TV Diskusion: teuere Pflege

Griesuh

Griesuh

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Hallo
Hallo, vorgestern war im Bayrischen Fernseh eine Diskusionsrunde mit hochkarätigen Politikerinnen und Politikern.
Eine Buchautorin Fr. Biberti, die Ihre Mutter Pflegt, meinte ein Pflegedienst erhält 45 Euro die Stunde für Pflege. Das hält sie für völlig überteuert.
UFF, diese 45 Euro hätte ich gerne, pro Stunde von der Kasse.
Für eine große Pflege erhalten wir in Hessen 18,08 Euro, egal wie lange du für die Pflege benötigst.
Die Betriebsstunde kostet zwischen 25 u. 30 Euro. Nicht zu verwechseln mit dem Stundenlohn der PK.
Somit kann sich jeder ausrechnen wie lange die Pflege höchstens dauern darf damit ein PD nicht Pleite geht.
Auch sonst waren mal wieder bei der Diskusion Leute dabei die von der realität in der Pflege keine Ahnung haben. Dementsprechend waren auch die Vorstellungen u. Aussagen der Teinehmer zur Pfege.
Einzige Ausnahme, leider weis ich den Namen des Herrn nicht mehr, er spricht sich dafür aus, dass Prophylaxen im Vordergrund stehen müssen. Auch kritisierte er das Ablehnungsverhalten der Pflege u. Krankenkassen.

Grüße Griesuh
 
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stern3007

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Ehrlich gesagt schaue ich mir solche Diskussionen meist nicht mehr an. Ist besser für mich und meinen Blutdruck ;-)

Man sollte in solch einer Diskussion doch einmal den Vorschlag unterbreiten, das gesamte Gesundheitssystem von der Steuerlast zu befreien. In meinen Augen ist es pervers, dass Gesundheitssystem mit Steuern zu belegen.
 
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gelöscht

Man sollte in solch einer Diskussion doch einmal den Vorschlag unterbreiten, das gesamte Gesundheitssystem von der Steuerlast zu befreien. In meinen Augen ist es pervers, dass Gesundheitssystem mit Steuern zu belegen.
Interessante Vorstellung. Hat sowas schon mal jemand durchgerechnet? Gibt es dazu Informationen, oder ist dir das nur so nebenbei eingefallen? Könnte ja auch ein vergünstigter Steuersatz sein...

fragt sich derpfleger
 
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stern3007

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Ausgerechnet habe ich das nicht, dazu fehlen mir leider zuviele Fakten und Daten. Ich habe auch nirgendwo Informationen gelesen. Das ist eine Idee, die ich schon seit mehreren Jahren im Kopf habe, weil es mich massiv stört, dass unser Staat aus den Krankheiten seiner Einwohner Kapital schlägt.
 
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freddy20020

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na, ganz so blöd fand ich die Diskussion nicht.
Der Mann, dessen Name Grisuh nicht mehr einfiel, heißt Claus Fussek. Der ist Sozialpädagoge!! und ist schon seit etlichen Jahren schwer aktiv im Sinne von politischer Einflußnahme und Diskussionen was den Bereich Pflege angeht (deutlich mehr als viele Pflegekräfte!). Und seinen Gedanke, die Krankenkassen und die Pflegekassen zusammenzulegen, damit die Überschüsse der einen Seite die andere Seite unterstützen kann (sozusagen die Präventionsmaßnahmen der einen Kasse mit den Reha-und Pflege-Maßnahmender anderen Kasse aus einem Topf zu zahlen, der durchaus finanziell ausgeglichen sein kann) finde ich ganz gut.
Und Frau Biberti (Schauspielerin und Filmproduzentin - jatzt wohl auch Buchautorin, sie schreibt über die Pflege ihrer Eltern) hat ZWEI pflegebedürftige Elternteile in Pflegestufe 3, die sie alleine betreut. Die vierzig Euro/Stunde für den Pflegedienst haben sich vielleicht darauf bezogen. Ihre Wortbeiträge fand ich aber recht gut, ich fand, daß sie sehr deutlich gemacht haben, wie schwierig es ist, selbst für vielleicht Bessergestellte (sie verzichtet seit zweieinhalb Jahren auf eigenes Einkommen) eine gute pflegerische Versorgung von Angehörigen zu bekommen.
Naja, und daß die bayrische Gesundheitsministerin und Rürup einen eigenen Tenor haben ist klar.
@Stern 3007: du bist doch der Meinung, daß man (wer denn?) in solch einer Diskussion den Vorschlag zur Steuerabschaffung im Gesundheitswesen machen soll...
Nun, Claus Fussek (als nicht primäre Pflegekraft) macht es, und deswegen finde ich solche Diskussionen durchaus immer mal wieder gut und kann mich eigentlich mehr ärgern/es bedauern, daß die Pflege sich lieber selbst zerhackt, statt (politisch) aktiv zu werden


