Stundenweise Betreuung vor Ort

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Sajut

Wir möchten auf diesem Wege den Bedarf ermitteln ob pflegende Angehörige interesse an einer mobilen Betreuung haben. Oft ist es der Fall das Termine, Feiern usw. anstehen aber niemand da ist der sich um den zu Betreuenden kümmern kann. Ein Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege ist nicht möglich wenn es sich nur um ein paar Stunden handelt und Tagesstätten sind Nachts nicht besetzt.
Wir arbeiten als Altenpflegerin und Krankenschwester und haben Interesse diesen Dienst pflegenden Angehörigen anzubieten, würden uns freuen wenn Sie uns mitteilen könnten ob in dieser Richtung Bedarf besteht. Über jegliche Kommentare und emails würden wir uns freuen.
 
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mariechen11

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Hallo,
aus Erfahrung im Pflegedienst kann ich sagen, dass dieser Bedarf besteht und wir ihn auch leisten. Kann als niederschwelliges Betreuungsangebot (Beaufsichtigung und Anleitung zur Alltagskompetenz) vom Pat bei der Pflegekasse beantragt werden. Bei uns müssen die Pat in Vorkasse treten und reichen die Rechnung anschliessend bei der Pflegekasse ein.
Hoffe, das hat etwas weitergeholfen.
 
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elkeR

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Wir möchten auf diesem Wege den Bedarf ermitteln ob pflegende Angehörige interesse an einer mobilen Betreuung haben. Oft ist es der Fall das Termine, Feiern usw. anstehen aber niemand da ist der sich um den zu Betreuenden kümmern kann. Ein Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege ist nicht möglich wenn es sich nur um ein paar Stunden handelt und Tagesstätten sind Nachts nicht besetzt.
Wir arbeiten als Altenpflegerin und Krankenschwester und haben Interesse diesen Dienst pflegenden Angehörigen anzubieten, würden uns freuen wenn Sie uns mitteilen könnten ob in dieser Richtung Bedarf besteht. Über jegliche Kommentare und emails würden wir uns freuen.

Ich denke, das Interesse und der Bedarf sind groß.
 
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stern3007

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Aus meiner Erfahrung heraus ist zwar der Bedarf groß, der Wille zum Buchen solcher Angebote aber nur dann gegeben, wenn man nichts dafür bezahlen muß. Denn wozu hat man die Pflegestufe? Zumindest ist das die Denkweise vieler Patienten und Angehörigen.
 
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elkeR

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Hallo stern3007


...... klingt so abwertend :wink:

Schon mal darüber nachgedacht, dass viele Angehörigen gar nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um ausreichend Hilfe in Anspruch nehmen?
 
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Meatball

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Hallo Stern3007,

ich möchte mich hier doch in aller Deutlichkeit den Worten meiner Vorschreiberin anschließen...

Ich bin PS-III- + -Patient, was (bei zugegeben etwas unschöner Interpretation Deines kurzen Satzes) den Schluß nahe legt, es würde mir finanziell jetzt richtig gut gehen... Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass nach Abzug aller Kosten, die für meine Pflege/Betreuung (und den sonstigen Kram, den die Kasse nicht mehr zahlt) auch nur ein Euro übrig bleiben würde?!

Klar sollte wohl sein: Die Pflegeversicherung ist keine Vollkasko-Versicherung!

Wenn ich eine menschenwürdige, adäquate Pflege möchte, dann muss ich unheimlich viel selbst aus eigener Tasche zahlen - und dies ist den meisten Pflegefällen schmerzlich bewußt (spätestens dann, wenn sie einen Blick auf ihre Kontoauszüge werfen).

Alles, was heute im ambulanten Bereich über "satt u. sauber" geht, wird aus eigenen Mitteln finanziert (etwas überspitzt formuliert, man möge mir verzeihen).

