Sturzprotokoll

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H

hirujw

Neues Mitglied
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11.12.2007
99528
Hallo, bei uns auf Arbeit kommt es wie auch in anderen Einrichtungen zu Stürzen von Bewohner. Nun wird in unseren Sturzprotokoll ein Frage gestellt:
Welche Maßnahmen wurden eingeleitet bzw. durchgeführt um einen weiteren Sturz zu verhindern?
Schreiben wir z.B. als Antwort: “...ist nochmals in die Rufanlage eingewiesen worden......“. Kommt das Protokoll umgehend zurück mit der Bemerkung, wie kann ich das einen Dementen erklären. Was kann ich bei einen Dementen für Maßnahmen durchführen damit es zu keinen weiteren Stürzen kommt. Kontrollgänge können ja auch nicht die Lösung sein.

Gruß
 
Qualifikation
Pfleger
Fachgebiet
Suhl
A

access

Mitglied
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28.09.2007
41517
Hallo hirujw,

bzgl. deiner Frage gibt es mehrer Möglichkeiten,
1. Sturzpräventionsgespräch mit dem Betroffenen, bei Dementen schwierig, bzw. kaum umzusetzen, aber Betreuer, Angehörige usw.
mit Hinweis der Möglichkeiten von Einsatz von Hilfsmitteln, soweit nicht vorhanden; bzw. Einsatz von freiheitsentziehenden Maßnahmen und deren Auswirkungen
Sieh mal nach im "Expertenstandard" Sturzprophylaxe kann dir weiterhelfen

LG

access
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Management
M

ms-sophie

Aktives Mitglied
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14.03.2007
Mannheim
Hallo

das kommt ja drauf an, weshalb der BW gestürzt ist.

Bei jemandem der öfter stürzt also ein hohes Risiko hat wäre eine Möglichkeit ihm diese Hüftprotektoren angedeihen zu lassen.

Sophie
 
Qualifikation
QM
Fachgebiet
ambulante und stationäre Altenhilfe, Hospiz
Lilly-Willow

Lilly-Willow

Mitglied
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17.07.2007
56130
wir führen auch Sturtzprotokolle.

um weitere Stürtze zu verhindern sollte auf geeignetes Schuhwerk geachtet werden und Stolperfallen beseitigt werden, Teppiche etc.
wenn die Bewohner begleitet werden, sollten sie z.B. an einen Rollator gewöhnt werden.

bei akut sturtzgefährdeten Bewohner wird wie eben gesagt eine Hüftschutzhose angeschafft, die Protektoren hat.


Gruß Christina
 
Qualifikation
Krankenschwester; Praxisanleiterin
Fachgebiet
Alten und Pflegeheim
Weiterbildungen
"Expertenstandard Menschen mit chronischen Wunden"
Weiterbildung zur Praxisanleiterin
S

smily

Mitglied
Basis-Konto
20.03.2006
91056
Hallo,

nachdem unsere PDL sehr hinterher ist bzgl. Sturzprophylaxe und dieses grad bei unseren (Schlaganfall-) Patienten sehr wichtig ist, haben wir eine ganze Reihe von Maßnahmen, die wir im Bedarfsfall einleiten. Dazu gehören:

