Tropfen stellen... Und Clexane aufziehen...

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Traumtänzerin

Traumtänzerin

Neues Mitglied
Basis-Konto
27.05.2007
23701
Ja hallöchen!

Ich hab da mal 2 bestimmte Fragen, die mich immer ein wenig verwirren.

Eigentlich heißt es ja (und es wird auch auf ein paar Stationen gemacht), dass man die Tropfen kurz vor der Gabe stellen sollte.
Auf meiner jetzigen Station stellen wir dir Tropfen aber schon mindestens 2 Stunden vor der Einnahme, sind da nicht die Wirkstoffe schon teils verflüchtigt??
Das ist immer eine so große Diskussion bei uns...
Genauso wie die Clexane - Spritzen. Wann zieht ihr sie auf?? Ich mach sie schon beim Wechsel von Früh auf Spätdienst fertig und lege sie dann in den Kühlschrank, damit das Personal im Spätdienststress, die Clexane nicht auch noch alle aufziehen müssen.
Wie handhabt ihr das? Kann man Clexane schon aufziehen und es mind., 3stunden im kühlschrank belassen???



Liebe Grüße

Ineke
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Intensivstation
S

solojess

Aktives Mitglied
Basis-Konto
17.04.2006
65614
Hallo,

Tropfen werden bei uns erst unmittelbar vor der Verabreichung gestellt.

Clexne kenn ich nur als Fertigspritzen, da gibt es also keine Probleme.


LG solojess
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
stat. Altenpflege
Weiterbildungen
PDL
QB
Studium "Pflegemanagement"
R

Rixte

Hallo,
wir stellen die Tropfen und ziehen Clexane auch direkt vor Verabreichung auf.

Bei Tropfen hätte ich auch Bedenken sie stehen zu lassen. Einige sind in dunklen Flaschen und dadurch Lichtempfindlich, von Verdunstung im warmen Raum ganz zu schweigen.
LG Rixte
 
F

Fleschor_Max

Aktives Mitglied
Basis-Konto
08.09.2007
04275
Auf einer Chirurgie auf der viele Pat mit Novalgintropfen analgesiert wurden, wurden die Tropfen auch paar Stunden vorher vorbereitet (mit Spritze). Dann die ganzen Becher abgedeckt mit nem a4-Blatt in einer Dokumentenfolie, und dann gingen sie in den Kühlschrank. Was haltet ihr davon? Klingt doch erstmal ganz vernünftig.

Gruß, Max
 
Qualifikation
GuKPf, Student
Fachgebiet
innereITS
P

pinksheep

Guten Abend,

für die Medicups gibt es Deckel - kosten auch nicht die Welt. Spritzen vorbereiten... ich kenne auch die Vorbereitung für den nächsten Dienst. Nach meiner Ansicht könnte man damit einmal stoppen und jeder bereitet für seine Gabe die Spritzen vor. Zeit zum Vorbereiten für den folgenden Dienst ist ja auch da. Nur für die Medikamente, welche ich selber zubereitet habe, kann ich bei Applikation sicher sein, dass es die richtigen sind, nicht abgelaufen waren usw.

Schönen Abend noch
 
S

Steffi

Mitglied
Basis-Konto
23.08.2000
25361
Bei uns werden die Tropfen auch schon vorher gestellt mit Deckel auf den Becher. Clexane-Spritzen haben wir nur als Fertigspritzen, von daher erübrigt sich das Aufziehen
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Alten - und Pflegeheim
M

matras

Hallo,

zum Teil wo Injektionen zum Teil Stunden vorher gerichtet werden. - Es gibt hier ganz klare Vorgaben: Injektionen und Infusionen dürfen erst unmittelbar vor der Verabreichung gerichtet werden. Hier sehen die Gerichte ein maximales Zeitfenster von 2 h, dann muß das Meidkament verworfen werden! Darüber hat man ein nicht geringes Problem sollte der Patient eine Komplikation erleiden! Hierzu gibt es einige Urteile....

