Subcutane Infusion: in der ambulanten Pflege erlaubt?

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AmbPD

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Hallo,


da die subcutane Infusion nicht zum Umfang der häuslichen Pflege gehört (so steht es zumindest in unserer Rahmenvereinbarung), sprich nicht abrechenbar ist, stellt sich uns die Frage, ob wir diese Leistung überhaupt erbringen dürfen.

Dürfen wir, falls der Arzt das verordnet und auch einweist?


Danke!

Gruß
ambPD
 
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jackylein

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Re: Subkutane Infusion: in der ambulanten Pflege erlaubt?

ja das ist mal ne gute frage würde mich auch interessieren....
auf fer anderen seite warum solltet ihr diese leistung erbringen, wenn ihr sie nicht abrechnen könnt...
 
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Lisy

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Re: Subkutane Infusion: in der ambulanten Pflege erlaubt?

Hallo AmbPD,
s.c. Leistungen weden sehr wohl vergütet. Dafür ist "nur" ein Delegationsrezept notwendig. Ein stinknormales Rezept reicht dafür aus. (Muster 32, ist das gleiche, wo der Arzt die Medis verschreibt)
Drauf stehen muß die Anzahl und der Zeitraum.
Gruß Lisy
 
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AmbPD

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Re: Subkutane Infusion: in der ambulanten Pflege erlaubt?

Hallo AmbPD,
s.c. Leistungen weden sehr wohl vergütet. Dafür ist "nur" ein Delegationsrezept notwendig. Ein stinknormales Rezept reicht dafür aus. (Muster 32, ist das gleiche, wo der Arzt die Medis verschreibt)
Drauf stehen muß die Anzahl und der Zeitraum.
Gruß Lisy
Dann habt Ihr wohl einen anderen Rahmenvertrag (oder sehe ich das falsch?). Oder meinst Du etwa s.c. Injektionen? Diese sind lt. unserer Rahmenvereinbarung auch abrechenbar. Aber eben keine Infusionen.

In unserer SGB V Leistungsbeschreibung steht Folgendes:

Infusionen:

Die i.v.-Medikamentengabe, die venöse​
Blutentnahme sowie die arterielle, intrathekale
und subcutane Infusion sind keine Leistungen
der häuslichen Krankenpflege.

Und da es keine Leistung ist, wie sollen wir es bitte abrechnen? Nach welchem Satz?
Wir wären aber natürlich an einer "Lösung" dieser Frage interessiert.


Viele Grüße
ambPD
 
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pdlandy

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Hi AmbPD,

um welches Bundesland handelt es sich denn bei euren Rahmenvertrag? Bei uns ist das mit der s.c.-Infusion keine Frage. Wie du abrechnen sollst, ohne im Rahmenvertrag eine solche Leistung als solche vereinbart zu haben , scheint interessant.
mfg
 
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AmbPD

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Hessen.

Also um es klar zu stellen: wir würden bei dieser Patientin auch Grundpflege durchführen und dann würden wir die s.c. Infusion "nebenbei" auch umsonst legen.

Deshalb war die Eingangsfrage, ob diese Tätigkeit grundsätzlich erlaubt ist. Und weniger die Frage der Abrechnung.


Gruß
 
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Lisy

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Hallo AmbPD,
ich rede von s.c. Infusionen. Die sind auch bei uns nicht im Rahmenvertrag zum SGB V enthalten. Deswegen benötigst du auch keine Verordnung häuslicher Krankenpflege sondern ein Rezept. In dem Rezept muß z.B. stehen: Anlegen von 20 s.c. Infusionen im Monat Dezember.
Damit delegiert der Arzt seine Leistung an Euch. Deswegen nennt sich das auch Deligationsrezept. Dies muß auch nicht von der Krankenkasse genehmigt werden.
Wir bekommen für die s.c. Infusion den Preis des Leistungskomplexes 3, allso so um die 15 €.
Es muß aber gesondert abgerechnet werden, weil es keine Regelleistung nach
§ 5 SGB V ist.
Gruß Lisy
Nachtrag:
Grundsätzlich ist jede Behandlungspflege, egal ob es im Leistungskatalog zum SGB V aufgenommen ist oder nicht erlaubt, wenn der Arzt es an euch delegiert. Und bei einer s.c. Infusion kann man ja kaum was falsch machen.
 
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pdlandy

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Wenn die Frage nur ist , ob es erlaubt ist , dann klares JA. Es bedarf nur der ärztlichen Verornung und gut ist.
mfg
 
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AmbPD

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Vielen Dank für Eure Antworten!

Vielleicht hat hier jemand auch seine Erfahrungen mit den hessischen KK gemacht?

Lisy,

was ist bei Euch LK3? Bei uns ist es die erweiterte Körperpflege und kostet über 20 Euro.


Grüße
ambPD
 
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Lisy

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Hallo AmbPD,
SGB V wird bei uns gestuft.
LG 1 sind z.B. Medigabe, LG 2 z.B Dekubiusversorgung und LG 3 z.B. Wundverbände.
s.c. Infusionen kommen bei uns relativ häufig vor.
Mit Hessen habe ich leider keine Erfahrung.
Gruß Lisy
 
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Akropolis

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Hallo, Lisy, Du hast oben von diesem "Delegationsrezept" gesprochen. Wie geht das denn dann weiter, wenn ich - sollte es der Fall sein - so ein RP vom HA des Pat. erhalten habe? Wir haben nämlich gerade auch so einen Fall; haben seit der Jahreswende 1x tgl. 500 ml NaCl s.c. als Infusion anzulegen auf VO. Haben das auch brav durchgeführt und auch dokumentiert - gestern kam jetzt die Ablehnung der Kasse. Jetzt haben wir uns überlegt, bevor wir wieder mal mit der Kasse streiten, daß wir das übers SGB XI als "einfache Hilfe bei der Nahrungsaufnahme" abrechnen. Ist das denn überhaupt so möglich und erlaubt ? Außerdem - das war meine eigentliche Frage : Wie geht's dann mit dem Procedere weiter, wenn ich das RP habe? Reicht das der Patient ein oder wir? Und wenn die Kasse das nicht vorher genehmigen muß - bezahlt sie das ohne Kommentar? Welche Doku ist dazu notwendig, auch für die Abrechnung und wo kommen diese 15,- € her ? L.G. Akropolis.
 
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Lisy

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Hallo Akropolis,
das Deligationsrezept (Muster 32 b) wird zusammen mit dem Leistungsnachweis und der Rechnung von Euch bei der Kasse eingereicht. Die Kasse zahlt und gut ist.
Wir haben den Preis mit der Kasse ausgehandelt. Da es eine ärztliche Delegation ist, gibts eigentlich keine festen Preise.
Gruß Lisy
 
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AmbPD

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Hallo Lisy,


wie handelt man den Preis mit der KK aus? Macht Ihr das mit jeder einzelnen KK? Und wer ist für solche Verhandlungen überhaupt zuständig? Postalisch oder telefonisch?

Danke!

Gruß
ambPD
 
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Lisy

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Hallo AmbPD,
ich habs telefonisch mit der AOK geklärt und dann bei den anderen Kassen den Preis einfach übernommen.
Gruß Lisy
(ging eigentlich ganz schnell)
 
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