-die schon benannten Hüftprotectoren bzw. Hüftgurt oder Hüfthose
- Sturzhelm

- Bewegungsmatten- dies sind ca. 70x50cm große Kontaktmatten, die auf dem Boden mit breitem Klebeband befestigt werden und direkt vor dem Bett des Pat.- diese werden mittels Kabel, was ebenfalls verklebt wird, mit der Rufanlage verbunden und jedesmal, wenn der Pat. aus dem Bett aussteigt und Kontakt mit der Matte hat, wird ein Glockenruf ausgelöst- dies verhindert zwar nicht unbedingt einen Sturz, aber die Zeit bis zur Hilfestellung wird minimiert
- Lichtschrankensystem- ähnlich, wie bei den Matten, allerdings steht am Kopfende des Pat.-Bettes eine Art Sensor, der den "Ausstiegsbereich" des Bettes überwacht- wenn der ausgesendete nicht sichtbare Strahl durch Pat. unterbrochen wird, folgt ein Glockenruf
- gelbes Klebeband wird an potenziellen Gefahrenstellen auf den Boden geklebt- Untersuchungen zufolge "stoppt" die Patienten aufgrund der Farbe- bei uns nur teilweise funktioniert
- Spiegelfolie an der Innenseite der Tür verhindert ganz gut ungewolltes Verlassen des Zimmers, da Pat. Spiegelbild für andere Person hält und die Richtung wechselt

...dies ein kleiner Abriss unserer Maßnahmen.

Für weiterführende Infos oder Anregungen steh ich gern privat zur Verügung- pn genügt:eek:riginal:
Liebe Grüße, smily
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
schw.-inge

schw.-inge

Mitglied
Basis-Konto
19.06.2007
22885
@smily
das kommt mir eher wie die totale Überwachung
bei stark dementen und weglaufgefährdeten Bewohnern halte ich es ja noch für angebracht
aber ich möchte hier jetzt nicht über freiheitsentziehende Massnahmen diskutieren

wie gesagt es gibt viele Möglichkeiten
die auch schon erwähnt wurden



da ich als Dauernachtwache arbeite und sich viele Stürze auch Nachts ereignen

bleiben Protektorhosen auch zur Nacht an (Bewohner welches diese ablehnen, wird dann schriftlich in der Doku festgehalten)

einen Toilettenstuhl am Bett zu stellen, so das weite Wege reduziert wurden somit wurde der eine oder andere Sturz schon vermieden

und immer wieder auffordern zu klingeln, Die meisten unserer Bewohner haben eine mobile Klingel

Kontrollgänge durchführen

Sturzpräventionsgespräch führen mit dem Bewohner und auch Angehörige und dies schriftlich festhalten und unterschreiben lassen
dies wird von der Stationsleitung geführt

wir können die Bewohner nicht festbinden, aber wir können versuchen ihnen
immer wieder Hilfestellung zu geben:eek:riginal:
 
Qualifikation
altenpfegerin
Fachgebiet
nachtwache
S

smily

Mitglied
Basis-Konto
20.03.2006
91056
Hallo nochmal,

das kommt mir eher wie die totale Überwachung
@schw.-inge
also ich weiß ja nicht, was Du unter Sturzprophylaxe verstehst, aber was willst Du anderes machen, als den Pat. "zu überwachen" um Stürze zu vermeiden? Sitzwache- na schön, wenn Ihr dafür das nötige Personal habt- wir müssen aufgrund des Personalschlüssels andere Möglichkeiten nutzen.
Und ich verwehre mich hier eindeutig gegen den Vorwurf der freiheitsentziehenden Maßnahmen:mad_2: - wo bitte ist eine Bewegungsmatte freiheitsentziehend? Oder die anderen genannten Möglichkeiten? Der Patient kann sich nach wie vor uneingeschränkt bewegen! Und wenn es Dich beruhigt- wir haben sehr erfolgreich an verschiedenen Studien gerade über Sturzprophylaxe teilgenommen, in denen die genannten Maßnahmen erfolgreich angewendet wurden.

Im Übrigen halte ich einen Toilettenstuhl am Bett gerade bei sturzgefährdeten Patienten sehr bedenklich, da diese Dinger selten gut feststellbar sind und als Hindernis wesentlich gefährlicher sind als jede Bewegungsmatte o.ä.- gerade nachts, wenn Pat. schlaftrunken unsicher durch die Gegend laufen ist es sicher sinnvoller durch einen Tritt des Pat. auf die Matte über einen bevorstehenden WC-Gang "informiert" zu werden und den Pat. begleiten zu können.

