Übertragung ärztlicher Aufgaben an Pflegefachpersonen möglich

Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Nach langer Diskussion hat der G-BA heute die Richtlinie zu Modellversuchen für die Übertragung von ärztlichen Aufgaben an Pflegefachpersonen (§ 63 (3c) SGB V) verabschiedet. Dabei wurde dem Vorschlag des Deutschen Pflegerates, der zusammen mit dem GKV Spitzenverband entwickelt worden war, zugstimmt. Dadurch wird möglich, dass Pflegefachpersonen bisher Ärzten vorbehaltene Tätigkeiten in der Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ I und II, Hypertonus, chronischen Wunden oder einer Demenzerkrankung übernehmen.

„Die Modelle werden nach Überzeugung des DBfK dazu beitragen, die Versorgung von chronisch kranken Menschen zu verbessern“, sagt Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK. „Die Entscheidung des G-BA ist symbolisch ebenso wichtig wie in ihrer Bedeutung für die Modellversuche“, so Wagner weiter. „Damit ist ein wichtiger Meilenstein in einer schwierigen Diskussion erreicht, die zum Teil gegen erbitterte
Widerstände geführt wurde.Als Nebeneffekt wird mit dieser Entscheidung auch [PRBREAK][/PRBREAK]ein Beitrag zur Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung der Pflege erreicht. Das Profil des Heilberufs Pflege wird geschärft. Der DBfK erwartet von den Modellversuchen, dass - wie in anderen Ländern - spezialisierte Pflegefachpersonen eine mindestens gleichwertige Versorgungsqualität erreichen. Im Ausland hat sich gezeigt, dass die Versorgung sich in der Wahrnehmung der Patienten sogar verbessert, weil die Pflegespezialisten beispielsweise mehr und besser beraten.“

[FONT="]Bevor die Richtlinie in Kraft treten kann, muss sie noch im Bundesministerium für Gesundheit geprüft werden.
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[FONT=&quot] (Quelle: DBfK Presseverteiler)
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Lisy

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Nun, ich bin mir nicht sicher, ob ich es gut finde- das hängt eigentlich von der Bezahlung ab.
Wenn wir jetzt die Arbeit der Ärzte für einen Bruchteil des Geldes machen sollen, die ein Arzt bekommt- da hab ich jetzt ehrlich gesagt keine Lust dazu.
denn dann "dürfen" wir immer dann in Einspringen, wenn es sich für den Herrn Dr. nicht lohnt. (z.B. tief ins Landesinnere fahren am Sonntagmorgen)
Lisy
 
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Nun, ich bin mir nicht sicher, ob ich es gut finde- das hängt eigentlich von der Bezahlung ab.
Wenn wir jetzt die Arbeit der Ärzte für einen Bruchteil des Geldes machen sollen, die ein Arzt bekommt- da hab ich jetzt ehrlich gesagt keine Lust dazu.
denn dann "dürfen" wir immer dann in Einspringen, wenn es sich für den Herrn Dr. nicht lohnt. (z.B. tief ins Landesinnere fahren am Sonntagmorgen)
Lisy
Da du ja in der ambulanten Pflege tätig bist und dazu noch Altenpflegerin ...dürfte dich dieses Thema nicht immer und jederzeit so arg betreffen oder?
 
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Also für die Pflegekräfte in Krankenhäusern hochinteressant. Es ist mir durchaus bewusst, dass nicht jeder begeistert ist. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass es bisher ja auch so gelebt wird. Derzeit wird es allerdings nur geduldet.
 
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Lisy

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Vielen Dank für die Blumen.
Gerade die ambulante Pflege wird betroffen sein. Und da ist es ziemlich egal, ob ich AP oder GUK bin. Auch wir AP sind Pflegefachkräfte und uns stehen deswegen alle Fort- und Weiterbildungen offen- genau so wie den GUK.
(Und bitte jetzt keine Grundsatzdiskusion, welche der beiden Berufsgruppen die Bessere ist)
Lisy
 
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ms-sophie

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Hallo Rundum...

Da du ja in der ambulanten Pflege tätig bist und dazu noch Altenpflegerin ...dürfte dich dieses Thema nicht immer und jederzeit so arg betreffen oder?
wo lebst du denn?


