Pflegewissenschaft Studium Pflegewissenschaft

HL2917

HL2917

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Hallo,

es gibt eine Studienorte um seinen Bachelor in Pflege zu machen und noch nicht allzu viele Möglichkeiten (5) seinen Master in Pflegewissenschaft zu erwerben. Vorher haben viele Fachhochschulen den Dipl. Pflegewirt angeboten. Das Studium befähigt Forschung zu betreiben, an Hochschulen und Fachschulen zu unterrichten, in Verbänden verantwortliche Aufgaben zu übernehmen und zum gleichbefähtigtem Diskutieren mit Mitgliedern anderer medizinischer Fachbereiche und aus dem (Qualitäts)Management.

Wie ich hörte gibt es aber generell wenig Bewerbungen und in den interdisziplinären Studiengängen wie in Halle/Saale sind vorallem die Physiotherapeuten und andere therapetische Berufsgruppen zunehmend.

Mich würde Eure Meinung interessieren woran dies liegen könnte.

Würde mich sehr über Eure Teilnahme freuen

HL
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
QM Akutkrankenhaus
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Marion FKS

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Hallo,

ob die Physiotherapeuten in Halle zunehmend sind, kann ich nicht beurteilen. Wir (der letzte Diplomstudiengang) sind 31, davon 2 Physiotherapeuten und 2 MTAs bzw. PTAs (so ungefähr). Also nicht gerade viel, die meisten kommen aus der Krankenpflege. Glaube nicht, daß es im letzten Matrikel weniger waren. Schlecht für Zulauf ist meiner Meinung, daß man Bachelor- Pflegewissenschaften nicht berufsintegrierend studieren kann. Berufsintegrierend (also auch aus der Ferne) lassen sich soweit ich weiß nur noch Pflegemanagement in Hamburg und Jena studieren. Management interessiert aber nun mal nicht jeden. Ach doch, Pflegepädagogik in Berlin geibt es noch berufsbegleitend, aber sehr schwierig, Platz zu kriegen. Viele, die studieren würden, sind vieleicht schon etwas älter, haben einen Beruf, Familie und möchten / können nicht umziehen/kündigen.

LG Marion
 
Qualifikation
FKS Psych., Studentin Pflege- u. Gesundheitswissenschaften, Dozentin KPS
Fachgebiet
Psychiatrie/Krisenintervention
Allround

Allround

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Hallo,

ich würde gerne nochmal studieren, allerdings mehr Richtung Pflegemanagement.
Ich halte diese Fachrichtung für praxisorientierter als Pflegewissenschaft.

Warum ich es nicht mache?
Habe Familie und bin jedesmal abends nur noch müde.....:laughing: !

Auch wäre ich nicht bereit, mich hoch zu verschulden.

Ich zweifle auch an der Akzeptanz seitens privat. Da müsste die ganze Familie hinterstehen. Wenn man allein ist, dann ist die Organisation eines Studiums leichter, dann schränkt man sich auch gerne mal für die eigenen Ziele ein.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, na dann bin ich eh zu alt. :innocent:

Ciao, Allround
 
Qualifikation
Stationsleitung Krankenschwester
Fachgebiet
Interdisziplinäre Station
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Flashmob

Ich hab gerade mit meinem Pflege-Studium angefangen, und finde es total interessant.
Besonders klasse finde ich das Modul "Pflege als Profession", in welchem wir diskutiert haben, ob zB eine Pflegekammer sinnvoll ist - was dafür spricht und was dagegen.
In einem anderen Modul schreibe ich jetzt an einer Hausarbeit u.a. mit dem Thema "Evidenzbasierte Pflege und Gender" - zuerst dachte ich "Emanzenkram", aber es ist ja so, dass zB bei Frauen ein Herzinfarkt andere Symptome auslöst als bei Männern, diese Symptome werden oft nicht richtig zugeordnet und in der Folge ergibt sich eine schlechtere Versorgung von Frauen, weil eben schon viel Zeit verstrichen ist. Wo kann Pflege da ansetzen usw. - ich finde es hochspannend.
Was ich damit später machen kann? Patienten optimal versorgen und die Pflege ein Stückchen weiter bringen, einfach zeigen, dass Pflege wichtig ist und nicht aus Fäkalientragen besteht :eek:riginal:
Ich möchte das Studium gut machen und dann erst einmal in die Praxis mit der Option später in den Bereich "Lehre" zu gehen. Aber wer weiß, was die Zukunft so bringt, da bin ich relativ offen und neugierig :blushing:
 
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Marion FKS

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Hallo,

wo studierst Du denn?