viele liebe Grüße
 
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Sonnensturm

Sonnensturm

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Also wieder mal eine der ewigen Diskussionen mit fast immer den gleichen Prominenten und dem Bundesland entsprechende Politiker. :mad_2:
War auch vor einigen Wochen eine ähnliche Veranstaltung im SWR.
Natürlich ging es um die zu teure Pflege.
:devil:Nur was teuer ist, ist auch gut.
Folglich sollten die 45 € Realität werden.

Wer regt sich eigentlich über die Preise anderer Dienstleister auf? Nur in der Pflege will der Kunde alles für wenig Geld.
(Wenn es in den Krieg geht, ist das Geld immer da :mad_2:)

Frau Biberti pflegt ihre Eltern nicht alleine, hat Hilfskräfte(wohl Studenten) angestellt. "Fachkräfte" aus Polen sind ihr Plan. Und wenn sie dafür angeklagt werden sollte, würde sie mit ihren Eltern in's Gefängnis gehen.

Und der Politiker an sich?
Wie immer bla, bla. heisse Luft. :spinner: Wir sollten uns mal in's Poesiealbum schreiben, dass wir diese Leute wählen.

Es ging ausserdem um stat. Pflege. Eine Altenpflegerin, die ihren AG(in Berlin) wegen gefährlicher Pflege und Missständen im Heim angezeigt hatte, kam mit den Worten:"Diese Diskussionen regen mich nur auf, weil sie nicht's bringen!" in's Studio.
Dem kann ich mich nur anschliessen.

Übrigens hat sie laut Richterspruch Redeverbot über die Zustände im Heim.

Aber alles wird besser, nach der Pflegereform.:laughing: :laughing: :laughing:

:angry: Eveline
 
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UlrichFürst

Ich nehme an, dass Du die "Münchner Runde" meinst?
Hallo, vorgestern war im Bayrischen Fernseh eine Diskusionsrunde mit hochkarätigen Politikerinnen und Politikern.
Eine Buchautorin Fr. Biberti, die Ihre Mutter Pflegt, meinte ein Pflegedienst erhält 45 Euro die Stunde für Pflege. Das hält sie für völlig überteuert.
So wie ich das verstanden habe, sagte sie, dass es privat nicht bezahlbar ist. Das halte ich für einen großen Unterschied. Werd's mir evtl. noch mal ansehen (wenn's meine Frau anschaut; die hat's noch nicht gesehen).

Ansonsten, Fazit: Hm, ja. Eigentlich wissen wir wo's hakt. Aber wir studieren lieber als zu ändern...:spinner:

Einzige Ausnahme, leider weis ich den Namen des Herrn nicht mehr, er spricht sich dafür aus, dass Prophylaxen im Vordergrund stehen müssen. Auch kritisierte er das Ablehnungsverhalten der Pflege u. Krankenkassen.
Klaus Fussek?

Ulrich
 
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UlrichFürst

Das mit dem Zusammenlegen von Pflege und Krankenkasse ist wohl eher im Bereich "Traumwelt" anzusiedeln, solange es die Kassen nicht mal schaffen, die Kosten pro Patient zu errechnen, statt in ambulant, stationär, Hilfsmittel u.v.m. zu trennen und zu versuchen in einem Sektor auf Kosten des anderen (eigenen!!:spinner: ) Sektors zu sparen.

