Medizinrecht Untersuchungsergebnisse anderer Patienten in Akte

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soundso

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29.08.2017
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Nehmen wir an, in den Krankenunterlagen (Krankenhaus) befinden sich Untersuchungsergebnisse von anderen Patienten?
Wie kann man sicherstellen, dass dann richtig behandelt wurde?
Wie kann man gegen so eine "Schlamperei" vorgehen?

Vielen Dank.
 
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sophia65

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05.11.2011
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Anhand der Therapie /Medikation sollte das der Arzt feststellen können.
Ich denke, dass es gewiss leicht passiert, dass Dokumente falsch eingeheftet werden. In meinen Augen ist es wichtig, damit offen und ehrlich umzugehen. Ohne Schuldzuweisung.
Wir sind alle Menschen, gerade wenn es hektisch zugeht und womöglich noch sehr ähnliche Patientennamen sind...
Gut, dass es aufgefallen ist, so können Fehler korrigiert werden und das Team sensibilisieren.
 
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soundso

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29.08.2017
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Danke für die Antwort.
Leider sind es keine ähnlichen Patientennamen, sondern völlig verschiedene.
Und der Fehler kann nicht mehr korrigiert werden, da der Mensch "verstorben" ist oder man sollte eher sagen, "gestorben wurde"...
Es steht außer Frage, dass Fehler passieren, wenn aber Menschen dabei jämmerlich drauf gehen, dann kann ich das nicht mehr unterschreibn.
 
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05.11.2011
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Das ist traurig. Denke, dass man da nur jetzt im Dokumentationsverlauf gucken kann, ob die falschen Unterlagen zu falscher Therapie geführt haben.
Verantwortlichkeiten zu klären, ist wahrscheinlich problematisch. Wer falsch abgelegt hat, dürfte kaum noch zu klären sein.
Wer eine Therapie aufgrund der falschen Unterlagen angesetzt hat, evtl schon. Da hätte ja bei der Durchsicht der (ich nehme an, dass es sowas ist) Untersuchungsergebnisse der falsche Name auffallen können/müssen.
 
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14.12.2012
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Das hausinterne Risikomanagement einzuspannen ist sicher nicht falsch, gibt aber leider keine Garantie, dass ich etwas auf Dauer ändert.

Erfahrungsgemäß tut sich erst dann etwas, wenn solche Fehler sich in der Buchhaltung niederschlagen. Natürlich dürft ihr als Arbeitnehmer nicht auf die Hinterbliebenen zu treten und Ihnen mitteilen, dass Der Geliebte Angehörige möglicherweise aufgrund eines Dokumentations Fehler ist verstorben ist. Aber ein Schweigen an der richtigen Stelle kann hier manchmal richtig was in Bewegung setzen, nämlich dann, wenn die Angehörigen den Verdacht bekommen, dass ein Behandlungsfehler vorliegt. Über § 66 SGB V haben die dann die Möglichkeit, ihre Krankenkasse um ein kostenloses medizinisches Gutachten zu bitten. Und die sind in aller Regel nicht schlecht.
 
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Angel78

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29.07.2013
Manche Situationen verstehe ich nicht. Okay falsche Papiere abhalten in der falschen Mappe, dass hat jeder schon mal gesehen, denke ich. Aber das auf Grund der falschen Papiere bei dem falschen Patienten eine Therapie gestartet wird, dass kann ich nicht verstehen. Da haben dann mehrere Personen wovon ja zumindest eine Person ein Aroter gewesen sein muss, der die Therapie anordnet, geschlafen haben. Ich würde meine Vermutung der Staatsanwaltschaft melden und die werden alles überprüfen und sich ggf. mit den Angehörigen in Verbindung setzen. Denn du weißt ja nichat genau ob die Todesfälle dUrahnen einen Behandlungsfehler entstanden ist, oder?
 
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Peter456

Harte Unterstellungen hier...
 
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südwind

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27.02.2014
karlsruhe
Eine Akte bei einem falschen Patienten abgeheftet , das hat doch jeder hier schon mal gesehen. Da kann man nach einem Schuldigen suchen oder auch nicht. In dieser hektischen Zeit, bei dem großen durchlauf ist das nicht verwunderlich.
Schlimm ist, wenn in diesem Sog der Hektik , des großen Personalwechsels ( heute diese Station, morgen auf einer anderen )Diagnosen und Therapien erstellt werden, ohne den Patienten zu kennen. Ohne in Ruhe Papiere zu prüfen.
Klar wird in dieser Kette das schwächste Glied gesucht.
Meiner Meinung nach liegt der klare Fehler beim Arzt. Er hat nicht überprüft, dass der richtige Patient die richtige Therapie zur richtigen Zeit bekommt.........
 
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Kalimera

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17.01.2001
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Bleiben wir doch mal bei den Fakten. Ein Befund wurde in einer Akte gefunden, bei dem der Name des Befundes nicht mit dem Namen der Akte übereinstimmte. Der Patient, zu dem die Akte gehörte ist verstorben.
Jetzt fragt der TE, wie man sicher stellen kann, ob die Behandlung (trotz eines Befundes eines anderen Patienten in dessen Akte) korrekt war?
Das kann man feststellen, indem man sich den Behandlungsverlauf ansieht, der fokumentiert wurde. Dort ist auch klar zu erkennen, ob dieser falsche Befund Konsequenzen in der Behandlung nach sich gezogen hat. Besteht der Verdacht einer falschen Behandlung so kann man dies anzeigen, den Patientenfürsprecher ansprechen, oder auch mit dem behandelnden Arzt reden. Wilde Vermutungen, bis dahin, dass der Patient aufgrund des falschen Befundes in seiner Akte verstorben ist bringen niemand weiter und heizen nur wilde Spekulationen an.
Falsch abgeheftete Befunde mögen eine Schlamperei sein, aber sie sind noch lange kein Beweis für eine falsche Behandlung. Insofern schon Überlegungen anzustellen wer denn nun Schuld sei halte ich für sehr übertrieben, wenn noch nicht mal geklärt ist ob eine falsche Behandlung überhaupt statt gefunden hat.
Ich weiß nicht wie es woanders abläuft. In den Krankenhäusern wo ich bisher gearbeitet habe wurden alle Befunde erst vom Arzt gesichtet mit nachfolgender ENtscheidung der Therapie und oftmals sehr viel später abgeheftet.
 
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