? Tätigkeitsbeschreibung

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Bahnfreund

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03.12.2007
14974
In unserem Haus sollen jetzt Tätigkeitsbeschreibungen für jeden Mitarbeiter eingeführt werden. Habe keine Ahnung was das soll und wie soetwas aussieht, bis jetzt ging das alles ohne.

Gibt es Vorschriften zu Formulierungen?

Da stehen Sätze dirn wie "Andere zumutbare Aufgaben"
Zumutbar kann man ja weit dehnen.

Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit solchen Tätigkeitsbeschreibungen?

Danke für eure Hife
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgie
Griesuh

Griesuh

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Hallo, eine Stellenbeschreibung wird für jede Berufsgruppe innerhalb einer Pflegeinrichtung erstellt.
Darinn wird aufgeführt und genau beschrieben welche Tätigkeiten, bezogen auf die Qualifikation, ausgeführt werden dürfen und welche Voraussetzungen für diese Stelle erforderlich sind.
Weiter werden die Aufgabengebiete beschrieben und was vom Stelleninhaber erwartet wird.
Es stellt also eine Beschreibung der Stelle dar.

Hier einmal ein beispiel was in einer Stellenbeschreibung stehen könnte:

Beispiel für eine Stellenbeschreibung für staatlich geprüfte/r Krankenschwestern/-pfleger und staatl. AltenpflegerInnen mit dreijähriger Ausbildung im Bereich des ambulanten Pflegedienstes
I. Aufgaben und Ziele der Position
Erbringung professioneller, kontinuierlicher Pflegeleistungen für Patienten im häuslichen Bereich im Hinblick auf die ärztlichen Verordnungen mit dem Ziel:
w Die Gesundheit oder die Selbständigkeit vitaler Funktionen von Menschen zuschützen, zu bewahren, wiederherzustellen.
• Die Leiden von Menschen in den letzten Augenblicken ihres Lebens zu lindern und ihnen beizustehen.
• Die medizinische Behandlung sicherzustellen.
• Die Aufrechterhaltung des Status, die Eingliederung oder Wiedereingliederung von Personen in ihren neuen oder gewohnten Lebensbereich zu erleichtern.
• Beobachtung, Begutachtung, Pflegediagnose, Pflegeplanung, Pflegedokumentation und Pflegeeinsatzkontrollen.
• Gesundheitsbelehrung von Patienten und deren Angehörigen für den Erhalt von Gesundheit und Vermeidung von Krankheiten.
• Erkennen der eigenen Grenzen und Fähigkeiten.
Ergebnis:
• Fachgerechte Pflege im häuslichen Bereich
• Sicherung der Pflegequalität
• Ganzheitliche Pflege
gültig ab: . .
nächste Überprüfung . .

_________________________________________________________________________
Unterschrift
_________________________________________________________________________
Stelleninhaber
_________________________________________________________________________
Vorgesetzter
Normenverweis: DIN EN ISO 9001:2000
5.5. Verantwortung und Befugnis
6. Personal










II. Hauptaufgaben
a) Durchführung einer professionellen, geplanten und dokumentierten Pflege
b) Pflegeplanung
c) Aufnahmegespräch, in Vertretung der Pflegeleitung
d) Erstellung der Pflegeanamnese unter Berücksichtigung des aktuellen Gesundheitszustandes
e) Beurteilung und Einschätzung der derzeitigen psychosozialen Situation unter Berücksichtigung der Bezugspersonen und des sozialen Rückhaltes
f) Aufklärung des Klienten und seiner Angehörigen über die notwendigen Pflegeleistungen und andere Dienste, die im Zusammenhang mit der Pflegeplanung stehen
g) Ganzheitliche Durchführung der Pflege einschl. medizinischer Behandlung und Prophylaxen
h) Durchführung der präventiven und rehabilitativen Maßnahmen
i) Kooperation und Besprechung über die Angemessenheit der verordneten Behandlung mit den niedergelassenen Ärzten
j) Durchführung der Krankenbeobachtung und schriftliche Dokumentation von Veränderungen
k) Führung der Pflegedokumentation einschließlich
• Pflegeplan
• Aufnahmebericht
• Pflegebericht (jeder Besuch)
• Änderungen von Verordnungen
• Stunden/Einsatznachweis
l) Abstimmung der Einsatzplanung mit der Pflegedienstleitung min. 1 x wöchentlich m) Besprechungen innerhalb des Pflegeteams bezüglich:
• Dienstplangestaltung
• Fallbesprechung mit Unterstützung der Dokumentation und Festlegung der weiteren Pflegeplanung
• Sicherstellung der optimalen Pflege des Klienten
• Gruppenaktivitäten
m) Eigenständige berufliche Fortbildung unter Berücksichtigung der Unternehmensentwicklung, Studium von aktueller Fachliteratur und Weitergabe von vorhandenem Wissen.
III. Einzelaufgaben
1. Häusliche Pflege
a) Unterstützung oder Übernahme der Grundpflege
b) Aufklärung des Klienten über gesundheitsförderndes Verhalten
c) Übernahme der Grundpflege im Bett, einschließlich Mundpflege, Rasur, Frisur, evtl. Essensreichung, Betthygiene, Bett machen
d) Verabreichung von Vollbädern, Teilbädern, Duschen
e) Durchführung einer Haar- und Nagelpflege, Fußpflege
f) Durchführung von prophylaktischen Maßnahmen
• Dekubitusprophylaxe
• Pneumonieprophylaxe
• Thromboseprophylaxe
• Kontrakturenprophylaxe
• Soor- und Parotitisprophylaxe
• Obstipationsprophylaxe
g) Pflegemaßnahmen bei infektiösen Klienten, Desinfektion und Entsorgung des infektiösen Materials, Aufklärung des Klienten und seiner Angehörigen
h) Ernährungsüberwachung und Beratung
i) Hilfestellung bei der Mobilisation


2. Medizinische Behandlung
Medizinische Behandlungen, die auf ärztliche Anordnung durchzuführen sind:
a) Gesundheitsaufklärung
b) Injektionen
c) Überwachung von Infusionstherapien
d) Überwachung von zentralen Venenkathetern
e) Überwachung von Nahrungspumpen
f) Pflege bei Klienten mit Luftröhrenschnitt
• Wechsel und Pflege der Trachealkanüle
• Absaugen der Bronchien von Sekret und Schleim
• Sprechübungen
g) Pflege bei intubierten und beatmeten Klienten
• Absaugen der oberen und unteren Luftwege von Sekret und Schleim
• Spezielle Mundpflege
• Lippenpflege
• Wartung und Überwachung des Beatmungsgerätes
h) Überwachung von Klienten mit Hämo- und Peritonealdialyse
i) Überwachung des Gesundheitszustandes durch Messung der Vitalzeichen, Puls, Blutdruck, Temperatur und Atmung
j) Führen eines Überwachungsbogens zur Dokumentation der Bewusstseinslage
k) Krankenbeobachtung bei Klienten mit eingeschränkter Bewusstseinslage
• Haut- und Pupillenreflexe
• Reaktion auf Reize wie Schmerz, Ansprache, Geräusche etc.
• Orientierungsvermögen
• Reaktionsvermögen
• Feststellung von Paresen
l) Medikamentenüberwachung
• Verabreichung von oralen Medikationen und Beobachtung der Reaktionen
• Verabreichung von Aerosolen
• Verabreichung von Sprays
• Gabe von Augen- und Ohrtropfen
• Einreibung mit medizinischen Pasten, Salben, Gels
m) Sterbebegleitung
n) Wundpflege und deren Behandlung
• Verabreichung von verordneten Salben, Tinkturen, Kegeln, Puder usw.
• Fäden ziehen, Wunden und Fisteln spülen
• Anlegen und Erneuern von Verbänden und Bandagen
• Anlegen von Umschlägen und Wickeln
o) Anlegen eines Blasendauerkatheters
• Blasenspülung
• Katheterpflege
• Katheterwechsel
• Anlegen eines Urinals



p) Bilanzierung des Flüssigkeitshaushaltes
• Ein- und Ausfuhr-Kontrolle (24 Std.)
• Beurteilung über Aussehen und Geruch des Urins
q) Pflegemaßnahmen und Anleitung von Stomaträgern
• Pflegemaßnahmen und Anleitung bei Klienten mit Anus praeter
• Hautpflege und Beobachtung bei Klienten mit Anus praeter
r) Überwachung von Drainagen und Sonden
s) Beobachtung und Beurteilung von Ausscheidungen
• Urin Zucker im Urin, Blut im Urin, Azeton, Billirubin
• Stuhl Nachweis von Blut, Frischblutbeimengungen
• Blut Blutzucker
t) Wartung und Überwachung von medizinischen Geräten
u) Erstellung und Führung einer Pflegedokumentation im Sinne der Prozesspflege
IV. persönliches Anforderungsprofil
Die/der examinierte Krankenschwester/-pfleger, staatl. Altenpfleger/in ist verantwortlich für:
a) Sicherstellung der medizinischen Behandlung und der ärztlichen Anweisungen
b) Korrekte Ausführung ihrer erbrachten Pflege
c) Eigenverantwortliches Arbeiten
d) Psychosoziale Beziehung und Kooperation mit dem Klienten
e) Information der Pflegedienstleitung, evtl. der Angehörigen oder des behandelnden Arztes über relevante Veränderungen hinsichtlich der Pflege, Behandlung, Anordnungen etc.
f) Im Rahmen der Qualitätssicherung das Führen einer korrekten Dokumentation mit vollständigen, aktuellen Daten, und lückenlosem, nachvollziehbarem Pflegeverlauf
g) Neue Mitarbeiter werden beratend und unterstützend eingearbeitet
h) Einhaltung der Schweigepflicht gegenüber Dritten
V. Innerbetriebliche Kontakte
a) zu den KollegenInnen ist ein professionelles Arbeitsklima aufzubauen, das von Toleranz und gegenseitiger Akzeptanz geprägt ist. Die Kommunikation und der Austausch von Informationen wird dadurch gewährleistet
b) zur Pflegedienstleitung in Bezug auf Einsatzplanung und Besprechung, zum Informationsaustausch
c) Innerbetrieblich zur Erarbeitung von Konzepten und Pflegestandards
VI. Außerbetriebliche Kontakte
Außerbetriebliche Kontakte bestehen zu:
a) Klienten (bedürfnisorientierte Pflege)
b) Behörden und Ämtern
c) Angehörigen (Unterstützung, Kooperation und Anleitung)
d) Apotheke und Sanitätshäusern
e) der Öffentlichkeit (Aufklärung und Information)
f) dem behandelnden Arzt


Wie gesagt so könnte eine Stellenbeschreibung aus sehen. jede Stellenbeschreibung ist an die betrieblichen Voraussetzungen anzugleichen.

Grüße Griesuh


 
Qualifikation
Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
Ambl. Pflegedienst
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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