Teilzeitkräfte

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Rosi S.

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14.12.2005
München
Nun vielleicht gibt es dieses Thema doch noch irgentwo, hab nichts gefunden. Haben zur Zeit als Teilzeitkräfte etwas "Stress" auf Station, so als wollte uns sowieso niemand haben. Stationsleitung hat aber kein Problem, mir ist klar ,dass es problematisch ist, wegen Dienstplangestaltung u.s.w., dass aber auf dieser Station soviel Teilzeitkräfteanteil ist, dafür können wir ja nichts.
Viele haben kleine Kinder, so auch ich, und hören von der Pdl: die Arbeit MUSS
IMMER AN 1.STELLE stehen!!!!!!!!!!!!!!!
Ich glaube, dass auch für viel Vollzeitkräfte die Arbeit NICHT an 1. Stelle steht.
Versteht mich nicht falsch, ich arbeite gerne, aber an 1. Stelle steht mal mein Leben, das nicht nur aus Arbeit besteht!! Sondern halt auch aus Familie!!!!!!
Meine Kinder sind zusätzlich chron. krank, ich kann sie also nicht so einfach "weggeben", ich bin darauf angewiesen in der Gegenschicht meines Mannes zu arbeiten.
Ich bin echt verzweifelt. Übrigens ich war auch mal Vollzeitkraft!!! Ich hab da nie so ein Problem gesehen und es ist doch immer Rücksicht genommen worden auf die Mütter, denn wer soll denn die Renten bezahlen, und in unserem Beruf, ist halt mal so, dass viele Frauen arbeiten, die dann Teilzeit gehen mit Kindern, mich würde eure Meinung dazu interessieren, oder wie das anderswo gehandhabt wird.
 
Qualifikation
Krankenschwester, PA
Fachgebiet
Berufsfachschule
minchen

minchen

Mitglied
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08.04.2006
63869
Hallo Rosi S.:wassat:


Also , ich muß sagen das ich das sehr seltsam finde :blink: . Wir haben viele Teilzeitkräfte ( bin selbst eine . 75% ) und es gibt kaum Probleme :eek:riginal:

Welches Problem hat denn eure PDL damit ?

Wir Teilzeitkräfte springen oft ein , wenn Not am Mann ( Frau ) ist ,
um so die Vollzeitkräfte zu entlasten :thumbsup: .

Das ich als Teilzeitkraft auf der Arbeit meinen 100%-200%igen Einsatz bringe ist für mich selbstverständlich :eek:riginal: .

Hat sich deine PDL mal überlegt warum man Teilzeit arbeitet ?

Und warum habt ihr deswegen Stress ?
Ihr seid doch so eingestellt worden oder :blink: ? Also ärgere dich nicht allzu sehr darüber:thumbsup:. Ich denke jede/r hat noch ein Leben nach der Arbeit !




Gruß minchen :eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester/ PA/WBL, Pain-Nurse , WB Palliative care
Fachgebiet
Seniorenheim
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Anitram

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30.04.2006
16945
Hi Rosi!
es wird wohl immer ein Problem mit Teilzeitarbeit geben, auch arbeite seit 8 Jahren 75 % und habe vorher 7 jahre voll gearbeitet.
In meinem Arbeitsumfeld gibt es viele Kolleginnen die gerne weniger arbeiten würden,es aber nicht können - natürlich des Geldes wegen.
Ich habe es nie bereut weniger zu arbeiten und wenn ich mal eine etwas unkorrekte Frage bekomme, kann ich auch gut kontern.Man hat es einfach satt sich für seine Arbeit zu rechtfertigen.
Meinen Kollegen geb ich immer zu verstehen, das auch sie die Möglichkeit haben weniger zuarbeiten oder sie sollen sich mal ansehen - ich komme erholt und freundlich zum Dienst und mache meinen Dienst mit freude und Elan und das nach 15 Berufsjahren.
Dienstplanmäßig haben wir 5 Teilzeitkräfte keine Propleme, wir rechnen unsere Stunden selber aus und geben sie an unsere Stationsleitung weiter.
Und ein möchte ich noch erwähnen, auch Teilzeitkräfte haben Bildungsmöglichkeiten. Ich bin derzeit Betreibsratsvorsitzende und für 12 h in der Woche vom Stationsdienst freigestellt und werde Oktober 2007 eine Weiterbildung zur Staionsleitung beginnen. Kann dann leider den Vorsitz nicht mehr machen und bin dann nur noch BR-mitglied.
Bin 35 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, 1 Schwiegermama, Haus- Hof- Tiere Garten und 25 min. zur Arbeit. Also Rosi wie du siehst, mach dir kein schlechtes Gewissen!!!!!!
LG und ein schönes WE - Martina
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
KH / Internistischer Bereich
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Anitram