Hallo Lisy,

stimme dir voll und ganz zu!
Sophie
 
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Vielen Dank für die Blumen.
Gerade die ambulante Pflege wird betroffen sein. Und da ist es ziemlich egal, ob ich AP oder GUK bin. Auch wir AP sind Pflegefachkräfte und uns stehen deswegen alle Fort- und Weiterbildungen offen- genau so wie den GUK.
(Und bitte jetzt keine Grundsatzdiskusion, welche der beiden Berufsgruppen die Bessere ist)
Lisy
@lisy : Entspann dich! Du hast es leider in den falschen Hals bekommen. Ich schrieb niemals etwas davon, dass die ambulante Pflege nicht betroffen ist und ebenso schrieb ich auch nicht, dass ich mich als etwas Besseres fühle und ebenso wenig schrieb ich, dass ich eure Ausbildung und auch die ambulante Pflege minderwertiger empfinde und sehe. Der Begriff " Pflegefachkraft" in Bezug auf eine allgemeine Alten- oder Krankenpflegeausbildung zu beziehen bzw. in diesem Zusammenhang zu verwenden, sehe ich eher etwas kritisch an. Aber dies liegt wohl eher daran, dass es das früher nicht gab bzw. nur in Verbindung mit Weiterbildungen verwendet wurde und ebenso auch definiert wurde.
Die Berufsbezeichnungen sind ja geschützt.

Na klar stehen euch alle Aus- Fort- und Weiterbildungen offen.

Ich würde nicht mal auf die Idee kommen eine Grundsatzdiskussion zu dem Thema : " Wer ist der Bessere ?" Das ist in meinen Augen überhaupt nicht zielführend und zeugt von wenig Weitblick und Intoleranz gegenüber der anderen Berufsgruppen.
Glücklicherweise arbeitete ich schon mit sehr vielen Altenpfleger/innen im Krankenhaus zusammen. Wir haben uns wunderbar ergänzt. Einer war sogar mal mein Chef.

Bezüglich ärztliche Aufgaben :

Im Anästhesie- und Intensivbereich ist es üblich tagtäglich ärztliche Tätigkeiten zu übernehmen. Allerdings sieht die Gesetzeslage dort eher noch recht schwammig aus. Daher ist es begrüßenswert klarere Regeln vorzufinden.


Unter Ärzten ist es ja auch üblich fachärztliche Kollegen zu konsultieren und zu Rate zu ziehen. Auf Intensivstation ziehe ich ja auch meine Kollegen/innen aus der Pflege zu Rate, die z.B. über eine spezielle Weiterbildung/Fortbildung verfügen (z.B. Wundmanager, Diabetesberatung, Gerätebeauftragte u.v.m.)

In der Schweiz wird dies schon Alles gelebt und das würde ich mir für Deutschland eben auch wünschen.
 
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chrodechilde

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Ich finde das auch eine sehr sinnvolle Sache! Läuft bei uns im Haus auch gut. Sowas wäre für mich ein sinnvolles Feld für eine Akkademisierung der Pflege.Und da lass ich mir, wie bei anderen Sachen auch, gerne von Kollegen aus der Altenpflege was sagen (wenn die sich da besser auskennen).
 
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chrodechilde

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.. ach so.. und ich wollte noch hinzufügen das ich es eher kritisch sehe, wenn ärztliche Tätigkeiten im Krankenhaus zunehmend von Arzthelferinnen übernommen werden während die Pflege sich immer mehr dem ausfüllen überflüssiger Erhebungen und Bürokratissmen und niederen Pflegetätigkeiten widmet.
 
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Dort wo ich derzeit arbeite (Intensivstation) werden die pflegefremden Tätigkeiten von Servicekräften übernommen. Ebenso werden wir unterstützt von einer Stationssekretärin und Rettungsassistenten (diese sind 24 h vor Ort und werden vom ASB u.a. gestellt)-Dennoch ist immernoch genügend zu tun.
 
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mcknickig

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Ich sehe es mit gemischten Gefühlen !

