Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

AlexanderKulla

AlexanderKulla

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Ich habe heute eine sehr bewegende Reportage bei RTL gesehen und danach gleich nach dem darin vorkommenden Dokumentarfilm gegoogelt. Ich bin fündig geworden und habe mir diesen Film eben angesehen. Gern möchte ich Euch daran teilhaben lassen und Euch zu einer Diskussion einladen, da mich interessiert wie andere Pflegekräfte damit umgehen, bzw. wie Eure Einstellung dazu ist.

Vorab sei zu sagen, dass der Film in Deutsch und Schweizerdeutsch ist, also dadurch vielleicht etwas schwierig zu verstehen. Wenn Ihr eine Version mit Untertiteln findet, lasst es mich wissen.

Noch ein paar Wünsche zur Diskussion von mir:

- Ich würde mich freuen, wenn Jeder der mit diskutiert den Film auch ganz geschaut hat.
- Die Diskussion sollte natürlich sachlich bleiben.
- Schön wäre, wenn Jeder kurz sagt aus welchem Feld der Pflege er/sie kommt.

Ich fang mal an. Ich arbeite in der Strahlentherapie und habe soeben die Fachweiterbildung Onkologie erfolgreich beendet, inkl. Palliative Care Kurs.

Hier der Link zum Film von Hanspeter Bäni.

Alexander
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger in der Onkologie (DKG)
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Fachweiterbildung Onkologie, Palliative Care, Breast Nurse, Notfallschulungsbeauftragter, Schmerzmanagement, akt. WB zur SL
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traveler

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AW: Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

Hallo Alexander,

es ist ein sehr schweres und bedeutendes Thema das du hier zur Diskussion stellst.

Du willst das entlang eines Films diskutieren, als Roter Faden, den man eigentlich inhaltlich nicht versteht.
Bei solch einem Thema kommt es auch oft auf die kleinen Nuancen an.

Du solltest doch noch mal überlegen, ob du nicht einen besseren Aufmacher/Roten Faden, für so ein inhaltsschweres Thema findest.
 
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AlexanderKulla

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AW: Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

Danke für Deinen Beitrag. Ich habe bisher keinen besseren Aufmacher dafür gefunden. Der Film ist sehr beeindruckend, auch wenn man nicht jedes Wort versteht.
 
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AW: Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

Ich habe heute eine sehr bewegende Reportage bei RTL gesehen und danach gleich nach dem darin vorkommenden Dokumentarfilm gegoogelt. Ich bin fündig geworden und habe mir diesen Film eben angesehen. Gern möchte ich Euch daran teilhaben lassen und Euch zu einer Diskussion einladen, da mich interessiert wie andere Pflegekräfte damit umgehen, bzw. wie Eure Einstellung dazu ist.

Vorab sei zu sagen, dass der Film in Deutsch und Schweizerdeutsch ist, also dadurch vielleicht etwas schwierig zu verstehen. Wenn Ihr eine Version mit Untertiteln findet, lasst es mich wissen.

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- Ich würde mich freuen, wenn Jeder der mit diskutiert den Film auch ganz geschaut hat.
- Die Diskussion sollte natürlich sachlich bleiben.
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Hier der Link zum Film von Hanspeter Bäni.

Alexander
Ein sehr bewegendes Thema und ich wurde auf dem 7. Intensivpflegesymposium in St. Gallen /Schweiz mit dem Thema konfrontiert. Die Organisation nennt sich " Exit" und die Pflegenden in der Schweiz sind da wohl unterschiedlicher Auffassung.
 
Qualifikation
ex. KS, FKS A+I, Diplom. GuKP, RbP, Studentin
Fachgebiet
freiberuflich, Bayern, Studentin Pflegepädagogik staatliche Hochschule Ba-Wü
Weiterbildungen
Studentin Pflegepädagogik , Gründungsmitglied Bundesverband freiberuflicher Pflegefachkräfte e.V.
AlexanderKulla

AlexanderKulla

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AW: Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

Ja, tatsächlich ein bewegendes Thema. Für mich persönlich ist es spannend und beruhigend, dass man als "Patient" sehr intensiv mit entscheiden kann auch wenn es um den eigenen Tod geht.
 
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nierstein

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AW: Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

ich habe den Beitrag auf RTL auch gesehen! es ist in der Tat schwer darüber nachzudenken und zu diskutieren (so gehts mir zumindest)

eins war offensichtlich, der mann wurde von seinem schmerz erlöst, - er hat sich darauf richtig gefreut, wie er gesagt hat

ich habe überlegt was wohl besser wäre,wenn man davon ausgeht das er sich das leben, so oder so nimmt

ein selbstinszenierter freitod oder suizid mit hilfe

selbstinszeniert =>> erfordert vermutlich sehr viel überwindung, löst viel angst und streß aus, (es wird berichtet das menschen die vom hochhaus springen, mit grauen haaren unten ankommen) es ist keiner da, der z.b. die hand hält, völliges allein sein
je nach art auch entwürdigend, ich denke an gleise, hochhäuser, brücken, strick, - für die hinterbliebene und rettungs/bergungskräfte oft eine schreckliche vorstellung, mit traumatischen folgen

mit hilfe = >> er hatte zeit zu überlegen, könnte noch abbrechen wenn er es wollte, sterben in ruhe und würde, hatte jemand bei sich

von der seite finde ich ncihts verwerliches daran

schwieriger ist für mich die frage; ab wann, und besonders bei psychischen erkrankungen , müsste man eingreifen, es verhindern,

gleichzeitig, handelte es sich in diesem fall um einen arzt, der mit sicherheit wusste oder verstanden hat, das er nciht mehr geheilt werden kann,

ich denk mal für die richter die z.b. in der psychiatrie entscheiden müssen wer bleibt und wer nicht ist es eine ganz schwierige aufgabe
 
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AlexanderKulla

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AW: Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

Das Verfahren in der Schweiz ist meiner Meinung nach sehr gut. Damit bei psychisch Kranke keine überhasteten und unüberlegten Entscheidungen getroffen werden können, dauert es zur Möglichkeit des "Sterbens nach Plan" länger als beispielsweise bei krebskranken Menschen. Mehrere Psychiater müssen bestätigen, dass der Freitod nicht aus dem Affekt heraus geschieht.
 
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nierstein

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AW: Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

Auch ein wichtiger Aspekt bei der ganzen Diskussion kann der sein, das wir Pflegende, gerne schnell,emotional pauschale Meinungen bilden, die meist auf persönlichen Erfahrungen (die ja eher selten repräsentativ sind) und Muster zur Lebenseinstellung (Religion, Erziehung) - und dabei den Wunsch des Menschen missachten, nicht wahrnehmen.
 
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snookie

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AW: Tod nach Plan - mit der Sterbeorganisation in den Tod

Ich hab mal ne Zeit in der Schweiz im Altenheim gearbeitet. Von den Mitarbeitern waren fast alle bereits bei Exit angemeldet. Unter anderem auch eine Deutsche Kollegin, die nun in der schweiz lebt.
Sie findet dich Sache super. Ich auch... Tolle Organisation. Man wird richtig in den Tod begleitet. Bei uns schwierig, wenn man überlegt wie viele an der PEG hängen müssen?!
 
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AlexanderKulla

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Ich würde mich auch abmelde, ohne Frage.
 
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