Grüße Matras
 
C

Chef de Saucier

Aktives Mitglied
Basis-Konto
22.10.2005
30625
Hallo !
Auch wir stellen die Tropfen ein paar Stunden früher. Eigentlich macht das immer die Nachtwache für ALLE Bewohner des Hauses. Die Medibecher erhalten passende Deckel, kommen auf das Tablett des entsprechendes Wohnbereiches und werden in einem abschließbaren Schrank bis zur Ausgabe ( Frühstück ) im dunkeln verwahrt.

Lt. unserem Vertragsapotheker ( Hören - Sagen ) könne man die Tropfen ruhig Stunden früher stellen. Die flüchtigen Bestandteile der Tropfen ( häufig der Alkohol ) würden durch die passenden Deckel zurückgehalten, sodass eine Veränderung in der Wirkung nicht zu erwarten sei. Klingt plausibel, aber ohne entsprechendes Fachwissen im Background könnte ich diese Aussage nicht befürworten oder ablehnen.

Bei Injektionen / Infusionen würde ich die Aussagen von MATRAS beherzigen. Er hat mir schon einige Hygienefragen beantwortet und scheint hier ein fundiertes Fachwissen zu besitzen - kurz u. knapp - : Kompetent :thumbsup2:

Ansonsten gibt es bezüglich der Wechselrhythmen und STANDZEITEN von Medizinprodukten wichtige hygienerelevante Zahlen und ZEITSPANNEN für ausgewählte medizinische Tätigkeiten an Patienten vom :

Landesamt für Gesundheit und Soziales ( Mecklenburg Vorpommern ).

Bei uns gibt es mit den Tropfen folgendes Problem:
Die Nachtwache stellt bei uns alle Tropfen für den Frühdienst. Damit die Zeitspanne zwischen Stellen und Ausgeben nicht so groß ist, wird das häufig früh am Morgen gemacht ( 4 Uhr - 5 Uhr ). Aber nach rund 10 Stunden Arbeit ist manchmal die Konzentration schon ein wenig eingeschränkt, sodass ich hier eine mögliche Fehlerquelle sehe. Das ist bei uns eine ewige Diskussion.
Der Frühdienst hat dafür keine Zeit, die Nachtwache möchte es am liebsten abgeben aufgrund der mangelden Konzentration am Morgen ...
Wie macht Ihr das ?
Gruß Zelig
 
Qualifikation
* - *
Fachgebiet
PFK
J

JoAn 98

Mitglied
Basis-Konto
15.10.2007
Braunschweig
Hallo,
bei uns werden die Tropfen höchstens 30 min. vor der Ausgabe gestellt. Wurde schon vor einigen Jahren so bestimmt, weil das bei einer Heimbegehung des Gesundheitsamtes so angeordnet wurde.
Scheint nur in anderen Häusern Ausnahmen zu geben. Das bei Zelig die Tropfen von der NW gestellt wird kann ich nicht verstehen. Bei uns gab es halt ganz klare Ansagen! Es ist doch auch kein Sinn daran zu sehen, dass im vorgehenden Dienst die Tropfen gestellt werden. Wenn ich die Zeit habe für den nachfolgenden Dienst zu stellen, mach ich es doch lieber für meine Schicht, weil es doch unterm Strich zeitlich gleich bleibt.

Gruß, JoAn
 
Qualifikation
ex. Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Alten- u. Pflegeheim
C

Chef de Saucier

Aktives Mitglied
Basis-Konto
22.10.2005
30625
Das Problem ist bei uns wie folgt:

Gerade am Morgen müssen bei uns sehr viele Tropfen vorgestellt werden. Da wir viele Homoeopatische Medikamente vorhalten und vorstellen müssen ( Tropfen ! ), dauert das für einen Wohnbereich rund 25 - 30 Minuten. Einige Bewohner erhalten z.T. 6 verschiedene Arten von Tropfen, das summiert sich wirklich. Am Mittag oder Abend sind es viel viel weniger, sodass der Knackpunkt eben die Tropfen für das Frühstück sind.
Gruss Lou Zelig
 
Qualifikation
* - *
Fachgebiet
PFK
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
@ matras:kannst du mir die Quellen oder entsprechende Urteile nennen ?
wäre schön weil wir ständig diese leidige Diskussion führen müsse.
Schon vorab danke
Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
J

