Studium & Beruf Studium ohne Ausbildung und Jobchancen

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Pflegeakademiker

Pflegeakademiker

Mitglied
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Themenstarter/in
07.02.2006
60489
@A.Hoffmann
Danke Dir. Ja, es würde mich interessieren. kannst mir per private Nachricht Infos senden.
Danke Dir.

@Christian78
Gebe ich dir Recht. Leider ist dieses System so. Zudem wird sich intern bekriegt, anstelle zusammen für "unsere Pflege" zu kämpfen bzw. berufspolitisch gemeinsam aufzutreten.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
verschieden
Weiterbildungen
Dipl.-Pflegewirt (FH), M.Sc.
Dyhex

Dyhex

Neues Mitglied
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17.12.2007
40470
Hallo Pflgeakademiker!

Ich möchte jetzt nicht in den Tenor von Pro und Contra eines grundständigen Pflegestudiums (also inkl. Berufsausbildung) oder einer dualen Ausbildung einstimmen. Beide Ausbildungsformen haben Vor- und Nachteile.

Ich möchte dennoch zu bedenken geben, dass die beruflich ausgeübte Pflege in Deutschland eben in der gewachsenen Struktur als Berufsausbildung gelehrt und gelernt wird. Die Bildungsstrkturen dafür sind schon vorhanden.

Da ich an der Curriculumsentwicklung für ein grundständigen Studium "Pflege" arbeite, kann ich sagen, dass ein solchen grundständiges Studium min. 12-14 Semester dauen würde. Man könnte es mit dem akademischen Grad Bachalor of Science in Nursing (BScN) und dem staatlichen Examen als Gesundheits- und KrankenpgerIn abschliessen.

Bleibt nur die Frage, ob beruflich Pflegende dies wollen. Denn, wenn die Pflegenden es wollen kann die Politik nicht anders als zu handeln.

Aber zurück zu Dir. Ich halte es für grob fahrlässig Deiner Uni ein Studium anzubieten, das nicht die nötige Akzeptanz bei zukünftigen Arbeitgebern findet. Das ist Stümperei!! Hier wurden mal wieder nicht die Praktiker gefragt sondern ins Blaue hinein ausgebildet.

Ein Ausweg könnte die Selbstständigkeit (z.B. als Dozent an Schulen, Moderator) sein. Evtl. eine freiberufliche Tätigkeit oder die Gründung eines eigenen Unternehmens. Aus eigeneer Erfahrung weiss ich, dass das nicht einfach ist aber machbar.

Grüße

Dyhex
 
Qualifikation
Doctor of Public Health, MHA, BScN, Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegewissenschaft, Pflegeausbildung, Pflegeethik
M

ms-sophie

Aktives Mitglied
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14.03.2007
Mannheim
Hallo Pflegeakademiker,

ich gehe mal davon aus, dass die gesetzliche Lage zum Beginn deines Studiums schon bestanden hat.
Und da fällt mir doch das Stichwort Eigenverantwortung ein. Wäre es nicht deine eigene Sache gewesen dich entsprechend zu informieren und entsprechend zu handeln?

Das erwarte ich von meinen Schülern schon im Unterkurs, sie sollen nämlich irgendwann fähig sein, eine Station zu führen (als Schichtleitung zumindest), da sie nach Abschluss als PFK oft alleine da stehen.

Würde ich nun deine jetzige Situation übertragen, frage ich mich, wieso du dich nicht zuvor informiert hast.


Generell gehöre ich auch zu den jenigen die davon überzeugt sind, dass eine praktische Ausbildung vielen Studierenden besser täte. (dazu gehört für mich auch der Arzt und der Architekt).

Und noch ein ganz böser Spruch:
Seit man Pflege studieren kann habe ich alle paar Monate einen neuen Zettel den ich ausfüllen soll.

