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M

mari72

hallo,

meine schwester hat seit 25 jahren diabetes und diabetes füsse

am einen füss sind fast alle knochen entfernt worden

trotz allem ist dieser füss an der fusssohle aufgebrochen und eitert sehr

nun liegt sie wieder im krankenhaus und da wurde ein abstrich gemacht in der wunde und ORSA festgestellt

sie liegt jetzt in einem einzelzimmer mit allen sicherheits maßnahmen

meine fragen wären nun:

wie lange dauert es ungefähr bis man orsa wieder los wird
kam ich mit unseren kids zu meiner schwester oder besser nicht
wie wasche ich ihre wäsche ,mit unserer zusammen oder besser nicht
sollen wir uns auch untersuchen lassen ............meine schwestern und ich küssen uns immer zur begrüßung

ich würde mich freuen von euch zu lesen
vielen dank schon mal
gruß mari72
 
K

kathi

Mitglied
Basis-Konto
12.03.2005
16356
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]hi hi, ich hab mal ein bißchen gegoogelt, hofft konnte dir ein wenig helfen.[/font]​
[font=Arial, Helvetica, sans-serif][/font]​
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]Oxacillin resistenter Staphylococcus aureus (ORSA)[/font]​
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]1. Allgemeines[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]ORSA sind in der Regel Hospitalkeime, die vor allem im stationären Bereich endemisch auftreten können. Sie können Erreger schwerster Infektionen sein, die sich nur mit potentiell toxischen und teuren Antibiotika (Vancomycin) therapieren lassen. Erregerquelle ist der kolonisierte oder infizierte Patient (Haut, Hände, Nase-/Rachenraum, Blut- und Körperflüssigkeiten, Wunden, Wundsekrete). Die Übertragung erfolgt über Hände durch direkten Patientenkontakt, durch indirekten Kontakt mit Flächen, Gegenständen oder Geräten in der Patientenumgebung oder aerogen über Niesen oder Husten des Patienten.[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]2. Hygienemaßnahmen gegen die Weiterverbreitung von ORSA[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]Aufklärung aller am Patienten tätigen Personen über das Vorhandensein des Problemkeimes und über die nachfolgend aufgeführten Isolierungsmaßnahmen.[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]“Den beschlossenen Maßnahmen ist vom gesamten Personal, ob stationseigen oder konsiliarisch tätig, Folge zu leisten.” [/font]
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]2.1 Isolierungsmaßnahmen bei Patienten mit ORSA-Infektion oder Kolonisation sowie Patienten mit Kontakt zu ORSA (Zimmernachbarn, s.2.7)[/font]

  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Einzelunterbringung oder Kohortenisolierung. Türen sind geschlossen zu halten. Warnhinweise sind gut sichtbar an der Außenseite der Tür anzubringen. [/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Es ist, soweit möglich, eine Zimmerpflege vorzusehen.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Schutzmittel, wie Handschuhe, Mund-/Nasenschutz, saubere Kittel etc., sind vor dem Patientenzimmer gut erreichbar bereitzustellen.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Lagerung von Gebrauchsartikeln (Einmalmaterialien, Medikamente etc.) im Patientenzimmer sind möglichst auf einen Tagesbedarf zu beschränken.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Tägliche Körperwäsche mit einer antimikrobiellen Waschlotion, 2x wöchentlich auch der Kopfhaare. Bettwäsche, Nachthemd, Handtücher, Waschlappen etc. täglich wechseln.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Bei Patiententransport aus dringender Indikation, ist der Patient im Krankenzimmer auf Trage/Rollstuhl umzulagern. Das Krankenbett verbleibt im Raum. Außerhalb des Krankenzimmers hat der Patient Einmalhandschuhe (nach Händedesinfektion), Mund-/Nasenschutz und, falls möglich, einen Schutzkittel zu tragen. Der Nachweis von ORSA berechtigt nicht zur Ablehnung konsiliarischer Untersuchungen in anderen Fachbereichen. Diese sind allerdings über den Status des Patienten sowie die notwendigen Hygienemaßnahmen frühzeitig zu informieren.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Bei Verlegung eines infizierten oder kolonisierten Patienten auf eine andere Station oder in ein anderes Krankenhaus, ist der weiterbehandelnde Arzt und die Station über den Status zu informieren. Befunde und dieses Merkblatt sind dem Verlegungsbericht beizufügen.[/font]
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]2.2 ORSA-Ausbruch[/font]

  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Bei gleichzeitigem Auftreten von mehr als einem ORSA-Fall in einer Abteilung werden Nasen-/Rachenabstriche beim gesamten Personal durchgeführt. Bei ORSA-Nachweis werden die betroffenen Mitarbeiter therapiert (s. 2.6) und haben währenddessen bei allen Stationstätigkeiten einen Mund-/Nasenschutz zu tragen. Mitarbeiter auf Intensivstationen sind in Absprache mit dem Personalarzt/Pflegedienstleitung für die Dauer der Kolonisation anderweitig einzusetzen.[/font]
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]2.3 Personalverhalten[/font]

  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Wirksamste Verhütungsmaßnahme gegen ORSA-Ausbreitung ist die
    !!!! HYGIENISCHE HÄNDEDESINFEKTION !!!!