Aber anscheinend haben wir etwas gegenteilige Meinungen von Sturzvermeidung

Liebe Grüße, smily
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
schw.-inge

schw.-inge

Mitglied
Basis-Konto
19.06.2007
22885
ich habe mit dieser Reaktion von dir gerechnet:eek:riginal:


ich möchte im Alter jedoch nicht komplett überwacht werden und jeder weiss wann ich mich wann bewege oder aufstehe, wo bleibt da die Intimsphäre und die freie Bewegungsfreiheit, wenn immer gleich eine Schwester angerannt kommt nur weil ich als alter Mensch mal aufstehe

nee tut mir leid aber da fehlt mir jegliches Verständnis

jetzt noch was ironisches, wie wäre es noch wenn ihr bei euch eine Videokamera installiert

Big Brother lässt grüssen

tut mir leid aber über solche Beiträge wie deine muss ich schmunzeln

P.S. Spiegelfolien sind meiner Meinung nach freiheitsentziehend, da sie den Bewohner davon abhalten den Raum zu verlassen, ebenso wie Trickschlösser etc.

tut mir leid aber deiner Meinung bin ich nun wirklich nicht

mag sein das es bei euch angebracht ist, aber in einem normalem Pflegeheim wie ich in einem arbeite mit Sicherheit nicht
 
Qualifikation
altenpfegerin
Fachgebiet
nachtwache
M

manuelstahnke

Mitglied
Basis-Konto
20.12.2007
12163
wir hatten die thematik sturz grad im unterricht; unser dozent (wie auch unser rechtsdozent) betonen stets, dass sturz ein risiko ist, das nicht vollständig beherrschbar ist.

- eine interessante anregung in richtung festes schuhwerk wären turnschuhe; unsere damen haben alle schuhe, an denen sie die hacken runterlatschen und quasi pantoffeln aus den (haus-)schuhen machen.
- bei menschen, die allein aufstehen, lasse ich nachts ein nachtlicht an, damit sie den weg zur toilette oder zum wc-stuhl finden.

zu den spiegelfolien:
wenn dem bewohner fremde personen (also sein antlitz in der spiegelfolie) ungeheuer sind, sollte man sie ihm nicht in sein zimmer stellen, oder?
hat jemand erfahrungen mit diesen folien? verhindern sie stürze oder stürzen bewohner in diesen zimmern trotzdem im zimmer?

@schw.-inge:
was falsch ist an bewegungssensoren verstehe ich allerdings nicht; klar wolltest du dein lebenlang nie ´überwacht' werden, aber du möchtest sicher deine letzten 3 jahre auch nicht in einem pflegeheim verbringen, weil du nicht mal mehr deinen namen schreiben kannst, oder? ich meine, da muss man abwägen; würde den menschen eine lichtschranke stören?
wir hatten zum jahreswechsel eine dame, die 3 mal hintereinander gestürzt ist; wir haben sie immer wieder gebeten, sich zu melden und nicht alles alleine zu machen; einer der stürze geschah aus dem bett heraus und da wäre eine bewegungsmatte oder ein sensor, der aufstehversuche anzeigt durchaus sinnvoll gewesen. nun ist sie gestern verstorben, von den stürzen hat sie sich nicht wieder erholt.
 
Qualifikation
Azubi AP
Fachgebiet
Altenpflegeheim
N

Nasonex2001

Mitglied
Basis-Konto
08.03.2005
14712
Hallo,

nachdem unsere PDL sehr hinterher ist bzgl. Sturzprophylaxe und dieses grad bei unseren (Schlaganfall-) Patienten sehr wichtig ist, haben wir eine ganze Reihe von Maßnahmen, die wir im Bedarfsfall einleiten. Dazu gehören:

