Umgang mit schwierigem Hausarzt

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manisa34

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Hallo liebe Pflegenden,

ich hätte da auch mal ein Anliegen.
Wie würdet Ihr denn als Stationsleitung eines ambulanten Dienstes mit einem schwierigen Hausarzt umgehen.

Ich arbeite in einem Pflegedienst eher im ländlichen Bereich. Die Zusammenarbeit mit allen anderen Hausärzten unserer Patienten ist durchgehend gut, nur dieser eine Arzt raubt unserem gesamten Team den letzten Nerv. Dieser Arzt erschwert uns immer wieder die Arbeit. Hier mal ein paar Beispiele:

  1. bedrängt seine Patienten zu einem anderen Pflegedienst zu wechseln.
  2. stellt Verordnungen falsch aus ( trotz mehrmaliger Erklärung, daß das Spritzen von festen Insulineinheiten nicht als "intensivierte Insulintherapie" abgerechnet werden kann, wird eine korrekte Verordnung nicht ausgestellt. Mitarbeiter haben für eine Erstverordnung mittlerweile 2 Stunden in seiner Praxis verbracht, weil er vorher erst Gespräche führen wollte. Allerdings führten diese Gespräche nicht zum Erfolg.
  3. er zweifelt vor Publikum die Kompetenzen der Mitarbeiter an
  4. er zitiert ohne ersichtlichen Grund über den Patienten Mitarbeiter in seine Praxis ( Schwester soll sich nochmal melden, bevor sie den Katheter legt), Schwester meldete sich dort, bekam dann gesagt, ja sie können den Katheter legen.....
  5. Zu jedem Gespräch, das er mit einem Mitarbeiter von uns führt, nimmt er eine seiner Auszubildenden mit.

Kurzum, er behandelt uns wie den letzten Dreck. Wäre er ein Mitarbeiter von uns, würde ich direkt von Mobbing sprechen. Mitarbeiter, die bei ihm waren/sein mussten, kommen teilweise weinend zurück.

Das sind jetzt nur ein paar Beispiele. Ich bin mir etwas ratlos. Wie bitte, würdet ihr euch denn verhalten, was kann man tun, um dieses extrem angespannte Verhältnis etwas zu beruhigen. Gespräche haben bereits stattgefunden, allerdings gab es keine nennenswerte Veränderung.

Für Eure Ideen und auch Kritik wäre ich sehr dankbar.
 
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mysteha

mysteha

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Ich würde zuerst versuchen zu ergründen, warum er sich so verhält. Da wird wohl kein Weg an einem erneuten Gespräch vorbeiführen.
Ich würde ihn konkret danach fragen, aus welchem Grund er sich so verhält, darauf kann man dann aufbauen und evtl. Lösungen suchen und im Idealfall auch finden.
 
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Foxylady

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Ich würde zuerst versuchen zu ergründen, warum er sich so verhält. Da wird wohl kein Weg an einem erneuten Gespräch vorbeiführen.
Ich würde ihn konkret danach fragen, aus welchem Grund er sich so verhält, darauf kann man dann aufbauen und evtl. Lösungen suchen und im Idealfall auch finden.
"Gespräche haben bereits stattgefunden" Ich fürchte, der Grund liegt in seiner Persönlichkeit; der Typ wird kein Interesse daran haben, Lösungen zu finden. - Kann man sich nicht die Krankenkasse einschalten, gibt es da sowas wie einen Mediator? - Ansonsten kann man vielleicht versuchen, dass die Patienten den Arzt wechseln.
 
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mysteha

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Unterstützer/in
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24.06.2012
Saarbrücken
Habt ihr denn schon mal andere PD kontaktiert, wie er mit deren Personal umgeht, wenn er seinen Patienten rät den PD zu wechseln?
 