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30.04.2006
16945
Hallo an alle Leser:eek:nline2lo
Bin entsetzt über meine Schreibfehler in meinem vorhergehenden Bericht!:innocent:
Hoffe ihr wißt was ich meine,wenn ihr ihn durch gelesen habt.
O gott, o Gott:whistling :whistling
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
KH / Internistischer Bereich
M

Monika Bartz

Mitglied
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02.02.2006
4020
Ich habe, als unsere Kinder klein waren, im Nachtdienst mit Teilzeit angefangen, 8-12 Nächte im Monat je 12 Std. Dienst und nach 10 Jahren wollte ich keine Nachtdienste mehr. Da bin ich, unter der Bedingung :)grin: ja damals konnte man noch Bedingungen stellen, war grad Mangel an Pflegepersonal), dass ich nur 30 Std./Woche arbeiten möchte, in den Tagdienst gewechselt. Ich bin heute froh darüber und auch ich bin der Meinung, dass man seine Arbeit als Teilzeitkraft genauso gut leisten kann, wie als Vollzeitkraft. Ich hab auch die Praxisanleitung und die Stationsschwesternvertretung (als 2. Vertretung). Auch bei uns auf der Abteilung wird manchmal ein wenig gelästert darüber, dass wir Teilzeitkräfte ja NIE da wären, aber das ist doch meist eher als Spass gemeint und wir können uns auch super dagegen wehren :eek:riginal:!
Ich hab meine Stunden meist eher in einem Block, manchmal auch 8-9 Tage durch, unter Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes und der Ruhezeiten! Das hat den Vorteil, dass ich die Patienten nicht dauernd neu kennenlernen muss und dass ich einen guten Überblick habe. Dann kommen 5 -6 Tage frei, ich komme danach natürlich immer völlig relaxt und gut gelaunt auf die Station, was sich wieder positiv auf das Team auswirkt.
Übrigens: wir sind schon fast zur Hälfte Teilzeitkräfte und auch die bringen alle meistens eine positive Stimmung durch Ausgeglichenheit ins Team!:eek:nline2lo
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
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Kalimera

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17.01.2001
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Ich bin echt verzweifelt. Übrigens ich war auch mal Vollzeitkraft!!! Ich hab da nie so ein Problem gesehen und es ist doch immer Rücksicht genommen worden auf die Mütter, denn wer soll denn die Renten bezahlen, und in unserem Beruf, ist halt mal so, dass viele Frauen arbeiten, die dann Teilzeit gehen mit Kindern, mich würde eure Meinung dazu interessieren, oder wie das anderswo gehandhabt wird.
Prinzipiell hat jeder die Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten und niemand braucht sich dafür zu rechtfertigen wenn er seine Stundenzahl reduziert.
So ein bisschen stört mich aber diese Argumentation. Sich für oder gegen Kinder zu entscheiden ist jedem selbst überlassen, aber warum sollen andere Rücksicht darauf nehmen weil jemand Mutter ist? Womgl. kann jemand aus welchen Gründen auch immer keine Kinder bekommen und der soll dann auch automatisch Rücksicht nehmen? Sorry, aber diese Argumentation ist für mich keine.
Keine Frage, dass ich ohne Kinder nicht in den Sommerferien Urlaub nehme, aber manche meinen das Recht gepachtet zu haben in allen Ferien als allererstes berücksichtigt zu werden. Das sehe ich anders.
Auch sind Teilzeitkräfte nicht automatisch gut gelaunt, nur weil sie weniger arbeiten. Selbstverständlich haben Teilzeitkräfte ebenso Anspruch auf Fortbildung...ect. Auch sind Teilzeitkräfte nicht automatisch flexibler als Vollzeitkräfte.
Wie ich eingangs sagte, jeder kann so viel arbeiten wie er möchte, aber wenn solche Rechtfertigungsgründe komme macht Ihr Euch selbst unglaubwürdig meiner Meinung nach und bietet jede Menge Angriffsfläche für solche Leute, die evtl. neidisch sind, weil sie ihre Arbeitszeit nicht reduzieren können, zumal es überhaupt keine Rechtfertigung braucht.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
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stern3007

