Tiere im Altenheim

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EinStein

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09.05.2005
31785
Hallo !
Hab mal ne Frage: Was haltet ihr von Tieren, insbesondere von Hunden im Altenheim ??
 
Qualifikation
examinierte Pflegekraft
Fachgebiet
DementenStation
AndreasRum

AndreasRum

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14.06.2004
Hamburg
Hi EinStein!

Super Idee, wie ich finde. Meiner Meinung nach sollte es noch mehr erlaubt sein, auch für Krankenhäuser. In einigen Ländern gibt es sogar einen Hundebesuchsdienst, der mit (zivilisierten) Hunden in Altenheime und Krankenhäuser geht und dort Leute besucht, die mit den Tieren kuscheln können, oder sie streicheln. Für manch apathische Menschen war das durchaus auch schon von Erfolg gekrönt.

Solange sicher gestellt ist, dass sich im Altenheim jemand um das Tier kümmert, warum nicht?

Grüße,
Andreas
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
I

Ivonne

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20.04.2005
06844
Hallo EinStein,
wir haben bei uns im Pflegeheim seit 4 Jahren einen Hund und unsere Bewohner sind davon begeistert! Alle Bewohner haben ihn ins Herz geschlossen und sind zum Teil richtig traurig wenn er mal nicht da ist ( er wird von einigen Kollegen auch mal mit nach Hause genommen).
Direkt am Heim ist ein großer Park und unsere mobilen Bewohner sorgen dafür das der Hund genügend Auslauf bekommt.
Wir haben bisher nur positive Erfahrungen damit gemacht!!!

Gruß
Ivonne
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin, PDL
Fachgebiet
Pflegeheim
A

anja04

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20.01.2005
63457
Hey!

Ich arbeite als Soz.Päd. in einem Altenheim und wir haben dort einige Hunde, die regelmäßig zu Besuch kommen. Es wird grundsätzlich gerne gesehen, nach einer anfänglichen Skepsis...die kommt meistens allerdings eher von Mitarbeitern oder Angehörigen, die keinen persönlichen Bezug zu Tieren haben!
Grundsätzlich ist es auch möglich, beim Einzug das eigene Tier mitzubringen, wernn geklärt ist, dass "im Falle eines Falles" nicht das Heim drauf sitzen bleibt. Allerdings hat sich in so einem Fall auch schon eine Mitarbeiterin bereit erklärt, die Katze zu adoptieren, als die Besitzerin sie nicht mehr versorgen konnte! Aber wie für so vieles gibt es auch dafür einen Verein, der sich darum kümmert, dass Heimtiere, deren Besitzer z.B. verstorben sind gut vermittelt werden! Mir fällt leider grade nicht ein, wie der heisst...:blushing:

Desweiteren gibt es für engagierte Menschen und Hunde verschiedene Angebote zur "tiergestützten Therapie", Therapiebegleithund, und und, und! Ich selbst bin ein Hundenarr und werde, wenn mein kleiner Zwuckel groß genug ist, eine solche Ausbildung machen und den Hund von Anfang an ins Altenheim mitnehmen...früh übt sich! :grin:

Für mehr Info´s: www.kda.de
www.thmev.de

Oder einfach googeln! --> tiergestützte Therapie oder Therpiebegleithund eingeben!

Tolle Sache, viele Grüße

Anja
 
Qualifikation
Dipl.Sozialpädagogin
Fachgebiet
stat. Altenhilfe
E

EinStein

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Themenstarter/in
09.05.2005
31785
Hallo!
Erstmal herzlichen Dank für eure Antworten.
Also, ich habe einen kleinen Pudel, der nicht allein bleiben kann, er kläfft und jault zu Hause, bis ich wiederkomme. Irgendwann hab ich ihn mall am Nachmittag aus einer Not heraus mitgenommen zum Spätdienst (er hatte eine Wunde, die er sich immer wieder aufbiss...)
Der Hund kam soooo gut bei den Senioren an, das ich ihn immer öfter mal mitbrachte, auch ausserhalb meiner Dienstzeiten. (ich habe eine 3/4 Stelle)
Inzwischen ist es so, das ich auf einer Dementenstation und dort darf ich ihn wann immer ich will mitbringen ! Heimleitung und Pflegedienstleitung sind auch voll begeistert von meinem Hundi. Ich hab immer mal darauf gewartet, dass irgend ein Kollege sich mal beschwert, das er seinen Hund ja auch mitbringen darf oder es auch versucht.........
Bisher noch nichts.
Mit meiner Frage wollte ich eigentlich herausfinden, ob es irgendwo schon mal Probleme gegeben hat !?!?