Generell bin ich sehr interessiert an dier Professionalisierung der Pflege, aber sie darf meiner Meinung nicht am Schreibtisch stattfinden.

kalte Wintergrüsse
Sophie
 
Qualifikation
QM
Fachgebiet
ambulante und stationäre Altenhilfe, Hospiz
kleineTigerente

kleineTigerente

Mitglied
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01.12.2006
21337
Generell bin ich sehr interessiert an dier Professionalisierung der Pflege, aber sie darf meiner Meinung nicht am Schreibtisch stattfinden.
Hallo Sophie,

wo darf ich unterschreiben?

:thumbsup2:

LG

von der Tigerente

Marlies
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
B

BMG77

Mitglied
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20.01.2006
28201
Hallo,

mal ne Frage: Braucht der Geschäftführer eine Krankenhauses eine medizinische oder pflegerische Ausbildung???

Die Forderung das ein Pflegewirt ein pflegerische Ausbildung benötigt halte ich für Unfug.

Gruß
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Daheim
Dyhex

Dyhex

Neues Mitglied
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17.12.2007
40470
Hallo,

mal ne Frage: Braucht der Geschäftführer eine Krankenhauses eine medizinische oder pflegerische Ausbildung???

Die Forderung das ein Pflegewirt ein pflegerische Ausbildung benötigt halte ich für Unfug.

Gruß
Hallo chri77!

Ich rate dazu nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen!
Ein Geschäftführer einer Krankenkasse braucht sicherlich kein Medizin- oder Pflegemanagementstudium, sondern ein Studium in der Fachrichtung Gesundheitsökonomie oder einen Master of Health Adimistration.

Die Sache ist doch ganz einfach: Wo Pflege draufsteht, muss Pflege drin sein!! Sonst muss man den Leuten ehrlich sagen, dass man nicht Pflegewirt sondern Betriebswirt ist.

Oder wie fändet Ihr das, wenn, wie schon mancherorts üblich, die PDL keine Pflegeausbildung mehr hat? Als nächstes wird dann die Stationsleitung mit Moderatoren, Mediatoren und Managern besetzt, weil das Prinzip, das die Leitung Gleiche unter Gleichen ist, nicht mehr gilt? Optimierung ist alles was zählt?

Pflege ist eine Praxiswissenschaft. Mehr noch, eine Beziehungswissenschaft. Wie soll jemand lernen eine therapeutsche Beziehung aufzubauen, wenn er niemals, ausser in einem 4 Wochen Praktikum, dazu angeleitet wird?

Grüße

Dyhex
 
Qualifikation
Doctor of Public Health, MHA, BScN, Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegewissenschaft, Pflegeausbildung, Pflegeethik
T

traveler

Aktives Mitglied
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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo,

@chri77:Die Forderung das ein Pflegewirt ein pflegerische Ausbildung benötigt halte ich für Unfug.
Ich auch!!!! Sowas gibts nur in der Pflege. Andere Berufsgruppen kommen bei solchen Forderungen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vielleicht kommt auch daher das manchmal etwas mitleidige Lächeln anderer Berufgruppen über uns?

@dyhex: Ich rate dazu nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen!
Dann fang doch gleich bei dir an denn:

Wie soll jemand lernen eine therapeutsche Beziehung aufzubauen
zu wem? PDL, Direktion, Controller, Kollegen oder was? Ich glaube du hast den Sinn des Studiengangs nicht verstanden und noch weniger den Inhalt?

weil das Prinzip, das die Leitung Gleiche unter Gleichen ist, nicht mehr gilt
woher hast du das denn?

Praxiswissenschaft. Mehr noch, eine Beziehungswissenschaft
Ich weiß nicht wo du Studiert hast, aber ich gehe mal davon aus, daß das deine eigenen Wortschöpfungen sind. Pflege ist überhaupt keine Wissenschaft im klassischen Sinne - ooooder?

