Trinkpläne

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Nachtschwärmerin

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26.07.2006
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Hallo, ich habe mal eine Frage zu den eigentlich leicht zu führenden
Trinkplänen, vorallem die in den Pflegeheimen.

Ist es korrekt, das man die kompletten mahlzeiten auf die Trinkpläne
überträgt? Zumindest alles was breeig oder passiert ist?!
in dem Pflegeheim wo ich vorher gearbeitet habe war dies genau der Fall
und ich konnte mich damit überhaupt nicht richtig anfreunden. Flüssig is
flüssig, fest is fest und ein zwischending is doch garnicht genau zu
bilanzieren, oder???

Verfälscht diese Mixtur nicht die genaue Flüssigkeitsbilanzierung?

Gruß Nachtschwärmerin
 
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IMC neurologische Frührehabilitation
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
:angry: Genauso falsch ist es, bei Sondennahrung die gesamte Nahrung als Flüssigkeit anzugeben. Stimmt die Bilanzierung überhaupt nicht.
Wird aber auch gern getan.

:devil: Wassermann
 
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S

Sabine58

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03.05.2006
Uetersen
Hallo Nachtschwärmerin,
du hast vollkommen Recht. Nahrung, in welcher Form auch immer gehört nicht auf den Trinkplan. Bei kachektischen Bewohner führen wir ein Nahrungsplan, wo auch die kalorischen Trinknahrung mit aufgeschrieben werden.
Setzt dich durch!

Gruß
Sabine
 
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Praxisanleiterin im Altenheim
Nachtschwärmerin

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26.07.2006
64711
Danke für eure Bestätigung, hat mich mein Instinkt und mein Wissen doch
nicht im stich gelassen!
Genau, den Nahrungsplan gibt es ja auch, aber zur antwort bekam ich nur:
Das ist viel zu viel schreiberei! Na danke hab ich mir gedacht:sad: .
Genau dasselbe mit den Lagerungsplänen sowie mit dem Plan für
Freiheitsentziehende Maßnahmen. Da hab ich auch gleich noch ne Frage
zu:

Es gibt ja vom DAN-System ein extra Blatt. Muß es am Bett des Bewohners liegen oder in der Doku? Muß es nur geführt werden wenn kein gerichtlicher Beschluß vorliegt oder grundsätzlich immer? Das scheint ein großes Manko zu sein in der Pflege und so recht bescheid weiß da keiner, zumindest keiner den ich bisher gefragt habe:sad: .
Ich bin ja der meinung das man die Dokumentation gerade solcher Maßnahmen lückenlos führen muß,und wenn der Bew. fünfmal aus dem Bett kommt und zurück.

Aber scheint wohl auch zu viel schreiberei zu sein:angry: .

Gruß Nachtschwärmerin
 
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Krankenschwester
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IMC neurologische Frührehabilitation
Sonnensturm

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05.01.2006
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Es gibt ja vom DAN-System ein extra Blatt. Muß es am Bett des Bewohners liegen oder in der Doku? Muß es nur geführt werden wenn kein gerichtlicher Beschluß vorliegt oder grundsätzlich immer? Das scheint ein großes Manko zu sein in der Pflege und so recht bescheid weiß da keiner, zumindest keiner den ich bisher gefragt habe:sad: .
Ich bin ja der meinung das man die Dokumentation gerade solcher Maßnahmen lückenlos führen muß,und wenn der Bew. fünfmal aus dem Bett kommt und zurück.

Aber scheint wohl auch zu viel schreiberei zu sein:angry: .

Gruß Nachtschwärmerin
Diese Pläne, sowie Flüssigkeits-und Nahrungszufuhrprotokolle, gehören an den Bewohner bz.w. an dessen Bett, in einen separaten Hefter.
Falls er im Haus "auf Tour" ist, wie z.B. Therapie oder Veranstaltungen, wird er mitgeführt. damit auch unterwegs Buch geführt werden kann.
Der Plan für freiheitsentziehende Massnahmen wird nur geführt, wenn kein Beschluss vorliegt. Und dann nur 24(?) h, dann muss der Beschluss vorliegen. Oder der Bewohner willigt selbst ein.