Jetzt hab ich noch ne Frage @ Ivonne:
Wie ist das für den Hund, wenn er keine richtige Bezugsperson hat ? Leidet er nicht darunter ?

Und @ anja: Was für eine Rasse ist dein "Zwuckel" und wo kann man eine solche Ausbildung machen (bin etwas googlefaul :whistling) und kostet die nicht ein kleines Vermögen ?

Für heute erst mal liebe Grüße und schöne Pfingsttage (habe Urlaub) :rolleyes:
EinStein
 
Qualifikation
examinierte Pflegekraft
Fachgebiet
DementenStation
A

anja04

Neues Mitglied
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20.01.2005
63457
Hallo EinStein,


Probleme...Allergien, von Mitarbeitern oder Bewohnern...obwohl alte Menschen in der Regel nicht mehr so stark allergisch sind und Mitarbeiter...tja, ich bin ja der Meinung, das grade Tierhaar-Allergien mindestens 80% psychosomatisch sind...mein Vater wurde stark allergisch auf Hunde, Pferde und Katzen getestet...er würde einen teufel tun und den Hund oder die Pferde weggeben! Eine Kollegin ist allergisch auf Katzenhaare, und schnupft lieber dauernd, als ihre Katze herzugeben! Man muss einen Kompromiss finden, mit dem alle leben können!

Meine Süße ist ein Pointer, ein spanischer Vorstehhund...aber die Rasse ist eher zweitrangig bei der Arbeit find ich...jeder Jeck is schließlich anders, ich kenne auch American Staffordshire-Terrier, die Besuchdienst im AH machen!

Die Ausbildung....tja...in der Tat, eine wirklich fundierte Ausbildung für Hund und Mensch hat schon ihren Preis!
Ich hab folgende Möglichkeiten gefunden:

http://www.tbdev.de/ausbildungsinhalte.html
Meiner Meinung nach geprägt von ergotherapeutischer bzw. logopädischer Ausrichtung...ich weiß nicht, ob die so sehr auf die Arbeit mit alten Menschen eingehen...

http://www.turner-iet.ch/ausbildung.html
Toll....aber in der Schweiz!

http://www.lernen-mit-tieren.de/ -->Seminare --> Weiterbildung
Auch toll...vielseitig und...naja, überschaubar teuer! Die "Päpste" der Tiergestützten Th. bilden hier aus...

http://www.symbiosys.info/akademie/
Durchklicken zu den Seiten für Fort- und Weiterbildung...ich finds etwas unübersichtlich...muss man nun erst Hundeverhaltenstherapeut werden, um dort Tiergestützte Therapie machen zu können? Dann wirds seeeeeeeeeeeehr teuer!

http://www.tierealstherapie.org/uni_lehrgang.php

Sicher auch toll...aber in Wien!

Und last, but not least, der Klassiker für die Arbeit mit alten Menschen...

http://www.kda.de/german/showpage.php?id_pag=22

Viel Spass beim stöbern!
 
Qualifikation
Dipl.Sozialpädagogin
Fachgebiet
stat. Altenhilfe
E

EinStein

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Themenstarter/in
09.05.2005
31785
Hallo Anja,
danke für deine prompte Antwort und die vielen links ;O) werd wohl nachher noch etwas stöbern gehen !
Ich hatte eigentlich nur aus purer Neugier gefragt, welcher Rasse dein Hundi angehört! Das Hunde aller Rassen dafür geeignet sein können ist schon klar ! :O)
Liebe Grüße
EinStein
 