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
Dyhex

Dyhex

Neues Mitglied
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17.12.2007
40470
zu wem? PDL, Direktion, Controller, Kollegen oder was? Ich glaube du hast den Sinn des Studiengangs nicht verstanden und noch weniger den Inhalt?
Pflegende bauen i.d.R. therapeutische Beziehungen zu Ihren Patienten oder Klienten auf. Ich glaube du wolltest mich hier nicht verstehen. Noch mal ein Beispiel: In dem Krankenhaus, in dem ich gearbeitet habe, sind kürzlich alle Stationsleitungsstellen nicht neu besetzt worden. Diese Aufgabe übernimmt jetzt die PDL. Soweit so gut. Im zweiten Schritt sind dann die PDL Stellen mit Pflegemanagern besetzt worden. Das Argument sind natürlich, wie immer, die Kosten.

Einige dieser Pflegemanager haben keine pflegerische Ausbildung. Genau diese finden fast keine Akzeptanz bei Ihren Kollegen, für die sie eigentlich zuständig sind. Das kann es doch für beide Seiten auch nicht sein, oder?

Ich meine, was ist denn der spezielle Inhalt des Studiums Pflegemanagament zum Studium Betriebswirtschaft? Das kann doch wohl nur der spezielle Kontext Pflege sein, oder?
Aber wie ist es dann zu erklären, dass so mancher Studiengang Pflegemanagemnt sich an so mancher FH nicht im Fachbereich Gesundheit sondern im Fachbereich Wirtschaft befindet?

Versteh mich nicht falsch, ich wehre mich nur dagegen Pflege in die Beliebigkeitsecke zu stellen. Denn sost müssest du doch vor Begeisterung aufschreien, wenn jetzt bald die Weiterbildung zum Lehrer für Pflegeberufe durch das Studium ersetzt wird.Zu diesem Studium haben dann alle Zugang, mit- und ohne Ausbildung, denn the Theorie kann man ja lernen und so schwer ist Untericht ja nicht, gell?

Praxiswissenschaft. Mehr noch, eine Beziehungswissenschaft
Nein, das sind nicht meine Wortschöpfungen. Das sind pflegetheoretische Grundberiffe aus dem 2. Semester.

Vgl. hierzu:

DDr. Silvia Käppeli, "Was für eine Wissenschaft braucht die
Pflege?", Pflege 1999; 12:153–157, Verlag Hans Huber Bern 1999

Jacqueline Fawcett, "Pflegemodelle im Überblick", Verlag Hans Huber, Bern 1996: S.416 ff.

Pflege ist überhaupt keine Wissenschaft im klassischen Sinne - ooooder?
Welche Voraussetzungen müssen denn erfüllt werden, um als Wissenschaft im klasischen Sinne zu gelten?

Ist es das Alter einer Wissenschaft? 1905 wurde der erste Studiengang Pflegewissenschaft in den USA gegründet.

Ist es der Gegenstand der Wissenschaft? Nun, der heisst Pflege. Und das sich was tut, um Pflege zu definieren sieht man daran, dass es 100 verschiedene Definitionen von Pflege gibt und daraus eben mehr als 50 Pflegemodelle und Theorien entstanden sind und nicht nur das ATL/EATL-Modell.

Grüße

Dyhex
 
Qualifikation
Doctor of Public Health, MHA, BScN, Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegewissenschaft, Pflegeausbildung, Pflegeethik
B

BMG77

Mitglied
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20.01.2006
28201
Pflegende bauen i.d.R. therapeutische Beziehungen zu Ihren Patienten oder Klienten auf. Ich glaube du wolltest mich hier nicht verstehen. Noch mal ein Beispiel: In dem Krankenhaus, in dem ich gearbeitet habe, sind kürzlich alle Stationsleitungsstellen nicht neu besetzt worden. Diese Aufgabe übernimmt jetzt die PDL. Soweit so gut. Im zweiten Schritt sind dann die PDL Stellen mit Pflegemanagern besetzt worden. Das Argument sind natürlich, wie immer, die Kosten.
Was du da erzählst hört sich ja mal überhaupt nicht schlüssig an... Warum eine PDL in die Stationsleitung einsetzen und deren Stellen mit Studierten besetzen???
Sowas kostet mehr, nicht weniger... STL sind billiger als PDL, studierte PDL teurer als weitergebildete PDL (abhängig von Alter und AV)
Das Argument wird hier wohl eher die Qualität der bisherigen Arbeit der PDL sein...



