Allgemein Unterschied Berufbetreuer und gerichtlicher Betreuer

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Jana1

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Hallo,
kann mir jemand den Unterschied zwischen Berufsbetreuer und gerichtlicher Betreuer erklären?

LGJana1:wassat:
 
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nightwish

nightwish

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AW: Unterschied Berufbetreuer und gerichtlicher Betreuer

Wüsste nicht, was diese beiden Bezeichnungen nun miteinander zu tun haben.
Eine gesetzliche Betreuung wird vom zuständigen Amtsgericht erlassen und zu diesem Zwecke wird ein Berufsbetreuer oder ein ehrenamtlicher Betreuer eingesetzt.

Ein Berufbetreuer kostet Geld, der ehrenamtl. Betreuer macht es eben ehrenamtlich.

Das ist mein Wissensstand...


Greetz
 
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Sr. Käthe

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AW: Unterschied Berufbetreuer und gerichtlicher Betreuer

Hmm.. beide Betreuer werden vom Amtsgericht "bestellt" und die Notwendigkeit der Betreuung wird bei beiden gleich überprüft. so. wie Nightwish es schon sagte..
Meine Erfahrung ist, daß der Umgang mit sogenannten Berufsbetreuern in der Regel fachlicher abläuft, wenn "Laien" oder Angehörige die Betreuung übernehmen, kanns schon mal emotionaler werden, und das Wissen um die Notwendigkeiten, wie Befreiungsanträge, Pflegestufen, medizinische Versorgung ,ist bei nicht "professionellen" auch eher mangelhaft. (Ausnahmen bestätigen die natürlich die Regel )

Gesetzlich sind sowohl Berufsbetreuer als auch Ehrenamtliche, Freiwillige, etc. gleichgestellt, solange das Amtsgericht dies für nötig befindet.

Hat deine Frage einen Hintergrund?
 
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zebro

zebro

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AW: Unterschied Berufbetreuer und gerichtlicher Betreuer

Meine Erfahrung ist, daß der Umgang mit sogenannten Berufsbetreuern in der Regel fachlicher abläuft, wenn "Laien" oder Angehörige die Betreuung übernehmen, kanns schon mal emotionaler werden, und das Wissen um die Notwendigkeiten, wie Befreiungsanträge, Pflegestufen, medizinische Versorgung ,ist bei nicht "professionellen" auch eher mangelhaft. (Ausnahmen bestätigen die natürlich die Regel )
Hallo @Sr. Käthe,

wenn ich davon ausgehe, dass ein Betreuer die Aufgabe hat, Entscheidungen aufgrund des mutmaßlichen Willen des Betreuten zu treffen, dann kann es doch vom Grundsatz nur richtig sein, wenn Angehörige (sofern sie es sich zutrauen) die Betreuung übernehmen. Das Angehörige dann oft emotional reagieren empfinde ich nicht als Makel sondern eher als Zeichen, dass sich jemand intensiv mit dem mutmaßlichen Willen der betreuten Person auseinandersetzt. Da Angehörige allerdings in der Tat oft Laien sind in Bezug auf Rechtsvorschriften oder medizinische Optionen, ist es um so wichtiger, dass sie die Möglichkeit haben sich umfassend informieren zu können.

Im Gegensatz zu dir habe ich eher schlechte Erfahrungen mit sog. Berufsbetreuern. Diese waren häufig nicht zeitnah zu erreichen und zeichneten sich oftmals dadurch aus, dass sie die betreute Person kaum kannten (geschweige denn, dass sie Kenntnis über den mutmaßlichen Willen hatten).

Gruß Stefano
 
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Sr. Käthe

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AW: Unterschied Berufbetreuer und gerichtlicher Betreuer

Hey Stefano ;)

Ich stimme dir da durchaus zu! Las sich vielleicht so, daß ich Angehörige in der Betreuung ablehne, dem ist natürlich nicht so!
Ich denke aber schon, daß der wesentliche Unterschied zwischen beruflich und ehrenamtlich Betreuenden in der Emotionalität liegt.

Die mir bekannten Berufsbetreuer sind in der Regel sehr bedacht auf das Wohl ihrer Betreuten. Da finden ausführliche Beratungsgespräche mit allen Beteiligten statt, der Betreute äußert nach Möglichkeit seine Wünsche, alle Möglichkeiten werden erwogen etc...

Auch hier gibt es sicher Ausnahmen, ich hatte womöglich bis jetzt Glück oder so? ;)

Die Erreichbarkeit ist natürlich unterschiedlich, nach Büroschluß geht nur in Ausnahmefällen was.. aber das ist ja auch ein Job, und kein Leben- so wie bei uns..lol..

Mit betreuenden Angehörigen sind meine Erfahrung durchaus unterschiedlich.. aber du weißt ja, negative Beispiele setzen sich im Hirn fest und überlagern irgendwie die positiven.

Informationen sind für alle Beteiligten wichtig, und sollten diesen auch einfach zugänglich gemacht werden. Die Emotionalität würde ich allerdings nicht immer als "intensive Auseinandersetzung" mit dem mutmaßlichen Willen der Betreuten in Verbindung bringen.. ich habe oft erlebt, daß Dinge eingefordert oder "angeordnet" werden, die weder sinnvoll noch dem Willen des Betreuten entsprechend sind.. und die müssen letztlich durchgeführt werden, weil der "Bestimmer" das so will..

Trotzdem möchte ich hier ganz klar KEINE Vorlieben äußern, weil es immer "solche und solche" gibt..auf allen Seiten.

Lieben Gruß, Käthe
 
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