Altenpflege Stellenwechsel in der Ausbildung - benötige Hilfe zum rechtlichen!

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Mystica

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Mein 3. Lehrjahr hat vor ein paar Wochen begonnen und ich möchte von einem Pflegeheim in einen ambulanten Dienst wechseln, um dort meine Ausbildung zu beenden. Doch fehlt mir das nötige rechtliche Wissen, wie und mit was ich anfangen muss.

Damit ihr versteht, warum ich den Arbeitgeber wechseln möchte, hier eine kleine Ausschweifung zu meinem Arbeitsalltag ......
Nachdem ich in einem großen Pflegeheim die Helferprüfung erfolgreich absolvierte, habe ich vor 2 Jahren zwecks Arbeitsweg in ein kleines privates Altenheim gewechselt und mache seitdem die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin.
Schon als ich dort angefangen habe, waren die Arbeitszeiten mehr als happig - jedoch kein Problem, da ich dies aus dem vorherigen Heim schon kannte.
Das erste Lehrjahr habe ich auf der hausinternen Geronto gearbeitet und somit schon mal vorzeitig den von der Schule (Staat) vorgegebenen Gerontoeinsatz absolviert. Laut meinem Schulleiter hätte ich jedoch in der Pflege anfangen müssen... Mein Chef meinte dazu, das ich ja schon den Helfer habe und somit gleich auf der Geronto anfangen könne. (?)
Im zweiten Lehrjahr kam ich dann in den Pflegebereich und obwohl es ein und dasselbe Heim ist, herrschen dort völlig andere Zustände als auf Geronto.
Auf der Pflege habe ich wechselnde Bewohnergruppen, habe kaum Hilfsmittel (z.B. Lifter) zur Verfügung und werde von Kollegen genervt abgespeist wenn ich Hilfe für einen schweren Bewohner benötige. Immer wieder wird von einem Team gesprochen, doch ich kann da nichts von einem Team finden. Jeder arbeitet im Alleingang, ist in Gedanken versunken, versucht das Arbeitspensum in einer Schicht zu bewältigen und ist hinterrücks nur am Schimpfen über die Zustände. Dienstpläne werden nach Belieben geändert, Wünsche werden nur für die "alten" Mitarbeiter erfüllt, Jahresurlaub muss bis Februar geplant werden und letztendlich kriegt man 2 Tage vor Urlaubsantritt gesagt das es nicht geht (wozu plan ich dann meinen Urlaub ein Jahr vorraus?) und es ist in diesem Haus normal 3 Wochen durchzuarbeiten ohne frei. Nicht zu vergessen der rege Mitarbeiterwechsel.
Auf Geronto bin ich sehr sehr oft eingesprungen wenn jemand krank war, habe dies auch gern getan weil auf dieser Station das Team ein team war. Anfangs habe ich das auf der Pflege auch gemacht. Wegen akuten Personalmangel wurde ich sogar einige Tage zum arbeiten aus der Schule geholt - mit dem Versprechen von meinem Chef, die Stunden seien keine Fehlstunden in der Schule. Nachdem ich durch meinen Schulleiter erfahren habe, das es sehr wohl Fehlstunden sind, habe ich die Bremse angezogen und ab diesem Zeitpunkt nur im äußerten Notfall einen Dienst übernommen.
Ab da habe ich dann die "Macht" meiner Bereichsleitung zu spüren bekommen (z.B. keine Unterstützung beim Vorbereiten eines Praxisbesuches).
Ende Mai bis Mitte August durfte ich aufgrund eines geschwollenen Beins und ungeklärter Ursache nicht arbeiten, war jedoch in der Schule (laut Arzt sei dies keine Belastung u ich könnte bein hochlegen). Mein Chef wußte dies, leitete es aber nicht an die BL weiter.
Nachdem ich trotz heftiger Widersprüche der Ärzte die Arbeit wieder aufnahm, hatte ich in der Arbeit die Hölle auf Erden und bekomme seitdem die Macht meiner BL (dazugesagt ist diese Person auch noch meine Mentorin) zu spüren.
Jeden Tag hat sie etwas anderes auszusetzen, bemängelt meine Arbeitsweise (welche bisher jedoch kein Problem für sie darstellte), unterstellt mir unterlassene Tätigkeiten an Bewohnern für die ich an diesem Tag nicht einmal zuständig war (z.B. Rasur), macht bei den Übergaben mit enem Seitenblick auf mich spitze Bemerkungen und läßt mich überhaupt nicht zu Wort kommen.
Das Spiel hat sie nun so weit getrieben, das ich nervlich so runter bin, das ich schon bei dem Gedanken an diese Person zu heulen anfange und regelrecht Angst vor ihr habe. Das hat nun dazu geführt, das ich vor lauter Panik letzte Woche komplett dicht gemacht habe, nicht in die Arbeit gegangen bin und mich aber auch nicht abgemeldet habe. Klar habe ich nun eine Abmahnung wegen unentschuldigten Fernbleiben von der Arbeit.
Hinzu kommt, das in der Zeit, wo ich krank war, sich meine Überstunden um die Hälfte verringert haben und mit jedem Monat weitere verschwinden, ich jedoch immer Überstunden aufbaue.

