Übergriffe anderer Bewohner - bitte um Rat

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Farbenvogel

Mitglied
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19.04.2006
92637
Schönen guten Morgen zusammen!

es geht um Bewohner einer Pflegeeinrichtung. Genauer gesagt eine relativ junge pflegebedürftige Dame und verschiedene in die jahre gekommene Herren, die die junge Dame gerne - ich sag´s mal so - betatschen und küssen.
Die Dame sitzt im Rollstuhl hat einen Schlaganfall und eine Gehirnblutung hinter sich, ist attraktiv, kann aber ihre Situation (nach meiner Einschätzung) nicht mehr realisieren oder sich im Bedarfsfall wehren!

Eine richterliche Betreuung ist eingerichtet. Sie tut das ihre bei, um die älteren Herren für sie "Freiwild" werden zu lassen ( wirft wohl unbewusst Küsschen durch die Luft, auf jeden, der zu ihr kommt - Mann oder Frau ).

Wir haben im Kollegenkreis einige Diskussionen hinter uns, das richtige zu entscheiden, wie oder was geschehen kann wenn... - wir kommen zu keiner "guten" Lösung.

Deshalb bitte ich um eure Meinung, was ist in dem konkreten Fall als Vorsorge zu treffen. Es gilt der junge Dame ihre Gefühle nicht zu unterbinden, aber sie auch von Schaden zu bewahren.

Freue mich sehr auf eure Antworten und danke recht herzlich

Farbenvogel
 
Qualifikation
Ergotherapeutin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
T

traveler

Aktives Mitglied
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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo,

aus deinen Ausführungen kann ich nur erkennen Angst des Teams vor - was eigentlich? Daß irgendjemand irgendwas irgendwie machen könnte. Was den Konkret? Alle fallen über die Dame her?
Ist mal was vorgefallen - früher?
Was heißt betatschen und küssen?
Ich meine ihr solltet eure Ängste zum Thema machen. Ein Moderator wäre sicherlich hilfreich.
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
F

Farbenvogel

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
19.04.2006
92637
Ich versuch die Situationen so gut ich kann zu beschreiben.
Die Dame sitzt in einem Multifunktionsrollstuhl, hat eine spastische Halbseitenlähmung und ihre "gesunde" Körperhälfte ist ebenso nur beschränkt einsatzähig.

Sie sitzt im Tagraum der Station, in der auch andere Bewohner den Tag verbringen, und es gibt auf der Station 2 Männer, die sich ihr immer wieder Nähern, ihr die Zunge in den Hals stecken, sie küssen oder unsittlich Berühren im Schritt oder an den Brüsten...

Da diese Frau unsere Schutzbefohlene ist, machen wir uns einfach Gedanken, was möglich ist zu tun...

Es ist sehr schwer für uns, da sie sich selber zu den Ereignissen nicht äussern kann..also wissen wir eben auch nicht, ist es ihr angenehm, dass ein 92jähriger Mann sie küsst, oder eher nicht?

Sie hätte die Möglichkeit den Kopf weg zu drehen, wo sich wieder die Frage stellt, möchte sie es nicht, oder versteht sie nicht recht, was abläuft?

Es geht nicht darum, dass wir der Frau keine Liebe und Nähe gönnen, wir wollen alles tun, damit es ihr - wie auch allen anderen gut geht...
Nur der Gedanke, ich kann mich nicht äussern, aber immer kommt ein Herr, der mich küsst...und ich möchte das vielleicht gr nicht...erschreckt doch sehr und macht mich persönlich auch traurig..

Weiter gesponnen besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass einer dieser Männer nachts einmal zu ihr auf das Zimmer geht und mehr anfängt als Küssen....sie kann es uns am nächsten Tag nicht erzählen...und auch nicht die Glocke betätigen...

Wieder das Problem...sollen wir einfach zulassn und todschweigen? Damit verstoßen wir allerdings auch gegen unsere Fürsorgepflicht...

