Arbeitsrecht Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

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Kalimera

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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

Solange unter dem Strich dasselbe rauskommt, würde ich mich nicht aufregen. Frag einfach Deinen Betriebsrat, ob es eine Betriebsvereinbarung dazu gibt und kläre auch ab, wie es gerechnet wird, wenn Du im Urlaub krank wirst.
Genau das wird aber das Problem sein, wenn ich den Eingangsthread richtig verstanden habe, dass zwar der Urlaub in die regulär geltende Tagewoche umgerechnet wird, aber die entsprechenden Zeiten dazu nicht.
Passiert oft dann, wenn der Urlaubsanspruch abweichend der tatsächlichen Tage, die der AN sonst arbeitet, gerechnet wird.
Leider äußert sich der Threaderöffner nicht mehr wie es nun ausging, bzw. woran sein Problem liegt.
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

@Sittichfeundin: 48h

Hallo Sigjun,

Hundler hat schlichtweg nur ein logistisches Problem. Würde er seinen Urlaub immer in den Wochen planen, in denen er nur 2 Nächte arbeitet, entstünden Plusstunden! Alternativ muss der Urlaub auf eine 3,5 Tage herunter gerechnet werden, d.h deutlich weniger Urlaubstage.

Grüsse
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

Er arbeitet pro Woche 35h, also in zwei Wochen 70 h. In einer Woche aber nur 20 u. in der anderen 50h! Urlaub wird ihm pro Woche 35h angerechnet. Macht er zwei Woche Urlaub = keine Differenz, also weder Plus-noch Minusstunden. Macht er nur eine Woche Urlaub, ergeben sich entweder 15 Minus- oder 15 Plusstunden.
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

Er arbeitet pro Woche 35h, also in zwei Wochen 70 h. In einer Woche aber nur 20 u. in der anderen 50h! Urlaub wird ihm pro Woche 35h angerechnet. Macht er zwei Woche Urlaub = keine Differenz, also weder Plus-noch Minusstunden. Macht er nur eine Woche Urlaub, ergeben sich entweder 15 Minus- oder 15 Plusstunden.
Also ist die Voraussetzung, dass er gleichmäßig die Wochen mit 2 und auch die Wochen mit 5 Nächten Urlaub nehmen kann, damit es wieder ausgeglichen ist. Wenn ich aber beispielsweise nur noch 5 Urlaubstage übrig habe und die genau dann nehmen möchte (z.B. weil meine Schwester heiratet), dann habe ich halt Pech, wenn es gerade die Woche mit 5 Nächten ist, oder wie? Einen Teil muß ich ja dann nacharbeiten. :kopfkratz:
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

Hallo brigitte,

Nacharbeiten muss man gar nichts. Er arbeitet in der Woche vor dem Urlaub 2 Nächte, in der Woche nach dem Urlaub 2 Nächte. Also 4 Nächte=40 h in drei Wochen!! Was für ein Nachteil?

Leider äußert sich der Threaderöffner nicht mehr wie es nun ausging, bzw. woran sein Problem liegt
Die Vorteile der Regelung werden ausgeblendet, und am Schluss start man nur noch auf die 15h Minus. Dass man aber in den letzten drei Wochen nur 40h arbeiten musste, ist schon vergessen?

Grüsse
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

. . . Leute, was soll das? Urlaub brauch ich nur nehmen, wenn ich zur Arbeitsleistung verpflichtet bin! Ein Verwaltungsangestellter brauch auch am Wochenende keinen Urlaub nehmen, oder? Was soll also diese seltsame Rechnerei? Wenn ich nächste Woche Mittwoch was dringendes vorhabe, dann schaue ich in den Dienstplan und wenn da FREI steht, dann käme ich doch niemals auf die Idee, für diesen Tag Urlaub zu beantragen. An einem Urlaubstag - und das kann auch durchaus ein einzelner sein - hat mich der Arbeitgeber unter durchschnittlicher Fortzahlung der Bezüge von der Arbeitsleistung freizustellen.
Also nochmal:
Urlaub wird nur an Tagen genommen, an denen ich zur Arbeitsleistung verpflichtet wäre. Das kann in der einen Woche an drei Tagen sein, in der anderen Woche an 5 Tagen. Was ist daran so kompliziert? Natürlich schreibe ich auf meinen Urlaubsantrag : ich beantrage Urlaub vom 23. bis 29. August 2010, anzurechnende Urlaubstage: 3
Und damit ist für die PDL klar, dass ich die ganze Woche nicht zu erreichen bin, aber nur für die 3 Tage, an denen ich hätte arbeiten müssen, ein Urlaubstag geschrieben wird . . .
Und dabei kommt auch niemand ins Plus oder Minus. Einzige berühmte Ausnahme: wenn man fast täglich wechselnde Arbeitszeiten hat (flexible Arbeitszeiten) - dann muss die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit der letzten 13 Wochen berechnet werden . . .
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

