Teamgespräch vier gegen eins

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Marielvi

Marielvi

Neues Mitglied
Basis-Konto
28.09.2009
Kreis Mettmann
Ich würde gerne mal eine Meinung im Umgang mit Teamgesprächen einholen.
Wir sind einkleines Team (4 examinierte + 1 Gerontotherapeutin) der Tagespflege und arbeiten relativ autark und gleichberechtigt. Vorgesetzte sind die PDL und Heimleitung.
Seit langer Zeit gibt es mit einer MA immer wieder Unstimmigkeiten, da sie sich nicht an allen Aufgaben beteiligt. Sie ist relativ unfit was den Umgang mit digitaler Dokumentation und Pflegeplanung angeht, muss an alltägliches erinnert werden, übernimmt kaum Verantwortung für den tägl. Ablauf, für Patienten, entwickelt keine Initiative bei Problemlösungen usw. Dazu kommt auf Grund von massivem Übergewicht und dementsprechende Krankheitszeiten auch eine gewisse körperliche Unbeweglichkeit und Arbeitseinschränkung.
Wir sind es eigentlich leid, ihre Arbeit ständig mitzuerledigen, sie aufmerksam zu machen, ihr Dinge immer wieder von neuem zu erklären. Es sind vermehrt Gespräche, sowohl mit Vorgestzten, als auch im Team mit und ohne Vorgesetzte gelaufen. Dann läuft es eine kleine Weile gut, um dann wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.
Jetzt haben PDL und HL die Idee einen erneuten Gesprächstermin anzusetzen, im Beisein des gesamten Teams und ihr zu sagen, was uns stört, was anders werden soll usw. Wohl ist uns dabei nicht. Jemanden (egal wie er sich verhält) dem gesamten Team plus PDL und HL auszusetzen, finden wir nicht angemessen. Eigentlich ist das doch ausschließlich eine Sache, die HL und PDL zu regeln haben, oder? Auf uns wirkt es so, dass sie es gerne uns überlassen würden und als Moderatoren daneben sitzen. Was denkt ihr darüber?
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Reha
L

lulli00

Aktives Mitglied
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17.02.2016
Wien
Wie alt ist die Kollegin? Evtl. Beruflich die Luft raus? oder krank?

Ich hab auch 2 Solcher Kollegen. Wenn man mit diesen Dienst hat ist man allein, aber der Kopf wird auf dem DP gezählt.
Meine Beiden Kollegen sind körperlich nicht mehr auf der höhe, müssen aber irgendwie noch die Zeit bis zur Rente durchbringen.
Mal Fluche ich über sie und mal frag ich mich wie ich mit 60 auf Station rum humpel.

Nun könnte man sagen, dann sollen sie gehen... aber können sie es sich auch leisten? Die Frage ist. tritt man für die Kollegen zurück und gibt damit auf was man sich geschaffen hat oder nutzt unser Solidaritätssystem welches eine ausgrenzung, diskriminierung untersagt und eine Teilhabe verpflichtet.
 
Qualifikation
Pflege
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Ich würde gerne mal eine Meinung im Umgang mit Teamgesprächen einholen.
Wir sind einkleines Team (4 examinierte + 1 Gerontotherapeutin) der Tagespflege und arbeiten relativ autark und gleichberechtigt. Vorgesetzte sind die PDL und Heimleitung.
Seit langer Zeit gibt es mit einer MA immer wieder Unstimmigkeiten, da sie sich nicht an allen Aufgaben beteiligt. Sie ist relativ unfit was den Umgang mit digitaler Dokumentation und Pflegeplanung angeht, muss an alltägliches erinnert werden, übernimmt kaum Verantwortung für den tägl. Ablauf, für Patienten, entwickelt keine Initiative bei Problemlösungen usw. Dazu kommt auf Grund von massivem Übergewicht und dementsprechende Krankheitszeiten auch eine gewisse körperliche Unbeweglichkeit und Arbeitseinschränkung.
Wir sind es eigentlich leid, ihre Arbeit ständig mitzuerledigen, sie aufmerksam zu machen, ihr Dinge immer wieder von neuem zu erklären. Es sind vermehrt Gespräche, sowohl mit Vorgestzten, als auch im Team mit und ohne Vorgesetzte gelaufen. Dann läuft es eine kleine Weile gut, um dann wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.
Jetzt haben PDL und HL die Idee einen erneuten Gesprächstermin anzusetzen, im Beisein des gesamten Teams und ihr zu sagen, was uns stört, was anders werden soll usw. Wohl ist uns dabei nicht. Jemanden (egal wie er sich verhält) dem gesamten Team plus PDL und HL auszusetzen, finden wir nicht angemessen. Eigentlich ist das doch ausschließlich eine Sache, die HL und PDL zu regeln haben, oder? Auf uns wirkt es so, dass sie es gerne uns überlassen würden und als Moderatoren daneben sitzen. Was denkt ihr darüber?
Man kann einen Mitarbeiter nicht einem Tribunal aussetzen. Das ist ein Unding. Mal abgesehen davon, dass in solch einem Gespräch auch Dinge angesprochen werden könnten, die die anderen Kolleg/innen schlicht nichts angehen und dem Datenschutz anheim fallen. Persönlich würde ich ein solches Gespräch ablehnen und das gegenüber einem Vorgesetzten allerdings auch ebenso begründen.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
P

PA Marion

Neues Mitglied
Basis-Konto
31.10.2007
82467
Ganz ehrlich wundert mich dass eine HL oder PDL überhaupt so einen Termin in der Form ansetzen. So etwas ist nicht zulässig und kann und wird hoffentlich so nicht stattfinden. Wo bitte hat eure PDL ihre Ausbildung gemacht, und was hat sie über Gesprächsführungen mit dem Team gelernt ? Wenn dir das so auch nicht rechtens erscheint solltest du überlegen , ob du und deine Kollegen da mitspielen. Ich kann nur meiner Vorrednerin zustimmen, das klingt nach Tribunal, bzw. Gericht.
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester und Praxisanleiter
Fachgebiet
allgemeine Pädiatrie
Weiterbildungen
EDV Beauftragte,
Praxisanleiterin
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Peter456

Genau, bloß nicht die Verantwortung übernehmen, für das was man über Dritte mitteilt.

Gut, dass Gespräche nicht zulässig und rechtens sind.
Auch, wo oben steht, dass genau das schon stattgefunden hat.

(Damit es nicht zu Datenschutzproblematiken kommt, sind ja Führungskräfte vor Ort.)
 
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Genau, bloß nicht die Verantwortung übernehmen, für das was man über Dritte mitteilt.

Gut, dass Gespräche nicht zulässig und rechtens sind.
Auch, wo oben steht, dass genau das schon stattgefunden hat.

(Damit es nicht zu Datenschutzproblematiken kommt, sind ja Führungskräfte vor Ort.)
Für Dich muss der Unterschied zwischen einem Mitarbeitergespräch und einem Bossing auch erst gelb gemarkert und unterstrichen werden? Was genau waren nochmal die Aufgaben einer Führungskraft? Was soll Ziel des MA-Gesprächs sein und was vermittelt man ihr stattdessen? Welche Konsequenz wird die MA daraus ziehen müssen?

Wenn man die MA zur Kündigung bewegen möchte, dann ist das mit Sicherheit der goldene Weg. Andernfalls kommt man auf eine solche Idee wohl nur, wenn in der Leitungsausbildung die Themen Mitarbeitermotivitaion, Personalverantwortung, Personal- und Gesprächsführung durch "Singen & Klatschen" ersetzt wurden.

:fremdschaem:
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
Pflegeboard.de

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Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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