Arbeitsrecht Urlaub im Nachtwachenfrei

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Bangemachenisnich

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Hi Leute,

ich habe Nachtdienst (7 Nächte 7 Tage frei) jetzt soll ich im Bereich der 7 Tage frei Urlaub nehmen! Ist das so üblich ?

Dankeviel für Hilfe

PS: Solangsam wird mir doch Angst und Bange !!!
 
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Fabiana1971

Fabiana1971

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Hallo Bangemachenisnicht,
Dir darf nur Urlaub an Deinen Arbeitstagen gegeben werden, nicht in Deinem Frei.
 
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ronja1

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Hallöchen,
du musst natürlich nicht in deinem Frei Urlaub nehmen, sondern an deinen Arbeitstagen. Ich kann gar nicht glauben, dass so etwas von Arbeitgebern verlangt wird.
 
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Kalimera

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ich habe Nachtdienst (7 Nächte 7 Tage frei) jetzt soll ich im Bereich der 7 Tage frei Urlaub nehmen! Ist das so üblich ?
Das geht nur, wenn Deine Urlaubstage entsprechend berechnet werden.
Ich schätze Dein Urlaub an ND-Tagen wird mit 10 Stunden berechnet, so dass Du ca. 21 Tage Urlaub hast zur Zeit.
Wenn Du auch an freien Tagen Urlaub nehmen musst, so würde Dein Urlaubstag nur mit 7/7,5 Std. berechnet werden und somit müsstest Du auch in Freirhythmen Urlaub nehmen, aber eben auch mehr Urlaubstage zur Verfügung haben. Manche AG rechnen so.
Die Freirhythmen zwischen den Nachtdiensten entstehen letzten Endes ja dadurch, dass Du nachts mehr als die regulären Stunden Arbeitszeit hast.

.
 
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Fragmentis

Fragmentis

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Hallo Sigjun,

nur mal Interesse an der Thematik halber:

Ist ja klar, daß ein U-Tag nur mit 7,X Stunden berechnet wird. Aber was spricht gegen den Urlaub im NW-frei denn konkret, wenn doch der Urlaubstag dann den Ausgleich in Form des damit verbundenen Stundenkontingents bringt, also die Stunden ja erhalten bleiben ?

Nur mal lieb nachfragend abseits des Themas,
Fragmentis
 
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Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
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Sittichfreundin

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Hallo Sigjun,

nur mal Interesse an der Thematik halber:

Ist ja klar, daß ein U-Tag nur mit 7,X Stunden berechnet wird.
Warum ist das klar? Es gibt auch Häuser, die die Urlaubstage auf eine entsprechende Tage-Woche umrechnen. Man hat dann z.B. als Dauernachtwache 9,75 Stunden für einen Urlaubstag, dafür aber insgesamt entsprechend weniger Urlaubstage.
Eigentlich ist es nicht ok, einen Urlaub zwischen 2 7-Nächte-Schichten nehmen zu müssen. Das würde ja bedeuten, dass im Dienstplan 21 Nächte am Stück stehen und 7 davon als Urlaub genommen werden, geht eigentlich nicht. Außerdem hat ein Arbeitnehmer das Recht, seinen Urlaub mindestens 14 Tage zusammenhängend zu nehmen. Und Urlaub hat auch den Zweck der Erholung und nicht der Verschnaufpause zwischen 7-Nächte-Mammut-Schichten...:(
 
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romana

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Außerdem bringt das ja nur Überstunden. Im Moment muss kein Ersatz gefunden werden, was bequem ist, so häufen sich eben die Stunden vom Urlaub zu Mehrarbeitsstunden an. Die müssen ja auch mal wieder abgebaut werden, und wenn das dann häppchenweise Nacht für Nacht ist, kann man genauso gut auf den Urlaub verzichten, weil der Erholungswert gleich null ist.
Ich würds nicht machen, verlangen kann der AG das schon gar nicht, weil bei Urlaub Wünsche des AN berücksichtigt werden müssen.

LG
Romana
 
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Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
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Kalimera

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Ist ja klar, daß ein U-Tag nur mit 7,X Stunden berechnet wird. Aber was spricht gegen den Urlaub im NW-frei denn konkret, wenn doch der Urlaubstag dann den Ausgleich in Form des damit verbundenen Stundenkontingents bringt, also die Stunden ja erhalten bleiben ?
Hallo Fragmentis,
wenn richtig gerechnet wird macht es überhaupt keinen Unterschied.
Es ist nur eine andere Berechnung.
Es häufen sich auch keine Überstunden an. Im Prinzip kann das jeder genau nachrechnen.
 
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Bangemachenisnich

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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure umfangreichen Infos. Mein Problem: wie bringe ich das der PDL bei, ohne dass die dem Weihnachtsmann Konkurrenz macht und - auf einem Besen - durch die Sphären fliegt ?

Persorat ist inkompetent weil nur Handtäschenträgerin und nach "dem Maul derer redende, die was zu sagen haben" - eigene schlechte Erfahrung gemacht!!
 
