnung für Nachtwachen

Ich kenne folgende Berechnung:
Gegeben sind 28 Urlaubstage bei einer 5-Tagewoche. Bei 7 Tagen/Nächten Arbeit ergibt sich eine 3,5 Tagewoche.
Rechnung: 28:5 =5,6 freie Wochen für Vollzeitler. Soviel Freizeit muss auch der Teilzeitler erhalten. Deshalb multiplizierst Du die freien Wochen mit der ANzahl der Arbeitstage/Woche des Teilzeitlers: 5,6 x 3,5 =19,6 Urlaubstage
Es gibt nur U-Tage keine U-Stunden.
Mit 7 Nächten Urlaub haben sie somit 21 freie Tage am Stück, sofern sich immer an die Rhythmen (7frei/7Dienst) gehalten wird.
Diese 3 freien Wochen ergeben sich dadurch, dass der Nachdienstler 10 Stunden arbeitet und dadurch sein Wochensoll schneller erfüllt und der Rest eben freie Tage sind.
 
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Niehus

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AW: Urlaubsanspruch und Berechnung für Nachtwachen

Nachtwachen/Tagdienst Berechnungsformel für Urlaub

Hintergrund des etwas komplizierten Berechnungsverfahrens ist einmal die Länge des Nachtdienstes im Verhältnis zum Tagdienst oder die Anzahl der Arbeitstage
( Schichten) in der Woche im Tagdienst. Diese müssen in ein Verhältnis zueinander gebracht werden, um Ungerechtigkeiten zu vermeiden.


Merke GUrlaub wird nur in Tagen gewährt.
Weil aber die Mitarbeiter im Nachtdienst in der Regel eine längere Schichtlänge als die Mitarbeiter im Tagdienst haben, würde das dazu führen, dass bei einem angenommenen Urlaubsanspruch von 30 Tagen der Mitarbeiter im Nachdienst 30 Tage (Nächte) Urlaub
bei z. B. 10 Stunden Schichtlänge erhielte.( 300 Std. Urlaub)
Der Mitarbeiter im Tagdienst aber auch 30 Tage Urlaub bei einer z.B. 7 Stunden Schichtlänge erhielte. ( 210 Std. Urlaub)

sLs
Lösung:
Grundsätzlich ist die Grundlage aller Berechnungen immer die fünf Tage Woche bei 38,5 Stunden. Bei einer Veränderung derselben wird immer umgerechnet, d. h. die Wochenarbeitszeit wird mit der Schichtlänge und Schichthäufigkeit in Relation gebracht.
Hinzu kommt die Anzahl der Wochen im Jahr.( 52)
Bei Arbeitszeiten die Monatsweise angegeben werden, muß zuerst einmal in Wochenarbeitszeit umgerechnet werden.

Beispiel:
120 Std. vertragliche Arbeitszeit im Monat
30,5 Tage als Monatsmittel, weil es Monate mit 30 bzw. 31 Tagen gibt.
7 Tage, weil die Woche soviel Tage hat. Hierbei ist es nicht relevant, ob man in der 5;5-5 oder 6 Tage Woche arbeitet.

120x7 = 27,54Std. Woche Bei einer Schichtlänge von 10 Std. wären das 3 Schichten in
30,5 der Woche oder eine 3 Tage Woche.

Aus § 48, Absatz 4, BAT ergibt sich folgende Berechnungsformel:


[h=1]30 Tage Urlaub x 52 Wochen x 3 Tage Woche = 18 Tage Urlaub[/h] 260



Die oben beschriebene Berechnungsformel-im Kasten-wird auch zur Umrechnung von der Fünf Tage Woche auf die 6 Tage Woche genommen.

Beispiel:


30 Tage Urlaub in der fünf Tage Woche ergeben danach 36 Tage Urlaub in der sechs Tage Woche



30 Tage x 52 Wochen x 6 Tage Woche = 36 Tage Urlaub in der sechs Tage Woche
260
 
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AW: Urlaubsanspruch und Berechnung für Nachtwachen

:super: ..... vielen lieben Dank für die schnellen Antworten,
das bringt uns sehr viel weiter.
Wünsche allen noch einen guten, gesunden Rutsch ins neue Jahr:super:

Lg resedoma
 
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