-die schon benannten Hüftprotectoren bzw. Hüftgurt oder Hüfthose
- Sturzhelm
Hi Leute

ich bin selbst Qualitätsbeauftragter und kann es ehrlich gesagt nicht mehr hören das Hüftprotektoren oder Sturzhelme eine Sturzprophylaxe sein sollen. Bloß weil der Bewohner bzw. Patient einen Protektor trägt , stürzt er weniger? Was für ein Quatsch. Das wäre wenn dann eine Prophylaxe um schwere Verletzungen vorzubeugen. Leider wird auch in jeder Fortbildung das jedesmal falsch erklärt. Unsere Aufgabe ist es doch Stürze im Ansatz zu verhindern, und nicht bloß die Verletzungen so gering wie möglich zu halten.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger, QB
Fachgebiet
Pflegeeinrichtung
S

smily

Mitglied
Basis-Konto
20.03.2006
91056
Hallo nochmal,

ich denke, man sollte o.g. Maßnahmen unterscheiden- einerseits die, die Sürze wirklich effektiv verhindern können und solche, die Folgen abmildern können- in sofern hast Du sicher recht @Nasonex2001:eek:riginal:
Ich denke schon auch, daß wir Stürze nicht immer verhindern können, aber zumindest kann man mit o.g. Maßnahmen die Zeit bis zur Hilfe deutlich verringern.

Zum Thema "Überwachung" kann ich nur sagen, daß ich mich als Pflegekraft entscheiden muß, was ich will- entweder der Pat./BW stürzt immer wieder, weil ich mit den "Überwachungsmaßnahmen" nicht arrangieren bzw. akzeptieren kann oder gebe ich ihm die Möglichkeit, sturzfrei bzw. sturzarm sein Leben zu leben und so vielleicht Lebensqualität.

Zu den Spiegelfolien muß ich noch was sagen- wir benutzen das natürlich nicht ausschließlich zur Sturzprophylaxe- wir verwenden sie hauptsächlich bei stark weglaufgefährdeten Pat., die außerhalb der Station gangunsicher sind.

Grundsätzlich sind wir sehr froh, daß wir verschiedene Maßnahmen haben, da sich viele Patienten nach Stürzen schwer erholen und ihre guten Fortschritte in der Reha durch Stürze schnell zu nichte gemacht werden- liebe Kritiker seht es doch mal von der Seite:eek:riginal:

Liebe Grüße, smily
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
wir hatten die thematik sturz grad im unterricht; unser dozent (wie auch unser rechtsdozent) betonen stets, dass sturz ein risiko ist, das nicht vollständig beherrschbar ist.
So ist es und das PP kann die Augen nicht überall haben.

eine interessante anregung in richtung festes schuhwerk wären turnschuhe
Aber nur als Anregung. Und die kann man auch runterlatschen.
Meine Mutter habe ich noch nie mit Turnschuhen gesehen und denkt nur mal an die "eleganten Damen".

bei menschen, die allein aufstehen, lasse ich nachts ein nachtlicht an, damit sie den weg zur toilette oder zum wc-stuhl finden.
Ist eine Lösung. Wenn sie aber im Dunkeln schlafen wollen?

zu den spiegelfolien:
Stellen eine Irreführung dar, die Tür ist nicht als Tür zu erkennen, folglich Freiheitsberaubung.

wenn dem bewohner fremde personen (also sein antlitz in der spiegelfolie) ungeheuer sind, sollte man sie ihm nicht in sein zimmer stellen, oder?
Da reicht oft schon ein normaler Spiegel, um jemanden zu verwirren.

