Arbeitsrecht Teilzeit 87std im Monat, Dienstplan usw. Hilfe

Pitti13

Pitti13

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
0
Hallo Ich bin neu hier und hoffe ihr könnt mir einige fragen beantworten.

Ich arbeite in einem Altenpflegeheim, Ich habe eine 5,5Tage Woche und Arbeite 3,5Stunden somit ergibt sich eine Durchschnittliche Anzahl von 87Std im Monat.
Na klar haben auch wir diese lustigen Dienstplanänderungen mit einspringen und so weiter. Nun mal zu meinen Fragen : mir stehen doch 5-6 Tage im Monat als Frei zu? oder nicht?
Meine PDL hat mir für den jetzt laufenden Monat nur 2 Tage Frei zugeteilt.
Aktuell habe ich 16 Überstunden.
Nun habe ich einen Zahnarzttermin nächste Woche für den ich Frei gebrauche. Ich meldete dies meiner PDL und diese wollte sich kümmern. Nun Hat meine PDL mir FA (Freizeitausgleich) am besagten Zahnarzttag im Dienstplan eingetragen.
Dieses FA irretiert mich denn das wird mir ja von meinen Überstunden abgezogen oder?
Und wenn ja, ich hätte doch noch gut 3 Tage Frei welche noch nicht geplant wurden bzw. ihr ein "Fehler " unterlaufen ist.
Meiner Meinung nach müsste meine PDL mir doch Frei eintragen und nicht FA?
Lieg ich richtig??

Und wie erhält sich das im allgemeinen mit Sonntagsarbeit und den zuschlägen? Ich arbeite bzw. Springe seit gut 8 Wochen Sonntags an meinem Freien Wochende ein. Steht mir da denn nicht auch der Sonntagszuschlag zu?

Vielen Dank im vorraus
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Pflegeheim
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
83
Hamburg
0
Zuschläge an Sonntagen sind entweder einzelvertraglich oder im Tarifvertrag geregelt. Einen Zuschlag für Arbeit an Sonntagen gibt es per Gesetz nicht. Der Gesetzgeber sagt, dass 15 Sonntage im Jahr frei bleiben müssen. Der Ausgleich für den gearbeiteten Sonntag muss innerhalb von 2 Wochen erfolgen, wobei der gearbeitete Sonntag mit eingerechnet wird. Heißt, dass spätestens der 2. Samstag, der auf den gearbeiteten Sonntag folgt, frei sein muss, sofern alle sonstigen Werktage gearbeitet wird.
Nach Deinen Angaben ergeben sich folgende Zahlen:
29x3,5 Std = 101,5 gearbeitete Stunden im Dezember.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
mysteha

mysteha

Unterstützer/in
Basis-Konto
Ist das denn ein Unterschied, ob da FA oder frei steht, differenziert ihr da?
Wenn bei euch Zuschläge für Arbeit an Sonntagen gezahlt wird, dann hast du natürlich auch einen Anspruch darauf.
Solltet ihr allgemein keine Zuschläge für Sonn- und Feiertage zahlen, dann bekommst du natürlich auch keinen.
Denn wie Kalimera schon sagt, einen gesetzlichen Anspruch gibt es dafür nicht, ist nur tarifvertraglich geregelt.
 
Qualifikation
KS/PDL/Fachkraft für Gerontopsychiatrie/Hygiene/Pflegeberaterin §7a SGB XI
Fachgebiet
Tagesstätte/Demenz
Pitti13

Pitti13

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
0
Hallo Mysteha, also ich finde schon das dies ein Unterschied ist zwischen FA und FREI.
Bei FA wird doch etwas ausgelichen ,d.h. es wird von den Überstunden abgezogen. In meinem Falle von 10 Überstunden Minus 3,5.

Das doch blöde den ich hätte ja noch freie Tage die sie mir nicht gegeben hat. Somit hätte ich mir doch praktisch meinen Zahnarzttermin im Vorfeld erarbeiten müssen.

Oder denke ich falsch?
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Pflegeheim
mysteha

mysteha

Unterstützer/in
Basis-Konto
Bei uns gibt es keine Differenzierung zwischen Frei und FA, von daher kenne ich diese Variante nicht und praktiziere sie auch nicht. Ehrlich gesagt, würde ich es auch ziemlich umständlich finden.
Wenn ein Überstundenkonto erstellt ist und man auf die monatliche Arbeitssollzeit kommt, spielt es meiner Ansicht nach keine Rolle.
Einen Tag wunschfrei musst du natürlich nicht im Vorfeld erarbeiten, denn der ergibt sich ja lt. den Sollstunden, die zu arbeiten sind.
 