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29.07.2005
Köln
Womgl. kann jemand aus welchen Gründen auch immer keine Kinder bekommen und der soll dann auch automatisch Rücksicht nehmen? Sorry, aber diese Argumentation ist für mich keine.
Man sollte das bitte differenziert betrachten. Als Teilzeitkraft wird man häufiger angesprochen wenn zusätzlich gearbeitet werden soll, frei nach dem Motto: Die arbeitet ja so wenig und sitzt zuhause rum, also kann sie auch arbeiten kommen. Das die wenigsten aber Teilzeit arbeiten weil sie zu faul zum arbeiten sind, sondern eher deshalb, weil sie aufgrund der familiären Situation genug zu tun haben, wird einfach mißachtet.

Egal was passiert, für mich hat das Wohl meiner Kinder IMMER an 1. Stelle gestanden. Was aber nicht heißt, dass ich nicht auch eingesprungen bin. Sicher habe ich das auch gemacht, aber ich habe mich gegen die ständige Abrufbarkeit gewehrt die man von Teilzeitkräften teilweise erwartet.

Nachdem ich vor 10 Jahren wieder mit der Teilzeitarbeit anfing, habe ich von vorneherein klargestellt, dass ich KEINEN Spätdienst machen will, da es mir wichtiger ist, zu diesen Zeiten für meine Kinder da zu sein zwecks hausaufgabenabarbeitung etc. Mir lag immer viel daran, die Haupterziehungsarbeit nicht in die Hände von Fremden zu legen.

Das hat auch gut geklappt und ich bin, wann immer ich konnte eingesprungen. Allerdings war ich nicht der Notnagel, der immer wieder Dienstplanprobleme die vorhersehbar waren oder durch Schlampigkeit entstanden sind ausgebügelt hat.

In der Verhältnis gesehen, habe ich auf jeden Fall mehr Überstunden gemacht wie meine Vollzeitkollegen, die keine Kinder zuhause hatten und auch familiär nicht gebunden waren.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
Sonnensturm

Sonnensturm

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Man sollte das bitte differenziert betrachten. Als Teilzeitkraft wird man häufiger angesprochen wenn zusätzlich gearbeitet werden soll, frei nach dem Motto: Die arbeitet ja so wenig und sitzt zuhause rum, also kann sie auch arbeiten kommen. Das die wenigsten aber Teilzeit arbeiten weil sie zu faul zum arbeiten sind, sondern eher deshalb, weil sie aufgrund der familiären Situation genug zu tun haben, wird einfach mißachtet.

In der Verhältnis gesehen, habe ich auf jeden Fall mehr Überstunden gemacht wie meine Vollzeitkollegen, die keine Kinder zuhause hatten und auch familiär nicht gebunden waren.
Das ist so nicht richtig. Überstunden bzw. Mehrarbeit leistest Du erst, wenn Du die Sollarbeitszeit der Vollzeitkräfte erreicht bzw. überschritten hast.

Ist es noch niemandem aufgefallen, dass immer mehr AG bevorzugt Teilzeitkräfte einstellen? Aber doch nicht aus Menschlichkeit, die meisten jedenfalls nicht.
Das Zeitpotential ist doch viel grösser.