Ist schon viel Schreiberei, aber wird bald zur Routine.

:smile: Wassermann
 
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Krankenschwester
G

Geli123

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10.10.2004
96317
Der Plan für freiheitsentziehende Massnahmen wird nur geführt, wenn kein Beschluss vorliegt. Und dann nur 24(?) h, dann muss der Beschluss vorliegen. Oder der Bewohner willigt selbst ein.
Kann ich jetzt nicht nachvollziehen, bei uns müssen eben bei den Bew. mit Beschluß ein Plan mit Öffnung/bzw. Schließung der Fixierung aushängen, und das mit HZ. Generell gilt wie du schon gesagt, nur in Notsituation einmalig, und dann mit Beantragung der Fixierung wenn anderweitig nicht lösbar( z.B. Unterbringung in einer Beschützenden Station, ...)
Wir arbeiten jedoch in unserer Einrichtung mit PC und für eine solche Dokumentation wurden handschriftliche Formblätter entwickelt, die sich in den Bewohnerzimmern befinden( zeitnahe Dokumentation)
LG Geli
Zur eigentlichen Frage: Wir führen in unserer Einrichtung getrennte Flüssigkeits- und Ernährungspläne, hochkalorische Getränke werden bei uns jedoch in die Flüssigkeitsbilanz eingetragen.
 
Qualifikation
Gerontopsychiatrische Fachkraft
Fachgebiet
Leitung Gerontopsychiatrie
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26.07.2006
64711
Erst mal vielen Dank für die Info`s, die haben mich jetzt schon etwas weitergebracht, allerdings das mit den freiheitsentziehenden maßnahmen is noch etwas unklar. aber da mach ich mich auch noch mal schlau.

Jaja, das mit der schreiberei, klar geht alles irgendwann in Routine über, aber erzähl das mal den anderen!!

Gruß NS
 
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IMC neurologische Frührehabilitation
Sonnensturm

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26.07.2006
64711
hallo Wassermann,

danke für den Link, der hat mir wirklich was gebracht. Genau, vieles was man si aus einer Routine heraus macht ist ganz sicher nicht immer richtig und könnte unter Umständen mit Problemen enden. Aus eigener Erfahrung heraus kann ich sagen, das gerade die Fixierungssachen viel zu lapidar gehändelt wird worüber ich immer wieder erschrocken bin. Ich denke mir dann immer nur, hoffentlich werde ich mal nicht so festgebunden wenn ich alt, gebrechlich und vielleicht senil bin!

Da möchte man ja nicht mehr alt werden!!

Die Verantwortung die uns in unserem Beruf auf den Schultern liegt ist enorm groß und die sollte man sich täglich nicht nur einmal vor Augen führen :))

Grüße NS
 
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IMC neurologische Frührehabilitation
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muckelwutz

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12.08.2006
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Hm...um nochmal auf die Trinkpläne zurückzukommen, bei uns werden die im Haus als Einfuhrplan bezeichnet, was ist denn daran so schlimm wenn die Nahrungs-und die Flüssigkeitszufuhr gemeinsam dokumentiert werden ? Jeder kann rechnen und die Menge in 24 Stunden zusammenzählen. Ich finde das nicht schlecht wenn die Nahrung auch dokumentiert wird (wird bei uns nur bei schlechten Essern und kachektischen Bewohnern gemacht). So hat jeder der ins Zimmer geht einen Überblick.
Warum sollen dann zwei Pläne ausliegen,Trinkmenge und Nahrungsaufnahme,dann liegt noch der Lagerungsplan da und das Nachttischchen ist voll mit Blättern....
 