Ich meine, was ist denn der spezielle Inhalt des Studiums Pflegemanagament zum Studium Betriebswirtschaft? Das kann doch wohl nur der spezielle Kontext Pflege sein, oder?
Aber wie ist es dann zu erklären, dass so mancher Studiengang Pflegemanagemnt sich an so mancher FH nicht im Fachbereich Gesundheit sondern im Fachbereich Wirtschaft befindet?
Weil es keinen Fachbereich "gesundheit" gibt vielleicht... Als Sozialwissenschaft würde ich das Studium auch nicht ansehen weil es größtenteils schlichtweg um die Organisation der Arbeit der Pflege geht.


Welche Voraussetzungen müssen denn erfüllt werden, um als Wissenschaft im klasischen Sinne zu gelten?

Ist es das Alter einer Wissenschaft? 1905 wurde der erste Studiengang Pflegewissenschaft in den USA gegründet.

Ist es der Gegenstand der Wissenschaft? Nun, der heisst Pflege. Und das sich was tut, um Pflege zu definieren sieht man daran, dass es 100 verschiedene Definitionen von Pflege gibt und daraus eben mehr als 50 Pflegemodelle und Theorien entstanden sind und nicht nur das ATL/EATL-Modell.

Grüße

Dyhex
Pflegewissenschaft ist nicht Pflegemanagement, vermisch doch hier nicht zwei Richtungen...

Was bringt es wenn ich weiß wie ich den Blutdruck messe, Verbände mache, etc, wenn ich es nicht geregelt kriege meine Station/Abteilung auf Draht zu halten und aus ihr eine möglichst gewinnbringende zu machen, indem ich Mitarbeiter motiviere, Prozesse optimiere und mich strategisch ausrichte??

Einige dieser Pflegemanager haben keine pflegerische Ausbildung. Genau diese finden fast keine Akzeptanz bei Ihren Kollegen, für die sie eigentlich zuständig sind. Das kann es doch für beide Seiten auch nicht sein, oder?
Die Akzeptanz der Pflege ist nur so schlecht weil die Pflege gar nicht begreift was da vor sich geht. Akzeptanz wird es erst dann geben wenn die Pflege begreift wie ein KH funktioniert und wer warum ihr Gehalt zahlt.

So far...
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Daheim
Dyhex

Dyhex

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17.12.2007
40470
Hallo!

Sowas kostet mehr, nicht weniger... STL sind billiger als PDL, studierte PDL teurer als weitergebildete PDL (abhängig von Alter und AV)
Also nochmal: Du sparst 5 Stationsleitungen ein. Sagen wir die Kosten den Arbeitgeber inkl. aller Abgaben 5000 €/Monat. Das Mal 5 ergibt 25.000 €/Monat. Jetzt macht den Job 1 Person. Und die bekommt wohl kaum dieses Gehalt, oder?

Pflegewissenschaft ist nicht Pflegemanagement, vermisch doch hier nicht zwei Richtungen...
Wie, nicht vermischen? Entschuldige aber du musst wissenschaftliche Erkinntnisse umsetzten können. Ein Beispiel: Neue Studien zeigen, dass das 2-stündliche Lagern zur Decubitusprophylaxe völlig überflüssig und u. U. sogar schädlich sein kann. Stattdessen sollen Assessmentimnstrument wir z.B. die Norton oder die erweiterete Norton Skala genutzt werden. Am Ende spart das Zeit und Geld. Und du sagt mir jetzt, dass du das als Pflegemanager ignorieren könntest? Pflegewissenschaft gibt also Impulse für Pflegemanagemnt und Pflegepädagokig vor.

Die Akzeptanz der Pflege ist nur so schlecht weil die Pflege gar nicht begreift was da vor sich geht. Akzeptanz wird es erst dann geben wenn die Pflege begreift wie ein KH funktioniert und wer warum ihr Gehalt zahlt.
"Die Pflege" gibt es nicht. Und jetzt müssen Pflegende noch lernen und erklärt bekommen wir ein KH funktioniert? Viel Glück dabei!