@schw.-inge:
was falsch ist an bewegungssensoren verstehe ich allerdings nicht; klar wolltest du dein lebenlang nie ´überwacht' werden, aber du möchtest sicher deine letzten 3 jahre auch nicht in einem pflegeheim verbringen, weil du nicht mal mehr deinen namen schreiben kannst, oder?
Ein PH ist doch keine geschlossene Anstalt. rein rechtlich gesehen, kann dort jeder kommen und gehen, wann er will.
Auch für die Sensoren wird ein richterl. Beschluss verlangt.

ich meine, da muss man abwägen; würde den menschen eine lichtschranke stören?
Ich akzeptiere ein Lichtschranke nur, wenn sich dadurch eine Tür öffnet.

wir hatten zum jahreswechsel eine dame, die 3 mal hintereinander gestürzt ist;
Ich bin schon öfter gestürzt.

wir haben sie immer wieder gebeten, sich zu melden und nicht alles alleine zu machen;
Und dies auch dokumentiert und somit richtig gemacht.

einer der stürze geschah aus dem bett heraus und da wäre eine bewegungsmatte oder ein sensor, der aufstehversuche anzeigt durchaus sinnvoll gewesen.
Wenn sie nun schneller gewesen wäre...
Sie hätte wohl kaum gewartet, bis jemand kommt, um sie von ihrem Vorhaben abzuhalten.

nun ist sie gestern verstorben, von den stürzen hat sie sich nicht wieder erholt
Wer sagt das? Es ist nun mal so, dass ältere Menschen nicht mehr so widerstandsfähig sind. Wir als junge und dynamische Mitglieder der Gesellschaft stecken solche Stürze nun mal besser weg.

:angry: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
Zum Thema "Überwachung" kann ich nur sagen, daß ich mich als Pflegekraft entscheiden muß, was ich will- entweder der Pat./BW stürzt immer wieder, weil ich mit den "Überwachungsmaßnahmen" nicht arrangieren bzw. akzeptieren kann oder gebe ich ihm die Möglichkeit, sturzfrei bzw. sturzarm sein Leben zu leben und so vielleicht Lebensqualität.
Das entscheide nicht ich, sondern das Gesetz.

:mad_2: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
S

smily

Mitglied
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20.03.2006
91056
Das entscheide nicht ich, sondern das Gesetz.
Na prima, jetzt sind wir schon soweit, daß wir, damit meine ich die Pflege, unser Hirn abschalten sollen und zusehen sollen, wie Pat./BW stürzen:mad_2: ? Steht DAS im Gesetz:mad_2: ??? Oder ist es nicht vielmehr so, daß ich auch eine Aufsichtspflicht habe?? Hast Du bzw. Ihr Euch schon mal gegen Klagen wehren müssen, bei dem genau Euer Vorgehen "Zugucken und Dokumentieren" zum Problem wurde?

Versteht mich richtig- es gibt sicher Unterschiede zwichen Kliniken/Rehas und Alte-und Pflgeheimen, aber Ziel sollte es doch wohl überall sein, den Pat. zu schützen, wo es sinnvoll ist- und nichts anderes tun wir.
 
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Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
Wer redet von Gehirn abschalten? Es geht darum, dass Gesetze und Richtlinien eingehalten werden. Und dafür muss das Gehirn wohl eingeschaltet sein.
Dokumentiert wird, dass Empfehlungen und Möglichkeiten angeboten wurden, also Hilfe zum Vermeiden von Stürzen angeboten.
Zugeguckt wird auch nicht, aber niemand kann überall sein.
Ich kann und darf nur soviel "Hilfe" geben, wie es mir erlaubt ist.
Ansonsten wäre es doch am einfachsten, sturzgefährdete Personen festzubinden.

Wer klagt, wenn jemand stürzt?
Meist wohl die KK, weil sie Kosten der Behandlung abwälzen wollen.

Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
M

manuelstahnke

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20.12.2007
12163
@wassermann:
ich bin auch viele male mehr gestürzt als die zahl drei (fahre inline skates), nur ists mit meinem AZ in den darauf folgenden 14 tagen nicht derart bergab gegangen

kannst du mir einen link zu einem gesetz nennen, wo das mit den bewegungsmatten geregelt ist (irgendeine schriftliche grundlage für deine äußerung meine ich)? meiner meinung nach sind die matten oder sensoren nicht freiheitseinschränkend, es hindert den bewohner ja nicht, aufzustehen;
zum 'wenn sie nun schneller' gewesen wäre kann ich nur schreiben 'was wenn wir schneller gewesen wären'; ich bin halt bemüht, stürze zu vermeiden ;)
 
Qualifikation
Azubi AP
Fachgebiet
Altenpflegeheim
S

smily

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Basis-Konto
20.03.2006
91056
Dokumentiert wird, dass Empfehlungen und Möglichkeiten angeboten wurden, also Hilfe zum Vermeiden von Stürzen angeboten.
Zugeguckt wird auch nicht, aber niemand kann überall sein.
Nun gut, aber was machst Du mitPatienten/BW, die ihre Fähigkeiten vollkommen falsche einschätzen bzw. Defizite nicht erkennen (können)? Dann kannst Du viel anbieten, es wird nichts nützen.
Und zugucken tust Du in dem Moment, wenn Du effektiv nichts tust, außer aufzuschreiben, daß eine Sturzgefahr besteht.

Ich denke, wir wissen,daß festbinden nichts nützt, ganz im Gegenteil (diese Meinung hat sich erfreulicherweise gut rumgesprochen), aber zeig mir ein Gesetz, daß Bewegungsmatten etc. verbietet bzw. eine Genehmigung erfordert.

Und was die Klagen angeht-nein, von den Kassen kommen in den seltensten Fällen Probleme. Es kommen immer mehr "Anklagen" von Angehörigen, die sehr wohl über diverse Möglichkeiten informiert sind und wenn Stürze vorkommen- was nicht immer vermeidbar ist- kommen da teils schon sehr heftige Reaktionen. Und ich möchte nicht erleben was passiert, wenn dann gesagt wird "tja, wir haben das Sturzrisiko erfasst, aber Ihre Mutter, Vater etc. hat sich ja nicht gemeldet..." Nee, wir haben da schon ein Stück Verantwortung und Handlungspflicht:angry: !
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
Nun, ich weiss nicht, in welchem Alter Eure Pat. sind.
Die Angehörigen werden informiert über die bestehende Situation.
Im Heim würde dann eine Betreuung, falls noch nicht besteht, angeregt werden. Und natürlich doku...:wink:
Egal, wer die Betreuung dann übernimmt, ist für das weitere Vorgehen verantwortlich. Der muss dann alles rechtliche abklären, sich für evtl. Massnahmen das OKAY vom Richter holen.

Und was nutzen irgendwelche Sensoren, wenn Du 50 m weg bist? Inzwischen liegt der Pat. dann auch unten. Vermeidet also keinen Sturz, Du bemerkst es nur eher.

Auf der sicheren Seite ist man auf jeden Fall, wenn man alles mit der Leitung und MDK abklärt.
Was kann ich selbst unternehmen, für was benötige ich eine Genehmigung.

Wassermann

 
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Krankenschwester
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
ich bin auch viele male mehr gestürzt als die zahl drei (fahre inline skates), nur ists mit meinem AZ in den darauf folgenden 14 tagen nicht derart bergab gegangen
Mein ich doch. Wär ja vielleicht auch ohne Sturz gestorben.

kannst du mir einen link zu einem gesetz nennen,
Es ist nicht alles in Gesetze gefasst.
Aber hier habe ich eine ausführliche Empfehlung ( Empfehlungen werden meist wie Gesetze gesehen, siehe RKI). Unter 2.1. werden die Matten genannt. Und da kommt es auf die Sichtweise an.
Es ist, wie unter einem weiteren Punkt aufgeführt wurde, mit allen Beteiligten abzuklären.

hindert den bewohner ja nicht, aufzustehen;
"Petzt" aber.

Der2. Anhang wäre vielleicht auch noch interessant.

Viel Spass beim Lesen.
Wassermann
 

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