Tätowiert am Arbeitsplatz

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J

Julie Winters

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15.07.2007
40474
Hi zusammen! :neugier:

Ich hätte gerne mal gewusst, ob es hier Forum oder an eurem Arbeitsplatz Leute gibt, die tätowiert sind...ich meine damit sehr schwer zu verdeckende Tattoos z.B. am Unterarm und ob ihr sie verdeckt oder nicht...wie damit umgegangen wird von Seiten der Kollegen,Patienten /Bewohner, Angehörigen, Chefs etc. Habt ihr bzw. würdet ihr es beim Einstellungsgespräch erwähnen.....

Ich frage deshalb, weil ich es selbst bin und gerne einen Erfahrungsaustausch hätte..

Ganz liebe Grüsse:wink:
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin/-therapeutin
Fachgebiet
Stationäre Pflege,Nachtdienst
A

Ameise

Aktives Mitglied
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Hallo Jehanne,

in meiner "alten" Arbeitsstelle (Großstadt) gab es tätowiertes Personal (Tattoo an beiden Armen; große Ringe in den Ohren - kenne die richtige Bezeichnung nicht - die so große Löcher machen). Gab am Anfang auch unterhalb des Personals Berührungsprobleme, legte sich aber, da fachlich und auch menschlich tolle Persönlichkeit. :thumbsup2:

Hier (Kleinstadt) habe ich (seit zwei Jahren) noch keine sichtbaren Tattoos gefunden. :suche:

Beim Einstellungsgespräch würde ich die sichtbaren Tattoos zeigen, also nicht bewusst verdecken duch lange Ärmel oder so. Besser mit offenen Karten spielen als mit falschen Begründungen aus der Probezeit zu fliegen. Ist ja auch keine Makel oder zeigt fachliche Schwächen.

Allerdings kann ich hier wie der Taube von der Musik reden - ich habe keine Tätowierungen die sichtbar sind. Alles andere geht keinen was an.

Gruß Ameise
 
Qualifikation
HFK
Fachgebiet
gGmbH
postoperativ

postoperativ

Mitglied
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01.04.2007
67551
Hallo,

ich habe ein Kollegen der "großflächig" an Armen, Beinen,.... tätowiert ist. Also auch mit Kittel sichtbar. Im Sommer trägt er kurze Hose und Shirt. Bei der Einstellung war dies bekannt, da unübersehbar :suche:
Für Bewohner, Angehörige und Kollegen ist es kein Thema.

Ich kann mir Vorstellen das AG ein Problem damit haben könnten, kommt aber bestimmt auch auf des Motiv, Gesamterscheinung,.... an.

Mir persönlich ist es egal, geht ja auch keinen was an wo und wie ich tätowiert ect bin.

Lieben Gruß
postoperativ
 
Qualifikation
exam. Altenpflergerin
Fachgebiet
ambulante Pflege
Weiterbildungen
PDL, PA,TQB
zebro

zebro

Mitglied
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04.06.2005
Duisburg
Hallo @Jehanne72,

meines Erachtens gehören Tätowierungen mittlerweile zu den geläufigen Formen des Körperschmucks. So gesehen wüßte ich nicht, was gegen sie einzuwenden ist ... mal vorausgesetzt, dass das Motiv an sich nicht anstössig ist (also z.B. kein Totenkopf oder sexistische Motive). Ähnliches gilt ja beispielsweise für das Schminken. Auch hier hat das seine Grenzen, wenn jemand beispielsweise im demonstrativen 'Grufti-Look' zum Dienst erscheint.

Auf meiner Station arbeiten einige wenige Mitarbeiter, die sichtbare Tatoos haben. Und ich selber habe eins an der Wade, welches man dann auch im Sommer sehen kann wenn ich meine Hose bei großer Hitze hoch krempel ... :wink:. Bisher gab es keinerlei Einwände. Weder von der PDL, noch von Patienten.

Übrigens sind ja nun auch mittlerweile immer mehr ältere Patienten tätowiert ... ein Zeichen, dass sich mit der Zeit auch diese Dingen ändern.

Liebe Grüße Stefano
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziplinäre Intensivstation
Weiterbildungen
WB Praxisanleitung, WB Respiratory Therapist, WB Stationsleitung
U

Ulrike2013

Neues Mitglied
Basis-Konto
30.05.2008
70327
Hallo zusammen,

ich selbst bin Tättowiert und habe sichbare Piercings im Gesicht.
Habe aber weder mit Kollegen, Vorgesetzten oder Bewohner Probleme gehabt.

Gerade Bew. reagieren sehr neugierig darauf und ohne Furcht.

Außerdem ist das doch heutzutage kein Thema mehr, oder?