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KS/PDL/Fachkraft für Gerontopsychiatrie/Hygiene/Pflegeberaterin §7a SGB XI
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Tagesstätte/Demenz
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Motzekatze

Ich kenne das Problem aus dem stationären Bereich. Da hat ein Arzt eine Praxis übernommen und die Zusammenarbeit hat gar nicht geklappt. Der hat auch immer eine Helferin mitgebracht zur Visite die er auch sehr unter dem Pantoffel hielt. Nachdem er sich dann lautstark mit einer Kollegin angelegt hat wurde dann zusammen mit der Heimleitung nach einer Alternative gesucht. Das Ende vom Lied war das wir auf die Bewohner/Angehörigen zugegangen sind die vom dem Arzt betreut wurden, ihnen offen gelegt haben das wir Probleme mit dem Arzt haben und das auch grob angerissen haben um was es geht und das wir die Zusammenarbeit mit dem Doc ablehnen. Es haben dann Gott sei Dank alle einen Arztwechsel vorgenommen.
 
Monika58

Monika58

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Foxylady

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Das kann man sicherlich, insbesondere, wenn es um fehlerhafte Verordnungen geht


Das ist natürlich kein unproblematisches Vorgehen - Ihr findet das umgekehrte Handeln des Arztes ja auch "verwerflich"
Nein, das ist eine folgerichtige REAKTION auf sein verwerfliches Verhalten. - (Siehe auch den Beitrag über Deinem Posting)
 
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Monika58

Monika58

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Nein, das ist eine folgerichtige REAKTION auf sein verwerfliches Verhalten. - (Siehe auch den Beitrag über Deinem Posting)
Mal langsam ... die Reaktion von Motzekatze ist KEINE folgerichtige Reaktion auf das von manisa34 geschilderten Verhalten des Arztes.
Ich wage sogar die kühne Behauptung, dass es sich bei den von mansia34 und Motzekatze beschriebenen Ärzten um 2 völlig verschiedenen Menschen handelt.
Schmeißt doch bitte nicht alles durcheinander auf der Suche nach einem Feindbild.
 
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Foxylady

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21.03.2011
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Richtig. Anmaßendes und beleidigendes Verhalten ersetzt kein Textverständnis. Die Kunst liegt jedoch darin zu erkennen, wer die Henne und wer das Ei ist.
Mal langsam ... die Reaktion von Motzekatze ist KEINE folgerichtige Reaktion auf das von manisa34 geschilderten Verhalten des Arztes.
Ich wage sogar die kühne Behauptung, dass es sich bei den von mansia34 und Motzekatze beschriebenen Ärzten um 2 völlig verschiedenen Menschen handelt.
Schmeißt doch bitte nicht alles durcheinander auf der Suche nach einem Feindbild.
Anmaßendes Getippe ersetzt grundsätzlich kein Textverständnis. :)
 
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schrumpfe

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Vielleicht wäre eine Möglichkeit, sich an die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung zu wenden?! Die haben doch sicher (okay... die haben vielleicht...) eine Anlaufstelle für solche Probleme.
 
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Akaro

Vielleicht wäre eine Möglichkeit, sich an die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung zu wenden?! Die haben doch sicher (okay... die haben vielleicht...) eine Anlaufstelle für solche Probleme.
Tatsächlich hilft das. Die können (zumindest weiß ich es von Zahnärzten) einen Schlichter berufen.
 
Monika58

Monika58

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Pevaueff

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30.10.2017
Als Leitung des ambulanten Pflegedienstes würde ich diesen Arzt bei jeder falsch ausgestellten Verordnung darauf hinweisen, dass diese/r Patient/in bis zur Ausstellung einer korrekten Verordnung nicht mehr versorgt wird. Mit freundlichem Verweis auf die HKP-Richtlinien. Meine Mitarbeiter würde ich anweisen, sich nicht zwei Stunden unrefinanziert in seine Praxis zu setzen, nur um sich anschliessend abkanzeln zu lassen. Wenn sich dann nichts zum besseren wendet würde ich die Zusammenarbeit mit diesem Arzt beenden. Freie Arztwahl gilt nicht nur für Patienten...
 
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05.07.2001
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