Arbeitsvertrag - Mehrarbeit - Überstunden

Beruf & Karriere - Berufspraxis - Ablehnung von zulässigerweise angeordneten Überstunden als wichtiger Grund zur fristlosen Kündigung

Wenn Überstunden anfallen, vielleicht gleichmässig im Kollegenkreis verteilen?

:wink: Wassermann

 
Qualifikation
Krankenschwester
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Kalimera

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17.01.2001
Hamburg
Man sollte das bitte differenziert betrachten. Als Teilzeitkraft wird man häufiger angesprochen wenn zusätzlich gearbeitet werden soll, frei nach dem Motto: Die arbeitet ja so wenig und sitzt zuhause rum, also kann sie auch arbeiten kommen.

Egal was passiert, für mich hat das Wohl meiner Kinder IMMER an 1. Stelle gestanden. Was aber nicht heißt, dass ich nicht auch eingesprungen bin. Sicher habe ich das auch gemacht, aber ich habe mich gegen die ständige Abrufbarkeit gewehrt die man von Teilzeitkräften teilweise erwartet.
.......
Das hat auch gut geklappt und ich bin, wann immer ich konnte eingesprungen. Allerdings war ich nicht der Notnagel, der immer wieder Dienstplanprobleme die vorhersehbar waren oder durch Schlampigkeit entstanden sind ausgebügelt hat.

In der Verhältnis gesehen, habe ich auf jeden Fall mehr Überstunden gemacht wie meine Vollzeitkollegen, die keine Kinder zuhause hatten und auch familiär nicht gebunden waren.
Eben weil ich es differenziert betrachte, bin ich ebenso bemüht es auch faktisch richtig zu betrachten. Insofern ist es einer Vollzeitkollegin kaum möglich so viele Mehrarbeitsstunden zu machen wie eine Teilzeitkraft, da ist das Arbeitszeitgesetz vor.
Familiär gebunden ist relativ, dabei zählen nicht nur Kind und Mann.
Ich erwarte von meinen Kollegen Rücksichtnahme, unabhängig von ihrer Arbeitsstundenzahl und das funktioniert bei fast allen. Braucht eine TZ-Kollegin, einen bestimmten Dienst/Freiwunsch wird der genauso berücksichtigt wie der eines VZ-Kollegen.
Ich stimme Dir zu, dass TZ-Kollegen öfters zum Einspringen angefragt werden, dafür erhalten sie aber auch meist sehr lange Freiperioden und müssen es nicht tageweise abarbeiten (zumindest auf unserer Station). Das Recht nein zu sagen bei einer solchen Anfrage steht ihnen ebenso zu wie jedem VZ-Kollegen.
Allerdings wird sich auch über jeden TZ-Kollegen geärgert, der auffällig oft gerade in seinen Dienstrhythmen krank ist, ob nun komplett oder tageweise, der oft meist die gesamten Diensttage irgendwelche Wünsche hat...ect. Das kann dann schon mal durchaus bewirken, dass Reibereien entstehen.
Ich weiß durchaus, dass es "Neider" gibt, die auch Sprüche machen, oder denken, dass Ihr faul seid, weil Ihr weniger arbeitet. Am besten ist dann wohl so eine Reaktion wie bei Anitram, einfach gut kontern.
Auch ich habe mal TZ gearbeitet, kenne also durchaus beide Seiten.
 