Wie jetzt Minusstunden? Sowas gibts noch in der Pflege? Normal hat doch jeder mindestens 100 Ü-Stunden
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

. . . bei den meisten, die hier posten, scheint die 100 Überstunden auch tatsächlich "Normalität" zu sein. Aber es gibt sie noch, die Betriebe, in denen am Monatsende meist +/- 0 steht (kleine Abweichungen ausgenommen - wenn mal jemand zeitiger gehen möchte, oder eine Schulung länger dauert). Ich glaube auch nicht unbedingt, dass die "Überstündler" in der Mehrzahl sind. Hier im Forum kann zwar leicht dieser Eindruck entstehen - man sollte jedoch bedenken, dass MA, bei denen eine geregelte Dienstzeit normal ist, keinen Grund haben, hier deswegen zu posten. Und wenn man die Fragesteller mal auflistet - es sind oft immer wiederkehrend die gleichen, mit denen Schindluder getrieben wird . . .
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

Ich habe im Jahr 32 Tage Urlaub.
Deutet darauf hin, dass der Urlaub generell in der 5 Tagewoche berechnet wird, auch wenn faktisch nur an 5/2 Tagen gearbeitet wird.

Nehme ich 1 Woche Urlaub ( in der Woche wo ich normaler Weise meine 5 Nächte hätte ) berechnet mir mein Arbeitgeber aber nur 35 Arbeitsstunden an und ich rutsche mit 15 Stunden ins Minus.
@Sr. Wolfgang
Wenn denn der AG es so rechnen würde, wie Du schreibst, dann dürften keine Minusstunden entstehen, weil er diese Woche mit den 5 Tagen Urlaub auch mit 50 Stunden berechnen müsste, folgerichtig hätte er dann aber auch weniger Tage Urlaubsanspruch.
Aber genau diese beiden Berechnungen vermischt der AG.
Es ist übrigens gar nicht so selten, dass der Urlaub generell in der 5-Tagewoche berechnet wird und dennoch faktisch nur an bestimmmten Tagen gearbeitet wird.
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

. . . ist nicht selten, aber nicht richtig, jedoch: wo kein Kläger, da kein Richter . . .

P.S.: Nur weil es viele so machen, wird es noch lange nicht rechtmäßig.

P.P.S.: . . . und wenn keiner darauf achtet, dass die bestehenden Gesetze auch eingehalten werden, dann sind sie das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen . . .
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

Zitat thorstein
Hallo brigitte,

Nacharbeiten muss man gar nichts. Er arbeitet in der Woche vor dem Urlaub 2 Nächte, in der Woche nach dem Urlaub 2 Nächte. Also 4 Nächte=40 h in drei Wochen!! Was für ein Nachteil?



Leider äußert sich der Threaderöffner nicht mehr wie es nun ausging, bzw. woran sein Problem liegt


Die Vorteile der Regelung werden ausgeblendet, und am Schluss start man nur noch auf die 15h Minus. Dass man aber in den letzten drei Wochen nur 40h arbeiten musste, ist schon vergessen?

Grüsse
Wenn ich aber nur in der ersten Woche Urlaub habe?
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

. . . oder was ist, wenn ich nur einen einzigen Tag Urlaub möchte, oder zwei, oder drei Tage?
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