Glaubst Du wirklich, ich lasse da mal eben 100,00 € im Monat für "Spaziergänge" oder "Begleitung ins Theater" springen? - Zumal dann, wenn ich die 100,00 € z.B. viel dringender für die Sicherstellung angemessener Hilfsmittelversorgung etc. benötige.

Es tut mir leid, Dich hier einiger Illusion zu berauben, aber wir Pflegebedürftigen wissen schon lange, dass nichts umsonst ist...

Grüße

Hannes
 
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stern3007

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Sorry Leute das ich vergessen habe hinzuzufügen, dass es auch viele Ausnahmen gibt. Leider habe ich es schon oft erlebt, das alte Menschen total unterversorgt sind, im Hintergrund aber ein dickes Sparbuch existiert, an das man nuja nicht herangehen will.

Oder wieviele bekommen eine Behandlungspflege, sind Pflegestufe 1 und lassen sich das Pflegegeld ausbezahlen obwohl dringend Handlungsbedarf besteht? Ich rede hier nicht von den Grundsicherungskandidaten die das Geld dringend brauchen können, weil es zu den wenigen Geldern gehört, die nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden.

In der jetzigen alten Generation ist immer noch der Gedanke übermächtig, dass unser Gesundheitswesen kostenlos ist. Wenn ich gedanklich unsere Patienten durchgehe, ist da höchstens 1 der auf solch ein Angebot eingehen würde. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass, je mehr Geld da ist, desto mehr kostenlos erhascht werden will.

@Meatball
Das Pfl 3 Kandidaten heftig zu kämpfen haben ist mir auch klar und erlebe ich auch immer wieder. Und genau an die denke ich auch immer, wenn ein Geizkragen bei uns mal wieder etwas kostenlos abstauben will.

Hier in meiner Gegend solch einen Service aufmachen zu wollen, wäre ein großes Wagnis. Ich sehe keine Chance, da wirklich die Kosten zu decken. Es handelt sich hier nicht um ein Stadtviertel mit einer sehr armen Bevölkerungsschicht.
 
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Meatball

Meatball

Verstorbenes Forenmitglied
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Hallo Stern,

okay, so macht das Gesagte natürlich Sinn; ich wollte auch nicht aufbrausend sein, ich habe mich da wohl etwas hinreißen lassen, entschuldige, falls ich Dich "angemacht" haben sollte bzw. das so rübergekommen ist :blushing:.

Inzwischen bin ich leider etwas "dünnhäutig" bzgl. dieses Themas geworden, da ich mir (gerade zu den Zeiten, wo ich "nur" Querschnittgelähmt ab L1 war) des öfteren anhören durfte, es ginge mir ja finanziell so richtig gut... Vergessen wird dabei immer gern, dass man als Single mit 2 Renten (BfA u. private Versicherung im Krankheitsfall) in der Situation steht, keine sonstigen "Töpfe" anzapfen zu können und somit als "Selbstzahler" darsteht.

Die von Dir angesprochenen "Kanditaten" kenne ich allerdings noch recht gut aus meiner aktiven Zeit in der Selbsthilfe (Inko). Es wurde kräftig über die Leistungen der Kasse gemeckert und geschimpft. Auf den Hinweis, es sei ja genug Geld da, dann müsse man eben in den sauren Apfel beißen und ggf. den wirtschaftlichen Eigenanteil f. ein besseres Produkt bezahlen, wurde sich nur noch mehr echauffiert, wie ich es denn wagen könne, so etwas zu verlangen :rolleyes:.

Wie ich schon damals sagte und auch heute noch sage: Ich bekomme für den Preis eines Golf keinen Mercedes - wenn ich den Mercedes trotzdem möchte, muss ich dafür bezahlen. So einfach ist das heute!

