Kölner Stadt-Anzeiger Tod von George Floyd: Zwei Tote bei Protesten nahe Chicago – Schüsse auf Polizisten

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22.07.2016
Kölner Stadt-Anzeiger - Politik
Tod von George Floyd: Zwei Tote bei Protesten nahe Chicago – Schüsse auf Polizisten
Der Schwarze George Floyd ist bei einem brutalen Polizeieinsatz am 25. Mai in der US-Großstadt Minneapolis gestorben. Der involvierte Polizist drückte Floyd trotz dessen Hilfeschreie minutenlang das Knie in den Nacken. Der weiße Polizist wurde mittlerweile festgenommen und wegen Mordes angeklagt. Dem Vorfall folgten globale Proteste gegen Polizeigewalt, Rassismus und Diskriminierung. Es kam zu massiven Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei, sowie Plünderungen und Bränden in den USA. Im Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Ereignisse rund um den Tod von George Floyd. Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. #reloadDienstag, 2. Juni Tote bei Protesten nahe Chicago – Schüsse auf Polizisten in St. Louis 10.40 Uhr: Zwei Menschen sind Medienberichten zufolge bei Protesten gegen Polizeigewalt in Cicero, einem Vorort von Chicago, ums Leben gekommen. Mindestens 60 Menschen wurden festgenommen, wie die Fernsehsender NBC und CBS unter Berufung auf örtliche Behörden-Angaben berichteten. In der Stadt soll es am Montag (Ortszeit) zu mehreren Plünderungen gekommen sein, darunter auch in einem Spirituosengeschäft. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Laut NBC waren mehr als 100 Polizisten im Einsatz, zudem wurden Kräfte der Polizei des Bundesstaates Illinois und des Sheriffbüros von Cook County hinzugezogen. In St. Louis im US-Bundesstaat Missouri wurden bei Protesten nach Polizei-Angaben vier Beamte von Schüssen getroffen. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Die Verletzungen seien ersten Angaben zufolge aber nicht lebensbedrohlich. Wer die Schüsse abgegeben hatte, war zunächst nicht bekannt. Auslöser der anhaltenden Proteste in den USA ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Tausende protestierten daraufhin gegen Polizeigewalt und Rassismus im Land. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen und Plünderungen. Auto fährt in Buffalo in Gruppe Polizisten 8.48 Uhr: Bei Protesten gegen Rassismus in den USA ist ein Auto in eine Gruppe Polizisten gefahren und hat mindestens zwei Personen verletzt. Dies berichten US-Medien übereinstimmend. Ein Video eines Augenzeugen, welches unter anderem vom US-Sender CNN ausgestrahlt wurde, zeigte eine Reihe Polizisten, die am Montagabend (Ortszeit) in Buffalo im Staat New York von einem gepanzerten Transportfahrzeug unterstützt wurden und Demonstranten mit Schlagstöcken auseinandertrieben. Sie gingen auch auf einen Mann los, der von einem Fernsehteam interviewt wurde. Sekunden später stoben die Polizisten auseinander, weil eine Geländelimousine in eine Gruppe von ihnen fuhr. Mindestens ein Beamter geriet offenbar unter die Räder. Das Auto fuhr um den Polizeitransporter herum und brauste davon. Schüsse waren zu hören. Die Behörden teilten mit, zwei Polizisten würden im Krankenhaus behandelt. Einer von ihnen sei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Bürgermeister Byron Brown sagte, zwei Insassen des Fahrzeugs seien bereits vor dem Vorfall durch Schüsse verletzt worden. Eine dritte Person aus dem Wagen sei festgenommen worden. Polizeisprecher Michael DeGeorge sagte, die von Schüssen Verletzten würden im selben Krankenhaus behandelt wie die verletzten Polizisten. Ob die Schüsse von der Polizei oder anderen abgefeuert wurden, sei noch nicht geklärt. Jamie Foxx fordert Hollywood zum Straßenprotest auf 8 Uhr: Oscarpreisträger Jamie Foxx (52) fordert Hollywood dazu auf, sich auch persönlich und nicht nur über Soziale Medien an den Floyd-Protesten zu beteiligen. „Was ich meinen Freunden in Hollywood sagen möchte, ist, dass sie hier raus müssen“, sagte der Schauspieler bei einer Demonstration in San Francisco. „Sie können nicht einfach nur twittern. Sie können nicht einfach nur texten. Sie müssen verstehen, dass die Menschen verletzt sind.