Allgemeinchirurgie Transfer mit Fixateur

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A

Atti33

Mitglied
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23.02.2007
56753
Hallo zusammen!
Ich bin aus der Altenpflege und daher medizinisch nicht sooo bewandert. Wir haben eine Bewohnerin mit einem Fixateur am li. Knie. Sie ist zudem extrem adipös und kurzatmig. Den Fixateur muss sie noch etwa 6 Wochen tragen, möchte aber unbedingt mobilisiert werden. So ist auch der Wunsch der Angehörigen. Da das li. Bein durch den Fixateur aber versteift ist, ist ein herkömmlicher Transfer vom Bett in den Rollstuhl mittels normaler Hebetechnik nicht realisierbar. Auch mit einem Lifter haben es die Kollegen schon probiert. Den kann man aber nicht in die richtige Position zu Rollstuhl drehen, weil dann eben das Bein im Weg ist. Heute haben wir eine Firma im Haus gehabt, die sich auf Hilfsmittel für immobile Menschen spezialisiert hat. Wir haben es dann mit einem Transferbrett probiert, die Bewohnerin von hinten auf den Rollstuhl zu ziehen. Mit dem Ergebnis, daß 4 Kollegen an ihr zerrten...ich brauche nicht zu erwähnen, dass das nicht machbar ist. Jetzt frage ich mich die ganze Zeit, wie man den Transfer vom Bett in den Rollstuhl bewerkstelligen kann? Habt ihr, aus der Fachpflege, einen Tipp. Wäre Euch megadankbar!
 
Qualifikation
Qualitätsmanegment-Beauftragte
Fachgebiet
stationäre Altenhilfe
AndreasRum

AndreasRum

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14.06.2004
Hamburg
Moin!
Wir haben es dann mit einem Transferbrett probiert, die Bewohnerin von hinten auf den Rollstuhl zu ziehen. Mit dem Ergebnis, daß 4 Kollegen an ihr zerrten...ich brauche nicht zu erwähnen, dass das nicht machbar ist.
Also ein Transfer via Rutschbrett geht eigentlich so einfach wie es klingt: der Patient rutscht nämlich. Gezerre und schon gar mit 4 Personen findet nicht statt. :eek:riginal: Ich mobilisiere so täglich alleine einen querschnittgelähmten Patienten, das geht superfix und ohne Stress.
Könnt ihr die Dame nicht über ihre rechte Seite aus dem Bett holen, dann kann sie sich mit dem gesunden Bein abstützen, das Rutschbrett hat sie unter dem Gesäß, das Bett ist leicht höher als der Rolli und sie kann dann leicht rübergleiten? Also seitwärts arbeiten...

Viel Glück,
Andreas
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
L

Lisy

Hallo ATTI 33,
ich versteh dein Problem jetzt nicht so richtig, ein Fixateur behindert einen Transfer doch nicht wirklich? Oder hat die Bewohnerin Angst und arbeitet dagegen?
wie Andreas schon sagte, mit dem Rutschbrett gehts eigentlich ganz einfach.
Ich kann übrigens auch mit der Aussage: sie will unbrdingt mobilisiert werden nicht so Recht was anfangen.
Ich mein, ihr würdet Sie doch nicht ernsthaft 6 Wochen im Bett liegen lassen, nur weil sie einen Fixateur hat?
Gruß
von einer etwas dumm aus der Wäsche blickende Lisy
 
U

UlrichFürst

Kann sie auf dem gesunden Bein denn noch stehen (wenn auch kurz)? Hat sie Kraft in den Armen? Kann sie frei sitzen?

Ulrich
 
A

Atti33

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
23.02.2007
56753
Hallo zusammen!
Zunächst mal vielen Dank für die prompten Antworten!:thumbsup2:

Damit Ihr Euch vielleicht doch noch ein besseres Bild machen könnt:

Die Dame wiegt um die 110 kg, hat seit Jahren MS und hat (wenn überhaupt) nur sehr wenig Kraft und Kontrolle in den Armen; zudem ist sie extrem kurzatmig. Soll heißen: Sie kann sich nicht allein aufsetzen oder mit dem "gesunden" Bein abstoßen oder -stützen. Sie ist komplett immobil, wenn Ihr so wollt. Meiner Überlegung nach, wäre die einzige Möglichkeit, sie liegend zu transferieren, um anschließend den Pflegestuhl in die Sitzposition zu bringen. ABER: Im Ansatz haben wir das probiert, sie bleibt dabei ständig mit den Schrauben des Fixateurs am Betttuch oder am Bettgitter hängen. Hinzu kommt, daß wir keinen solchen Pflegestuhl auch nur leihweise von der Krankenkasse bekommen. Tja so siehts aus.
Wenn jes jetzt immer noch krative Ideen gibt: Immer her damit! Vielen lieben Dank und allen ein schönes Wochenende!
Atti33
 