Um die Sache abzuschliessen und zur Frage "Studium ohne Ausbildung" zurückzukehren:

Im Moment machen sich doch verschiedene Bildungswege Konkurrenz. Berufsausbuldung und Studium, Berufsausbildung und Weiterbildung sowie keine Berufsausbildung und Studium. Im Prinzip bewerben die sich dann alle auf ein und densleben Job.

Ich gebe dir Recht: Um den Pflegenden die Funktion des Krankenhauses zu erklären braucht man keine Pflegeausbildung. Aber Pflegemanager braucht man dafür auch nicht. Dafür braucht man Krankenhausbetriebswirte.

Grüße

Dyhex
 
Qualifikation
Doctor of Public Health, MHA, BScN, Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegewissenschaft, Pflegeausbildung, Pflegeethik
B

BMG77

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20.01.2006
28201
Hallo!



Also nochmal: Du sparst 5 Stationsleitungen ein. Sagen wir die Kosten den Arbeitgeber inkl. aller Abgaben 5000 €/Monat. Das Mal 5 ergibt 25.000 €/Monat. Jetzt macht den Job 1 Person. Und die bekommt wohl kaum dieses Gehalt, oder?
Das habe ich überlesen, so gesehen spart es natürlich Geld.



Wie, nicht vermischen? Entschuldige aber du musst wissenschaftliche Erkinntnisse umsetzten können. Ein Beispiel: Neue Studien zeigen, dass das 2-stündliche Lagern zur Decubitusprophylaxe völlig überflüssig und u. U. sogar schädlich sein kann. Stattdessen sollen Assessmentimnstrument wir z.B. die Norton oder die erweiterete Norton Skala genutzt werden. Am Ende spart das Zeit und Geld. Und du sagt mir jetzt, dass du das als Pflegemanager ignorieren könntest? Pflegewissenschaft gibt also Impulse für Pflegemanagemnt und Pflegepädagokig vor.
Der Doktortitel bei dir ist geflunkert , oder?? Wer het den gesagt das ein Pflegemanager sie ignorieren kann??? Er soll sie nutzen, aber Pflegewissenschaft und Pflegemanagement sind nunmal 2 verschiedenen Paar Schuhe, das solltest du wissen.



"Die Pflege" gibt es nicht. Und jetzt müssen Pflegende noch lernen und erklärt bekommen wir ein KH funktioniert? Viel Glück dabei!
Zu deiner Information, mit "die Pflege" ist das Berufsfeld und die Berufsgruppe gemeint.
Ja und die Pflege muss mehr wissen als das was am Bett oder auf der Station passiert. Sie muss grobe betriebswirtschaftliche und auch qualitätsbezogene Zusammenhänge verstehen. Wie soll ich denn ansonsten den Leuten erklären warum die Anwendung der Assessmentinstrumente die Qualität steigern und die kosten senken kann???

Aber man kann ja auch alles so machen wie Florence Neightingale es schon im Lazarett gemacht hat und weiterhin 2stündlich alles und jeden durch die Betten schubsen, hat man ja immer scjon so gemacht... gell.


Ich gebe dir Recht: Um den Pflegenden die Funktion des Krankenhauses zu erklären braucht man keine Pflegeausbildung. Aber Pflegemanager braucht man dafür auch nicht. Dafür braucht man Krankenhausbetriebswirte.

1. zu teuer
2. sollten diese den Pflegewirten vorstehen, die dann das Wissen über die STL ausrollen in die Abteilungen und Stationen
3. gehört sowas in die Pflegeausbildung
4. muss das (die Funktion des Krankenhauses) bei jeder größeren Maßnahme der Umstrukturierung den Beteiligten deutlich anhand der Zusammenhänge, gemacht werden

Gruß
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Daheim
Dyhex

Dyhex

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17.12.2007
40470
Hallo!