Zum einen sind heute noch immer Stellen in der Pflege nicht besetzt und die eigentliche Arbeit bleibt aus diesem Grund liegen. Überstunden, Burn out, miese Bezahlung... Und nun sollen noch zusätzlich ärztliche Tätigkeiten übernommen werden ? Versteh ich da was falsch ? Allerdings sind wir einfach näher dran ! ! !

Zum anderen sind wir (auf den "normalen" Stationen) häufig unterfordert. Wozu eine 3 jährige Ausbildung (die auch noch seeeeehr anspruchsvoll ist) wenn man doch eh nichts machen darf...? Wenn wir nun schon helfen Arztstellen einzusparen und somit die Kassenentlasten könnte man doch unser Gehalt etwas anheben...
 
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kacydreamlife

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Welche Berufsparte betrifft die Regelungen?

Sind damit nur Pflegefachkräfte mit Fachweiterbildungen angesprochen oder auch ohne diese Weiterbildung?

*verwirrt bin*
 
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kalyani

Ich sehe das auch sehr ambivalent.
Die Krankenhäuser haben schon den Personaltopf verschoben, also mehr Ärzte, dafür weniger Pflege. Gleichzeitig haben sich die Fallzahlen erhöht, also deutlich mehr Arbeit. Wir klagen, aber wollen ärztliche Tätigkeiten? Da werden meiner Ansicht nach entscheidende Schritte ausgelassen. Pflege muss wertiger werden, qualifizierte Tätigkeiten, entsprechende Bezahlung und Stellen! Weg vom Töpfchen Image.
 
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[FONT=&quot]Die Sache kann man sehen, wie man will. Ich persönlich bin da sehr gespaltener Meinung. Wurde eigentlich an der Pflegebasis nachgefragt, ob dies überhaupt gewünscht ist? Soweit mir bekannt: Nein! Wurde nicht in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts heftigst dagegen gekämpft endlich von den zeitraubenden, teils illegalen ärztlichen Tätigkeiten im Pflegedienst befreit zu werden? Gewerkschaften und Verbände (die das heute gerne vergessen haben!) standen damals dazu, auf Grund des bis heute nicht behobenen "Pflegenotstands". Nun entwickelt es sich erneut in die gleiche Richtung, wie in den frühen 50er bis 60er Jahren; auf Grund von Ärztemangel übernahmen gerne Pflegekräfte ärztliche Tätigkeiten um zudem auch das negative Image nach außen zu verbessern und es machte den Beruf attraktiver für Neuanfänger. Bald stellte man aber fest, dass dadurch den Patienten wichtige Pflegezeiten verloren gingen und die Deckelung (Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen) der Kosten tat das Nötige dazu mit Personaleinsparungen in allen Bereichen. Es wurden viele Prozesse geführt über Berechtigung, Zulassung und Delegationsmöglichkeiten zu vielen ärztlichen Tätigkeiten, die rechtlich ungeregelt übertragen und übernommen wurden. Schaut man sich die heutige Situation an, ist es sehr identisch; Ärzte erkämpfen sich Tarifrechte und Gehaltserhöhungen und werden dadurch für die Klinikbetreiber immer teurer, da liegt die Überlegung doch sehr nah weniger Ärzte zu beschäftigen und viele Ärzteaufgaben (die kleinen Dinge des täglichen Handels) wiederum auf die Pflege zu verlagern ( wir krebsen mit unseren Gehältern weiter unter mind. -8% zu vergleichbaren Facharbeiter- oder Handwerkerlöhnen herum und stören uns noch nichtmals daran). Pflegeverbände stehen nun alle gerne dahinter, denn dieses Handeln bedingt Fort- und Weiterbildung; man strebt Akademisierung des Pflegeberufes an. Vielen dort organisierte Personen kann das sehr recht sein, bieten sie doch gegen gute Bezahlung entsprechende Bildung an ( z.B. Pflegeratsvorsitzender A. Westerfellhaus; Inhaber einer privaten Fort-und Weiterbildungsstätte für Pflegekräfte). Viele Fach-Hochschulen für den Pflegebereich sind gut, aber auch teuer. Ich frage mich allerdings auch, wenn alle Pflegekräfte zukünftig mit Abitur anfangen und die Ausbildung graduiert abschließen, wie sieht dann die Pflege der Patienten aus; Analyse, Planung, Diskussion, Evaluation und Administration, und? Wer? pflegt Wen? Wann? nach den Übergaben, Fallbesprechungen und zusätzlichen Verrichtungen ärztlicher Tätigkeiten. Wir sollten Alle sehr aufpassen, dass wir die Personen unseres täglichen Handels nicht dabei aus den Augen verlieren, die Patienten und ihre berechtigten pflegerischen Bedürfnisse. Ich denke die "Pflege" hat schon genug und über die Maßen zu tun, da sollen Ärzte gerne ihre Aufgaben behalten, "Pflege" ist so selbstbewusst und unschätzbar wertvoll, sie braucht keine Image-Aufbesserung durch Übernahme ärztlicher Tätigkeiten. Eine Akademisierung ist in Teilbereichen der Pflege wünschenswert, aber kaum flächendeckend und umfassend in allen Bereichen ein- und durchführbar. Herausragen hier Berufsentwicklungen in Führung, Organisation, Qualitätskontrolle und Bildungswesen im Pflegebereich, welche eine Akademisierung bedingen oder eine vergleichbare Ausbildung wünschenswert ist. Ich denke, - Abiturienten mit der Möglichkeit der Übernahme ärztlicher Tätigkeiten in den Beruf zu locken und zu rekrutieren, geling nicht auf Dauer und schafft keine reale Arbeitsbasis mehr in den Pflege-Einheiten. Berufsinteressierte sollten mit der Realität in der Pflege konfrontiert und zur Berufswahl überzeugt werden, das schafft stabile Pflegekräfte und Teams, denn nur wer von dem was er tut auch 100% überzeugt ist, dass es für sie oder ihn das Richtige ist, leistet in diesem Beruf längerfristig qualitativ auf hohem Niveau gute Arbeit; das hat primär unbedingt nichts mit dem Schulabschluss Abitur zu tun. - glaub ich jedenfalls.[/FONT] :thumbsup2:
 