Ulrich
 
Sahawe

Sahawe

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Ansonsten, Fazit: Hm, ja. Eigentlich wissen wir wo's hakt. Aber wir studieren lieber als zu ändern...:spinner:
Ulrich
Hallo Ulrich,
mich würde mal interessieren wie deiner Meinung nach das eine mit dem anderen zusammen hängt?

Viele Grüße Sabine
 
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UlrichFürst

Hallo Ulrich,
mich würde mal interessieren wie deiner Meinung nach das eine mit dem anderen zusammen hängt?
Gar nicht! :thumbsup2:

Der Fazit-Satz bezieht sich auf den Rest der Diskussion bzw. die Restlichen Teilnehmer (Politikerin und Wissenschaftler). Das ist das was ich aus deren Aussagen heraushöre. Ja es muss dringend etwas getan werden, aber bevor wir nur 99%ig arbeiten tun wir lieber gar nichts, sondern machen weiter Statistiken und Zahlensspielchen:wink:

Ulrich
 
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TwoFingers

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Hallo Leute,

wieviel ist denn gute Pflege Wert? 45 Euro oder 105 Euro auf die Stunde? Wer kann das selbst finanzieren? Wohl die wenigsten also muss der Staat intervenieren. Das tut er mit der Pflegeversicherung (die eine Teilkaskoversicherung darstellt) und die einen Beitragssatz von knapp unter 2% des Bruttolohnes einfordert. Das dies zuwenig für eine Ressourcenfördernde, an dem Begriff der "Salutogenese" orientierten Pflege ist liegt auf der Hand.

Die Lösung: Wir erhöhen die Beiträge auf 15%, zahlen allen Pflegekräften das doppelte und die Lohnnebenkosten steigen auf ca 56%. Da strahlen doch sämtliche Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Land (solange sie in der Pflege tätig sind natürlich).
Pflegekassen und Krankenkassen zusammenzulegen um Schnittstellenkonflikte abzubauen ist für mich nicht überzeugend. Eine Überlastung der Linienkompetenz könnte entstehen und müsste durch viele Stabsstellen ergänzt werden und es löst das Kommunikationsproblem in keinster weise (schafft dafür neue).

Die Pflegereform sieht sowieso einige Maßnahmen zur Reduzierung der Schnittstelllenkonflikte vor...einach abwarten.
Eine wesentliche Neuerung ensteht übrigens durch eine Einmalzahlung von 1536 Euro für jeden Bewohner der aufgrund guter Pflege zurückgestuft werden konnte (nur stationär).
Es gibt also noch Hoffnung.

In der Disskussion über Pflege ist übrigens generell sehr viel Wut, Enttäuschung vorhanden/enthalten. Dies kostet sehr viel Kraft und nimmt die Motivation für Neuerungen.

Gruß TwoFingers
 
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UlrichFürst

Pflegekassen und Krankenkassen zusammenzulegen um Schnittstellenkonflikte abzubauen ist für mich nicht überzeugend. Eine Überlastung der Linienkompetenz könnte entstehen und müsste durch viele Stabsstellen ergänzt werden und es löst das Kommunikationsproblem in keinster weise (schafft dafür neue).
Zum einen:
Was ist Linienkompetenz?

Zum anderen:
Was ich z. B. ständig in der Praxis mitbekomme ist folgendes. Der Sachbearbeiter für Stationäres lehnt eine Maßnahme ab und spart damit diverse €
Blöd ist nur das dadurch eine andere Maßnahme nötig wird. Die zahlt aber ja der Kollege (bzw. das Budget) für Ambulantes. Dummerweise kostet das jetzt um ein vielfaches mehr.

Umgekehrt funktioniert das natürlich genauso gut. Wie das jetzt tatsächliche Einsparungen bringen soll, erschließt sich mir nicht.
Ach ja. Mit Einsparungen meine ich das wo es dann pro Patient oder pro Gesellschaft weniger kostet. Und nicht pro Sachbearbeiter, der dann wahrscheinlich für seine teueren "Einsparungen" eine Leistungszulage bekommt; weil er ja so toll spart:spinner:

Ulrich
P. S. das mit der Leistungszulage ist allerdings nur geraten. Keine Ahnung wie gut sich das bei KKs schon durchgesetzt hat.
 