Qualifikation
examinierte Pflegekraft
Fachgebiet
DementenStation
I

Ivonne

Mitglied
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20.04.2005
06844
Hallo EinStein,
der Hund gehörte einem unserer Bewohner der aber leider verstorben ist.Wir wollten den Hund aber deswegen nicht ins Tierheim bringen, denn auch die anderen Bewohner haben ihn sehr ins Herz geschlossen.Ich hab das Gefühl das es Mäxchen bei uns sehr gut geht, er zeigt jedenfalls keine Verhaltensauffälligkeiten.Eigentlich sind es ja nur 2 Kollegen und ein Bewohner die sich intensiv um ihn kümmern,also eigentlich wie in einer großen Familie.

lieben Gruß
Ivonne
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin, PDL
Fachgebiet
Pflegeheim
R

Roli-2002

Neues Mitglied
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Bei uns sind zwei Hund. Der eine, ein Yorkscher, gehört zu einer Alzheimer Dame. Ich glaube wenn sie den nicht hätte ginge ihr es nicht mehr so gut, sie ist richtig auf ihn fixiert. Beim zweiten Bewohner war es so, er fühlte sich einsam, wollte schon immer einen Hund, wurde auch immer depressiver und so suchten wir kurzer Hand einen Zwergschnauzer. Dem Bewohner geht es jetzt wieder sehr gut, dem Schnauzer auch.

Wir hatten nur einige Probleme mit dem Arzt, na ja, der Arzt ist weg der Hund noch da. So kann es halt gehen.



LG Roland
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Stationär
M

major_tom

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29.06.2005
49090
Hallo, ich nehme meinen Hund täglich mit zur Arbeit (wurde vorher mit der Heimleitung abgeklärt) - er ist seit er ein Welpe war, immer mit dabei, ist dort also gross geworden. Gerade Demente, aber auch die anderen Bewohner reagieren äußerst positiv darauf, fragen sofort nach, wenn er mal nicht da ist.
Natürlich läßt auch meine Arbeit dieses auch zu, da ich ja nicht in der direkten Pflege tätig bin.

Herzliche Grüße
 
Qualifikation
Pflegedienstleiter
Fachgebiet
Pflegeheim
E

EinStein

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Themenstarter/in
09.05.2005
31785
Hallo !
Mittlerweile klappt es mit meinem Hundi immer besser an der Arbeit: Heute hat er mir eine Menge Nerven erspart !!! Eine Seniorin wollte nur noch nach Hause. Validation ging garnicht, Alles andere half auch nicht. Zum Hinterherlaufen hatte ich kein Personal....... Verzweiflung..... und da kam Nippes um die Ecke und buckte bei der Dame an ;O) Danach war alles klar: die beiden spielten Ball in der Sitzecke und waren beide Glücklich !!!!

@major_tom: Leider bin ich direkt in der Pflege tätig, das ist manchmal sehr anstrengend, da Nippes meist Angst hat, das ich ihn allein lassen könnte und somit oft hinter mir hertigert und die Senioren ihn aber gern immer haben möchten.....

Liebe Grüße
 
Qualifikation
examinierte Pflegekraft
Fachgebiet
DementenStation
C

charleene

Hallo, habe bereits in mehreren Altenheimen erlebt, daß es dort eine Heimeigene Katze gab. Meist waren diese sozusagen von einem Bew. geerbt und man wollte sie nicht weggeben. Inzwischen gehören sie zum Inventar und werden von allen umsorgt. Selten, daß es mal einen Bew. gab der sich abfällig äußerte. Wenn die Katze auf dem Gelände herumlief öffnete der eine oder andere Bew. auch gerne mal seine Balkontür und lockte die Katze zu sich um ihr ein Leckerchen zu geben.

Allerdings habe ich auch schon die andere Seite gesehen. Eine Dame brachte ihre Katze mit ins Heim. Beide blieben nur auf dem Zimmer. Dennoch war es ein großes Thema zwischen den anderen Bew. Diese meinten, daß man sowas nicht erlauben dürfte und man eigentlich das Gesundheitsamt informieren müsse. Am liebsten hätten sie die Katze zum Mittag auf ihrem Teller gehabt ;-)
 
H

highfive

Mitglied
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31.07.2005
52156
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
-
C

cybill09

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29.07.2005
49593
Hunde und Kinder sind die beste Gesellschaft für einsame Senioren!
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Ambulanter Dienst
C

charleene

Hunde und Kinder sind die beste Gesellschaft für einsame Senioren!
Das stimmt schon, allerdings kommen bei einigen auch unangenehme Erinnerungen hoch und sie meiden eher den Kontakt zu Tieren und Kindern. So pauschal kann man das also nicht ausdrücken.
 