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Sehr begrüßenswert!:smile:
Die Sache kann man sehen, wie man will. Ich persönlich bin da sehr gespaltener Meinung. Wurde eigentlich an der Pflegebasis nachgefragt, ob dies überhaupt gewünscht ist? Soweit mir bekannt: Nein! Wurde nicht in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts heftigst dagegen gekämpft endlich von den zeitraubenden, teils illegalen ärztlichen Tätigkeiten im Pflegedienst befreit zu werden? Gewerkschaften und Verbände (die das heute gerne vergessen haben!) standen damals dazu, auf Grund des bis heute nicht behobenen "Pflegenotstands". Nun entwickelt es sich erneut in die gleiche Richtung, wie in den frühen 50er bis 60er Jahren; auf Grund von Ärztemangel übernahmen gerne Pflegekräfte ärztliche Tätigkeiten um zudem auch das negative Image nach aussen zu verbessern und es machte den Beruf attraktiver für Neuanfänger. Bald stellte man aber fest, dass dadurch den Patienten wichtige Pflegezeiten verloren gingen und die Deckelung (Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen) der Kosten tat das Nötige dazu mit Personaleinsparungen in allen Bereichen. Es wurden viele Prozesse geführt über Berechtigung, Zulasssung und Delegationsmöglichkeiten zu vielen ärztlichen Tätigkeiten, die rechtlich ungeregelt übertragen und übernommen wurden. Schaut man sich die heutige Situation an, ist es sehr identisch; Ärzte erkämpfen sich Tarifrechte und Gehaltserhöhungen und werden dadurch für die Klinikbetreiber immer teurer, da liegt die Überlegung doch sehr nah weniger Ärzte zu beschäftigen und viele Ärzteaufgaben (die kleinen Dinge des täglichen Handels) wiederum auf die Pflege zu verlagern ( wir krebsen mit unseren Gehältern weiter unter mind. -8% zu vergleichbaren Facharbeiter- oder Handwerkerlöhnen herum und stören uns noch nichtmals daran). Pflegeverbände stehen nun alle gerne dahinter, denn dieses Handeln bedingt Fort- und Weiterbildung; man strebt Akademisierung des Pflegeberufes an. Vielen dort organisierte Personen kann das sehr recht sein, bieten sie doch gegen gute Bezahlung entsprechende Bildung an ( z.B. Pflegeratsvorsitzender A. Westerfellhaus; Inhaber einer privaten Fort-und Weiterbildungsstätte für Pflegekräfte). Viele Fach-Hochschulen für den Pflegebereich sind gut, aber auch teuer. Ich frage mich allerdings auch, wenn alle Pflegekräfte zukünftig mit Abitur anfangen und die Ausbildung graduiert abschliessen, wie sieht dann die Pflege der Patienten aus; Analyse, Planung, Diskussion, Evaluation und Administration, und? Wer? pflegt Wen? Wann? nach den Übergaben, Fallbesprechungen und zusätzlichen Verrichtungen ärztlicher Tätigkeiten. Wir sollten Alle sehr aufpassen, das wir die Personen unseres täglichen Handels nicht dabei aus den Augen verlieren, die Patienten und ihre berechtigten pflegerischen Bedürfnisse. Ich denke die "Pflege" hat schon genug und über die Maßen zu tuen, da sollen Ärzte gerne ihre Aufgaben behalten, "Pflege" ist so selbstbewußt und unschätzbar wertvoll, sie braucht keine Image-Aufbesserung durch Übernahme ärztlicher Tätigkeiten. Eine Akademisierung ist in Teilbereichen der Pflege wünschenswert, aber kaum flächendeckend und umfassend in allen Bereichen ein- und durchführbar. Herausragen hier Berufsentwicklungen in Führung, Organisation, Qualitätskontrolle und Bildungswesen im Pflegebereich. Ich denke, - Abiturienten mit der Möglichkeit der Übernahme ärztlicher Tätigkeiten in den Beruf zu locken und zu rekrutieren, gelingt nicht auf Dauer und schafft keine reale Arbeitsbasis mehr in den Pflege-Einheiten. Berufsinteressierte sollten mit der Realität in der Pflege konfrontiert und zur Berufswahl überzeugt werden, das schafft stabile Pflegekräfte und Teams, denn nur wer von dem was er tut auch 100% überzeugt ist, dass es für sie oder ihn das Richtige ist, leistet in diesem Beruf längerfristig qualitativ auf hohem Niveau gute Arbeit; das hat primär unbedingt nichts mit dem Schulabschluß Abitur zu tun. - glaub ich jedenfalls. :thumbsup2:
 