Gruß Ulla
 
Qualifikation
ex. Altenpflegerin
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo Ulrike,
doch Piercings sind auch heute noch ein Thema in der Pflege, nicht wegen der Optik sondern wegen der Berufsgenossenschaft.
Piercing fällt unter den Begriff Schmuck und ist eigentlich verboten.
Tatoos sind reine Geschmackssache und wenn es nicht grad ein "Totenkopf"
ist, ist es denk ich auch kein Problem, zumindest bei uns nicht.
Gruß Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
J

josephine

Aktives Mitglied
Basis-Konto
15.03.2008
München
Hi Jehanne,

ich habe zwei Kollegen, bei denen die Tatoos sichtbar sind. Einer hat bei uns schon so seine Ausbildung angefangen. das war vor 9 Jahren und die einzige Frage damals war, ob er bereit wäre lange Ärmel zu tragen, falls es einen Bewohner wirklich stört. Hat er akzeptiert und nie waren lange Ärmel nötig.

Ein Kollege hat sich vor ein paar Monaten vorgestellt, da war ich für den BR im Gespräch dabei. Die Tatoos sind am Hals, also faktisch nicht zu "verstecken".
Hat eigentlich niemanden interessiert, der Kollege war sympathisch, die Voraussetzungen haben gepasst und wir arbeiten alle gerne mit ihm.

Lustig sind unsere Bewohner, die nach anfänglicher Irritation sehr schnell kommen und dann fragen, ob sie die Bilder mal anschauen können.
Vor ein paar Wochen, haben daraufhin alle ihre Tatoos ausgepackt und für einen super Tag auf der Station und reichlich Gesprächsstoff gesorgt.

Also: Warum verstecken?

Viel Glück bei Bewerbungen,
J
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Palliativ
Weiterbildungen
PA, Palliative Care
M

minimum

Mitglied
Basis-Konto
24.01.2007
8239
Hallo!
Ich bin auch sichtbar tätowiert (Wade und Unterarm). In der Weisung bzgl. Erscheinungsbild in unserem Haus steht lediglich "...Tätowierungen und Brandings sollen verdeckt getragen werden..." von muss steht also nix. Es war auch nie ein Problem, weder für Vorgesetzte noch für Patienten. Ich denke aber, bei Motiven wie Totenkopf oder ähnlichem würde seitens der Vorgesetzten schon reagiert werden.
Bei einem Vorstellungsgespräch würde ich meine Tätowierungen bestimmt nich verstecken, um sie zu verheimlichen....entweder werde ich eingestellt, weil die mich gut finden oder sonst eben nicht....
 
Qualifikation
dipl. Pflegefachfrau
Fachgebiet
Klinik für forensische Psychiatrie
Froggy

Froggy

Mitglied
Basis-Konto
20.02.2008
09385
In meiner Berufsschulklasse hab ich einen jungen Mann sitzen, den man, wenn man ihn so auf der Straße sieht als "Punk" bezeichnen würde. Große Tätowierungen, überall man Körper (logischerweise auch SEHR sichtbar), einiges an Pircings und auch solche riesen Lösche im Ohr, Dreads als Frisur. Also eigentlich jemand, den man sich gar net in dem Pflegeberuf vorstellen kann.
Aber es gibt kein Problem, er muss auch die Piercings nicht abmachen oder abkleben, er hat beim Vorstellungsgespräch das logischerweise auch "zeigen" müssen (da nicht zu verstecken) und hat gesagt. "Mich gibts nicht ohne!", und siehe da es war kein Problem.
 
Qualifikation
Altenpflegeazubine
Fachgebiet
ambulate & teilstationäre Pflege
Sternenzauber

Sternenzauber

Mitglied
Basis-Konto
24.03.2008
35274
Tjy, so lange die Bewohner das nicht irgendwie stört, ist es weniger problematisch.
Soweit es möglich ist, würde ich schon versuchen es zu verdecken.
Heutzutage hat ja fast jeder ein Tatoo.
Zeiten ändern sich eben. Und wenn die Person fachlich kompetent ist, dürfte das eigentlich kein Kriterium sein.
Aber Piecings im Gesicht und so finde ich eher ungünstig.
 