Es ist ein zweischneidiges Schwert irgendwie...

Was tun? Was möchte sie?
Hat sie noch sexuelle Gefühle? Wieso tut sie aber dann selber nichts? (was möglich wäre....)

Was genau spürt und fühlt man noch nach einem Schlaganfall und HOPS?

Verstehst du was ich meine?

Klar ist auch irgendwie Angst da, sicherlich....weil wir momentan noch recht hilflos sind...

Du kannst den Männern schon erzählen und sie bitten, dies zu unterlassen...aber da für diese Männer keinerlei Betreuung da ist, können sie dennoch machen was sie wollen...
und dann? sollen wir einen 92jährigen Mann anzeigen, falls es nicht anders geht?

Es ist schwer, und wir zerbrechen uns in alle Richtungen den Kopf...

Was ist rechtlich machbar, wozu sind wir verpflichtet etc?

Danke vielmals für die Hilfe!
 
Qualifikation
Ergotherapeutin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
L

Löwenherz

Mitglied
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10.03.2006
63150
Hallo Farbenvogel,

ohne daß ich jetzt näher auf die Erkrankung eurer Bewohnerin eingehen will, denke ich, daß ihr mit Sicherheit doch erkennen könnt wann es ihr gut geht. Nämlich in anderen Situationen. Also..wenn ihr sie mal spazieren fahrt, wenn sie etwas ißt was ihr schmeckt. Zeigt sie da nicht Regungen die erkennen lassen was sie mag?
Umgekehrt mag es doch sein, daß ihr erkennt wenn sie etwas NICHT mag. Es ist ihr zu sonnig, das essen schmeckt ihr nicht, das Badewasser ist zu kühl..etc.
Vielleicht habt ihr darüber eine Möglichkeit erst einmal zu erspüren wie sie bei guten Gefühlen reagiert, ebenso bei schlechten.

Sicherlich ist das Thema Sexualität (und alles was damit zusammenhängt) ein schwieriges. Sie ist 42 schreibst du. NUn..eigentlich ist das Thema Sexualität damit - und mit ihrer Erkrankung - nicht einfach "abgehakt".
Ich könnte mir vorstellen, daß sie schon Nähe mag, Zärtlichkeit. Wer weiß, wann sie das letzte mal liebevoll in den Arm genommen wurde, einen Kuss bekam (auch gerne einen intensiven..)oder sich ihren sexuellen Gefühlen hingeben konnte/durfte.
Nun stellt sich ja die Frage, ob es so ist, daß sie diese beiden Männer, die sich ihr so sehr nähern, auch mag. Eigentich möchte ich schon gerne so tolerant sein, ihr diese Zuneigung zuzugestehen. Wer weiß...vielleicht gibt es etwas, was die beiden Männer in ihr ansprechen und was sie durchaus schätzt - egal wie alt sie sind, egal wie sie sonst sein mögen.

Aber ich verstehe ganz gut eure Bedenken..sie kann sich nicht klar äußern, das erschwert uns kommunikativen( und gesunden) Menschen das Einordnen.
Aber weißt du.."man kann nicht nicht kommunizieren" (Watzlawik) und so denke ich, sie wird es auf ihre Art tun.

So aus der Entfernung..könnte ich mir vorstellen, daß ein sehr gutes Beobachten der Bewohnerin hilfreich sein könnte.
Achja..und vielleicht könnte man ja auch mal die beiden Männer dazu befragen? ich meine...wenn sie anscheinend sicher sind daß die Bewohnerin das mag (von der These gehe ich jetzt mal aus), dann müssten die doch eigentlich was dazu sagen können - oder?
Immerhin..mit freundlichen Worten, einer sehr guten Atmosphäre, Betreuern die Vertrauen aufgebaut haben, da denke ich, könnte das möglich sein.

