Arbeitsrecht Unternehmensbindung Nachträglich einfordern

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Yurito

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Hallo liebe Pflegeboard Nutzer,
ich hätte mal eine Frage, vielleicht könnt ihr mir da weiter helfen.

Mein Arbeitgeber hat mir ein Schriftstück vorgelegt und möchte eine Unternehmensbindung meinerseits nach Abschluss der PDL Fortbildung haben.

Im zugetragenen Schriftstück steht drin. "Im Falle einer vorzeitigen Kündigung meinerseits sind die von dem AG anteilig übernommenen Kosten für die WEiterbildung von xxxx € von mir zurück zu zahlen."


Zusätzliche Fakten:

Es gibt keinen Schriftlichen Vertrag bezüglich der Weiterbildung wo so etwas geregelt ist oder besprochen wurde.

Meine PDL hatte den Auftrag vom Geschäftsführer schon länger, hat es aber seit 1 /2 Jahr nicht geschafft diese Unternehmensbindung an mich ranzutragen.



Meiner Ansicht nach muss ich dieses Schriftstück nicht unterschreiben und bin im recht diese Unternehmensbindung abzulehnen, da dieses vorher auch überhaupt nicht Kommuniziert wurde, weder schriftlich noch mündlich.

Wo ich mir aber unsicher bin ist der Teil mit den Kosten. Muss ich diese zurückzahlen wenn ich die Unternehmensbindung ablehne? Bzw. Kann mein Arbeitgeber diese einklagen?

Auf eine Aufklärung dieses Sachverhalts würde ich mich sehr freuen.
 
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Christian Kröhl

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Meiner Ansicht nach muss ich dieses Schriftstück nicht unterschreiben und bin im recht diese Unternehmensbindung abzulehnen, da dieses vorher auch überhaupt nicht Kommuniziert wurde, weder schriftlich noch mündlich.
Das ist korrekt. Du hast einen einen gültigen Vertrag. Eine nachträgliche Änderung des Vertrags bedarf Deiner Zustimmung. Du wirst so klug sein, diese nicht zu erteilen.
Wo ich mir aber unsicher bin ist der Teil mit den Kosten. Muss ich diese zurückzahlen wenn ich die Unternehmensbindung ablehne? Bzw. Kann mein Arbeitgeber diese einklagen?
Das hängt davon ab, was im Vertrag steht. Steht dort dazu nichts, besteht auch keine Rückzahlungsverpflichtung.
 
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Schonmal vielen dank für die Antwort.

Es gibt kein schriftlichen Vertrag der diese Weiterbildungsmaßnahme festhält. Das einzige Schriftstück ,ist das Formular welches die anteilige Kostenübernahme regelt und diese liegt beim Bildungsträger vor. Dies ist alles über mündliche zusagen vollzogen. Aber es war nie die Rede im Vorabgespräch das eine Unternehmensbindung daran gekoppelt ist.
Es gibt auch kein Gesprächsprotokoll oder ähnliches....

Daraus entsteht ja meine Unsicherheit bezüglich der Kosten. Ob der Arbeitgeber dann ein Anrecht auf Rückzahlung hat, falls ich doch kündige.
 
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Der Punkt ist, Du hast keine Bindung und auch keine Rückzahlungsvereinbarung mit Deinem AG vereinbart. Er hat also überhaupt keine Anspruchsgrundlage, irgendetwas von Dir zu fordern.
 
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