Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

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Multimobid

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Hallo
gab es schon mal eine Umfrage zum Thema Ruhepausen in der Pflege? Wenn ich hier so lese gibt es da wirkliche Defizite nd ich hätte gerne mal gewusst, ist es wirklich so schlimm, das man in der Pflege nicht dazu kommt seine reguläre Pause zu nehmen! Was sagt das gewerbeaufsichtsamt dazu?
Hatte mal beim Gewerbeaufsichtsamt/Heimaufsicht nachgefragt....kam die Antwort, das wird nur aus aktuellen Anlass kontrolliert also dann, wenn es Beschwerden gibt.

gruß

Barny
 
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Axis!

AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

keine ahnung ob es da irgendwas gab ..

ich gehöre selbe zu dennen die früher mal gerne die pausen unter den tisch haben fallen lassen...
naja hat es mir einer gedankt? hat irgendein arbeitgeber mich gefragt ob es mir schlecht ging als ich nach jahren der schufterei völligst am ende war?

nein.. es gibt gesetzliche regelungen.. und die halte ich ein.. ich nehme mir meine pausen weil ich sie brauche und sie mir zustehen! da kann der ganze laden zusammen brechen!
notfalls ruf ich ne pdl an die in der zeit aufpasst *g*
 
janto

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AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

ich nehme mir meine pausen weil ich sie brauche und sie mir zustehen! da kann der ganze laden zusammen brechen!
Hallo, eigentlich hast du recht. Ich bekomme jeden Tag eine Pause abgezogen, arbeite aber eigentlich immer durch.Gedankt wird mir das natürlich nicht.Auf Nachfrage bei der leitung bekam ich die Antwort, das ich mir meine Zeit selber einteilen muß. Ist natürlich leichter gesagt, als getan. Der einzige geregelte Dienst ist der Nachtdienst. Hier gibt es einen festen Ablauf ( Notfälle ausgenommen) mit festen Pausenzeiten. Ich bin noch auf der Suche, nach einer passenden Lösung.
Gruß Glaskugel:kopfkratz:
 
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Kessia

Kessia

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AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

Ich bekomme jeden Tag eine Pause abgezogen, arbeite aber eigentlich immer durch.
Genau genommen bekommst du deine Pause "zweimal" abgezogen. Zum einen vom Arbeitszeitkonto, zum andern vom Verdienst.
Man sollte sich also wirklich gut überlegen, ob man diese immer dem Arbeitgeber schenken möchte. Hochgerechnet werden nämlich ganze Arbeitsplätze draus, die der Arbeitgeber einspart bzw. nicht bezahlen muss.
Wie habt ihr denn das Pausenproblem im Nachtdienst gelöst?
 
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janto

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AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

Hallo Kessia, wir treffen uns zu festgelegten Zeiten, da der Ablauf in der Nacht planbarer ist als am Tag. Das heißt, einer übernimmt die Schellen, der andere hat Pause. Wir können die Klingelanlage auf jedem Wohnbereich sehen. Also, eine Frage der Absprache. Haben wir im Tagdienst probiert, funktioniert hier aber nicht,
gruß Glaskugel
 
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Axis!

AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

wenn man zu 2t nachtdienst macht ist das nie ein problem allerdings hab ich auch schon alleine nachtdienst gemacht.. da war das mit der pause eher ein witz!
 
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Axis!

AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

Hallo, eigentlich hast du recht. Ich bekomme jeden Tag eine Pause abgezogen, arbeite aber eigentlich immer durch.Gedankt wird mir das natürlich nicht.Auf Nachfrage bei der leitung bekam ich die Antwort, das ich mir meine Zeit selber einteilen muß. Ist natürlich leichter gesagt, als getan. Der einzige geregelte Dienst ist der Nachtdienst. Hier gibt es einen festen Ablauf ( Notfälle ausgenommen) mit festen Pausenzeiten. Ich bin noch auf der Suche, nach einer passenden Lösung.
Gruß Glaskugel:kopfkratz:
ganz ehrlich, die pdl's die wissen doch wie der hase läuft. die wissen genau das es keine lösung gibt auser mehr personal... nur die machen es sich halt einfach und schieben es dann auf uns...
solche sprüche muste ich mir jahrelang anhören! ist immer dasselbe schema f... heute würde ich einfach nur noch sagen.. entweder sie sorgen dafür das ich meine pausen bekomme oder sie machen ihren scheiss einfach selber....
ich mag das vielleicht etwas krass sein aber fast 20 jahre pflege haben dafür gesorgt das ich mich nicht mehr verarschen lassen will..

aber nicht alle häuser sind so... gibt noch genug heime wo pausen wirklich gemacht werden können!
 