Dennoch gebe ich unumwunden zu: dies ist ein schwieriges Thema. Und wahrscheinlich gehört auch ein bischen eigene Lebenserfahrung dazu. Nämlich ruhig auch mal neben den Etiketten stehen zu können - es steht sich da ganz prima. :innocent:

Aber über allem steht: und das sage ich ganz deutlich, damit es zu keinen Mißverständnissen kommt:
Wenn ihr nur den leisesten Verdacht habt sie fühlt sich unwohl-->dann tut was!

Viel Erfolg bei euren Bemühungen Bedürnisse abzuschätzen und abzuwägen,
berichte mal bei Gelegenheit!

Lieben Gruß, Löwenherz
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
B

Barbie

Mitglied
Basis-Konto
25.01.2006
60488
Mich hat die beschriebene Situation einfach nicht losgelassen. Deshalb werde ich meine Meinung dazu schreiben.

- Weil zwei Männer die Frau berühren, ist das schon mal eine sexuelle Richtung die moralisch nicht vertretbar ist (auch wenn es der Frau gefällt) und öffentlich (Gemeinschaftsraum) nicht ausgelebt werden darf.

- Sollte sich die Frau spontan in einem der beiden Herren verliebt haben und sexuellen Kontakt (auch Küssen, Berührung) wüschen, muß dafür ein gesondertet Raum zur Verfügung gestellt werden. Um Beide vor den Blicken anderer zu schützen.

- Vielleicht kann sich die Frau durch Händedrücken äußern. Pfleger stellt die Frage. Pat. drückt die Hand. Wenn Pat. den Kopf zur Seite drehen kann, kann sie auch nicken.

- Sollte , was ich eher glaube, die Patientin die Frage akustisch/geistig nicht verstehen, kann sie die Situation auch nicht einordnen und dann MUß sie vor sexueller Annäherung geschützt werden.

- Hat sie keine Verwanten oder Freunde die man dazu befragen und miteinbeziehen kann ?Oder einen gesetzlichen Vormund/Betreuer der ihre Intressen vertritt und für die Pflegestation eine Entscheidung trifft. Die von allen einzuhalten ist?

- Erwiedert die Frau die Küsse des Mannes? Das kann man doch beobachten!

- Hat sie keine Mundmotorik oder Schluckstörungen kann der Mann sie auch mit seiner Zunge ersticken oder Aspirationsgefahr.

Aber wie schon oben geschrieben das ist meine Meinung und nicht wertend gemeint. Ich bin ja auch nicht Vorort.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Ambulante Pflege
F

Farbenvogel

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
19.04.2006
92637
danke euch für die antworten

die frau hat keine schluckstörungen, also da kann nichts passieren

die dame ist auch noch verheiratet, aber der mann von ihr hat sich zurückgezogen und auch die betreuung weitergegeben an die beiden töchter...

diesen werden wir von der situation offen erzählen und sie auch dazu befragen, wie ihre mama früher war...denn da gibt es aus den erzählungen noch ein paar unstimmigkeiten....

sie kann sich leider kaum äussern, aber mit nicken und drücken der hände, das werden wir versuchen, is n super tipp, danke ,)

separate räume würden theoretisch schon zur verfügung stehen, das wäre kein problem, aber es muss auch rechtlich abgeklärt werden

ich zweifle halt immer noch daran, wieviel sie auch BEwusst wahrnimmt...und das ist mein großes problem...

wie gesagt, wir wollen ihr auf keinen fall die nähe verwehren, wenn sie es denn möchte, aber das is die schwierigkeit

werden es auch weiter beobachten

ich kann nur sagen, die küsse hatte sie schon erwidert, und einmal war sie sehr entsetzt, als ich sie wegzog, aber es kann ja nicht sein, dass sie jeden herren, der ihre luftküsschen ernst nimmt, sie abschmusen kann....nur mal angenommen...deshalb weiss ich nicht, wie weit ihr auch das klar ist...