LG Marion
 
Qualifikation
FKS Psych., Studentin Pflege- u. Gesundheitswissenschaften, Dozentin KPS
Fachgebiet
Psychiatrie/Krisenintervention
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Flashmob

in Hamburg, ist ein dualer - also ausbildungsintegrierender - Studiengang mit Bachelor-Abschluß und generalisiertem Pflege-Examen
 
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Marion FKS

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Themen hörten sich so ähnlich an wie bei uns, deswegen war ich neugierig. Ausbildungsintegrierend bedeutet, daß Du auch Deine Ausbildung noch machst, oder bist Du schon examiniert?
LG Marion
 
Qualifikation
FKS Psych., Studentin Pflege- u. Gesundheitswissenschaften, Dozentin KPS
Fachgebiet
Psychiatrie/Krisenintervention
F

Flashmob

genau, Ausbildung ist integriert - das Examen wartet noch auf mich :wink:
2x/Woche hab ich FH mit "pflegewissenschaftl. Themen" und 2x/Woche "Schule" mit dem üblichen Inhalt, Freitag ist Selbststudientag.
Habe vor ein paar Jahren schon einmal die Krankenpflegeausbildung angefangen, allerdings nach 2 Jahren abgebrochen wegen Studienplatz...:sick:

Jetzt kann ich aber gut vergleichen, wie unterschiedlich bestimmte Inhalte vermittelt werden :cry:

Wo studierst Du denn?
 
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Marion FKS

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in Halle, aber habe 16 Jahre nach meinem Examen angefangen, diese Hürde habe ich also schon hinter mir.
Wünsche Dir dann noch viel Spaß und Erfolg!

LG Marion
 
Qualifikation
FKS Psych., Studentin Pflege- u. Gesundheitswissenschaften, Dozentin KPS
Fachgebiet
Psychiatrie/Krisenintervention
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Ah! Das ist ja mal interessant, Ihr habt da ja das "Zentrum" für Evidence-based Nursing - das kann noch für meine Hausarbeit wichtig werden - ich schreib da was über EBN :eek:riginal:
Wie gefällt es Dir denn in Halle? Die haben ja eine recht lange Pflegetradition (zumindest für deutsche Verhältnisse)...
 
MountainAC

MountainAC

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hallo,

was pflegewissenschaft bachelor angeht - ich darf mich seit sommer so nennen:rolleyes: , und zwar hab ich in köln studiert.
und das als vollzeitstudium, allerdings berufsbegleitend. geht nämlich, wenn die hochschule die veranstaltungen an zwei festen tagen pro woche anbietet und zwei wochen als blockwochen organisiert. schwupps, in zwei jahren zum b. sc.....
und jetzt gleich den master of arts pflegemanegement dran, fertig ist die laube...
wer fragen dazu hat - immer her damit:thumbsup2:

gruß aus dem westen
mountain
 
Qualifikation
Organisationsberatuer
Fachgebiet
Unternehmensberatung / Sozialwirtschaft
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Ja, dann mal : Herzlichen Glückwunsch zum Bätschler :wink::eek:riginal:
Hattest Du irgendwelche "Wirtschaftsthemen" in diesem Studium? Oder konntest Du ohne Probleme zum Pflegemanagement wechseln?
Eine Bekannte von mir möchte nämlich genau das Gleiche machen : erst Bachelor in Pflege, dann Master in Pflegemanagement. Ich weiß nur nicht, ob das so einfach geht....kommt wohl auf die Hochschule an
 
MountainAC

MountainAC

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der studienang heißt pflegewissenschaft mit schwerpunkt a) management oder b) pädagogik. ist also von vorherein schon auf das management ausgerichtet mit entsprechendem futter bzgl bwl und personalmanagement. warum das so kompliziert gestrickt ist - keine ahnung, aber das kind darf anfangs wohl nicht anders heißen. und wir haben auch tatsächlich einen hohen pflegewissenschaftlichen anteil drin. der dann im management aber nicht weiter stört...:wink:
:wink:

also an deine bekannte - katho nrw in köln, kan ich allen ernstes empfehlen!
 
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Organisationsberatuer
Fachgebiet
Unternehmensberatung / Sozialwirtschaft
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UlrichFürst

Besonders klasse finde ich das Modul "Pflege als Profession", in welchem wir diskutiert haben, ob zB eine Pflegekammer sinnvoll ist - was dafür spricht und was dagegen.
Ich fände es interessant, wenn Du da vielleicht im Bereich Berufspolitik einen Thread eröffnen würdest:thumbsup2: und gleich ein paar Thesen einbringen könntest!? So als Eingangsinformation:neugier:

Ulrich Fürst
 
U

UlrichFürst

Ja ich weiß. Der ist aber geschlossen, weil er schon über ein Jahr alt ist. Wenn es neue Argumente und oder neue Darlegung alter Argumente gibt, kann man das doch noch mal auf nehmen, finde ich.