Qualifikation
KS/PDL/Fachkraft für Gerontopsychiatrie/Hygiene/Pflegeberaterin §7a SGB XI
Fachgebiet
Tagesstätte/Demenz
Pitti13

Pitti13

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
0
genau da liegt ja mein Problem und meine Frage ist darf meine PDL das? 87Sollstd. im Monat und je 3,5Std arbeit bei einer 5,5 Tage woche komme ich auf ca 5Tage Frei im Monat die mir doch zustehen oder nicht. Nun bin ich geplant für nur 2 Tage Frei d.h. lt meiner Rechnung stehen mir doch noch drei Tage Frei zu oder liege ich falsch und verstehe nicht richtig. Warum wird denn FA eingetragen also Überstundenfrei/Freizeitausgleich welches mir vom Überstundenkonto abgezogen wird also minus 3,5 stunden obwohl mir frei zusteht
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Pflegeheim
mysteha

mysteha

Unterstützer/in
Basis-Konto
Du siehst es meiner Ansicht nach zu einseitig.
Nirgendwo steht, dass man als Teilzeitkraft soundsoviele Tage frei im Monat zu bekommen hat.
Wenn ihr die 5-Tage-Woche habt, dann hast du ja jedes Wochenende frei und kannst die restlichen Tage deine 3,5 Std. arbeiten, um auf deine Sollstunden zu kommen. Zusätzliches Frei bekommst du dann nicht. Wenn du dann an einem Wochenende arbeiten musst, kriegst du die Tage im Laufe des Monats dann zusätzlich frei (oder wie du sagst, Freizeitausgleich).
Wie gesagt, es spielt keine Rolle, maßgebend ist, was am Ende des Monats an Sollstunden rauskommt und was auf deinem Überstundenkonto landet.
Und JA, sie darf
 
Qualifikation
KS/PDL/Fachkraft für Gerontopsychiatrie/Hygiene/Pflegeberaterin §7a SGB XI
Fachgebiet
Tagesstätte/Demenz
SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

Unterstützer/in
Basis-Konto
54
Cottbus
0
. . . nochmal zum Begriff FA. Der steht meiner Ansicht nach für Freizeitausgleich. Dann müsste aber korrekterweise auch dazu stehen, was damit durch Freizeit ausgeglichen wird. Sonst könnte es sich z.B. um einen Freizeitausgleich für den letzten Gaststättenbesuch handeln ;-) Und genau das würde ich als erstes mal bei der PDL erfragen . . .
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Altenpflegeheim
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
41
Köln
0
Wenn ihr die 5-Tage-Woche habt, dann hast du ja jedes Wochenende frei und kannst die restlichen Tage deine 3,5 Std. arbeiten, um auf deine Sollstunden zu kommen.
Das verstehe ich jetzt nicht. Wieso impliziert der Ausdruck 5-Tage woche, dass man jedes wochenende frei hat?
Gerade in den Berufen, wo 7 Tage gearbeitet werden muß pro Woche ist das doch normalerweise nicht gegeben. Kann durchaus sein, dass man mal 10 Tage am Stück arbeitet, dann aber 4 Tage frei hat.

Ich war in meinen Teilzeitphasen immer flexibel. Habe aber darauf geachtet, dass meine Überstunden begrenzt waren. Mir machte es nichts aus, auch mal einige Tage eher Richtung Vollzeit zu arbeiten, dafür aber dann mehr frei zu haben. Wichtig ist halt, dass man klare Grenzen setzt wenn es einem zuviel wird.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

Unterstützer/in
Basis-Konto
54
Cottbus
0
. . . das mit den klaren Grenzen hängt immer davon ab, was im Arbeitsvertrag steht. Und oft werden Verträge unterschrieben, weil man froh ist, den Job zu haben und ohne sich über die Konsequenzen des Unterschriebenen im Klaren zu sein . . .
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Altenpflegeheim
Thomas aus Aachen