fasse die meinungen auch nicht böse auf...bin froh, auch mal aussenstehende zu hören und die meinungen dazu ;)

danke
 
Qualifikation
Ergotherapeutin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
B

bidi

Neues Mitglied
Basis-Konto
05.07.2006
4414
Hallo Farbenvogel

Mir gehts ähnlich wie barbie und ich stimme ihren Überlegungen zu dieser enorm anspruchsvollen Betreuungssituation absolut zu.
Ich denke, da ist vorerst die gesamte interdisziplinäre Ebene gefordert, um herauszufinden was, wenn überhaupt, vertretbar und im Sinne dieser Patientin in die Wege zu leiten ist, damit die persönliche und körperliche Integrität nicht aufs schlimmste verletzt wird.
Ich frage mich, was überlegt sich bei euch eigentlich der Pflegedienst? (Du bist Ergotherapeutin, verstehe ich das richtig?)Hier muss die Pflege die Verantwortung übernehmen und professionell handeln. Arbeitet ihr Patienten- und zielorientiert?
So aus der Ferne und als nicht Direktbeteiligter ist es enorm schwierig, sich zu diesem Problem zu äussern. Also bitte verstehe mich nicht falsch, aber rein gefühlsmässig und rein subjektiv vertrete ich die Meinung, das es sich hier ganz klar um sexuelle Übergriffe handelt und die Patientin geschützt werden muss. Wenn das nicht geschieht, taxiere ich die Passivität der Pflege als fahelässige Unterlassung von Hilfeleistung. Bis sich die Situation geklärt hat, lautet der prioritäre Pflegeauftrag, Fürsorge und Schutz für den Schwächeren und durch zielorientierte Interventionen den richtigen Weg für die Patientin zu finden!
In dieser Situation wäre eventuell externe Beratung und Begleitung zu überlegen.

Ich achte Deine Sorge um diese Frau sehr und bin Dir dankbar hast Du dies zum Thema gemacht!
Viel Kraft!
 
Qualifikation
Dipl. Pflegefachmann
Fachgebiet
stv. Pflegedienstleitung
F

Farbenvogel

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
19.04.2006
92637
Ich danke euch sehr!

Ja, ich bin Ergotherapeutin, krieg auch nicht immer alles mit, kann nur von mir sprechen, wenn ich es eben mitbekomme...

wir hatten im mai den wechsel der pflegedienstleitung, der ich das problem auch schon mal vorgetragen habe. ich habe es auch dokumentiert und da kräftig eine auf den deckel bekommen...
verstand ich nicht so recht, wieso (mal davon abgesehen, dass die mich nicht leiden konnte *lach*)...es geht hier nicht um irgendwelche zwischen menschlichen problemchen, sondern um unterlassene hilfeleistung, wenn man es krass ausdrücken will...

so extrem würd ich es jetzt bei uns noch nicht bezeichnen, und die neue PDL setzt sich sehr für die bewohner ein...

das team hat wieder zueinander gefunden, aber von der pflege kommt von der seite irgendwie nicht viel..ich krieg nichts mit....
da wir nun auch einen qualitätszirkel und wöchentliche besprechungen haben, haben wir uns das thema auch wirklich zur aufgabe gemacht und es geht keinem recht aus dem kopf...irgendwie sind wir auch alle ratlos

dass ich net so recht viel machen kann...hm...ich weiss es nicht...rechtlich bin ich ehrlich gesagt nicht so sehr bewandelt - da ich auch ein jahr im ausland war, und da is es nochmal anders, und vor so einer situation stand ich auch nicht

ich denke, es ist unheimlich wichtig, dass wir alle an einem strang ziehen und dass geklärt wird, was ist das beste für unsere dame!
alles andere ist erst mal nebensache...
weiss nicht, ob ich es so richtig in worte fasse, ich hoffe es :)

wir arbeiten nach Krohwinkel, was eigentlich schon ein prima konzept ist und wollen nun auch die bezugspflege mehr integrieren

es ist halt schwer, dauernd auf die bewohnerin zu achten, v.a. während die pflege bei der grundpflege ist...und ich kann mich auch nicht dauernd zu ihr setzen, sie therapieren oder mitnehmen...das wird ihr auch zu stressig und verwirrt sie nur...