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Assistentin der Heimleitung
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Sonnensturm

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Hm...um nochmal auf die Trinkpläne zurückzukommen, bei uns werden die im Haus als Einfuhrplan bezeichnet, was ist denn daran so schlimm wenn die Nahrungs-und die Flüssigkeitszufuhr gemeinsam dokumentiert werden ? Jeder kann rechnen und die Menge in 24 Stunden zusammenzählen. Ich finde das nicht schlecht wenn die Nahrung auch dokumentiert wird (wird bei uns nur bei schlechten Essern und kachektischen Bewohnern gemacht). So hat jeder der ins Zimmer geht einen Überblick.
Warum sollen dann zwei Pläne ausliegen,Trinkmenge und Nahrungsaufnahme,dann liegt noch der Lagerungsplan da und das Nachttischchen ist voll mit Blättern....
Das Ganze läuft so ähnlich wie bei Euch im Büro ab,es muss übersichtlich sein.
Wer soll das denn auseinanderklbüsern? Habt Ihr zuviel Pflegepersonal oder haben die nichts zu tun?
Falls die Dokumentation bei Euch so abläuft, viel Spass bei der nächsten Kontrolle durch MDK oder Heimaufsicht.

:devil: Ausserdem, seit längerer Zeit soll es schon Schnellhefter geben, in die man einzelne Blätter einheften kann.

Wassermann
 
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muckelwutz

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12.08.2006
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wir haben sicher nicht zuviel Pflegepersonal,bisher gab es nie Probleme wenn Einfuhr und Trinkmenge auf EINEM Plan stehen,warum auch ? So sieht ein jeder das der Bewohner isst und trinkt,oder auch nicht. Sondennahrung wird als Nahrung geführt,nicht als Flüssigkeit,ebenso hochkalorische Getränke.Der MDK und die Heimaufsicht haben die Pläne gesehen und waren einverstanden.
Was ist denn unübersichtlich daran,wenn ich nach dem Essen verabreichen eintrage : 250 ml Tee getrunken und eine Portion Mittagessen ?
Die Zeit die ich für in meinen Augen unsinnige Schreibarbeiten aufwende,kann ich mir sparen und dafür ein Schwätzchen mit dem Bewohner halten,da haben beide mehr davon.
 
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05.01.2006
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wir haben sicher nicht zuviel Pflegepersonal,bisher gab es nie Probleme wenn Einfuhr und Trinkmenge auf EINEM Plan stehen,warum auch ? So sieht ein jeder das der Bewohner isst und trinkt,oder auch nicht. Sondennahrung wird als Nahrung geführt,nicht als Flüssigkeit,ebenso hochkalorische Getränke.Der MDK und die Heimaufsicht haben die Pläne gesehen und waren einverstanden.
Was ist denn unübersichtlich daran,wenn ich nach dem Essen verabreichen eintrage : 250 ml Tee getrunken und eine Portion Mittagessen ?
Die Zeit die ich für in meinen Augen unsinnige Schreibarbeiten aufwende,kann ich mir sparen und dafür ein Schwätzchen mit dem Bewohner halten,da haben beide mehr davon.
:thumbsup: Auch in Sondennahrung ist ein Flüssigkeitsanteil, der bei der Bilanzierung, falls notwendig, mitgerechnet wird.


Ob man auf einen Bogen oder auf zwei Bögen schreibt, ist kein grösserer Zeitaufwand. Der Zeitaufwand wird erst grösser, wenn man die Flüssigkeits- und Nahrungsmengen aus der zusammengewürfelten Auflistung einzeln rausziehen muss.
 
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muckelwutz

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:thumbsup: Auch in Sondennahrung ist ein Flüssigkeitsanteil, der bei der Bilanzierung, falls notwendig, mitgerechnet wird.


Ob man auf einen Bogen oder auf zwei Bögen schreibt, ist kein grösserer Zeitaufwand. Der Zeitaufwand wird erst grösser, wenn man die Flüssigkeits- und Nahrungsmengen aus der zusammengewürfelten Auflistung einzeln rausziehen muss.
Stimmt: und wenn ein Bewohner 500 ml Soko/Wasser bekommt schreibe ich:250+250...und wenn ich die Zahlen auseinanderpuzzeln muss, ist der Zeitaufwand so gering das allein die Diskussion darüber lachhaft ist...
Wichtig ist DAS dokumentiert wird und nicht wie...
 