Thomas aus Aachen

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Pitti13,
meine Rechnung geht so:
Du bist im aktuellen Dienstplan an 29 Tagen Tagen zum Dienst eingeteilt worden. Wenn deine tägliche Arbeitszeit 3,5 Stunden sind, kommst Du demnach auf 101,5 Stunden (statt 87). Also hast Du ein Plus im Soll-Plan von 14,5 Stunden. Somit müsstest Du im Folgemonat nur 72,5 Stunden arbeiten. Also an knapp 21 Tagen und Du hättest 10 Tage frei.
Der freie Tag für den Arztbesuch wird von den Überstunden abgezogen, denn der Dienstplan wurde ja im laufenden Monat verändert. Da kann man nicht nachträglich den Soll-Plan ändern. Das finde ich korrekt. Ist doch prima, wenn Du kurzfristig FA bekommst.
Die (zuviel/mehr) gearbeiteten Stunden sind natürlich nicht weg; siehe oben.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Psychiatrie
dikle

dikle

Mitglied
Basis-Konto
2
83512
0
Erschöpfend kann Deine Frage so leider nicht beantwortet werden, da z.B. nicht klar ist, ob bei Euch ein Tarifvertrag gilt und/oder betriebliche Regelungen (Betriebs-/Dienstvereinbarungen existieren.
Grundsätzlich wird bei Arbeitsverhältnissen stets die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit sowie deren Verteilung auf die Werktage zugrunde gelegt bzw. vereinbart. In Deinem Fall wären das dann 19,25 Std. wöchentlich (3,5 Std. x 5,5 Tage). Die sich daraus ergebende monatliche Sollarbeitszeit ist unterschiedlich, denn sie hängt von den jeweiligen "echten" Kalendermonaten ab. (Anzahl der Werktage)
Da es sich jedoch nur um die "durchschnittliche" Wochenarbeitszeit handelt und die tägliche AZ in der Regel nur der sich daraus ergebende Rechenwert (z.B. für Urlaubstage) ist, hast Du erst einmal auch nur darauf Anspruch darauf, diese Stunden "im Durchschnitt" der 5,5 Tage zu erbringen.
Nun wäre noch von Bedeutung, in welchem Ausgleichszeitraum dieser Durchschnitt zu erreichen ist. (tarifliche oder arbeitsvertragliche Regelung?)
Geplant freie Tage werden einerseits zum Einhalten der 5,5-Tagewoche. (z.B. In der ersten Woche wird an 6 Tagen und in der zweiten nur an fünf Tagen gearbeitet = durchschnittlich 5,5 Tage in zwei Wochen usw. ...) gewährt, andererseits auch als "Ersatzruhetage" (s. § 11 ArbZG) für gearbeitet Sonn- und Feiertage sogenannte gewährt. (d.h. an einem Tag, an welchem ansonsten Arbeitspflicht bestünde, wird ein freier Tag geplant)
Ein Freizeitausgleich (FA) speziell zum Abbau von Überstunden kann ebenso im Dienst-/Schichtplan verankert werden - je nach dem, was hierzu im Tarifvertrag, Arbeitsvertrag und/oder Betriebsvereinbarungen geregelt ist.
Alle diese freien Tage an Werktagen führen in der Bilanz des (monatlichen) Schichtplanturnus zu einem Stundenabzug, da die Situation "keine Arbeit trotz (tariflichem/vertraglichem) Soll" vorliegt.
Das Hauptproblem bei Euch scheint jedoch die willkürliche Änderung eines bestehenden und somit rechtsverbindlichen Dienst-/Schichtplanes zu sein.
Grundsätzlich sollte jedoch der AN seine planbaren Arztbesuche in seiner Freizeit vollziehen.
In speziellen Fällen kann es jedoch zu einer Arbeitsbefreiung "unter Fortzahlung der Bezüge" (= kein Stundenabzug) kommen. Dies hängt nun wiederum von den tariflichen Regelungen sowie einer Möglichen Anwendung des § 616 BGB ab.
Hier müsstest du den Betriebsrat fragen, welche Regelung in Deinem Fall greift.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
OP/Chir. Notaufnahme
Weiterbildungen
Betriebsrat, Gewerkschaft
S

smaluhn

Mitglied
Basis-Konto
2
31535
0
Was rechnet ihr denn alle hin und her, wenn Überstunden da sind kann man die abbummeln, natürlich in ganzen Tagen und dann ists gut. Sollte es weitere Probleme geben, verlangt man ein Zwischenzeugnis, das wird vom Arbeitgeber dann meistens sehr deutlich verstanden. Sollte das nicht ausreichen, ist man in der falschen Firma. Es sei denn euer Stundenlohn liegt so wie in der Schweiz :).
 
Qualifikation
Pfleger/Suchtkrankenberater/Pflegehelfer/Betreuungsassistent/RA/HP
Fachgebiet
Hannover
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.