Arbeitsrecht Urlaub in Nachtwachenfrei

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Oberschwester1

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Hallo zusammen,
ich bin die Marion aus Düsseldorf und begrüsse alle recht herzlich. Ich habe direkt eine Frage bezüglich Urlaub. Ich Arbeite in einem Unternehmen wo die AVR der Caritas Anwendung findet. Ich bin im 3 Schicht Betrieb tätig. Dort war es bisher immer so das wenn man Urlaub hatte wo eigentlich Nachdienst angesetzt war die Freiwoche auch eine Freiwoche bliebt. Seit dem wir eine neue PDL haben ist die Reglung lt Ihrer Aussage so das wenn jemand in seiner Nachwachenwoche Urlaub hat dann auch für die Freiwoche Urlaub einplanen muss. Ist das so richtig? Über eure Infos würde ich mich sehr freuen.
Gruß Marion
 
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mysteha

mysteha

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Es ist beides richtig, es kommt darauf an, wie der Urlaubstag gerechnet wird.
Z.B. wenn du 10 Std. Nachtdienst machst und an den Tagen Urlaub beantragst, dann wird der Urlaub da auch mit
10 Std. gerechnet. Dann hast du anschließend eine Woche frei (Keinen Urlaub)
Wenn man aber bei einer 40 Std. Woche 8 Std. Dienst veranschlagt, bekommst du nach dieser Rechnung nur
8 Std. Urlaub aufgeschrieben, musst dafür aber bei 14 Tagen Urlaub für die Arbeitstage 8 Std. rechnen.
Am Ende sollten beide Rechnungen die gleiche Gesamt-Urlaubsstundenzahl pro Jahr ergeben
(z.B. 30 Tage Urlaub bei 8 Std. = 240 Std. = 24 Tage Urlaub bei 10 Std.)

Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich
 
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lulli00

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EDIT... Gedankenfurz... Ich stand auf der Leitung

Allerdings was diese Urlaubsgeschichte angeht, komm ich nicht mit. Ein Glück hab ich da noch 1,5 Jahre ruhe. Mein Urlaub wird Aubsildungsmäßig verplant :D

Danach muß ich mich damit aber mal auseinander setzten...
 
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Oberschwester1

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puh schwierig! Diese Regelung ist aber erst bei uns so seitdem wir die neue PDL haben. Bei der vorherigen PDL wares immer so das ich nur für die Nachwachen Woche Urlaub nehmen musste die Freiwoche hatte ich trotzdem ohne das was von meinem Jahresurlaub ab gezogen wurde. War das dann mehr oder weniger ein goodwil der alten PDL damit ich in meiner Schicht bleibe?
Gruß Marion
 
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mysteha

mysteha

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Nein, Goodwill war das sicher nicht. Das ist einfach eine Sache, wie die PDL das rechnet.
Idealerweise solltest du weder über- noch untervorteilt sein dadurch. Du müsstest deine Stunden einfach
mal kontrollieren.
Möglich sind beide Varianten
 
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Kalimera

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Wenn die neue PDL das so rechnet, dann musst Du auch mehr U-Tage erhalten um die Freiwoche abzudecken. Diese U-Tage werden dann allerdings mit einer geringeren Stundenzahl gerechnet.
Es kann auf keinen Fall sein, dass Deine U-Tage gleich bleiben und Du damit dann die Freiwoche auch noch abdeckst.
Schau doch mal mit wie vielen Stunden jetzt ein U-Tag berechnet wird. Aus Erfahrung weiß ich, dass eine solche Umstellung von manchem schwer zu verstehen ist, zumal wenn man es jahrelang anders gewohnt war.
Gefühlt ist es gerechter, wenn alle gleichviel Urlaubstage haben, und bei allen ein U-Tag mit der gleichen Stundenzahl gerechnet wird.
 
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SchwesterWolfgang

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. . . mein derzeitiger Kenntnisstand ist immer noch, dass ich Urlaub nur an den Tagen nehmen muss, an denen ich auch zur Arbeit verpflichtet wäre. Wenn ich also üblicherweise Frei habe, muss ich da keinen Urlaub beantragen und gewährt bekommen. Eine Verwltungskraft, die üblicherweise Sa. und So. Frei hat, bekommt an diesen Tage auch keinen Urlaub eingetragen . . .
 
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Kalimera

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Das Thema hatten wir schon mal...:)
Wenn ich nun aber keinen expliziten Vertrag über diese NW-/Freirythmen habe, sondern einfach so eingesetzt werde, weil ich das möchte und meine Leitung und das Team so nett sind mir das zu ermöglichen ist es mMn durchaus richtig, dass ich genauso viele U-Tage habe und sie so verplanen muss wie alle anderen auch.
 