Ich versuch´s mal anders. :eek:riginal:

Da du mich auf akademische Titel ansprichst. Nun, es ist völlig egal welchen akademischen Titel man trägt und es interessiert mich in einer Diskussion auch nicht. Entscheidend ist, dass wir diskutieren.


Wie du siehst bin ich auch Pflegewissenschaftler habe aber auch Abschlüsse im Gesundheitsmanagement. Gerade deshalb erlaube ich mir hier ein Urteil und gebe lediglich Inhalte der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion wieder.

Die eigentliche Frage dieses Threads lautet doch: „Studium ohne Berufsausbildung und Jobchancen.

Also wir sind uns einig, dass Pflegewissenschaft, Pflegemanagement und Pflegepädagogik drei eigenständige Wissenschaftsbereiche sind, die aber gemeinsam haben, dass sie sich im Kernfeld mit beruflich ausgeübter Pflege in verschiedenen Situationen (KH, Pflegeheim, ambulant) beschäftigen? Alle drei Bereiche bedingen sich gegenseitig und liefern sich Input.

Nun sind wir beide, genau wir in der wissenschaftlichen Diskussion auch, die Vertreter von völlig diametral gegenüberliegenden Standpunkten.

Ich behaupte, dass all die Weiterbildungsmaßnamen, Studienangebote, FH- und Uniabschlüsse mehr Verwirrung stiften als sie helfen Pflege weiter zu entwickeln. Mehr noch diese unübersichtliche Situation schafft Konkurrenz, Neid und Druck.

Jetzt gibt es die Krankenschwester, die „nur“ eine Berufsausbildung hat und die, die studiert hat. Jetzt kommen auch noch Mitbewerber in das System, die keine, wie vorher üblich, pflegerische Ausbildung mehr haben. Da ist doch noch mehr Streit und Unübersichtlichkeit vorprogrammiert.

Ich beschäftige mich nun seit mehr als 10 Jahren mit Pflegewissenschaft. 1997 gab es genau EINEN Studiengang Pflegewissenschaft und der fand in Witten/Herdecke statt. Heute gibt es mehr als 200.



Vielfalt tut gut aber leider tummeln sich unter dieses vielen Studiengängen auch Diejenigen, die mit Pflege rein gar nichts zu tun haben. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass, so wie es Pflegeakademiker passiert ist, eine Universität einen Studiengang anbietet für den keine bis wenig Chance auf einen Job besteht.



Eigenverantwortung hin oder her die Profis sollten doch die Professoren sein, wenn sie den Studiengang anbieten, oder? Das muss doch Interesse einer jeden Uni sein seine Absolventen auch unterzubringen schon allein zu Werbezwecken.

Ich kann nur aus eigene Erfahrung sagen, dass mit all den Studiengängen auch viel Geld verdient wird und manche den Namen „Pflege-----“ zu unrecht tragen.

Wenn ich mir die Pflegeausbildung anschaue, dann verbringen die Schüler 50% der drei oder vier Jahre am Stück in der Praxis. Danach beginnt aber erst die eigentliche Ausbildung…

Erst dann kann man sagen, man hat eine Ahnung von Pflege. Wenn man den ersten Menschen beim Sterben begleitet hat, Notfalle bewältigt hat, sich ein eigenes Pflegeverständnis erarbeitet hat usw.
Und dann frage ich mich, als Krankenpfleger, der ich ja auch noch bin, wie ich reagieren würde, wenn mir dann die neue Pflegemanagerin das Krankenhaus erklärt und ich sie, nachdem sie alles gesagt hat, frage, ob sie auch eine Pflegeausbildung hat, sagt: Nein ich habe Pflegemanagement studiert.

Kann es sein, dass es Menschen waren, die 1994 das Pflegeversicherungsgesetz verbrochen haben, die absolut keine Ahnung von Pflege hatten? Wie anders ist es zu erklären, dass dort Pflege, also menschliche Zuwendung, Gespräch etc. und natürlich auch Behandlung nach Zeit abgerechnet wird. Ganz klar: ZEIT kann man sehr einfach messen!! Das ist der Grund!