Kessia

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AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

... entweder sie sorgen dafür das ich meine pausen bekomme oder...
...der AG trägt die Konsequenz und muss mir die Arbeitszeit vergüten.:wink:
 
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AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

Eine Pause ist nur dann eine Pause, wenn ich die Station verlassen bzw. mich in einem Pausenraum zurückziehen kann.
Das Andere ist offiziell keine Pause. Es ist bei Freiberuflern noch krasser: Ich mache keine Pause, weil ich zu verantwortungsbewußt bin und um Teampflege zu betreiben tue ich so als ob:,)
 
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freiberuflich, Bayern, Studentin Pflegepädagogik staatliche Hochschule Ba-Wü
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Kessia

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AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

Eine Pause ist nur dann eine Pause, wenn ich die Station verlassen bzw. mich in einem Pausenraum zurückziehen kann.
Ganz genau. Z.B. kann dem Bäcker um die Ecke mal Guten Tag (oder guten Morgen :wink:) gesagt oder aber eine Zigarette geraucht werden, da ja im Haus ein Rauchverbot vorliegt. So sieht selbstbestimmte Zeit in der Pause aus. :thumbsup2:
 
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Multimobid

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AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,
so sieht nun mal die Realität in der Pflegelandschaft aus. Wie ich schon mit meiner anderen Thematik sind wir nicht selber Schuld an der Pflegemisere,, beschrieben habe. nehmen wir viele Dinge eben hin. Diese sogenannten Arbeitsschutzgesetze sind ja irgendwann mal von Kolleginnen und Kollegen erstritten worden, was wir hier so leichtfertig aufgeben. Ich möchte nicht wissen, in wie vielen Pflegeinrichtungen es keine richtigen Pausen nach dem Arbeitszeitgesetz gibt. Selbst in Häusern die einen Betriebsrat haben. ich möchte an alle Kolleginnen und Kollegen appelieren, das sie ihre Rechte wahrnehmen sollen. sie haben ein Anrecht auf Pausen. Ja, sie können Bildungsurlaub beantragen, Wie sieht es mit einer Rehamaßnahme aus....oder ist der Rücken noch funktionsfähig? Warum wird uns immer ein schlechtes Gewissen eingeredet? Denkt darüber nach.

Gruß

Barny
 
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AW: Umfrage zur Ruhepausenregelung in der Pflege

Hier einige Infos zur Pausenregelung......gruß Barny

Ruhepausen in sozialen Einrichtungen

Gesetzlich garantierte Ruhepausen in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenheime, Werkstätten für behinderte Menschen oder Kindertagesstätten sind von besonderer Bedeutung und großem Wert für die Beschäftigten. Oftmals macht es den Arbeitnehmern erhebliche Probleme, ihren rechtlichen Anspruch auf Ruhepausen tatsächlich durchzusetzen. Im folgenden sollen die wichtigsten rechtlichen Grundlagen der Ruhepausengestaltung, die sich aus dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) und der BAG-Rechtsprechung ergeben, und ihre Bedeutung für die Arbeit in sozialen Einrichtungen dargestellt werden.

Rechtliche Grundlagen
Ruhepausen sind im § 4 des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) geregelt.
Das Arbeitzeitgesetz verwendet einen umfassenden Arbeitnehmerbegriff, der u.a. auch Leiharbeiter, Ein-Euro-Jobber und Beschäftigte in Behindertenwerkstätten einschließt (Buschmann/Ulber, Arbeitszeitgesetz, 5. Aufl., Ffm. 2007, § 4 ArbZG Rn. 20a, 22). Das Arbeitszeitgesetz ist nach § 18 Abs. 1 Nr. 3 ArbZG nicht anzuwenden auf „Arbeitnehmer, die in häuslicher Gemeinschaft mit den Ihnen anvertrauten Personen zusammenleben und sie eigenverantwortlich erziehen, pflegen oder betreuen“.

