Atmung & Beatmung Trachealkanülenwechsel mit welchem "Gleitmittel"?

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Aurora87

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Das Thema findet sich zwar bereits in diesem Forum, ist aber geschlossen.
Bei uns wird zum Wechsel Xylocaingel um die TK geschmiert. Meinungen dazu?
Ich stelle mir das nicht ganz unproblematisch vor, verbleibt doch ein großer Bestandteil des Gels in der Trachea. Wird das Gel dann absorbiert oder kann es nicht sogar in die Bronchien gelangen?
 
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AW: Trachealkanülenwechsel mit welchem "Gleitmittel"?

In der Regel reicht ein wenig Stomaöl,ein paar Tropfen und dann gehts unproblematisch. Xylogel halte ich für völlig falsch,denn das Xylocain kann zu Fissuren des Cuffs und zu Nekrosen in der Trachea führen.
Wenns ein grosses Stoma ist,brauchts in der Regel überhaupt kein Gleitmittel,ja nicht mal nen Spreizer.
 
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AW: Trachealkanülenwechsel mit welchem "Gleitmittel"?

zudem ist für eine problematische systemische (bzw. kardiale) wirkung von lidocain, soweit ich mich erinnere, mindestens 1,5mg/kgKG i.v. nötig. bin mir hinsichtlich der menge aber nicht sicher.

da käme es darauf an, wieviel-prozentig das gel ist - und dann kann man sicherheitshalber einfach von vollständiger resorption ausgehen & schauen, ob die dosis dann überhaupt rechnerisch ein problem sein könnte.
beispiel: 10 oder 20mg sollten demnach völlig unproblematisch sein.

obiges ohne gewähr & keine dosierungsempfehlung oder ähnliches!


@imcKöln


hast du eine quelle für die nekrosen? das klingt interessant.
 
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AW: Trachealkanülenwechsel mit welchem "Gleitmittel"?

Nee,Quelle hab ich leider keine,ich kann nur aus Erfahrung schreiben. Ich hatte mal nen Pat.,bei dem wurde das Xylogel immer schön aufn Cuff geschmiert,welcher dann auch noch schön hoch aufgepumpt wurde und nach nem halben Jahr bei einer Routine HNO-Untersuchung kamen 2 recht grosse Nekrosen zum Vorschein. Fazit vom HNO-Arzt : Xylogel plus hoher Druck gleich Nekrose,da durch das Xylogel die Durchblutung gemindert und auch der Druckschmerz vom hohen Cuffdruck ausgeschaltet wird.
Der Pat. bekam dann ne TK ohne Cuff und nach ca. nem weiteren halben Jahr hatten sich die Nekrosen abgestossen und durch Bindegewebe ersetzt,wodurch dann kleinlumigere TKs nötig wurden und die ganze Beatmung nich mehr geklappt hat.
 
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AW: Trachealkanülenwechsel mit welchem "Gleitmittel"?

ja, ich denke auch, es waren ausschließlich der zu hohe cuffdruck und die lokale analgesie, denn lidocain vermindert nicht die durchblutung eines topisch behandelten areals.
 
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Medea59

Medea59

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AW: Trachealkanülenwechsel mit welchem "Gleitmittel"?

Stomaöl ist eigentlich nur dazu da, um die Innenkanüle in die Trachealkanüle leichter einführen zu können und nicht für die TK an sich.

Sollte man nun unbedingt die TK gleitfähiger haben wollen, so kann man sie mit etwas 0,9% Kochsalzlösung anfeuchten, aber es ist dann wirklich nur wenig davon nötig, wenn überhaupt.
 
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