    Diese ist vor und nach jedem Patientenkontakt durchzuführen.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Einmalhandschuhe tragen! Dies ersetzt nicht die hygienische Händedesinfektion, die vor sowie nach Benutzung von Handschuhen durchzuführen ist.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Mund-/Nasenschutz anlegen![/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Schutzkittel (sterilisierte OP-Kittel nicht notwendig) sind zu benutzen, wenn Personalkleidung in Kontakt mit dem Patienten, Oberflächen oder Gegenständen im Raum kommt. [/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Vor Verlassen des Patientenzimmers sind Schutzkittel, Einmalhandschuhe und Mund-/Nasenschutz abzuwerfen und eine hygienische Händedesinfektion durchzuführen.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Der Zugang zum ORSA-Patienten ist auf ein Minimum zu beschränken.[/font]
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]2.4 Reinigungsmaßnahmen, Entsorgung[/font]

  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Alle Flächen und Geräte einschließlich des Bettgestells sind innerhalb des Patientenzimmers nach den in der MHH-Liste aufgeführten Verfahren mind. 1xtgl. desinfizierend zu reinigen. Dies gilt auch für benutztes diagnostisches und therapeutisches Equipment bevor es aus dem Zimmer entfernt wird.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Abfall wird im Patientenzimmer als B-Abfall (Abwurf mit Deckel) gesammelt und täglich entsorgt.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Schmutzwäsche wird ebenfalls im Zimmer gesammelt und in den üblichen Wäschesäcken entsorgt.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Nach Entlassung oder Aufhebung der Isolierung erfolgt eine Scheuer-Wischdesinfektion als Schlußdesinfektion (Keine Raum-Sprühdesinfektion!). Patienten, die weiterhin stationär behandelt werden, sind für diese Tätigkeiten in ein anderes Zimmer zu verlegen (Bettwechsel erforderlich).[/font]
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]2.5 Besucherverkehr[/font]

  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Besucher haben sich beim Pflegepersonal zu melden und sind in der Anwendung der Hygienemaßnahmen zu unterweisen. [/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Vor dem Patientenzimmer müssen Besucher einen Mund-/Nasenschutz und Schutzkittel anlegen.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Vor Verlassen des Zimmers sind Schutzkittel abzuwerfen. Eine hygienische Händedesinfektion ist anzuschließen.[/font]
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]2.6 Therapie von Infektionen und Kolonisationen mit ORSA[/font]

  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Bei Infektionen mit ORSA ist eine Therapie mit der Abteilung Mikrobiologie abzustimmen.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Die Therapie der Kolonisation mit ORSA erfolgt in der Regel lokal mit der Gabe einer Mupirocin-haltigen Salbe für die Nase (Appl. Turixin®-Salbe 4x tgl. für 5 Tage). Zwei Tage nach Beendigung der Behandlung sind Kontrollabstriche aus Nase und Rachenraum vorzunehmen.[/font]
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/font]

[font=Arial, Helvetica, sans-serif]2.7 Aufhebung der Isolierung[/font]

  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Die Isolierungsmaßnahmen für Patienten und Mitarbeiter dürfen erst nach drei negativen Abstrichserien von Nase, Rachen und ev. vorhandenen ORSA-Nachweisorten (Wunden etc.) im Abstand von jeweils 48 Std. aufgehoben werden. Die Materialbegleitscheine sind durch Ordnungszahlen zu kennzeichnen. Läßt sich ORSA in einer Abstrichserie nachweisen, sind Kontrollabstriche einmal wöchentlich vorzunehmen.[/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Patienten, die in einem Zimmer mit einem ORSA-Patienten gelegen haben, (Kontaktpatienten 1.Grades) sind erst nach einer negativen Abstrichserie (Nase, Rachen, Wundbereiche) aus der Isolierung zu entlassen. [/font]
  • [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Entlassung oder Verlegungen können unabhängig vom ORSA-Status erfolgen (Informationsweitergabe s. 2.1).[/font]
 
Qualifikation
Azubi Kinderkrankenpflege
Fachgebiet
Helios Berlin Buch
M

mari72

Themenstarter/in
hallo kathi,

ja vielen dank ich habe es mir gleich ausgedruckt.

schönes wochenende
gruß mari
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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