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muckelwutz

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12.08.2006
70173
Stimmt, dass Du über den Wasseranteil der Sondenkost noch was lernen musst.
und du über das richtige lesen......
hast du ein problem mit meiner anwesenheit hier oder nur zu viel zeit? :mad_2:
wenn verordnet wird,das der bewohner soko verdünnt bekommt,dann verdünne ich diese mit wasser (früher auch mit tee) und dokumentiere dies....

Sorry mein scharfer Ton,aber ich fühle mich von dir geradezu verfolgt.....
 
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Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo an Euch,

in unserer Einrichtung wird folgender Maßen dokumentiert:

Nach Ermittlung des Nahrungs- und Trinkflüssigkeitsbedarfs werden bei Notwendigkeit entsprechende Protokolle/ Pläne angelegt.

Plan= Ernährungsplan mit Kalorienberücksichtigung, Trinkplan
Plan= Ernährungsplan für Bewohner PEG, erstellt durch Ernährungsberater
Protokoll= Bilanzierungsprotokoll

auf unserem Bilanzierungsprotokoll werden die Trinkflüssigkeitsmenge und die Mahlzeiten dokumentiert. Mahlzeiten jeweils als 1/4, 1/2, 3/4, 1 ausgemalter Kreis.

Im Zimmer befinden sich also das Bilanzierungsblatt, dahinter der Ernährungs- und Trinkflüssigkeitsplan.

MDK war zufrieden, und ich bin es auch!:grin:

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
minchen

minchen

Mitglied
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08.04.2006
63869
Hallo ihr beiden :eek:riginal:

Ich beschreibe euch mal wie das bei uns gehandhabt wird :

Wir haben auch ein Ernährungs - und Flüssigkeitsprotokoll zusammen , wobei
die Nahrungsaufnahme besonders gekennzeichnet ist . Das sieht folgender
maßen aus : Voll ausgemalter Kreis : Bew. hat seine ganze Portion gegessen
nur halb ausgemalter Kreis : Bew. hat nur die Hälfte gegessen usw . ......
Geht recht flott , wenn man es gewohnt ist und stört daher beim
Zusammenzählen der Flüssigkeit überhaupt nicht , im Gegenteil man sieht
was der Bew zu sich genommen hat.:thumbsup:

muckelwutz meinst du vielleicht diese Pläne ?:wassat:

wassermann , wenn du möchtest schicke ich dir gerne mal einen zu:eek:riginal:

Bei der Sondenkost wird bei uns abwechselnd Wasser oder Nahrung
gegeben :eek:riginal:



Gruß minchen:flowers:
 
Qualifikation
Krankenschwester/ PA/WBL, Pain-Nurse , WB Palliative care
Fachgebiet
Seniorenheim
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Ich habe weder Lust noch Zeit, jemanden zu verfolgen.


Wir reden bzw. schreiben von verschiedenen Wasseranteilen in der Soko.
Da Du früher als APH gearbeitet hast, lag die Soko ja wohl nicht in Deinem Aufgaben bereich, kannst also nicht wissen, was ich meine.

:guckstduh http://www.enterale-ernaehrung.de/internet/kabi/enteral/entern.nsf/AttachmentsByTitle/Typanalysen_Internet.pdf/$FILE/Typanalysen_Internet.pdf

Dieses Wasser, welches bei der Zusammensetzung der Soko aufgeführt wird, muss, will oder muss man die Zufuhr ganz genau errechnen, bei der Flüssigkeitszufuhr zu- und bei der Nahrung abrechenen.
Alles klar?

Wird wohl aber eher selten verlangt. Oder ist nicht bekannt.:devil:

Es kommt eben immer darauf an, was verlangt wird.


:whistling Wassermann

 
Qualifikation
Krankenschwester
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