JoAn 98

Mitglied
Basis-Konto
15.10.2007
Braunschweig
Hi Lou Zelig,
was habt ihr für riesige Medi- Tabletts? Oder wieviele? Es müssen ja alle Tropfen seperat gestellt werden! Genau, wie nach Doku, weil Tropfenpläne verboten sind. Ich kann jedenfalls jedem nur raten, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten. Sonst ist man immer in den Allerwertesten gekniffen! Da weiß ich auch genau, wovon ich spreche. Ich mach immer, was ich gesagt bekomme und es ist trotzdem nicht richtig! Das ist aber ein anderes Thema.Und gegen diese Mobbingattacke werde ich mich mit meiner letzten Kraft zur Wehr setzen.
Vielleicht wäre es ja auch gut, wenn die Tropfen immer von der PFK gestellt wird, die den Bewohner zum Frühstück bringt.
Gruß, JoAn
 
Qualifikation
ex. Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Alten- u. Pflegeheim
G

Goldlocke

Mitglied
Basis-Konto
17.09.2007
47447
Hallöchen
klar ist es zeitaufwendig die Tropfen zu stellen. Aber Sicherheit geht nunmal vor. Früher haben bei uns die Nachtwachen Tropfen gestellt. Heute macht das der tagdienst kurz vor der Gabe. Wenn ein Fehler passiert, dann steh ich dafür gerade. Habe aber keine Lust für Fehler anderer angeprangert zu werden. Dann doch lieber den Zeitaufwand in Kauf nehmen
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin
Fachgebiet
stat.Altenpflege
L

lemuelreist

Wir schauen nach Möglichkeit immer, die Tropfen durch feste Formen zu ersetzen, da sie weniger luft- oder lichtempfindlich sind (bspw. MCP oder Novaminsulfon).

Zu Novaminsulfon: Hier ist ja weniger die Luftempfindlichkeit zerstörerisch, sonder eher der Kontakt zu Wasser, weshalb hier kurzfristiges Stellen angebracht ist.
 
C

Chef de Saucier

Aktives Mitglied
Basis-Konto
22.10.2005
30625
@ flocky !

Hi !

Die Vorbereitung (Infusion / Injektion ) muss zeitnah zur Applikation erfolgen, d.h. maximal eine Stunde vorher : Urteil > 03.11.1981 BGH / Aktenzeichen VI 2 R 119 / 80.

* Ich habe aber auch gehört, dass die Empfehlung mittlerweile auch von zwei Stunden ausgeht, ohne jetzt die Quelle konkret benennen zu können.
Gruß Lou Zelig
 
Qualifikation
* - *
Fachgebiet
PFK
M

matras

Hallo Flocky,

das ist nicht so einfach, da solche Urteile meist nicht in aller Öffentlichkeit breitgetreten werden. Standardwerk ist hier "Hygiene und Recht" MHP-Verlag Wiesbaden. Das ist eine "Entscheidungssammlung", d. h. werden neue Urteile gefällt, werden diese nach Formulierung der Begründung aufgearbeitet und als "Ergänzungslieferung" zur Verfügung gestellt sind.

In dieser Urteilssammlung sind zahlreiche Urteile dokumentiert, die auf die von mir zusammengefasste Formel hinauslaufen. Z. B. Urteil Nr. 12: septischer Schock nach Infusion zum Kyle-Test länger als eine Stunde gerichtet! -Oder - Nr. 2 Duravereiterung nach mehrmaligen Impletol-Novalgin Injektionen die nicht fachgerecht und zu lange gelagert war und......

Das Werk ist nicht billig und privat würde ich darauf verzichten wollen!
Den Leitsätzen der Rechtsprechenden liegt der Umstand zugrunde, dass beim Aufziehen oder Herrichten versehendlich eingebrachte Keime nicht auch noch Gelegenheit erhalten sollen, sich (bei Raumtemperatur) ungehemmt in der Lösung zu vermehren. Auch größtmögliche Vorsicht beim Richten von Infusion resp. Injektion kann eine Kontamination nicht immer vermeiden aber minimieren.
Daher die Forderung möglichst zeitnah vor der Verabreichung diese Medikamente zu richten.