Grüße

Hannes
 
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jobo16

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Aus meiner Erfahrung heraus ist zwar der Bedarf groß, der Wille zum Buchen solcher Angebote aber nur dann gegeben, wenn man nichts dafür bezahlen muß. Denn wozu hat man die Pflegestufe? Zumindest ist das die Denkweise vieler Patienten und Angehörigen.
Nur ist es ja in diesem Fall gerade so, dass finanzielle Hilfen über den §39, SGB XI: Verhinderungspflege zu erhalten sind. Wird die Verhinderungspflege nicht "im Block" sondern stundenweise in Anspruch genommen,so läuft das monatliche Pflegegeld wie gewohnt weiter .
Noch immer wird diese Möglichkeit viel zu selten in Anspruch genommen.

"Voraussetzung ist, daß die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Die Aufwendungen der Pflegekassen können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1.470 Euro belaufen, wenn die Ersatzpflege durch Pflegepersonen sichergestellt wird, die mit dem Pflegebedürftigen nicht bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind und nicht mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben."
 
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Sozialpädagoge
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ambulante Pflege/ Beratung
A

Avantgarde

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Oder wieviele bekommen eine Behandlungspflege, sind Pflegestufe 1 und lassen sich das Pflegegeld ausbezahlen obwohl dringend Handlungsbedarf besteht?
Verstehe ich jetzt nicht.:innocent: Was hat denn die Behandlungspflege mit der Pflegestufe zu tun? Das sind doch 2 verschiedene Paar Schuhe.
 
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haraldo

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Hallo Spyke,
normalerweise hast Du ja recht! Das Problem liegt aber da drin, dass viele PD´e beides in einen Topf werfen, um den SGB V-"Auftrag" durch den Pat. bzw. die Angehörigen zu erhalten (schreibe aus Erfahrung!).
Da hast Du z.B einen Diabetiker, bei dem 3xtgl. Injektion, 2x BZ-Kontrolle und 2x Medi- Gabe verordnet und von der KK bezahlt wird. Das ist für jeden PD ein gutes Geschäft. Es ist pure Verhandlungssache, wenn dann nebenbei noch eimal tgl. eine kleine und 2x wöch. eine gr.GP durchgeführt wird. Dies erscheint dann in keiner Doku, und der Kunde kann sein Pflegegeld behalten.
Das dies nicht legal ist, sondern Zweckentfremdung des Pflegegeldes, stört viele PD`e nicht mehr.
Wie gesagt: pure Verhandlungssache!

Grüße von haraldo
 
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Ellyrobby

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Hallo,
wenn das so läuft, wundert es mich nicht, das gute ehrliche Pflegedienste immer wieder Kunden verlieren. Habe es selbst erlebt, das sich mir ein Vertreter eines privaten Pflegedienstes einfach anschloss, als ich als Wundschwester eine Patientin besuchte. Der Herr war so frech in seinem Auftreten, das ich vor der Tochter erstmal laut und deutlich erklären mußte, das ich mit dem Herrn nichts gemein habe und sein Besuch von mir nicht veranlaßt wurde. Dachte mir, soo bekommt der doch nieeee Kunden. Aber wenn das so läuft, da findet sich immer ein lieber Verwandter, der für ein paar Pfeng mehr die Oma mit samt Häuschen vekloppt.
Ich arbeite mit vielen Pflegediensten zusammen, meist mit sehr guten Erfahrungen. Wenn bei einem Patienten der Wunsch nach Hilfe laut wird oder einfach die Notwendigkeit des täglichen Verbandswechsels besteht, dann frage ich immer erstmal nach, ob sie einen Pflegedienst kennen. Meistens leider nein, dann nenne ich immer mehrere zur Auswahl, die diese Ecke anfahren und mit dehnen ich schon zusammen gearbeitet habe. Empfehlen kann ich nur, wen ich schon kenne. Wenns gewünscht wird, schreibe ich auch die Telefonnummern auf. Mehr aber auch nicht. Ich denke, da gehe ich gerecht vor. Oder was findet ihr?
Gruß Elly
 
Qualifikation
Krankenschwester, Medizinprodukteberaterin
Fachgebiet
Mitteldeutschland
Weiterbildungen
Wundberaterin
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