Sterbehilfe bei ALS?

J

Janka

Mitglied
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25.10.2007
Bernhardsthal
Hi, Leute!
Erst mal herzliche Grüße an alle, ich schreibe heute das erste mal.
Ich habe ein kleines Pflegeheim in Österreich und betreue zur Zeit eine 42jährige Frau welche seit 2 Jahren an ALS leidet und es wird zur Zeit immer schlechter,hauptsächlich mit der Atmung und Kraft. Sie möchte gerne in die Schweiz zur Sterbehilfe fahren (wobei ich ihr leider nicht helfen kann) und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, v.a. weil ich ihren Standpunkt vollkommen verstehe und ich persönlich in dieser Situation auch nicht auf meinen Erstickungstod warten wollen würde.
Kann mir vielleicht jemand seine Meinung zur Sterbehilfe mitteilen? Danke
Lg Janka
 
Qualifikation
Diplomkrankenschwester
Fachgebiet
dzt. keiner
P

Popinga

Mitglied
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23.11.2007
12167
hallo Janka,


ich kann die Gedanken der Bewohnerin gut nachvollziehen, ich würde auch nicht gern beim vollem Bewusstsein ersticken wollen. Alternative zu der Schweiz, gibt es- palliative Sedierung. In einem Hospiz kann man sie in ihrem Sterbeprozeß begleiten, ohne unnötige Qualen erleiden muß. Die Mitarbeiter in den Hospizen kennen sich damit aus und kennen bestimmt auch Ärzte die in solchen "Sachen" fit sind. Das ist meiner Meinung die einzige Alternative. Das Hospiz muß natürlich nicht sein, aber dort ist d Personal natürlich für solche Probleme ausgebildet.

Nun zu meiner Meinung: assestrte Sterbehilfe ist in Deutschland nicht erlaubt, andere Einwände hätte ich nicht.

Popinga
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
schmerzen
M

monaluna

Neues Mitglied
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11.12.2007
65779
Hallo Janka -

meine eigene Meinung zur Sterbehilfe will ich hier nicht vertreten, aber ein 42jähriger Patient ist Anfang des Jahres nach 6 Jahren ALS-Erleiden an einer O2-Unterversorgung im Schlaf gestorben - ohne Qual und Ängste. Das kann die Angst vor dem Erstickungstod lindern, denn nach Recherche ist das gar nicht mal so selten.

Gruß Monaluna
 
Qualifikation
KS
Fachgebiet
ambulant