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Vielen Dank für die Blumen.
Gerade die ambulante Pflege wird betroffen sein. Und da ist es ziemlich egal, ob ich AP oder GUK bin. Auch wir AP sind Pflegefachkräfte und uns stehen deswegen alle Fort- und Weiterbildungen offen- genau so wie den GUK.
(Und bitte jetzt keine Grundsatzdiskusion, welche der beiden Berufsgruppen die Bessere ist)
Lisy
Keine der beiden Berufsgruppen ist die bessere. IN WORTEN "PUNKT".
Diese Diskussion ist eifach nur armselig. Selig mögen die sein die darauf verzichten ;-)
 
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.. ach so.. und ich wollte noch hinzufügen das ich es eher kritisch sehe, wenn ärztliche Tätigkeiten im Krankenhaus zunehmend von Arzthelferinnen übernommen werden während die Pflege sich immer mehr dem ausfüllen überflüssiger Erhebungen und Bürokratissmen und niederen Pflegetätigkeiten widmet.
Was, bitte, sind "niedere Pflegetätigkeiten"... ach, dann sollte die Pflege doch besser die "höheren Ärztetätigkeiten" ausführen! Oder, was??? :mad_2:
 
S

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Die Ausbildung als auch die Bezahlung in der Schweiz ist entsprechend angepasst und angemessen; und über Personalbemessungen brauchen wir hier dann auch nicht diskutieren. In Deutschland ist das wohl ganz etwas anderes. Wunschdenken! -> Richtig! Wird auch noch lange so bleiben. >> Dieser Text ist als Kommentar gedacht, siehe nächstes Posting, bitte; dann wird´s klar.<< :rolleyes:
 
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