“ Der beste Weg zu helfen sei, sein Gesicht zu zeigen, sagte Foxx, wie lokale Medien berichteten. Der Schauspieler nahm seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bereits an mehreren Protest-Kundgebungen teil. „So sollte es in Amerika im Jahr 2020 nicht sein. Wir müssen uns entwickeln“, forderte er. Trump droht mit Militäreinsatz zum Stopp von Protesten - Tränengas-Einsatz vor dem Weißen Haus 6.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump will die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt stoppen. Begleitet von Protesten und chaotischen Szenen vor dem Weißen Haus kündigte Trump dafür am Montagabend (Ortszeit) die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte seiner Regierung an. Aus New York meldete der US-Sender CNN in der Nacht zum Dienstag erneut Plünderungen - trotz einer Ausgangssperre. Trump sagte bei seiner Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses: „Wir beenden die Unruhen und die Gesetzlosigkeit, die sich in unserem Land ausgebreitet haben.“ Er fügte hinzu: „Wenn eine Stadt oder ein Bundesstaat sich weigern, Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um das Leben und den Besitz ihrer Bürger zu schützen, dann werde ich das Militär der Vereinigten Staaten einsetzen und das Problem schnell für sie lösen.“ Seit Tagen kommt es in Washington, New York und anderen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser der Proteste ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. In vielen US-Metropolen sind die Demonstrationen in Ausschreitungen und Plünderungen ausgeartet. Mehr als 40 Städte haben nächtlich Ausgangssperren verhängt. Während Trumps Auftritt im Rosengarten drängten Sicherheitskräfte Demonstranten vor dem Weißen Haus unter anderem mit Tränengas gewaltsam zurück, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auch Militärpolizei wurde gegen Demonstranten eingesetzt. Geschäfte, Restaurants und Hotels in der Umgebung hatten ihre Schaufenster verbarrikadiert. Nicht nur in Washington, auch in anderen Metropolen wie New York, Los Angeles, Atlanta, Philadelphia, Dallas, Oakland und Louisville dauerten die Proteste am Montagabend an. Trump hat demokratische Gouverneure und Bürgermeister mehrfach aufgefordert, härter gegen Randalierer durchzugreifen, und ihnen Schwäche vorgeworfen. Nach der Ansprache folgte die nächste Machtdemonstration: Trump marschierte mit seinem Gefolge zur St.-John's-Kirche, die nördlich vom Weißen Haus liegt – durch den Lafayette-Park, aus dem Sicherheitskräfte gerade friedliche Demonstranten mit Tränengas vertrieben hatten. Für die Kameras posierte Trump vor der verbarrikadierten Tür der Kirche mit einer Bibel, die er hochhielt. Trump kündigte am Montag außerdem „entschlossene Maßnahmen“ an, um die Hauptstadt Washington zu schützen. Was in der vergangenen Nacht dort passiert sei, sei „eine totale Schande“. Er entsende „Abertausende schwer bewaffnete Soldaten“, um neue Ausschreitungen in Washington zu stoppen. In der US-Hauptstadt trat um 19.00 Uhr (1.00 Uhr MESZ) eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft, über die sich Demonstranten zunächst hinwegsetzten. Am späteren Abend waren nur noch vereinzelte Demonstranten zu sehen. Montag, 1. Juni New York verhängt Ausgangssperre 22.30 Uhr: Wegen der Unruhen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd verhängt auch die US-Großstadt New York eine nächtliche Ausgangssperre. Wie Bürgermeister Bill de Blasio ankündigte, darf zwischen Montagabend 23.00 Uhr und Dienstagfrüh 5.00 Uhr (Ortszeit) niemand auf die Straße. Es gehe um die „Sicherheit“ der Menschen, schrieb der Bürgermeister im Kurzbotschaftendienst Twitter. In den USA haben bereits rund 40 Städte Ausgangssperren verhängt, darunter die Hauptstadt Washington. Washington verlängert Ausgangssperre 20 Uhr: Angesichts der erneuten Ausschreitungen nahe des Weißen Hauses ist die Ausgangssperre in der US-Hauptstadt Washington verlängert und ausgeweitet worden. Bürgermeisterin Muriel Bowser kündigte am Montag ein Ausgangsverbot ab 19.00 Uhr bis Dienstagmorgen an. Die Sperre wird auch in der Nacht zu Mittwoch gelten. Eine erste Ausgangssperre wegen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta