täglicher Druck und Belastung als PDL

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Beri-Beri

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Hallo ,

mich würde es interessieren, wie ihr PDL's mit dem täglichen Druck und Belastung umgeht. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass auch ihr mit personellen Engpässen konfrontiert seid, einerseits die Unzufriedenheit von Mitarbeitern und Angehörigen in Grenzen halten müsst und andererseits die Vorgaben der Chefs einhalten müsst. Wie habt ihr ein Weg für euch gefunden, mit dieser Belastung zurecht zu kommen?

Viele Grüße,

Beri-Beri:verknallt
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Altenpflegeheim
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sandie

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Hey Beri-Beri,

ich bin stellv.PDL in einem Amb.PD,zur Zeit komissarisch PDL...d.h. mal eben eine Weiterbildung machen..:blushing: Da gibt es Tage,wo man denkt,es geht nix mehr :sick: da hilft nur eins:nach Feierabend abschalten,runterfahren und den nächsten Tag positiv beginnen:laughing: nicht zuviel grübeln und meckern,sondern das Problem angehen.Ist ja zum Glück nicht alles sch...und es gibt ja auch tolle Kollegen:thumbsup2: Geht natürlich nicht immer ....aber dann versuche ich trotzdem mich runterzufahren...neuer Tag..neue Kraft und Energie:eek:riginal: :eek:riginal: :eek:riginal: Bis jetzt klappt es.

LG,Sandie
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
PDL/amb.Pflege
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solojess

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Hallo Beri-Beri,

ich habe eine super Chefin, mit der ich über alles reden kann ;-)

Manchmal sitzen wir nach der Arbeitszeit noch ne Stunde zusammen und quatschen über Sachen die mich belasten, oder mit denen ich nicht zurecht komme, weil mal wieder alles schief läuft ;-)

Das beste ist aber immer reden !!!!! und an den freien Tagen sich auch mal mit anderen Dingen beschäftigen die nichts mit der Arbeit zu tun haben.


Lg solojess
 
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PDL
Fachgebiet
stat. Altenpflege
Weiterbildungen
PDL
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Studium "Pflegemanagement"
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Sanitas

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Hallo Beri-Berri,

tja manchmal sind die Tage schon sehr schlimm, vorallem wenn die Urlaubszeit beginnt. Dann sitze ich schon um vier Uhr früh im Büro und zermarter mein Hirn wegen dem Dienstplan. Den Ausgleich finde ich in der Familie. Früher habe ich von Montag bis Sonntag gearbeitet. Das hat sich negativ auf meine Familie ausgewirkt. Heute muß ich einfach sagen ich schalte ab und verbringe meine Zeit mit meinen kleinen Rackern, die bringen mich schon auf andere Gedanken. Vorteil ist bei mir auch, das mein Mann im ähnlichen Beruf arbeitet wie ich, so dass mir das Gespräch mit ihm und seine Hilfestellungen sehr viel helfen. Manchmal jedoch wünsche ich mir die Zeit zurück, wo ich nur zu meinen Klienten gefahren bin und meine Arbeit gemacht habe. Aber die Zeit ist leider nur noch sehr wenig bei mir.

Liebe Grüße

Sanitas
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Amb. Pflegedienst
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L. Li

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hallo,

gerade in der letzten zeit habe ich sehr oft über die belastung nachgedacht - bin seit 11 monaten PDL bei einem großen PD, im moment haben wir insgesamt über 300 klienten. klar gibt es eine einsatzleitung, eine leitende pflegekraft tagespflege usw. aber was tun wenn die durch die bank krank oder im urlaub oder im dauerfrei sind? die stunden vor dem PC, nachts um 1 uhr kenne ich genausogut wie einen ehemann und zwei kleine kinder die das alles nicht mehr recht verstehen wollen........das macht schon müde :-(

kraft schöpfe ich aus meinen freien tagen, meist 3, 4 am stück, einmal einen tag allein, einmal zusammen mitmeinem mann, einmal zusammen mit der ganzen familie. mitarbeitern, die mich anfangs (übrigens immer die selben...) im frei auf dem privathandy angerufen haben habe ich abmahnungen angedroht - nachdem mein mann mir mit schlimmeren gedroh hat wenn ich im frei nicht abschalten kann und mich immer wieder wegholen lasse.

da waren anrufen z.b. daß ein patient, der ins hospiz gekommen ist mich nocheinmal sehen wollte. wir standen gerade vor einem restaurant und wollten hinein (mein mann und ich) und ich bin auf dem absatz kehrt und zum wagen und habe gesagt ich muß weg. nach dem dritten mal hat mir mein mnn sehr drastisch aufgezeigt, was ich da eigentlich mache. da war ich wach.

meine ehe und meine familie geht immer vor. trotz 1200 überstunden die nie jemand bezahlen wird.

ausgleich finde ich auch in freizeitaktivitäten bei denen ich garntiert nicht an die arbeit denke....schwimmen....radfahren.....mit dem hund laufen usw. da dampfe ich dann regelrecht herunter.

auch habe ich mir vorgenommen, mich nicht aufbrauchen zu lassen. zum glück fühle ich mich immer noch in einer konfortablen situation, was mir gedanklich unheimlich kraft gibt. ich habe zwei fachweiterbildungen, in umkreis von 35 km könnte ich sofort in 20 kliniken anfangen und so ganz wirklich müßte ich nicht mal arbeiten gehen oder es würde eine geringfügige beschäftigung reichen.

bei den geschäftsführeren (die ansonsten wirklich klasse sind und außergewöhnlich hinter ihren MA stehen) lasse ich keinen zweifel daran, daß ich ein vollwertiger partner bin. ich möchte mich nicht positionieren, ich habe die position.
nur so kann ich es ertragen und auch mitragen.
und nur so macht es, trotz mordsmäßiger arbeit und anstrengung, wirklich noch spaß.

L. Li
 
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Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
ambulanter PD
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stwrdy

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Ich find das schon spannend zu lesen, wie ihr arbeitet und versucht, den Druck zu mindern. Aber haltet Ihr das auf diese Art auch lange durch? Ich bin seit nun 5 Jahren PDL und ich habe in´dieser Zeit gelernt: Organisation ist alles. Man braucht ein gutes Zeitmanagement. Natürlich gibt es auch bei mir Tage, da läuft fast alles anders als gedacht. Aber ich lasse mir in meiner Planung täglich mindestens 2 Stunden Luft für unvorhesehbare Dinge. Und ich plane mir meine Woche ziehmlich genau durch (dazu benutze ich das Outlook). Wichtige Dinge erledige ich möglichst morgens, wenn ich noch frisch bin. Und ich achte darauf, möglichst so, wie geplant, die Einrichtung zu verlassen. Dás verlange ich auch von meinen Mitarbeitern. Es bringt am Ende keinem etwas, Überstunden anzuhäufen. Wie kann man es nur auf 1200 Überstunden bringen? Das ist für mich völlig unverständlich. Vielleicht musst du auch lernen, bestimmte Aufgaben zu delegieren. Man muss nicht alles selber machen und die Mitarbeiter werden in der Regel äußerst motiviert, wenn sie mit besonderen Aufgaben betraut werden. Probiert das mal.
Ich für meinen Teil arbeite in der Regel (es gibt ganz seltene Ausnahmen) von 07.00 bis 17.00 Uhr. Nach der Arbeit widme ich mich dann meiner Familie und meinem Garten. Das entspannt ungemein, mich jedenfalls.

Ich wünsche Euch auf jeden Fall etwas mehr Optimismus und Spass an der Arbeit.

PS: Ich habe nebenbei noch mein Studium absolviert und schreibe zurzeit an meiner Diplomarbeit. Nach Aussage Meiner Familie, sind sie zwar froh, wenn das rum ist, fühlten sich aber zu keiner Zeit vernachlässigt.

L.G. stwrdy
 
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Pflegedienstleitung; Pflegeberater
Fachgebiet
Altenpflege
Weiterbildungen
DPV
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Beri-Beri

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Hallo!

Erst einmal danke für die Antworten. Also ich versuche genauso wie stwrdy mich zu organisieren, dies hat ca. ein halbes Jahr wunderbar funktioniert.Allerdings habe ich bzw. meine Mitarbeiter und ich seit Mai mit erheblichen personellen Sorgen zu kämpfen und so langsam aber sicher könnte ich verzweifeln: Bin für 150 Bewohner und ca. 70 Mitarbeiter verantwortlich (insgesamt 5 Wohnbereiche). Kaum habe ich auf dem einen Wohnbereich einen personellen Engpass gelöst, geht es auf dem nächsten Wohnbereich weiter... Dies geht nun schon seit Monaten so. Der Pflegemarkt gibt kaum gute Pflegekräfte her, was sicherlich (fast) alle PDL's bestätigen können: Die einen wollen nur von 8-12 Uhr arbeiten, die anderen nicht am We und, und, und....
Trotz aller Einsatzbereitschaft, die Situation zu ändern, gehe ich zur Zeit fast nur noch mit Magenschmerzen zur Arbeit.

Es fällt mir im Moment schwer, meine Motivation aufrecht zu erhalten. Als Pflegedienstleitung hat man doch meistens die A...Karte. Man versucht alles menschenmögliche, damit einerseits die Bewohner, Angehörigen und Mitarbeiter zufrieden sind und andererseits die Vorgaben der Geschäftsführung sowie gesetzliche Verpflichtungen erfüllt werden. Doch entweder bin ich als Pflegedienstleitung einfach zu unfähig oder es ist unmöglich, allen gerecht zu werden. Wenn ich dann abends zu Hause bin, rattert es im Kopf, was ich alles am Tage nicht geschafft habe.

Viele Grüße,
Beri-Beri
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Altenpflegeheim
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Sanitas

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Hallo Beri-Beri,

ich denke jede PDL versucht sich zu organisieren, vielleicht hat stwrdy ja ein anderes Konzept. In meiner Zeit in einer Reha-Klinik habe ich auch bemerkt, dass wenn eine Station sich wieder normalisiert hat, dann die andere Station dran war. Ich denke das passiert immer, wenn man mit Menschen zusammen arbeitet. Oft hängt es auch am Arbeitsklima, das die Mitarbeiter sich untereinander nicht so gut verstehen (das bekommt die PDL oft gar nicht mit oder sie erfährt es zu spät). Ich überlege mir in so manchen Situationen, dass viele PDL´s mit einer Dreifachbelastung zu kämpfen haben (Kinder, Haushalt und Arbeit) und dann komm ich zu dem Entschluß "ja wir machen unsere Arbeit gut!" Und das denke ich auch bei Dir.

L.G

Sanitas
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Amb. Pflegedienst
Sr.Hilde

Sr.Hilde

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Hallo an Euch Alle!

Eine Möglichkeit zum Stressabbau ist auch eine Einzelsupervision bzw. ein Coaching. Ich stelle fest, dass immer mehr Arbeitgeber bereit sind in ihre Leitungskräfte zu investieren und die Kosten zu übernehmen. Häufige Themen von Leitungskräften in meiner Praxis sind z.B. : Rollenverständnis, Organisation, Abgrenzung, Delegation, Umgang mit Stress usw.

Ein erster Schritt ist sicherlich schon getan, wenn einer Leitungskraft der ganze Stress bewusst wird. Im nächsten Schritt sollte dann aber die Frage gestellt werden: Wie kann ich damit umgehen? Nicht umsonst ist das Burn-Out-Syndrom in der Pflege so verbreitet. Eine Pflegekraft, die die Selbstpflege vergisst, steht den Patienten irgendwann gar nicht mehr zur Verfügung...

Herzliche Grüße!

Heike
 
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Krankenschwester, Supervisorin+Praxisberaterin
Fachgebiet
Coaching / Training / FB
HL2917

HL2917

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Hallo,

ich schliesse mich Sr.Hilde an.

Beim Arbeitgeber nachfragen, ob ein Coaching möglich ist und zut Not auch selbst schauen, wo man unterstützt werden kann.

Nur wenn man selbst noch Energie hat, kann man führen.
Zur Not einfach auch mal während der Woche einen Tag frei nehmen. Ausserhalb der Arbeit nicht an die Arbeit denken. Sport machen, Freunde treffen und vorallem auch NICHTS TUN.

Und wenn so ein Zustand (ewiger Stress, keine Zeit mal in Ruhe etwas vorzubereiten wie Richtlinien, Konzepte, Fachzeitschriften lesen) zulange anhält mit Arbeitgeber sprechen und bevor es zum Burn Out kommt eine neue Stelle suchen wenn der AG kein Verständnis hat. Denn es gibt auch verständnisvolle Arbeitgeber, wo man zwar viel arbeitet aber Unterstützung bekommt und die müssen unterstützt werden und andere nicht.

Man kann nur führen wenn man zeit für gespräche hat in denen man sich auf die Anliegen der Mitarbeiter einlassen kann.

Viel Erfolg

HL
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
QM Akutkrankenhaus
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Beri-Beri

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Hallo!

Über Coaching habe ich auch schon nachgedacht. Kann mir jemand sagen, wie viel man pro Stunde blechen muss?

Viele Grüße,

Beri-Beri:rolleyes:
 
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Altenpflegeheim
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Amanda00

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Hallo Beri-Beri,
finde ich toll, dass Du über die Problematik als PDL schreibst. Viele Fragen und Probleme, die hier im Board behandelt werden, sind sicher absolut wichtig für die tägliche Arbeit, für mich als PDL stellten sich aber ganz andere Fragen: Wie packe ich einen solchen Job?? Täglich 10 und mehr Stunden arbeiten, Fehler anderer ausbügeln, ständig sich rechtfertigen müssen, Prügel beziehen, für alle da sein, Gesetze erfüllen, Anforderungen erfüllen etc. etc. Dabei immer im Hinterkopf: Es geht in dem Job nicht um Heizungsrohre o.ä. sondern um Menschenleben! Als ich dann nur noch fertig war und es im Heim massive Pflegefehler gab, zog ich die Konsequenz und kündigte. Für mich gab es keinen anderen Ausweg. Ich finde, PDL ist mit der schwerste Job, den ich mir überhaupt vorstellen kann. Hoffe, Du findest Deinen Weg! Ich habe übrigens immer Coaching bezahlt bekommen, das alleine reicht allerdings nicht. Die Hauptsache ist, wie ich finde, ein glückliches ausgleichendes Privatleben!
Meines Wissens kostet eine Coachingstunde um die 80 Euro.
Alles Gute :eek:riginal:
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Hannover
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ferdi

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Hallo Beri-Beri,

Über Coaching habe ich auch schon nachgedacht.
das wird auch nicht die Lösung für dich sein.

Zurück zu deiner Frage.
mich würde es interessieren, wie ihr PDL's mit dem täglichen Druck und Belastung umgeht. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass auch ihr mit personellen Engpässen konfrontiert seid, einerseits die Unzufriedenheit von Mitarbeitern und Angehörigen in Grenzen halten müsst und andererseits die Vorgaben der Chefs einhalten müsst. Wie habt ihr ein Weg für euch gefunden, mit dieser Belastung zurecht zu kommen?
Versuch mal meine Gegenfragen zu beantworten.
Warum sind die Angehörigen unzufrieden?,
warum sind die Mitarbeiter unzufrieden?,
welche Vorgaben stellt der Chef?

Zufriedene Angehörige (Ausnahmen bestätigen die Regel) zeugen von zufriedenen motivierten Mitarbeitern. Voraussetzung, die Vorgaben des Chefs sind der Situation angepasst.

ferdi
 
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stupanka

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Hallo
Auch wenn ich diese Position noch nicht solange ausübe,ist mein erster Grundsatz:Ich kann nicht allen und allem gerecht werden, es ist ein Ding der Unmöglichkeit zufriedene Angehörige,BW,MA und Chef`s zu haben,gleichzeitig bei allen beliebt zu sein und den "Laden" gut im Griff zu haben.
Also ist es angesagt Prioritäten zu setzen,d.h.eben auch mal für den Ein oder anderen MA der Buhmann zu sein Im Sinne des/der BW, denn die haben absolute Priorität.
Mir hilft es auch,dass ich einen guten Austausch mit meiner HL habe und das heißt nicht,dass die HL alles gut findet sondern mit mir zusammen Situationen reflektiert und diskutiert.Gerade als PDL hat man ansonsten wenig Möglichkeiten sich auszutauschen bzw.Dampf abzulassen.
Des Weiteren halte auch ich Coaching für ein gutes Mittel, dennoch gehört m.E.dazu seine Einstellung,Sichtweisen,Verhalten reflektieren und ggf.ändern zu wollen und dies auch zu können ohne sich verbiegen zu müssen.
Abschalten kann ich auch in der Tat bei meiner Familie,im Garten,bei Musik.
Meine Arbeitszeit ist von Montag bis Freitag von8.00Uhr bis 16.00 Uhr,damit komme ich sehr gut zurecht,da ich so auch Zeit für meine Familie habe.