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TwoFingers

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Hallo Ulrich,

das was Du beschreibst ist eben diese Schnittstellenproblematik. Das "Gesundheitssystem" arbeitet nicht an der Gesunderhaltung der Bevölkerung sondern verschiebt Kosten.Es ist kein miteinander sondern ein nebeneinander und horizontale Kommunikation ist Fehlanzeige. Wenn man beide zusammenpackt bleibt das Problem bestehen. Es sind ja immer noch 2 Geldtöpfe und die organisatorische Vernetzung, die zu einer Kooperation führen muss ist auch schwer zu realisieren.

Zudem betrifft Deine Beobachtung/Erfahrung ja das gesamte Gesundheitssystem! Alles ist fragmentiert und zuwenig vernetzt. Soll man alle Organisationen zu einer einzigen Unternehmung fusionieren? Eine Horrorvorstellung.

Eine Fusion der Pflegekassen und der GKN (also um die 250 dürften es sein) würde die Probleme unter den Teppich kehren aber nicht managen (lösen kann man es nicht!)

Linienkompetenz ist einfach die Leitungsfunktionen von oben nach unten. Wenn die alte Linie jetzt zusätzliche neue Aufgaben bewältigen müsste, dann wäre sie überfordert und man bräuchte mehr neue Linien auf mittlerer Ebene und Stabsstellen (Spezialisierte Berater ohne Weisungsbefugnis) zur Unterstützung. Und wie sich Stab und Linie fetzen können ist fast schon beängstigend.

Also für mich ist es kein gangbarer Weg.
Außerdem: Wenn man 2 Halbgesunde miteinander fusioniert entsteht noch lange nichts gesundes daraus.

Eine Neuregulierumng des Gesundheitssystems nach dem Vorbild Singapurs ist für mich die favorisierte Lösung.

Gruß TwoFingers
 
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UlrichFürst

das was Du beschreibst ist eben diese Schnittstellenproblematik. Das "Gesundheitssystem" arbeitet nicht an der Gesunderhaltung der Bevölkerung sondern verschiebt Kosten.
Dann sind wir uns ja da schon mal einig:thumbsup2:

Es sind ja immer noch 2 Geldtöpfe
Warum? Wenn ich aus zwei (oder noch mehr) Geldtöpfen genau einen mache ist es genau einer und nicht ungefähr einer. Wo soll da noch wohin verschoben werden können?

Zudem betrifft Deine Beobachtung/Erfahrung ja das gesamte Gesundheitssystem!
Leider.

Eine Fusion der Pflegekassen und der GKN (also um die 250 dürften es sein) würde die Probleme unter den Teppich kehren aber nicht managen (lösen kann man es nicht!)
Ich verstehe das immer anders. Nicht alle GKN fusionieren, sondern die GKN von Herrn Mayer ist auch für die Pflegezahlungen von Hrn. Mayer zuständig.

Eine Neuregulierumng des Gesundheitssystems nach dem Vorbild Singapurs ist für mich die favorisierte Lösung.
Kannst Du das (kurz) zusammen fassen?

Ulrich
 
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TwoFingers

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Tag Ulrich,
kann Dir über Singapur eine Power Point Präsentation schicken (einfach über PN mitteilen wohin).

Die 2 Geldtöpfe zu einem machen: Also den PV Beitragssatz streichen und auf den der GKV draufsetzen und alles geht in den Gesundheitsfond.
Die AOK Krankenkasse muss mit der AOK Pflegekasse fusionieren (beide sind organisatorisch voneinander getrennt) und die würden dann die Kosten nicht mehr verschieben.
Aus 2 Töpfen mit wenig drin wird ein Topf mit viel drin?
Das eine System ist ineffizient und das andere untefinanzienziert.

Der Teufel steckt im Detail.