wir versuchen nun auch, von ausserhalb informationen einzuholen, biographie ihrerseits zu erweitern und aufzuschlüsseln, damit wir noch näher an sie rankommen....

es ist schwer, auch ethisch gesehen...

ich weiss nur, ich würde es nicht wollen, wenn mich irgendwer antatscht, an meinen intimsten stellen...

andererseits steht aber eben der gedanke...was ist, wenn sie es möchte? wieso wehrt sie sich nicht? sie könnte es...

ich danke euch von herzen!
 
Qualifikation
Ergotherapeutin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
H

Hein

Mitglied
Basis-Konto
17.12.2005
63477
Wenn es möglich ist würde ich versuchen den männlichen Bewohnern im Gespräch bzw. im Rollenspiel zu verdeutlichen, daß das für die Bewohnerin unangenehm ist. Wenn das nicht fruchtet muß man an der Wohnsituation etwas ändern
Gruß Hein
 
Qualifikation
Freiberuflicher Krankenpfleger
Fachgebiet
Bundesweit
Weiterbildungen
Krankenpflege - Altenpflege
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
ich zweifle halt immer noch daran, wieviel sie auch BEwusst wahrnimmt...und das ist mein großes problem...
Hallo, Farbenvogel,

ich nehme Deine Nöte sehr ernst und finde es gut, daß Du dich so verantwortlich zeigst.

Aber vielleicht macht Ihr Euch Köppe in eine Richtung, die ins Nichts führt.

Die einzige juristische Frage, die sich mir stellt ist: dürft ihr dafür sorgen, dass die Frau ein Verhütungsmitel bekommt oder nicht.

Ihr könnt ihr weder das Aussenden von Signalen noch das Empfangen von Küssen verbieten. Wenn ich alles richtig verstanden habe, ist sie sehr wohl in der Lage Ge- und Missfallen auszudrücken.

Auch wenn das jetzt missverständlich sein könnte: im Umgang mit HOPS - Patienten hilft ganz gut, Vergleiche aus der Entwicklungspsychologie des Kindes zu ziehen, nur in umgekehrter Zeitfolge.
Grundlegndes Bedürfnis eines Kindes sind Zuneigung und körperliche Nähe. Vertraute Personen werden natürlich bevorzugt, aber wenn die Zuneigung und körperliche Nähe von der 93-jährigen Ur-Grossmutter kommt, ist es auch ok (solange "die Chemie" stimmt). die Sexualität kommt weit früher ins Spiel, als Eltern sich eingestehen möchten (jedes Elternteil hier kennt den "entrückten" Gesichtsausdruck eines 2-jährigen Kindes bei sexuellen Handlungen an sich selbst). Moral, Scham und Gewissen werden erst viel später entwickelt.

Ich für mich in meiner jetzigen Situation kann es mir auch nicht schön vorstellen, von einem 93-jährigen angegrabbelt und geküsst zu werden. Aber das liegt vermutlich daran, dass ich kein HOPS habe und meine Vorstellungen von Moral und Ästhetik "sehr erwachsen" sind.

Langer Rede kurzer Unsinn: jeder sollte sich davor hüten, seine Maßstäbe als allgemein gültig anzunehmen.

Guckt "einfach" sehr genau hin, was der Bewohnerin angenehm und was ihr unangenehm ist. Und wenn ihr etwas angenehm ist, was Dir unangenehm erscheint, dann musst Du Dich dem "beugen" (umgekehrt natürlich auch :smile:)

Lieben Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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