Strukturierung Pflegeplanung

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Jani

Liebe Kollegen,

ich bin auf der Suche nach geeigneten Pflegemodellen für die stationäre Langzeitpflege. Vielfach beruhen die Konzepte auf dem Modell von Krohwinkel. Aber dieses war ja ursprünglich für Apoplexpatienten entwickelt worden und nicht für stationäre Einrichtungen. Für die Anamnese und Infosammlung finde ich die Strukturierung nach AEDLs ganz gut geeignet. In AEDLs Pflege zu planen fällt vielen Mitarbeitern äußerst schwer. Nun suche ich nach Alternativen. Welche Modelle eignen sich eurer Meinung zur handlungsleitenden Strukturierung der Pflegeplanung? Nach welchen arbeitet ihr?

Liebe Grüße

Jani
 
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EmmaPeel

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Hallo Jani..

Wir arbeiten nach Juchli (ATL´s).
Wobei ich persönlich die AEDL´s bevorzuge..
 
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Chef de Saucier

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Hallo !

Unsere PP beruht auf den AEDL`s.
(Psst ! Wir haben das aber nicht allen Mitarbeitern verraten, deshalb Wissen das auch nicht alle:wink: !)

Vor einigen Jahren habe ich mir einmal ein Fachbuch des Pflegemodell`s "FEDL" von B. Messer angeschaut. Es bezog sich auf die Erstellung von Pflegeplanungen in der stationären Pflege. Sehr interessant.

http://www.assista.org/files/messer_barbara.pdf


gruß
Monokel
 
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Kalorie

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Hallo! Wir haben es leider nicht in Angriff genommen, obwohl einige Kollegen es vorgeschlagen haben: http://www.pflegen-online.de/download/artikel_prell.pdf, psychobiographisches Pflegemodell nach Prof. Böhm. Ich bitte um Entschuldigung, dass der Link nicht als solcher benutzt werden kann, ich habe das noch nie gemacht... LG Kalorie
 
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Kalorie

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Oh, jetzt sehe ich, dass es doch klappt mit dem Link! Ein Problem weniger....
 
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crazywomen13

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Hallo Jani,
bin zwar aus der ambulanten Pflege aber dennoch auch mit der stationären vertraut. Ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht, was die Mitarbeiter betrifft: Die kommen eigentlich grade am Besten mit den vertrauten AEDL´s klar. Eigentlich können alle was damit anfangen weil an vielen Orten danach gearbeitet wird (Krohwinkel oder Juchli). Krohwinkel finde ich für das gesamte Thema Pflegeprozessplanung nach wie vor sehr geeignet. Du kannst eigentlich alles was den Menschen betrifft damit "abgrasen" und läufst kaum Gefahr irgendwelche Aspekt zu vergessen. Die Pflegeplanung kann meiner Meinung nach durch AEDL´s durchaus handlungsleitend strukturiert werden. Unsere Krankenhäuser verwenden auch dieses Modell. Problematisch ist allerdings tatsächlich die praktikable Umsetzung der Pflegeplanung, grade im Krankenhaus wo sich ja ständig was ändert beim Patienten. Da fehlt doch "hinten und vorne" die Zeit, Pflegeplanungen zu schreiben, zu bearbeiten und zu evaluieren. Ich jedenfalls kenne kein einziges Krankenhaus wo das gut läuft. Wir sind im ambulanten PD grade dran an dem Thema. Sinnvoll ist die Pflegeplanung - grade im ambulanten Bereich - nur, wenn sie sehr individuell auf den Klienten ausgelegt ist.

Hoffe dir ein paar gedankliche Impulse geschickt zu haben, Sigi

Noch was zu E.Böhm (psychobiographisches Modell): Für den Krankenhausbereich komplett ungeeignet: viel zu Zeitaufwendig und die Leute gehen ja gleich wieder, was will man da mit intensiver Biographiearbeit? , ausserdem für demente Menschen entwickelt, zudem geknüpft an sehr umfangreiche Schulungen jeden einzelnen Mitarbeiters. Eher geeignet für Altenheim / Pflegeheim, wo der AG bereit ist viel Geld in Fortbildungen zu stecken.
 
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the other

the other

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Moin, ich glaube, dass das "Problem" die Pflegeplanung handlungsleitend zu schreiben grundsätzlicher Natur ist und somit wohl jeder Richtung (ATL, AEDL, Orem, name it) droht. Persönlich bin ich mit den AEDL zufrieden. Versuch den handlungsleitenden Charakter doch auf andere Weise einzubringen: zäum das Pferd von hinten auf. Meint: schreib doch mit den verantwortlichen KollegInnen mal nen Pflegeablauf auf. Was macht Ihr wann in welcher Reihenfolge. Warum macht Ihr das, was sind die bekannten Wünsche oder Abneigungen des Patienten/der Pflegeperson hinsichtlich der Tätigkeiten. Usw. vor allem die Frage nach dem warum bringt einen meist allein auf Prophylaxen, die im Alltäglichen genutzt werden. Zusätzlich kann ein solcher Ablaufplan auch etwas mehr an Individualität in die Pflegeplanung bringen. Meine Meinung: viele gute Pflegekräfte "planen" schon im Kopf und haben gute Einsicht in ihre Tätigkeit. Nur das ganze anhand der pflegeplanerischen Ordnung zu Papier zu bringen ist schwierig. Also einfach mal aufschreiben was getan wird und das kritisch reflektieren, etwas salz dazu: voila Pflegeplan! grüßle, the other
 
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Fachgebiet
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Ninja83

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Hallo Jani,

ich kann die Pflegetheorie von Nancy Roper dazu sehr empfehlen! Hier wird die Individualitaet jedes Menschen in den Vordergrund gestellt und befasst sich gleichzeitig aber auch mit den 12 wichtigsten Lebensaktivitaeten und noch 3 weiteren Einflussfaktoren. Als Pflegeleitbild sehr schoen und vor allem als Grundvoraussetzung der pflegerischen Einstellung ein gutes Konzept.

LG
 
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Sommerschuh

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Hallo,
ich habe schon mit ATL´s, AEDLS, nach Juchli und nach Böhm gearbeitet. Ich muss dazusagen das Pflegeplanung mein Steckenpferd ist.. Ich persönlich bevorzuge die AEDLS aber bei der Art der schreibweise ist das P E S R System zu empfehlen. Bei MDK und Heimaufsichtsprüfungen fällt auf das der Bewohner viel genauer und wirklich absolut Individuell beschrieben wird. Standartformulierungen die in jeder 2ten PP stehen fallen da weg und einmal verinnerlicht, fällt das schreiben vielen Mitarbeitern viel leichter..
Vielleich war mein Beitrag ja eine Hilfe.. leider hab ich keinen passenden Link parat.
lieben gruss
 
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Pflegefachkraft/ WBL und grade in Weiterbildung zur PDL
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stationäre Altenpflegeeinrichtung
Weiterbildungen
Grade dabei eine Weiterbildug zur PDL zur machen.. WBL eines WB mit 44 Bewohnern
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EmmaPeel

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AW: Strukturierung Pflegeplanung

Hallo..
Ich kann dazu einen Beitrag aus der Pflegezeitschrift empfehlen...(Pflegezeitschrift 2009, Jg. 62, Heft 8) erscheint im Kohlhammerverlag.
Man kann , glaub ich, auch die Beiträge downloaden.
Dort wird prima das PESR System erklärt/ beschrieben..

Lg Emma
 
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ambulante Intensivpflege
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