Uhren im Zimmer

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B

bmoloko

Mitglied
Basis-Konto
02.01.2003
TextWas denkt ihr,sollte im Wachzimmerbereich und im Intensivbereich der neurologischen Erkrankungsbilder(Plegien und Paresen,veränderte Wahrnehmungen etc.)Uhren im Blickfeld der Patienten angebracht werden? Ich denke das es einfach unangenehm ist wenn Minuten zu Ewigkeiten werden !

bmoloko :confused: :confused: :confused: :confused:
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Neuro ITS
D

Dirk Knück

Hallo BMOLOKO (was für ein Nickname !)
Das mit den Uhren finde ich so eine Sache.
Es gibt Für und Wieder, denke ich.

Ein Mensch, der im Spital liegt, verliert über kurz oder lang jegliches Zeitgefühl (selbst ich merke manchmal, wie ich überlege, was für ein Tag denn nun ist).
Ein ganz wichtiger Punkt hierbei ist, das wir als einen ganz wichtigen Orientierungspunkt Zeit und Termine haben.
Wenn ich dem Menschen diesen wichtigen Orientierungspunkt nehme, glaube ich, das dies nicht wirklich gut ist.
Dann gibt es da noch das tick..tack. Dieses wird nach einiger Zeit des ruhigen, und andächtigen Daliegens zu einem schier unerträglichen TICK ... TACK

Alles in allem würde ich sagen, dass es sicher wichtig ist, eine Zeitliche Orientierung zu geben, aber diese nicht so zu gestalten, dass sie störend oder aufdringlich ist.

Liebe Grüsse

Dirk
 
Marc Baumann

Marc Baumann

Mitglied
Basis-Konto
17.11.2000
29227
Hallo,
ich möchte mich den Ausführungen von Dirk anschließen. Es gibt Vor- und Nachteile.
Letztlich halte ich es für ungut, wenn nicht individuell entschieden werden kann.
- Für Hemiplegiker könnte eine Uhr, auf der hemiplegischen Seite aufgestellt, ein Anreiz sein, ihre Wahrnehmung auf dieser Seite zu fördern, gerade, wenn es um so etwas Alltägliches geht wie die Uhrzeit. Eine zentral oder fest angebrachte Uhr wäre in diesem Fall kontraproduktiv.
- Gerade älteren Patienten mit dementiellen oder psychischen Veränderungen (oftmals ja gepaart bei neurologischen Krankheitsbildern) kommt eine 2x12h-Uhr oftmals besser als eine moderne DigitalUhr.
- Die Geräuschentwicklung, und sei sie auch noch so gering, ist nicht zu verachten.

Das sind nur ein paar spontane Gedanken. Die Frage ist jedoch: Was soll mit einer Installation der Uhren erreicht werden? Was haben sich die Entscheidungsträger oder die, welche den Vorschlag gemacht haben, dabei als Ziel im Sinn?

Es wäre sicher für die Diskussion hilfreich, wenn man über zu erreichende Ziele diskutieren würde und dann erst über die Umsetzung.

Gruß,

Marc
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Neurologie
Weiterbildungen
2006/07 Konfiguration Philips PDMS auf einer Stroke Unit
G

Gerhard Raßmann

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Leute,
ich habe nur positive Erfahrungen mit Uhren im Patientenzimmer gehabt.
- Sie helfen den Patienten, sich zeitlich zu orientieren.
- Man kann mit den Patienten konkrete Absprachen machen (z.B. wann komme ich wieder, wie lange soll die Atemterapie dauern etc.)

Ein Aspekt ist auch nicht zu verachten: Es gibt keinen Grund mehr für Mitarbeiter, eine Legitimation für ihre Arbanduhr zu finden.


[ 24. Februar 2003 15:08: Beitrag editiert von Gerhard Raßmann ]

[ 24. Februar 2003 15:09: Beitrag editiert von Gerhard Raßmann ]
 
Qualifikation
Lehrer für Pflegeberufe
Fachgebiet
Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie
M

Miamaja

Neues Mitglied
Basis-Konto
14.03.2003
Hallo Ihr!

Ich finde,dass es auf jeden Fall eine gute Idee ist,in den Patientenzimmern Uhren anzubringen,nicht nur in Intensiv-oder Wachzimmern.Ich arbeite auf einer normalen nephrologischen Station und leider haben wir nur in drei Zimmern Uhren.Und die sind lautlos!!! ;)
Oft werde ich mitten in der Nacht von Patienten gefragt,wie spät es ist und sie sind dann ganz erstaunt,dass die Nacht noch so lang ist.Auch für Hemiplegiker finde ich es wichtig,dass sie ihre gelähmte Seite wieder lernen,zu akzeptieren und da gehört auch das Lesen der Uhr dazu!
Es hat für mich eher Vorteile,um sich zum Beispiel auf Zeiten mit dem Patienten eignen(zum VW oder zur GKW).
Wichtig ist es auch für mich einen Kalender im Zimmer anzubringen!!!Ich habe es schon sehr oft erlebt,dass Patienten schon 8 oder mehr Wochen bei uns liegen und werden dann vom Psychiater über Datum,Jahr befragt.Klar,dass man nach so einer Zeitspanne nicht mehr genau weiss,"in welcher Zeit man lebt"!

MFG Miamaya
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Nephrologie
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Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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