Bei Tropfen scheint mir die Diskussion nicht den Kern zu treffen, wenn da was verdunstet, dann Lösungsmittel nicht Wirkstoff. Somit kein Nachteil für den Patienten. Verkeimung ist ziemlich ausgeschlossen wenn die Becher abgedeckt sind, - außerdem sind im Magen-Darm-Bereich auch ein paar Mitbewohner.......

Greetz Matras
 
R

rehauge2961

Mitglied
Basis-Konto
31.08.2007
68794
Ich arbeite selbst in der Nacht und in unserem Haus werden die Tropen von uns Nachtwachen gestellt ich selbst bin damit nicht einverstanden zumal die Konsentration nachlässt in den frühen Morgenstunden und der Frühdienst noch Zeit für Kaffeetrinken und rauchen hat so können sie auch ihre Tropfen richten. Da sie eh immer in Zeitmangel sind kann man das Rauchen auch auf später oder überhaupt nicht einschränken.
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin
Fachgebiet
Nachtdienst
M

Mietze-Katze

Mitglied
Basis-Konto
22.03.2007
13353
Ich arbeite auch im Nachtdienst und muss Tropfen stellen sowie Heparine auf ziehen. Desweiteren " darf " ich morgens noch 2 Patienten waschen.
Wenn dann noch ein Zugang kommt werden Tropfen und Heparin sehr früh gestellt. Mit schlechtem Gewissen von mir. Aber der Tagdienst besteht darauf, das die Sachen erledigt sind, weil sie später keine Zeit dafür hätten. Aber ihre Schicht beginnt mit Kaffee und Zigaretten. Dafür ist Zeit.
Nur hab ich nach 11 Stunden morgens keine Lust mehr auf irgendwelche Diskussionen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Med.Klinik
S

Schnuffi86

Hallo,
bei uns werden die Tropfen meist Novaminsulfon auch vom Nachtdienst gestellt. Je nach dem wer Dienst hat, werden die Tropfen noch am Abend oder gleich in der Früh um 6:00 gerichtet. Die Becher werden dann mit einem Deckel verschlossen und bei der Spritzenrunde am Morgen an die Patienten ausgegeben. Die dann teilweise noch bis zum Abend bei den Patienten im Zimmer stehen, weil sie z.B. 3x30 gtt Novaminsulfon bekommen. Ob das so seine Richtigkeit hat... bis jetzt hat keiner etwas dagegen gesagt und die Ärzte wissen das auch.

Lg Schnuffi
 
T

Toxin

Neues Mitglied
Basis-Konto
14.11.2007
15746
in dem heim in dem ich war, wurden die tropfen von der diensthabenen schwester (pro schicht eine!) am morgen, gleich nach der dienstübergabe gestellt, für alle bew. für den ganzen tag einschl nd. die kamen in nen becherchen mit deckelchen...und anschließend in einem eigens dafür angefertigten medischrank gestellt.
was aber wie hier ja schon gesagt wurde, nicht korrekt ist, aber aus zeit/personalmangel nicht anders ging.immerhin hatten wir 70 bewohner.
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
neuro/intensiv/frührehab
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

C
Hallo ihr Lieben, ich forsche aktuell zum Thema Medikamentenmanagement in der stationären Pflege und versuche den Prozess zu verstehen...
  • Erstellt von: Careinger
0
Antworten
0
Aufrufe
259
C
K
Guten Tag, ich bin neu hier und habe eine Frage die mich sehr beschäftigt. Auf unseren Infusionsfiltern steht immer eine Angabe wie...
  • Erstellt von: Kirabo
0
Antworten
0
Aufrufe
220
K
N
Hallo zusammen, es ist bei uns wohl geplant, dass wir demnächst im Nachtdienst die Medikamente für den kommenden Tag stellen/...
  • Erstellt von: nattvakt
0
Antworten
0
Aufrufe
705
N
B
  • Gesperrt
Hallo ihr Lieben, weiß jemand von euch, warum man den Tisseel-Fibrinkleber nicht in der Hand auftauen sollte? Genaueres, habe ich...
  • Erstellt von: Blondi510
4
Antworten
4
Aufrufe
1K
Zum neuesten Beitrag
Werktätiger
W