Was soll also diese seltsame Rechnerei?
Hallo Wolfgang,

in meiner Einrichtung bekomen alle Urlaub ensprechend der 5-Tage-Woche, egal wieviele Tage sie tatsächlich arbeiten. Offensichtlich ist das in vielen Einrichtungen so. Das kann ich jetzt bis zum Sankt Nimmerleins-Tag ignorieren und bei allen Anfragen auf ensprechende Quellen verweisen, die diese Art der Uralubsberechnung für rechtswidrig halten. Viel Spass dabei.
Ich bin selbst schon sehr lange MAV-Mitglied und wenn ich meinen AVR durchlese, ist diese Regelung so auch nicht koscher. Jetzt kommen wir zu der leidigen Rechnerei. Ich kann schlichtweg keine Nachteile erkennen, egal wie oft hier die Fragen auch wiederholt werden. Einem Teilzeitmitarbeiter ist es auch deutlich einfacher zu vermitteln, das er genau so viel Urlaubstage hat, wie alle anderen Kollegen, aber nur entsprechend seiner Teilzeit weniger Stunden berechnet werden. Ich sehe daher überhaupt keine Veranlassung, and dieser Regelung irgendetwas zu verändern. Ich habe auch durchaus Bedenken, was mögliche Nachteile angeht.
Deine Gesetzestreue in allen Ehren, aber Abweichungen zum Vorteil der Arbeitnehmer werde ich nicht beanstanden.

Grüsse
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

. . . die Frage war ja hier nicht, wie es in vielen Einrichtungen gehandhabt wird (da könnten wir lange darüber palavern, ohne dass es jemandem wehtut), sondern die Anfangsfrage war doch wohl, ob es rechtens ist, dass der Fragesteller durch Urlaub ins minus rutscht. Und darauf kann es nur die eine Antwort geben: "nein, es ist nicht rechtens"! Und was ich bei allen Antworten stets vermisse: Ihr geht immer alle von der Ausgangsposition aus, dass jemand eine komplette Woche Urlaub möchte. nun habe ich es aber gar nicht mal so selten erlebt, dass MA aus persönlichen, familiären Gründen usw. den Urlaub in mehrere Positionen (2,3, Tage) aufsplitten wollten und spätestens dann, bekommt man mit Eurer Verfahrensweise ein Problem . . .

P.S.: aber wenn Ihr mit Eurem System leben könnt und klarkommt - wen interessiert`s? Mich auf keinen Fall ;-)

P.P.S.: eins gebe ich jedoch noch zu bedenken: wenn man sich als MAV dafür entscheidet, an dieser Stelle alle Augen, samt Hühneraugen zuzudrücken, kann das an anderer Stelle die Verhandlungsposition gegenüber dem Arbeitgeber schwächen, indem er dann zu Recht der Auffassung sein wird, dass man nicht mal hier gegen geltendes Gesetz verstoßen kann, an anderer Stelle aber vehement darauf pochen, dass die Gesetze eingehalten werden. Man kann das Recht nicht einmal anwenden, ein anderes mal außer Kraft setzen, weil es gerade mal bequem ist. Und wenn ich dann überlege, dass sich mit dieser Thematik hochbezahlte Bundesarbeitsrichter samt ebenso gut bezahltem MA-Stab lang und breit befasst haben - bestimmt nicht ohne Grund - dann finde ich es schon lustig, wenn eine MAV meint: was interessiert uns deren Geschwafel - wir haben das schon immer so gemacht und viele andere machen das auch so . . . . grübel grübel . . .
 
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AW: Urlaub und dann ins Minus rutschen !?

. . . ergänzend zu meinen Ausführungen folgender Auszug aus dem Erfurter Kommentar zum § 11 Bundesurlaubsgesetz:
" 3. Flexible Arbeitszeiten. Wechselschichten und betriebliche Vereinbarungen über die bes. Verteilung der Arbeitszeit führen dazu , dass der AN nicht mehr stets zu der gleichen Anzahl von Arbeitstagen in jeder Woche zur Arbeitstagen zur Arbeit verpflichtet ist. Je nach Inhalt der Vereinbarungen fallen z.B. in der Woche wechselnd drei bis sechs Arbeitstage aus. Entsprechend der Auswirkungen dieser Arbeitszeitmodelle auf den Umfang des Urlaubs müssen die Veränderungen bei der Bestimmung des Zeitfaktors berücksichtigt werden. Vergütet und damit einbezogen in den Multiplikator „Zeitfaktor“ werden nur die Tage des tatsächlichen Ausfalls, nicht aber die Tage, an denen der AN nicht zur Arbeit verpflichtet ist. Das gilt auch dann, wenn die Freischichten in der Weise bezahlt werden, dass das bereits in vorigen Wochen mit höherer Arbeitsleistung verdiente Arbeitsentgelt aufgespart wird und nunmehr in der Urlaubszeit augezahlt wird. (BAG 8.11.1994 RN 27). Außerdem ist ein ggf. veränderter Stundensatz an den Urlaubstagen zu beachten (BAG 24.9.1996 AP TVG § 1 Tarifverträge: Papierindustrie Nr.13)"
 
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