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ksp2002

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02.03.2006
Bad Neuenahr
Ich bin z.Zt Vollzeitkraft, habe aber auch Familienpläne und gehe davon aus auch in den nächsten Jahren mal eine Teilzeitkraft zu werden. ;-)
Es gibt mit einer Teilzeitkraft auf meiner Station immer wieder Probleme. Sie arbeitet alle 2 Wochen 3 Tage (Fr, Sa, So) . Sie ist nie mit Ihren Diensten einverstanden obwohl sie nie mehr als diese 3 Tage arbeitet. Entweder passt Ihr sonntags der Spätdienst nicht oder samstags der Frühdienst. Jeden Monat bei erscheinen des Dienstplans das selbe Theater. Bei diesem Thema sehe ich es so: Wer schon nur 6 Tage im Monat kommt muß das so hinnehmen wie es kommt. Ich gehe 24 Tage arbeiten ich kann auch nicht jeden Tag meinen Wuschdienst haben. Und das Argument "ich hab Kinder" finde ich nicht richtig. Ich habe auch noch Oma und Opa um die ich mich kümmere ( Einkaufen, Fenster putzen etc ) , 2 Patenkinder habe ich auch und eine Beziehung führe ich auch , sind das dann keine Argumente ?Klar hat jeder mal im Monat mal ein paar Wunschdienste, aber seinen ganzen Dienstplan aussuchen kann nun mal keiner. Ansonsten hätte man einen 9 to 5 Job wählen müssen.Oder man kann eben gar nicht arbeiten.
Nur um das klar zu stellen: Ich habe nichts gegen Teilzeitkräfte !!! Nur gegen solche die meinen nur weil sie Kinder haben stünden sie über allen!!!
 
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Krankenschwester
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Innere medizin
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stern3007

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Köln
Das ist so nicht richtig. Überstunden bzw. Mehrarbeit leistest Du erst, wenn Du die Sollarbeitszeit der Vollzeitkräfte erreicht bzw. überschritten hast.

Das müßte von der Gesetzeslage her ganz anders definiert werden. Ich stelle meinem Arbeitgeber 100 Std. zur Verfügung. Das ist für mich meine Basisarbeitszeit und jede weitere Stunde ist für mich eine Überstunde. Die Sollarbeitszeit der Vollzeitkräfte interessiert mich nicht. Meine Sollarbeitszeit liegt bei 100 Std.
Zum Glück arbeite ich in einem ambulanten Pflegedienst wo man das genauso sieht.

Ist es noch niemandem aufgefallen, dass immer mehr AG bevorzugt Teilzeitkräfte einstellen? Aber doch nicht aus Menschlichkeit, die meisten jedenfalls nicht.
Das Zeitpotential ist doch viel grösser.
Nö nicht wirklich. Es sei denn, diese Teilzeitkräfte lassen sich gnadenlos ausbeuten, schieben einen immensen "Überstundenberg" vor sich her der niemals abgebaut werden kann.

Ich stimme Dir zu, dass TZ-Kollegen öfters zum Einspringen angefragt werden, dafür erhalten sie aber auch meist sehr lange Freiperioden und müssen es nicht tageweise abarbeiten (zumindest auf unserer Station). Das Recht nein zu sagen bei einer solchen Anfrage steht ihnen ebenso zu wie jedem VZ-Kollegen.
Ich persönlich habe auch nicht gegen häufige Anfragen solange das Recht Nein zu sagen vorhanden ist. Lange Freiperioden nutzen übrigens nicht jedem etwas, kommt halt immer auf den Grund der Teilzeitbeschäftigung an.

Allerdings wird sich auch über jeden TZ-Kollegen geärgert, der auffällig oft gerade in seinen Dienstrhythmen krank ist, ob nun komplett oder tageweise, der oft meist die gesamten Diensttage irgendwelche Wünsche hat...ect. Das kann dann schon mal durchaus bewirken, dass Reibereien entstehen.
Solche Typen gibt es überall, nicht nur unter den teilzeitkräften.

Mir gehts darum, dass klar ist, dass eine Teilzeitkraft nicht grundsätzlich der Notnagel sein kann und eine grundsätzliche Überbelastung entsteht weil sie zu oft einspringen muß.


 
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Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
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Sonnensturm

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Das müßte von der Gesetzeslage her ganz anders definiert werden. Ich stelle meinem Arbeitgeber 100 Std. zur Verfügung. Das ist für mich meine Basisarbeitszeit und jede weitere Stunde ist für mich eine Überstunde. Die Sollarbeitszeit der Vollzeitkräfte interessiert mich nicht. Meine Sollarbeitszeit liegt bei 100 Std.
Hallo Stern,
die Gesetzeslage ist aber so definiert, ob es uns gefällt oder nicht.