M

Mimu

Neues Mitglied
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13.01.2005
76891
Hallo zusammen

Habe vor meiner Ausbildung im Altenheim gejobt. Wir hatten eine Bewohnerin, die zwei Hunde hatte. Wir haben mir dieser Situation keine negativen erfahrungen gemacht.
Auch lebte im Garten des Heims ein Hase, den die Heimbewohner tief ins Herz geschlossen hatten.
Auch finde ich es wichtig, dass gerade im Hospiz der Kontakt zu ( eigenen ) Tieren nicht auf der Strecke bleiben sollte.
Für manche Komapatienten wäre der Kontakt zu vielleicht eigenen Tieren bestimmt eine positive Therapieergänzung ( wenn es vielleicht nicht gerade ein Pferd ist :blink: ).

Liebe Grüße,

Mike
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim ( leider )
S

Silvia30

Hallöchen, in dem Heim wo ich arbeite gibt es paar mal die Woche Unterhaltung mit tieren. Mal kommt ein Hund für die Bew. den man streicheln kann, dann kommen Kaninchen oder Kätzchen die auch von den Bew. gestreichelt werden können. An diesen Tagen kommen viele Bew. um an der "Streichelstunde" teilzunehmen. Es erstaunlich mit anzusehen wie sehr Tiere gemocht werden. Aber es gibt nicht umsonst viele Tiertherapien und ich finde es schön, wenn die Bew. Spass dran haben.
 
S

Siptah

Neues Mitglied
Basis-Konto
Ich arbeite zwar in der häuslichen Pflege, aber ich finde Tiere im Alter ganz wichtig. Ich hatte mal ein Geschwisterpaar mit Demenz und Alzheimer. Teilweise waren sie aggressiv.Da hatte ich dann mal meinen altdt.Schäferhund mit und die beiden waren wie ausgewechselt. Sie brachten dem Hund Futter und Wasser und haben es sich über Monate gemerkt, dass ich diesen Hund besitze. Sie waren wie ausgewechselt, als sie den Hund bemerkten.
Ab und an bin ich in einer TWG für Demenzkranke. Auch dort nehmen einige ambulante Schwestern ihren Hund mit. Die Patienten blühen regelrecht auf.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulant
T

tt-Team

Neues Mitglied
Basis-Konto
11.11.2005
51103
Hallo Alle zusammen,
es gibt inzwischen sehr viele Besuchsdienste mit Hunden in Altenheimen.
Allein der Verein Tiere helfen Menschen e.V. zählt über 700 aktive Mitglieder im gesamten Bundesgebiet. Mit sehr viel Erfolg und Anerkennung!

Es gibt aber auch Proffessionelle, die mit Tieren in Altenheimen therapeutisch arbeiten!

Weitere Informationen zur Tiergestützten Aktivitäten in Altenheimen und der tiergestützten Therapie / Pädagogik anderswo gibt es im Portal www.tiergestuetzte-therapie.de zu lesen!

Viel Spaß, Euer tt-Team
 
Qualifikation
Dipl. Heilpädagogin
Fachgebiet
Köln
S

schatzzz

Mitglied
Basis-Konto
11.11.2005
28865
Hallo,
bei uns im Heim ist Tierhaltung kein Problem. Wir haben bei uns noch zwei Bewohner die beide einen Hund haben.Die Hunde werden solange es möglich ist noch von den Bewohnern selbst versorgt,sollte das nicht mehr gewährleistet sein,nehmen Angehörige die Tiere.Wir hatten auch eine Bewohnerin da haben wir uns um ihren Hund gekümmert,da sie durch einen Apoplex ans Bett gefesselt war.Sonst gibt es nur Kleintiere bei uns. Es ist schade das nicht mehr Bewohner Tiere mit ins Heim nehmen.
LG schatzzz
 
Qualifikation
Pflegehelferin
Fachgebiet
Altenheim
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