Qualifikation
Qualitätsmanegment-Beauftragte
Fachgebiet
stationäre Altenhilfe
L

Lisy

Hallo Atti,
ich bin jetzt doch ein wenig durcheinander, was jetzt, wenn sie nicht sitzen kann, wieso dann raus in den Rollstuhl? Ich übersetze Mobilisation eigentlich anderst, Mobilisation ist für mich immer den Patienten auf eine bessere Mobilität vorzubereiten, das kann auch durchaus das tägliche Sitzen am Bettrand bedeuten.
Aber gut, zurück zu deiner Frage:
eine Möglichkeit wäre die Schrauben unter einem Verband verschwinden zu lassen, dann bleibt man nicht mehr hängen.
Eine andere Möglichkeit wäre ein Transfer nach Bobath, nicht die, an die jetzt vermutlich alle denken, sondern das Übergleiten.
Wenn dus schon probiert hast, dann soory, wenn nicht dann mal jetzt den Versuch einer Erklärung ( ich schieb die Lektüre Montag nach)
im 45 Grad Winkel den Rollstuhl stellen, Fuß und Armlehnen sind weg, dann daneben einen Stuhl oder Hocker stellen alles möglichst in gleicher Höhe.
Patient aufsetzen, du setzt dich daneben, dein Oberschenkel geht unter den Oberschenkel des Patienten, dann greift du mit der Hand unter das Gesäs und dann bewegst DU dich in Richtung Rollstuhl und nimmst den Patienten "einfach" mit. Nach2 oder 3 Rutschbewegungen sitzt du letzdendlich auf dem Stuhl und der Patient im Rostuhl.
Wie gesagt die Literatur dafür liefere ich nach.
Gruß Lisy
 
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
ich bin jetzt doch ein wenig durcheinander, was jetzt, wenn sie nicht sitzen kann, wieso dann raus in den Rollstuhl?
Da schliesse ich mich mit einem ?an.
Und was habt Ihr für Lifter, dass es nicht gehen würde, wenn sie sitzen könnte?
:eek:riginal: Eveline
 
Qualifikation
Krankenschwester
knigge

knigge

Gesperrter Benutzeraccount
16.07.2006
22111
ich bin jetzt doch ein wenig durcheinander, was jetzt, wenn sie nicht sitzen kann, wieso dann raus in den Rollstuhl?
Gruß Lisy
Hallo Lisy,

wenn ich bei uns keinen der Bew. mobilisieren würde, die nicht mehr Gehen können, würden 50% der Bew. im Bett bleiben.

Bei uns werden alle Bew. in den Rollstuhl mobilisiert, es sei denn der Bew. selbst möchte es nicht.

knigge
 
Qualifikation
WBL, QB, SIB
Fachgebiet
Altenheim
L

Lisy

Hallo knigge,
da hast was mißverstanden, es geht nicht um Bewohner, die nicht gehen können, Atti schrieb, kann nicht sitzen und Pflegerollstuhl ist nicht vorhanden.
Wir mobilisiern auch jeden, im meinem Fall, sind es dann Kunden.
Gruß Lisy
 
Nadya

Nadya

Mitglied
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31.03.2006
50374
Hallo, guten Morgen,

zunächst mal (bin auch aus der Altenpflege :)) verstehe ich nicht, warum du als erstes schreibst, Du wärst medizinisch nicht so bewandert, weil aus der Altenpflege, mmmh, das Problem ist kein "medizinisches" und jeder ob GKP oder AP ist irgendeinem Bereich "nicht so bewandert". :)

Zu dem Problem, Deine Bew kann das Bein nicht knicken, ist aber in der Hüfte beweglich, oder?

110 kg sind nicht ohne, wo genauer liegt das Problem beim Liftertransfer? Wir haben Tücher, da kommen die Leute quasi "im Sitz" aus dem Bett. Den Transfer nur durch PP bei dem Gewicht, wenn Bew kaum Körperspannung hat, stelle ich mir auch schwierig vor. Falls Euer Liftertuch den Bew beim Transfer liegend "hält", vielleicht kann man in die Schlaufen, die kopfwärts sind, Knoten machen, so dass der OK aufrechter wäre? Aber wie gefragt, wie beweglich ist die Bew in der Hüfte?

Naja, und mit dem Rutschbrett, wie die Kollegen schon meinten, ich verstehe auch nicht, wieso "von hinten auf den Rollstuhl"? Ich kenne das auch nur seitlich mit ohne Armstützen :).

Ich weiß es nicht, wir müssen uns hier an die bildliche Vorstellung erst "rantasten" :).

Viel Erfolg, VLG Nadya
 
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Pflegeheim
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05.07.2001
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