Steuers(ch)enkung

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milchmaedchen-sabine

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Hallo

Zur Zeit macht sich die Politik ernsthafte Gedanken über einen Anreiz der Konjunktur und der Gefahr des Anstiegs der Arbeitslosenzahlen. Da wird über so genannte Konsumgutscheine nachgedacht. Und anderes wirres Zeug.

Nun hab ich mir als verantwortungsbewusster Staatsbürger auch so meinen Kopf gemacht.
Ich beabsichtige die Politik zu fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, dem akutem Pflegenotstand, der Konsumflaute, und dem drohenden Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit einer dauerhaften Steueraussetzung für Pflegekräfte entgegenzuwirken?!
  • Durch die Steuers(ch)enkung haben Pflegekräfte mehr Geld für den Konsum.
  • Durch die Steuers(ch)enkung haben Arbeitgeber einen finanziellen Anreiz ausreichend Pflegepersonal einzustellen.
  • Durch die notwendige Erhöhung der Gehälter wird die Fluktuation gemildert und ein Interesse für den Beruf gefördert.
  • Durch die Steuers(ch)enkung wird Sozialpolitik glaubhaft.


Gute Idee oder Hirngespinnst?
 
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kleinergizmo

kleinergizmo

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Huhu!

Ganz ehrlich?

Wenn man auch nur annähernd die Umsetzbarkeit mit einbezieht, dann
:wink:

Die Lobby der Pflegekräfte ist zu schwach, überhaupt irgendwas an der katastrophalen Situation zu ändern... Und dann Steuervergünstigungen nur für den Pflegeberuf? Niemals *gg*

Dass das an der Konjunktur ernsthaft was ändern würde, bezweifel ich ebenfalls - ich für meinen Teil gebe derzeit aus, was ich muss - und das würde sich nicht grundlegend ändern. Lieber irgendwie zur Seite legen...

In meinen Augen steht ein Pflegenotstand ziemlich konkret ins Haus... Aber seien wir mal ehrlich, dass Politik vorausschauend reagiert, wäre auch das erste Mal :D

LG,
Gizmo *die nicht wirklich was gegen diese Idee hätte :wink:*
 
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romana

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Hallo milchmädchen-sabine !

Bleibt die Frage, ob AG's mit der Ersparnis wirklich neue Kräfte einstellen oder andere Löcher stopfen.
Derzeit öffnen ständig neue Pflegeheime, ambulante Dienste gibt es zuhauf.
Aber wenn die Menschen immer weniger Geld haben und es mehr Arbeitslose gibt, werden sich viele lieber das Pflegegeld in die eigene Tasche stecken und auf professionelle Versorgung verzichten. Auch Heime sind ja kein Schnäppchen. Ich glaube eher, dass in den nächsten 10-20 Jahren hier eine große Pleitewelle kommt und auch wir uns warm anziehen müssen, weil's Geld zum Heizen knapp wird. Bis dahin sind die guten Fachkräfte abgewandert, so dass zu diesen Arbeitsbedingungen und dem Gehalt niemand mehr in die Pflege geht.
Ja, dann sind wir toll gefragt, aber wenn sich am System nichts ändert, wird kein Geld da sein, uns angemessen zu bezahlen !Viele Heime sind ja schon an der Grenze zur Insolvenz.
Dein Vorschlag ist nicht schlecht, würde mir gefallen, aber er würde nichts ändern. Dann würden die Kostenträger ja auch entsprechend weniger bezahlen mit dem Argument, dass ja Steuern gespart würden !

Nix für ungut, aber Deine Idee verändert nichts am System.

LG
Romana
 
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QMB
Weiterbildungen
Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
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