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SchwesterWolfgang

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. . . verflixt nochmal, nein! :) Urlaub muss ich nur an den Tagen beantragen, an denen ich zur Arbeit verpflichtet bin. Für Tage, an denen ich ohnehin frei habe, brauch ich mich doch nicht beurlauben lassen . . .
 
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mysteha

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Nur keine Aufregung Schwester Wolfgang, das ist doch ganz egal für wann man Urlaub beantragt, wenn das in den Stunden berücksichtigt ist.
 
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SchwesterWolfgang

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. . . hihi, ich rege mich doch gar nicht auf (deswegen der smiley) - ich habe es mir schon seit langem abgewöhnt, beratungsrestistente Menschen überzeugen zu wollen ;)
 
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Watts

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Nur keine Aufregung Schwester Wolfgang, das ist doch ganz egal für wann man Urlaub beantragt, wenn das in den Stunden berücksichtigt ist.
An alle, die den Urlaubsanspruch immer noch mit Stunden berechnen:
IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg
Das BUrlG geht vom Tagesprinzip aus. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Befreiung von
der Arbeitspflicht für Tage, nicht für Stunden. Urlaub kann daher nicht stundenweise be-
rechnet und in der Regel auch nicht stundenweise gewährt werden. An Tagen, an denen
keine Arbeitspflicht besteht, kann daher auch kein Urlaub gewährt werden.
 
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mysteha

mysteha

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Von Urlaub stundenweise gewähren war ja auch überhaupt keine Rede.
Es gibt eben einfach 2 verschiedene Arten (die beide zu dem gleichen Ergebnis führen) den Stundentag zu berechnen.
 
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Schaumbad

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Ich sehe es wie mysteha.
Wenn Du als Vollzeitkraft (also 100%) arbeitest, und eine 40-Std-Woche hast, entspricht 1 Arbeitstag 8 Std. (bei 5-Tage-Woche).
Nun Deine Rechnung:
Du machst 1 Woche (= 7 Tage) Nachtdienst mit 10 Std/Nacht. Das wären 70 Std. in dieser Woche.
Folglich hast Du 30 Std. Mehrarbeit geleistet (70 Std. statt 40 Std./Wo.). Diese Mehrarbeit baust Du in der darauffolgenden Woche ab. D. h. 4 Tage "Mehrarbeit-Frei" (4 x 8 Std. = 32 Std. - annähernd die 30 Std.), plus das Wochenende das Du in der Nachtwachenwoche gearbeitet hast (+ 2 Tage), und das Wochenende in der darauffolgenden Woche, dass Du wahrscheinlich eh frei hättest (+ 2 Tage). Somit hast Du das Nachtwachenfrei "erarbeitet".
Wenn Du aber Urlaub hast, zählt das 5 x 8 Std. für Mo-Fr (=40 Std.) plus das Wochenende regulär frei (Wochenende/Feiertag zählt nicht als Urlaubstag). Somit hast Du 7 Tage am Stück frei, aber kein Recht auf zusätzliches frei in der darauffolgenden Woche. Wenn Du also die 2. Woche auch noch frei haben möchtest, musst Du entweder bereits geleistete Überstunden oder Urlaub nehmen um Dein "soll" für die 2. Woche zu erreichen.
 
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Stationsleitung, IBCLC
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Watts

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Ich sehe es wie mysteha.
Ich sehe es wie SchwesterWolfgang.

AVR Anlage 14 der Caritas:
Der Urlaub des Mitarbeiters, dessen durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit (Anlage 5 zu den AVR) auf 5 Arbeitstage in der Kalenderwoche verteilt ist (Fünftagewoche), beträgt ab dem 1. Januar 2015 30 Arbeitstage, soweit nicht eine für den Mitarbeiter günstigere gesetzliche Regelung (z.B. für Jugendliche und schwerbehinderte Menschen) oder für die zu ihrer Ausbildung Beschäftigten (Anlage 7 zu den AVR) eine Sonderregelung getroffen ist.

Hier steht nichts von Stunden.

Sind die 40 Stunden der wöchentlichen Arbeitszeit auf 4 Arbeitstage in der Kalenderwoche verteilt (Viertagewoche), beträgt der Urlaubsanspruch 24 Arbeitstage.
Sind die 40 Stunden der wöchentlichen Arbeitszeit auf 5 Arbeitstage in der Kalenderwoche verteilt (Fünftagewoche), beträgt der Urlaubsanspruch 30 Arbeitstage.
Sind die 40 Stunden der wöchentlichen Arbeitszeit auf 6 Arbeitstage in der Kalenderwoche verteilt (Sechstagewoche), beträgt der Urlaubsanspruch 36 Arbeitstage.

Die Länge der Arbeitszeit an einem Arbeitstag hat keine Auswirkungen auf die Anzahl der Urlaubstage.
Beispielsweise kann die Arbeitszeit an einem Arbeitstag 4 Stunden betragen, und am nachfolgenden 10 Stunden.
Es bleibt bei 2 Arbeitstagen.
 
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