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Kalimera

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Eigentlich ist es absolut logisch :rolleyes:
Der bisherige Urlaub ist berechnet nach Deiner Tage-Woche, ein Urlaubstag zählt 10 Std. dafür hast Du weniger Urlaub und Dein Freirhythmus bleibt Freirhythmus.
Wenn Du nun auch im Freirhythmus Urlaub nimmst, wird der Urlaub nach der 5-Tage-Woche berechnet, ein Urlaubstag hat nur noch 7/7,7 Std. und Du brauchst logischerweise mehr Urlaubstage.
Für 14 Tage Urlaub brauchtest Du bisher 7 Tage, zukünftig brauchst Du dann 10 Tage.
Ob Deine PDL dieser Logik aufgeschlossen ist kannst nur Du beurteilen:eek:riginal:
Du kannst es jedenfalls logisch und sachlich begründen.
Natürlich nur, wenn nicht schon automatisch Deine Urlaubstage erhöht wurden.
Oder gehe doch in die Personalabteilung, erkläre denen, dass Du ab jetzt auch im Freirhythmus Urlaub beantragen musst und bitte sie Dir Deine Urlaubstage dementsprechend auszurechnen. Zumindest dort müssten Leute sitzen, die Ahnung haben. Dann kannst Du Deine PDL auch umgehen und musst nur noch darauf achten, dass Deine Leitung den Urlaub auch richtig einträgt.
 
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ferdi

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ein Urlaubstag zählt 10 Std.
Urlaub wird nicht nach Stunden berechnet, ob 3 oder 10 Stunden die Anzahl der Jahresurlaubstage bleibt unverändert.

ich habe Nachtdienst (7 Nächte 7 Tage frei) jetzt soll ich im Bereich der 7 Tage frei Urlaub nehmen! Ist das so üblich ?
Wieviel Tage Urlaub bekommst du denn im Jahr?

Wenn nur die Dienstwochen gezählt werden halbiert sich der Urlaubsanspruch. Dann bekommst du statt 30 nur 15 Tage.

ferdi
 
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Kalimera

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Urlaub wird nicht nach Stunden berechnet, ob 3 oder 10 Stunden die Anzahl der Jahresurlaubstage bleibt unverändert.
Ja Ferdi, das ist schon klar, dass Urlaubsanspruch in Tagen berechnet wird.
Es war nur bedeutend einfacher zu erklären, wenn auch nicht ganz perfekt wiedergegeben.
Zumindest erschien es mir so einfacher um die zusammenhänge deutlich zu machen.
 
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SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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. . . also, irgendwie wird das hier alles immer kauderwelschiger und die Aussagen immer widersprüchlicher!
Irgendwo am Anfang des Threads stand mal richtigerweise, dass Urlaub nur dann genommen werden muss, wenn der Arbeitnehmer zur Arbeitsleistung verpflichtet ist. Also nix mit Urlaub einplanen, wenn ich frei habe, denn dann brauch mich eh keiner von der Arbeit freistellen.
(Okay, wir haben diesen Trick mitunter auch schon angewendet, aber nur dann, wenn durch Fristablauf der Urlaub verfallen würde - dann haben wir fix an den freien Tagen Urlaub geschrieben und die freien Tage mit rübergenommen. Ist wirklich Trickserei und nicht ganz richtig)
Und wenn ich an dem betreffenden Tag, an dem ich Urlaub nehme, für 10 Stunden zur Arbeit eingeplant bin, dann muss ich auch für die 10 Stunden von der Arbeit befreit werden, oder soll ich nach 7,5 Stunden dann noch 2,5 Stunden arbeiten kommen wie hier mit seltsamen Berechnungsmethoden suggeriert wird? Urlaub ist bezahlte Freistellung, um die Arbeitskraft zu regenerieren. Also werde ich genau für DIE Zeit von der Arbeit freigestellt, die ich eigentlich an dem Tag arbeiten müsste.
Alles andere, was hier so unterschiedlich und nicht erschöpfend angeboten wurde, sind Berechnungspraktiken, die den verschiedenen Arbeitszeitmodellen geschuldet sind.
Das jedoch im einzelnen und detailliert hier im Forum darzustellen, würde den Rahmen sprengen - in meinem Kommentar zum Tarifvertrag macht diese Berechnung ca. 3 Seiten aus. Und dann wäre damit auch nur der Geltungsbereich des TV erklärt, also wären noch ca. 3 weitere Seiten nötig, um das Problem für nichttarifliche und wieder noch 3 Seiten für jeden anderen Tarifvertrag (z.B. kirchliche Träger) darzustellen - vielleicht sollte mal jemand ein Buch darüber schreiben - oder gibt es das vielleicht schon? ;-)
Um meine Meinung auch zu untermauern, hier der Auszug aus dem Tariflexikon:
"Dem Angestellten steht in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub zu. Die Urlaubsdauer ist abhängig vom Alter des Beschäftigten und der Vergütungsgruppe, der er zugeordnet ist. Der Urlaub ist nach Arbeitstagen auf der Grundlage der Fünf-Tage-Woche bemessen. Wird der Angestellte nicht in der Fünf-Tage-Woche beschäftigt, sondern beispielsweise nur an drei Tagen der Woche, ist der Erholungsurlaub für jeden zusätzlichen arbeitsfreien Tag um 1/260 zu kürzen."
 
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