Eine gesetzliche Definition des Begriffs der Pause fehlt. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (u.a. BAG v. 29.10.2002 – 1 AZR 603/01) wird der Begriff der Ruhepausen wie folgt definiert: „Es muss sich um im voraus festliegende Unterbrechungen der Arbeitszeit handeln, in denen der Arbeitnehmer weder Arbeit zu leisten noch sich dafür bereitzuhalten hat. Er muss frei darüber entscheiden können, wo und wie er diese Ruhezeiten verbringen will. Entscheidendes Merkmal für die Ruhepause ist, daß der Arbeitnehmer von jeder Arbeitsverpflichtung und auch von jeder Verpflichtung, sich zur Arbeit bereitzuhalten, freigestellt ist.“
Ruhepausen sind, bis auf wenige Ausnahmen, arbeitszeitrechtlich keine Arbeitszeit, denn Arbeitszeit im Sinne dieses Gesetzes ist die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen (§ 2 Abs. 1 Satz 1 ArbZG). Eine Aufteilung der Ruhepausen in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten ist zulässig. Die Dauer der Ruhepausen beträgt bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit mindestens 30 Minuten und bei mehr als 9 Stunden Arbeitszeit 45 Minuten. Es dürfen maximal 6 Stunden ohne Ruhepausen gearbeitet werden.
Pausen dürfen nicht an den Beginn oder an das Ende der Arbeitszeit gelegt werden, denn die Arbeit ist zu unterbrechen. Die Ruhepause muss im Voraus feststehen. Hierfür wird auch die Festlegung eines Pausenkorridors (z.B. zwischen 12:00 und 14:00 Uhr) akzeptiert, in der die Pause genommen werden muss. Ein Zeitkorridor über die gesamte Arbeitszeit ist unzulässig. Es ist umstritten, ob die Dauer der Pause spätestens zu Beginn der täglichen Arbeitszeit bekannt sein muss. Spätestens zu Beginn der Arbeitsunterbrechung muss aber deren Dauer bekannt sein, ansonsten ist es keine Ruhepause (BAG v. 29.10.02 - 6 AZR 603/01).
Nach § 11 Abs. 1 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) müssen Jugendlichen bei mehr als 4,5 Stunden mindestens 30 Minuten Pausen gewährt werden, bei mehr als 6 Stunden mindestens 60 Minuten. Die Pause bei Jugendlichen darf nicht in der ersten Stunde und nicht in der letzten Stunde liegen (§ 11 Abs. 2 JarbSchG). Die Stillzeit bei Müttern darf nach § 7 Abs. 2 Mutterschutzgesetz (MuSchG) nicht auf die im Arbeitszeitgesetz festgesetzten Ruhepausen angerechnet werden.
In der Regel besteht kein Anspruch auf Vergütung der Ruhepausen (bestätigt durch BAG v. 27.4.2000 – 6 AZR 861/98). § 7 Abs. 1 Nr. 2 ArbZG erlaubt für bestimmte Branchen Abweichungen in einem Tarifvertrag oder aufgrund eines Tarifvertrages auch von Ruhepausen, z. B. in Schicht- und Verkehrsbetrieben. Betriebs- und Personalräte bestimmen mit über die Festlegung von Pausen sowie deren zeitliche Aufteilung gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG bzw. § 75 Abs. 3 Nr. 1 BPersVG sowie entsprechender Vorschriften der Landespersonalvertretungsgesetze. Der Rechtscharakter von Pausen und Arbeitszeit steht wegen Verstoßes gegen gesetzliche Bestimmungen allerdings nicht zur Disposition der Betriebsparteien.

Ruhepausen dienen dem Arbeits- und Gesundheitsschutz: auch in sozialen Einrichtungen
Arbeitswissenschaftlich gesehen dienen regelmäßige Ruhepausen vor allem der Erholung bei der täglichen Arbeitszeit. Auch das BAG sieht die Pausen als Arbeitsunterbrechungen von bestimmter Dauer, die der Erholung dienen (BAG v. 29.10.2002 – 1 AZR 603/01).