Ulrich Fürst
P.S. vielleicht haben ja dann auch noch andere Mitleser neue Fragen?
 
jackdanielsx84x

jackdanielsx84x

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<<< streitet mit :eek:riginal:
 
Qualifikation
GuK, Rettungssanitäter
Fachgebiet
Intensiv
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Hallo Ihr Lieben :eek:riginal:

Ich habe Ulrich Fürsts Idee aufgegriffen und unter http://www.pflegeboard.de/forum/33401-pflegekammer-sinnvoll-oder-veraltet.html#post247505 einen neuen Thread zum Thema Pflegekammern eröffnet.
Ich denke, wenn sich schon jemand dafür interessiert (immerhin geht es ja auch um die eigene Profession), dann sollte man ruhig darüber dikutieren.
Wer da kein Interesse hat, wird das Thema eh überlesen.
Ich finde, nach der jahrelangen Diskussion um Begriffe (sicherlich wichtig und sinnvoll, aber auch etwas langatmig) sollte es jetzt vor allem in der Pflegeforschung mal voran gehen : mein Wunschdenken sind ja wissenschaftliche praktisch orientierte Studien in Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, wo man Patienten nach bestimmten Einschlußkriterien mit bestimmten Maßnahmen pflegt und in einer Vergleichsgruppe diese Maßnahme wegläßt (oder durch eine andere ersetzt) und dann auswertet, was sinnvoll ist und was nicht.
Ich finde, so könnte man Pflege weiter als Wissenschaft etablieren und das Image vom urintragenden Carbolmäuschen verblassen lassen...außerdem sollten sämtliche Pflegeberufe - Altenpflege, Krankenpflege, Heilerziehungspflege, Kinderkrankenpflege - an einem Strang ziehen....was Pflege dann für einen Einfluß hätte...
 
HL2917

HL2917

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Ich danke Euch sehr für Eure Postings, 92 Leute haben teilgenommen - TOLL! Hier meine unwissenschaftliche Rückmeldung:

  • Ich sehe, dass die 5.43% bereits studieren.
  • 40.22% wüssten nicht wie sie ein Studium finanzieren sollten. Dazu nur soviel: Schaut Euch die Studienorte/-gänge genau an, in Halle z.B. kostet das Semester 64 €uro. Man kann nebenher im Bachelor und im Master 80% arbeiten und hat so ausreichend Geld zum Leben. So habe ich bereits auch mein erstes Studium (Vollzeit FH Diplom mit 70% Arbeitstätigkeit) finanziert.
  • 15.22% ohne Hochschulzugangsberechtigung: Auch hier gibt es Unterschiede zwischen den Hochschulen, nach denen man sich erkundigen kann.
  • 9.78% es gibt zu wenig Stellenangebote: In den Inseraten vielleich aber während des Studiums kann sich leicht was ergeben, ich habe mich noch nie auf ein Inserat beworben, viele Stellen gehen "unter der Ladentheke" weg.
  • 9.78% sind die Studienorte zu weit entfernt. Stimmt, dass ist so in der Pflegewissenschaft. Für mein Diplom bin ich 150km gefahren, für meinen Master 700km. Für mich persönlich lohnt es, aber das sind meine höchsten Kosten.
  • 6.52% wissen nicht wo sie die Informationen bekommen können: Googeln oder pflegestudium.de, Fachzeitschriften oder Kollegen fragen.
  • Zu denen die so ein Studium sinnlos finden oder nicht wissen warum sie dies tun sollten Wir brauchen auch einfach gute Leute an der Basis. D.h. nicht, dass man mit Studium nicht am Patientenbett stehen sollte , genau das Gegenteil muss der Fall sein, die Rolle muss sich nur ändern (Pflegeberater, Pflegeexperten - denn nur wenn ich mitarbeite kann ich weiterentwickeln helfen).
Bei Fragen gerne
HL
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
QM Akutkrankenhaus
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Marion FKS

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Hallo HL,

wo und welchen Master studierst Du denn *neugier*?
Und zu Deinem Argument, man benötigt studierte Leute an der Basis: Ich arbeite gerne "an der Basis", kann mir auch einerseits schlecht vorstellen, das nicht mehr zu tun, andererseits habe ich auch für ein Studium ohne Studiengebühren viel Geld, Zeit und Nerven investiert und das nur für die persönliche Entwicklung? Irgendeine Form von Gratifikation hätte ich dann schon gerne und eigentlich auch gerne monetärer Art, aber das wird für Pflege an der Basis denke ich nicht möglich sein, oder was meinst Du?

Liebe Grüsse, Marion
 
Qualifikation
FKS Psych., Studentin Pflege- u. Gesundheitswissenschaften, Dozentin KPS
Fachgebiet
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