Gruß TwoFingers
 
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matras

Hallo,

ist es denn unsere Aufgabe, Lösungen zur Pflegefinanzierung zu machen? Wenn ich mein Auto in die Werkstatt bringe, kriege ich eine Rechnung aber der Werkstattmeister macht mir keine Vorschläge zur Finanzierung. Wir lassen uns immer wieder von den Kosten erschrecken, die sich aus unserer Arbeit ergeben. Aber - Qualität kostet Geld! Das erfahren wir bei jedem Einkauf. Und beim Eingangs erwähnten Kraftfahrzeugmeister. würden wir da eine Diskussion beginnen, mit dem Inhalt die Rechnung sei zu hoch, könnten wir voll Selbstbewußtsein eben jenes Zitat zur Qualität zu hören kriegen. Wir bekommen auch keinen Rabatt weil wir so wenig auf die Hand bekommen, sondern eventuell den Hinweis eine Billigwerkstatt aufzusuchen.

Also Kopf hoch, wir leisten gute, verantwortungsvolle Arbeit an Menschen und gemessen daran - und im Vergleich mit anderen Gewerben sind wir verdammt billig zu haben - !

matras
 
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UlrichFürst

Die 2 Geldtöpfe zu einem machen: Also den PV Beitragssatz streichen und auf den der GKV draufsetzen und alles geht in den Gesundheitsfond.
Die AOK Krankenkasse muss mit der AOK Pflegekasse fusionieren (beide sind organisatorisch voneinander getrennt) und die würden dann die Kosten nicht mehr verschieben.
Ja, so meinte ich das.

Aus 2 Töpfen mit wenig drin wird ein Topf mit viel drin?
Das eine System ist ineffizient und das andere untefinanzienziert.
Ich habe ja nicht behauptet, dass das schon die Lösung aller Probleme ist. Aber ein Anfang. Außerdem ist in dem gemeinsamen Topf mehr drin, als in den einzelnen Töpfen zusammen, weil nämlich der Geldverlust durch den Verschiebebahnhof wegfällt. Warum soll man Geld unnötig rausblasen ohne das das dem Patienten und oder dem System etwas nützt?
Das man trotzdem noch weitere Änderungen benötigt ist mir schon klar.

Ulrich
 
Sahawe

Sahawe

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Hallo 2F,
mich würde die PP von Singapur auch interessieren, wäre nett wenn du sie mir schicken würdest. Meine E-mail-Adresse: [email protected]
Ich würde gerne auch die Frage in den Raum stellen: Sollten alle Pflegeleistungen von der Krankenkasse, also von uns allen finanziert werden? Wie auch immer, ob Fusionierung oder nicht, angesichts des medizinischen Progresses und des demographischen Wandels, werden wir mit einem Beitragssatz von 15% bei Weitem nicht auskommen. Ich würde da eher 20 - 25 % vermuten.
Wie ist es mit Menschen beispielsweise, die immer im Ausland gelebt haben und nun, wenn sie pflegebedürftig sind nach Deutschland zurückkommen, weil sie keine Ersparnisse mehr haben um sich in Spanien oder Mallorca pflegen zu lassen? Oder soll ein Landwirt der 3 Häuser hat,dieselben Leistungen erhalten, wie ein Sozialhilfeempfänger, nur weil er im Moment nicht liquide ist?Ich denke eine Privatvorsorge ist auch wichtig und alle Leistungen über die Krankenkassen abzudecken ist nicht möglich. Zur Autoreparatur möchte ich sagen, es ist auch ein Unterschied ob ich ein Porsche repariert haben will mit allem Schnickschnack, oder ob ich einen Daihatsu in die Werkstatt bringe. Damit will ich sagen, sprechen wir bei Pflege konkret von Dienstleistung mit Stundenlohn und Materialkosten oder von einer umfassenden Pflege und was beinhaltet eine umfassende Pflege überhaupt? Sind da Spaziergänge zur psychosozialen Pflege mitdrin oder nur die mechanischen Handlungen am Patienten direkt? Das müsste meiner Meinung auch definiert werden. Hinzu kommt, dass jeder Mensch eine individuelle Pflege braucht. Der eine hat Angehörige, die öfter mal vorbeischauen, der andere nicht. Ich halte die Idee der Budgetierung für sinnvoll. Jeder erhält einen gewissen Betrag, der auf seine persönliche Situation (auch finanziell) zugeschnitten ist, mit der er eigenverantwortlich wirtschaftet und selbst verantwortlich ist, für Patienten die das eigenverantwortlich nicht mehr können, muss das jemand anders übernehmen.
Viele Grüße Sabine
 
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Weiterbildungen
Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
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