Damit die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer erhalten werden kann, müssen Ruhepausenzeiten möglichst langfristig festgelegt sein. Die Funktion der Erholung setzt zudem in sozialen Einrichtungen voraus, dass die Pausen tatsächliche arbeitsfreie Zeit sind. Betriebsbedingtes Ruhen der Arbeit sind allerdings keine Ruhepausen nach dem Arbeitszeitgesetz, weil die Arbeitnehmer sich für die Aufnahme ihrer Tätigkeiten bereithalten müssen.
Die Pause ist grundsätzlich von jeder Arbeit bzw. Arbeitsbereitschaft freizuhalten (BAG v. 25.10.1989 – 2 AZR 633/88). Das Gehen auf das Klingeln der Patientenrufanlage ebenso wie das Entgegennehmen von Telefonanrufen oder dienstlichen Anordnungen am Stationstelefon unterbrechen die Ruhepause. Ruhepausen können in Bereitschaftsdiensten liegen. Dann darf dem Arbeitnehmer aber keine Arbeit zugewiesen werden. Der Arbeitnehmer muss für die Dauer der gesetzlichen Ruhepause unabhängig von der Vergütungsregelung frei über die Nutzung des Zeitraumes bestimmen können (BAG v. 05.06.03 – 6 AZR 114/04). Während der Pause muss der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz verlassen können. Ein Pausenort kann nicht vorgeschrieben werden.
In Krankenhäusern oder auch in der stationären Altenpflege können Pausen faktisch oftmals nicht genommen werden. Der Arbeitgeber erfüllt nur dann seine Pflicht, eine Ruhepause zu gewähren, wenn er eine Pausenregelung trifft, die den Arbeitnehmern ermöglicht, die Ruhepause zu nehmen. Eine Pausenregelung genügt dann nicht den gesetzlichen Anforderungen, wenn den Arbeitnehmern zwar gestattet wird, Pausen zu nehmen, dies ihnen aber aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen unmöglich wird (BAG v. 23.09.1992 – 4 AZR 562/91), z. B. wenn ein Pfleger in einem Pflegeheim ununterbrochen Patienten versorgen muss oder das Pflegepersonal die Station nicht verlassen darf. Im Nachtdienst kann der gesetzliche Ruhepausenanspruch durch Einsatz von Springern sichergestellt werden, so eine Empfehlung des Arbeitsministeriums in Nordrhein-Westfalen.
Den Arbeitgeber trifft die Organisationspflicht, die Einhaltung der Ruhepausen durch eine verbindliche Pausenregelung zu garantieren, die für den einzelnen Arbeitnehmer verbindlich im Voraus die Unterbrechung der Arbeitzeit festlegt. Der Arbeitgeber erfüllt somit dann nicht seine Pflicht, eine Ruhepause zu gewähren, “wenn er einer Gruppe von Arbeitnehmern überlassen hat, einvernehmlich die Ruhepause zu regeln, die Arbeitnehmer aber eine Regelung, aus der sich für den einzelnen eine im voraus festliegende Unterbrechung der Arbeitszeit ergibt, nicht getroffen haben oder eine von ihnen getroffene Regelung nicht durchführen.“ (BAG v. 27.2.1992 – 6 AZR 478/90).
Aus Urteilen und Kommentierungen lassen sich zusätzliche Vorgaben für die Pausengestaltung entnehmen. In Grunddienstplänen in sozialen Einrichtungen muss auch die Dauer der Ruhepausen ausgewiesen sein. Eine Dauernachtwache hat einen Anspruch darauf, dass die Pausenzeit bei Arbeitsbeginn der Uhrzeit nach bestimmt ist (LAG Baden-Württemberg v. 14.10.98, zit. nach Buschmann/Ulber, a.a.O., § 4 Rn. 8). Zeitkorridore von z. B. 2 Stunden für Ruhepausen z. B. in der Altenpflege können nur dann zulässig sein, wenn es dafür betriebstechnische Gründe gibt. Kann ein Oberarzt in Krankenhaus eine Pause wegen fehlender Vertretung nicht nehmen, kann unter bestimmten Umständen ein Organisationsmangel des Arbeitgebers vorliegen und somit ein Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitnehmers entstehen (LAG Rheinland-Pfalz v. 11.04.2005, 7 SA 1/05, in: AuR 1/2006, 35).
Fazit: Gestaltung der Ruhepausen tut Not
Betriebs- und Personalräte auch in sozialen Einrichtungen haben das Gesetz und Urteile auf ihrer Seite, um im Interesse der Arbeitnehmer gesundheitsverträgliche Pausenregelungen durchzusetzen. Die Gestaltung der Lage und Rahmenbedingungen der Pausen verdient ihre volle Aufmerksamkeit.