Lg stupanka
 
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Stromberg

Stromberg

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[FONT=&quot]Hallo,
ich bin seit Oktober 2007 als PDL beschäftigt und hatte als ich dort anfing noch keine Leitungserfahrung.
Die ersten Monate waren sehr schön und ich konnte den Pflegedienst und die Tagesstätte, wo ich auch noch als Leitung zuständig war aufbauen und alles lief gut.[/FONT]
[FONT=&quot]Dann hat eine der zwei Mitarbeiter gekündigt und ab da habe ich von Dezember bis verfangenen August jeden Tag 12 bis 13 Stunden gearbeitet hatte 1 Wochenende in dieser Zeit frei. Ich habe Morgen und abends die Pflege gefahren und in der Restlichen Zeit im Büro die Arbeiten erledigt, die man als PDL halt so macht. Der Rest des Personals waren Hauswirtschaftskräfte oder hatten sonst keine Möglichkeit die Pflegetouren zu übernehmen.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich hab mir von meinem Geschäftsführer Frechheiten und Demütigungen gefallen lassen, habe alles geschluckt und musste mir immer anhören „Wir haben kein Personalproblem!“ [/FONT]
[FONT=&quot]Alle Bewerben war nach seiner Sicht ungeeignet.[/FONT]
[FONT=&quot]Dann habe ich es endlich getan, als ich nicht mehr abschalten konnte habe ich dann gekündigt nach dem ich entlich eine neue Stelle hatte.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich habe dann zwei Wochen Urlaub gemacht wo ich froh war als sie vorbei waren, da ich es nicht gewohnt war frei zu haben.[/FONT]
[FONT=&quot]Wenn ich heute zurückblick würde ich diese zeit nicht mehr mitmachen, und wie ich diese Zeit überstanden haben weis ich nicht.[/FONT]
[FONT=&quot]Jetzt arbeite ich in einem jungen Pflegedienst auch als PDL und fühle mich dort sehr wohl aber die vergangenen Monate sind noch nicht an mir vorbei, ich zucke immer noch wenn das Bereitschaftshandy geht ober ich mal ein Wochenende Arbeiten soll.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich hoffe es geht vorbei.[/FONT]
[FONT=&quot]Trotz allen muss ich sagen, dass ich eine ganze Menge gelernt habe und ich meine Arbeit nicht machen könnte wenn ich diese Erfahrungen nicht gemacht.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich habe einen hohen Preis bezahlt um in dem Beruf zu arbeiten! [/FONT]
[FONT=&quot]Das war s wert.[/FONT]
 
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Pflegedienstleiter
Fachgebiet
ambulante Pflege
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Miri36

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Hallo,
man was bin ich froh endlich dieses Forum gefunden zu haben. Ich arbeite jetzt seit 4 Jahren als PDL in verschiedenen Einrichtungen. Der Spass an der arbeit geht einem irgendwann verloren. Ich habe diese Weiterbildung gemacht weil ich etwas für die Pflege erreichen wollte und nicht gegen die Pflege arbeiten will. Aber der Druck der auf uns ausgeübt wird, wird immer größer. Reden wir mal nicht von den MDK Prüfungen, der schlecheten Bezahlung und den Unmut der Geschäftführer wenn einem in 3/4 Jahr 30 Bewohner sterben.
Das alles ist zum Weglaufen. Macht nur weiter so, dann gibt es bald keinen mehr, der in der Pflege arbeiten will. Ob nun in der Pflege oder in der Leitung. Macht sich eigentlich keiner gedanken darüber das im Norden die Fachkräfte zu hauf nach Skandinavien abwandern und das im Süden die Fachkräfte lieber in die Schweiz gehen. Wann wird die Politik nur bergreifen, dass es nichts bringt, dem MDK Millionen in den A.... zu schieben, man lieber das Geld der Pflege hätte geben sollen, damit ich nicht alle 2 Monate neue Fachkräfte suchen muss. Tut mir leid, wenn das alles vielleicht etwas wirr ist, aber der Frust sitzt tief und ich weiß im Moment nicht, warum ich noch weiter als PDL arbeiten sollte.
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Irgendwo in deutschland
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