Qualifikation
Ergotherapeutin/ Heilerziehungspflegerin/ Fußpfleger
Fachgebiet
Leitung Häuslicher Betreuungsdienst
stinkfisch

stinkfisch

Mitglied
Basis-Konto
21.07.2007
23554
heyho,

ähnlich wie mit den tatoos verhält es sich ja auch mit dreadlocks.
die kann man auch nicht verstecken. ich habe diese haartracht seit 15 jahren (zunehmend grauer werdend ;-)) und bin bei den patienten immer eher auf neugier gestoßen.

wenn ein patient mich fragt, ob er die mal anfassen darf, weiß ich immer, daß er jetzt vertrauen gefaßt hat. Es gab da schon sehr schöne erlebnisse- besonders mit den "feineren" herrschaften, die vorher noch nie kontakt zu "solchen leuten" hatten.

nein,probleme mit patienten hatte ich noch nie wegen der haare und/oder tatoos.

damit hat man eher probleme, wenn man bei der bank nen kredit möchte oder ein auto probefahren :bae:

sonnige grüße vom stinkfisch
 
Qualifikation
kinderkrankenschwester
Fachgebiet
ambulante sozialpsychiatrische fachpflege
O

okris

Mitglied
Basis-Konto
02.07.2007
14469
tätowierungengen sind ja kein Problem werden auch von dem meisten AG ohne weiteres akzeptiert. Anders ist es mit Piercings die offen getragen werden, da ist es wie mit Schmuck, die müssen im Dienst raus.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Orthopädie
A

Ameise

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Nööö Okris,

sichtbare Piercings sind nicht wie Schmuck an den Händen und Unterarmen (Ringe, Ketten, Uhren) irgendwo in irgendeinem Gesetz als verboten zu finden.
Der Arbeitgeber kann natürlich hausinterne Anweisungen zum Thema geben aber wenn diese nicht existieren kann niemand verlangen, das sichtbare Piercings, Ohrstecker oder Ketten (wenn nicht zu lang und dann wieder der Arbeitsschutz greift) abgenommen werden müssen.

Gruß Ameise
 
Qualifikation
HFK
Fachgebiet
gGmbH
O

okris

Mitglied
Basis-Konto
02.07.2007
14469
Hier greift der Arbeitsschutz und je nach Arbeitsbereich sind auch kleine Ohrringe und damit dann auch Piercings untersagt.
wenn man jetzt wieder anfängt das mal der Stacker erlaubt wird und mal auch eine kleine Creole ist das oft sehr davon Abhängig wie weit sich die Vorgesetzten darauf einlassen und wo dann Grenzen gezogen werden.
Mit Schmuck ist es meistens so das die Richtlinenen die vom Arbeitsschutz bestehen Klinikintern ausgelegt werden und mit der Zeit Aufweichen bis jemand Übertreibt oder es sogar zu einem Schaden kommt. Dann werden wieder sehr strikte Regeln aufgestellt.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Orthopädie
P

Pikyfly

Mitglied
Basis-Konto
28.02.2010
08237
AW: Re: Tätowiert am Arbeitsplatz

Ich hab schon ein extremes äußeres, das fängt mit knall bunten Haaren an und endet mit Tätowierungen und Piercings. ich hab bisher jeden Job bekommen den ich wollte. Mit den Bewohnern hab ich keine Porbleme, die Kollegen störts, was aber andere gründe hat. wir haben persönliche differenzen so nenne ich das mal zart ausgdrückt. was nichts mit den Haaren und so zu tun hat.
Ansonsten kommt es halt mmer auf die chefs an mansche sind konservativ andere nicht. Mein Aussehen steht immer in gegesatz zu meinen Noten und so. Die meisten denken Punks sind faul. das bin ich nicht, nie gewesen. ich liebe nur die extreme
 
Qualifikation
Heilerziehnugspflegerin
Fachgebiet
Schwerst Behinderte
P

pdlandy

Aktives Mitglied
Basis-Konto
10.09.2008
99734
AW: Tätowiert am Arbeitsplatz

Wenn ich jmd. einstelle schaue ich nur nach der Qualifikation und dem ersten Eindruck. Von mir aus kann jeder tätowiert sein, solang es nicht Symbole o.ä. aus dem 3. Reich sind.

MfG
 
Qualifikation
PDL/HL/TQMB
Fachgebiet
Fachpflegeheim für NP
nightwish

nightwish

Aktives Mitglied
Basis-Konto
21.10.2006
75181
AW: Tätowiert am Arbeitsplatz

Hatte gerade heute ein Erlebnis, als eine Praktikantin einigen Bewohnern erklären wollte was tätowiert sein heißt.

Hab dann einen Teil meiner Tätowierung gezeigt und auch berühren lassen... die Bewohner waren total neugierig und erstaunt... manche auch ablehnend... aber so ist es halt.
Also warum nicht tätowiert sein... ist denke ich doch nen Ausdruck deiner persönlichen Lebenseinstellung!

Liebe Grüße nightwish
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin, PA, WBL
Fachgebiet
Pflegeheim
Weiterbildungen
WB PA, AG QM
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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