Solche Pflegemanager braucht die Pflege nicht!

Meines Erachtens gibt es nur folgende Lösungen:

1.)[FONT=&quot] [/FONT]Etablierung eines grundständigen Studiums Pflege and einer Hochschule mit Schwerpunktlegung (Wissenschaft, Management, Pädagogik)


Vorteile: hohe Standardisierung, vergleichbare Abschlüsse, Aufwertung von Pflege
Nachteile: Studiengebühren, unklarere Zugang zur Uni (Abi, Fachhochschulreife, Fachoberschulreife), Strukturen der Berufsausbildung werden aufgegeben.

2.) Zweizeitige Ausbildung: Berufsausbildung mit anschließendem Studium an zertifizierten Hochschulen.

Pflegende brauchen etwas Gemeinsames. Erste Ansätze sind die Zusammenlegung von Kranken- Alten und Kinderkrankenpflege in der Ausbildung. Ob dieses Gemeinsame die Berufsausbildung sein muss kann man diskutieren. Aber ich will nicht, dass es die gibt, die buckeln und die, die den buckelnden sagen, was sie besser buckeln können. Dazu liebe ich meinen Beruf zu sehr.

Beste Grüße

Dyhex
 
Qualifikation
Doctor of Public Health, MHA, BScN, Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegewissenschaft, Pflegeausbildung, Pflegeethik
Cr@shPS

[email protected]

Mitglied
Basis-Konto
17.10.2007
66955
die frage warum studierte gegenüber exam. am bett z.Zt. nicht so gern gesehen werden. Ist doch völlig klar.
Zum ersten wurde gerade erst die staatliche Ausbildung geändert uns wurde gesagt um die weichen für eine professionalisierung und ein ANSCHLIESENDES studium zu stellen! jetzt kommen plötzlich leute von ner Uni die sich Pflegefachkraft schimpfen ohne zuvor die staatliche Ausbildung absolviert zu haben, da frag ich mich na was bin dann ich?
Entweder man macht Nägel mit Köppen und schafft die staatliche Ausbildung ab und belässt das Studium oder man schafft verschiedene Einsatzbereiche.
Ich weiß ja nicht aber ich stell mir ein studium immer sehr theoretisch vor, ich kann mir nur schlecht vorstellen das in einem studium das selbe praktische wissen vermittelt wird wie in der ausbildung. nehmen wir doch nur mal unsere mediziner wenn diese frisch von der uni kommen, die müssen sich dann auch erstmal in der praxis beweisen bevor sie die anerkennung der pflegenden bekommen.

und zum anderen ich bin der meinung es ist in deutschland gar nicht gewünscht das akademiker am bett pflegen! also ich kenne keinen. und ich wüsste auch nicht wie das struktuiert sein soll. da müssten erst mal einige grundbausteine verändert werden. wie wer hat welche kompetenzen bzw. es muss eine gewisse anzahl an pflege akademiker pro station vorhanden sein. und finanziell müsst da auch einiges getan werden. ich kann mir z.Zt. nur schwer vorstellen das wenn sich ein pflege akademiker auf eine pflegestelle auf station bewirbt das dieser dort eingestellt wird und wenn doch verdient er das selbe wie die "DOOFEN" normalen PFLEGEKRÄFTE! Aber wer will das schon??? Wenn ich Akademiker wäre möchte ich doch auch anders bezahlt werden.
Also ich denke das Pflegestudium ist noch viel zu Wischi Waschi, da hat wieder mal ein Sesselpubbser gemeint er müsste mit dem Amerikanischen System konkurrieren, nur dort funktioniert es bei uns eben nicht weil keine Nägel mit Köppen gemacht wurden.
Es dauert sicher noch jahrzehnte bis sich das Pflegestudium wirklich lohnt. Und selbst dann würde ich persönlich immer noch das Medizin Studium vorziehen!
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziplinäre Intensivstation/Stroke Unit
Weiterbildungen
Mitglied in der JAV seit 2005
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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