Überstunden und Teilzeit

Es ist dann nur die Frage, wie damit umgegangen wird.
Wenn Überstunden sein müssen, diese vielleicht auf alle verteilen.
Aber bei dieser Regelung ist es bei TZ-Kräften eben billiger.
Es kommt eben auf den Vertrag an.
Wenn der AG diese Regelung kennt. Falls nicht, gibt es mehr Zuschläge.

:thumbsup: Wassermann
 
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Lisy

Ich hab da mal ne komische Frage,
redet ihr über Teilzeitkräfte oder über Aushilfen?
Teizeit ist für mich jeder der unter 100% beschäftigt ist, Aushilfen sind für mich ständigen Arbeitnehmer, die nicht mehr als 400 € verdienen dürfen.
Weil eigentlich nur leztere billiger sind und keine Zulagen bekoomen.
Ist nur ne Frage.
Gruß Lisy
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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Es geht schon um Teilzeitkräfte.
Zulagen gibt es nur, wenn sie vertraglich vereinbart wurden. Ansonsten haben auch Teil- und Vollzeitkräfte keinen Anspruch darauf.

Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
L

Lisy

wassermann,
schon klar das die Zuschläge im Arbeitsvertrag sehen müssen, aber warum sollen Teizeitkräfte billiger sein, das ist mir unklar.
Gruß Lisy
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Das ist eben der Haken an der Sache. Überstundenzuschläge für Teilzeitkräfte brauchen nur bezahlt werden, wenn die Stundenzahl der Vollzeitkräfte erreicht bzw. überschritten wird.
Es sei denn der AG tut es trotzdem oder weiss es nicht.

:devil: Falls er zahlt, nicht nachfragen!!!

:laughing: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
L

Lisy

Hallo wasserman,
in unseren Arbeitsverträgen steht, das Überstunden mit Freizeit ausgeglichen werden. Nichts ist mit Überstundenzuschläge. Schlimmer die Überstunden verfallen laut Arbeitsvertrag, wenn nicht innerhalb von 3 Monaten der Mitarbeiter! sie einfordert. Ist aber noch nie vorgekommen.
Gruß Lisy
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Hallo Lisy, die eventuellen Zuschläge wären manchen bestimmt lieber?:wink:
Im Arbeitsvertrag steht dann wohl auch, dass Ü-Stunden angeordnet werden können. Da hat man dann keine Wahl. Da die wöchentl. AZ 60 Std. (in Ausnahmen) nicht überschreiten darf, haben die Vollzeitkräfte ihr Höchstmass schneller erreicht.
:ironie: Die Teilzeitkräfte haben da einen grösseren "Spielraum".

:grin: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
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Anja He.

Mitglied
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23.02.2006
66773
Ich denke, es kommt auch immer darauf an, wie hoch der Anteil der TZ-Beschäftigten auf der Station ist.
Ich bin z.B. sehr froh, einige TZ-Mitarbeiter zu haben.
Wie schon oben beschrieben, kommen diese oft ausgeglichener zur Arbeit und bringen eine gewisse Ruhe mit. Und zudem kann ich sie meist so im Dienstplan einsetzen, wie ich sie auch brauche.
Dafür gehe ich dann gerne versch.Kompromisse ein und berücksichtige soweit wie möglich auch die privaten Gegebenheiten (z.B. Dienstzeiten der Ehemänner, Kinderbetreuung, etc).
Die anfallenden Überstunden werden bei uns innerhalb von 2-3 Monaten wieder ausgeglichen oder -wenn dies nicht möglich ist- entsprechend vergütet. Bisher gab es da bei uns noch keine Probleme!
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Intensivstation neurolog. Frühreha
L

Lisy

Hallo wasserman,
Du liegst mit deiner Vermutung total richtig. Überstunden können angeordnet werden. Es wird trotzdem immer versucht, die Wünsche aller MA zu erfüllen.
Geht leider nicht immer.
Gruß Lisy
 
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