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Langfassung eines Artikels, der gekürzt erschienen in:
"Die ZeitSchrift", Ausgabe 13. Die Zeitschrift ist eine Online-Zeitschrift, die alle wichtigen Arbeitszeitthemen behandelt und von Karl-Hermann Böker in Bielefeld herausgegeben wird.
Für "Noch-nicht-Abonnent/innen": Einblick und Abo-Möglichkeit unter www.tempi.de.
Der Link zur Zeitschrift für Abonnenten: http://www.tempi.de/zeitschrift
 
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Hallo,

habe einfach mal mehrere Bundestagsabgeordnete angeschrieben zum Thema Mißstände in der Altenpflege. Jetzt könnte ja jemand sagen, bringt doch sowieso nicht. Ich aber sage vielleicht , aber immer noch besser tut sich was, als sich zurückzulehnen und nur zu meckern. Und wenn nun noch ein paar mehr zu diesem Thema ihre Bundestagsabgeordneten schreiben um so besser es sind schließlich Wahlen angesagt.

An: Dr. Ursula von der Leyen
Betreff: Misstände im der Altenpflege

Hallo Frau v.d. Leyen,

Misstände im der Altenpflege
ich arbeite , wie viele andere auch seit vielen Jahren in der Pflege. Die Arbeitssituation wird immer unbeschreiblicher. Die gesetzlichen Arbeitsschutzrechte werden mit Füßen getreten kaum einer kommt noch dazu Pause zu machen, die die Rauchen haben da noch den Vorteil das sie ihren Kopf schnell ins Freie halten um mal schnell ne Zigarette zu Rauchen. Arbeitszeitgesetz (Ruhepausenregelung) funktioniert nicht Von den Beörden auch keine Kontrollen. Ich habe den Eindruck, das die Politik damit sind nicht nur sie gemeint, aber sie präsentieren sie nun mal, das die Politik hier schläft und nur Lippenbekenntnisse macht. Sie werden verstehen das ich hier anonym sein möchte. Aber es sind ja bald Wahlen und ich denke, das da einige daran denken werden. hier ein Link zum Spiegel online, vielleicht kennen sie den :Ausbeutung im Altersheim: Mobbing, Stress und Doppelschichten
mit freundlichen Grüßen ein(e) ausgebrannter Altenpfleger(inn)







An: Dr. Ursula von der Leyen
Betreff: Misstände im der Altenpflege

Hallo Frau v.d. Leyen,

Misstände im der Altenpflege
ich arbeite , wie viele andere auch seit vielen Jahren in der Pflege. Die Arbeitssituation wird immer unbeschreiblicher. Die gesetzlichen Arbeitsschutzrechte werden mit Füßen getreten kaum einer kommt noch dazu Pause zu machen, die die Rauchen haben da noch den Vorteil das sie ihren Kopf schnell ins Freie halten um mal schnell ne Zigarette zu Rauchen. Arbeitszeitgesetz (Ruhepausenregelung) funktioniert nicht Von den Beörden auch keine Kontrollen. Ich habe den Eindruck, das die Politik damit sind nicht nur sie gemeint, aber sie präsentieren sie nun mal, das die Politik hier schläft und nur Lippenbekenntnisse macht. Sie werden verstehen das ich hier anonym sein möchte. Aber es sind ja bald Wahlen und ich denke, das da einige daran denken werden. hier ein Link zum Spiegel online, vielleicht kennen sie den :Ausbeutung im Altersheim: Mobbing, Stress und Doppelschichten mit freundlichen Grüßen ein(e) ausgebrannter Altenpfleger(inn)
 
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Ren-Hoeck

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Richtig. Und weiter so. Ist schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung. Was Pausen so wert sind: rechnet mal durch was so abgerechnet werden kann (nur einfach mal als Zeitfenster). einmal Haarekämmen, Grundpflege komplett, usw. Da kommt in den meisten Häusern für eine Schicht ne Menge mehr als 8h zusammen.
 
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Altenpfleger
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ambulant/Heimbeatmung
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