Gestern hatte ich mit meinem Chef ein Gespräch diesbezüglich und war entsetzt, wie ein Mensch innerhalb von 4 tagen so einen Sinneswandel haben kann (Montag hatte ich ein langes Telefonat mit ihm, wo ich alles auf den Tisch legte und sogar auf sowas wie "Verständnis" gestoßen bin).
Mir wurde klar und deutlich zu verstehen gegeben, das ich mir das Verhalten der BL wohl einbilde und es an mir liege. Immer wieder wurde auf der allerersten hausinternen Beurteilung herumgetreten (bei uns wird jeder Schüler im Abstand von 6 Monaten von einer Fachkraft bewertet) und hervorgehoben, das dort steht, das ich sehr oft rauchen war und das ich mich nicht wundern brauche, das die BL so reagiert. Mein Hinweis, das es auch nachfolgende Beurteilungen gibt worin geschrieben steht, das sich nach einem Gespräch mein Rauchverhaltung während der Arbeitszeit drastisch ins positive geändert hat, wurde einfach überhört. Auch wollte mein Chef nichts davon hören, das ich ihm und der BL im Zeugnis eine 4 in Praxis zu verdanken habe, weil sie beide "vergessen" haben, die Jahresendbeurteilung für die Schule auszufüllen. Dies hat er nur mit den Worten abgetan, das die BL im Urlaub gewesen sei (3 Monate lang???) und er nicht wußte, wer diese Beurteilung sonst hätte ausfüllen können (wozu ist er Chef und PDL???). Meine Frage, warum ich sowas erst durch die Notenverteilung der Schule erfahre und nicht von ihm selber hat er überhört.
Ja und das Ende vom Lied war dann, das er mir beim Verabschieden so ganz nebenbei mitteilte, das ich kommenden Sonntag im Dienstplan drin stehe und auch wenn mir das nicht passt, ich arbeiten müsse, weil schließlich andere für mich auch einspringen mussten.
Am Dienstplan habe ich dann gesehen das ich somit mal wieder auf 3 Wochen Arbeit und eine Woche Schule mit einem Tag frei komme.

Nun habe ich die Aussicht auf einen Stellenwechsel, kann morgen einen Vertrag bei einem ambulanten Pflegedienst unterschreiben wo ich das letzte Ausbildungsjahr absolvieren kann.
Die Kündigungsfrist bei meinem derzeitigen Arbeitgeber beträgt 4 Wochen und ich habe dieses Jahr noch 2 Wochen Urlaub.
Wieviel Urlaub muss ich abziehen, wenn ich zum Ende November kündige?


Ich möchte im vorraus schon für Antworten bedanken

LG
 
Qualifikation
Azubi examinierte Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegebereich
Weiterbildungen
Sterbekultur
J

Jungsmama4

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Hallo Mystica,

3 Wochen am Stück arbeiten... da hat wohl der Chef noch nichts vom Arbeitszeitschutzgesetz gehört....

Kannst ja froh sein, diesen Umständen dann nicht mehr ausgesetzt zu sein. Wirklich schlimm, wie es in manchen Häusern zugeht....

Nun aber zu deiner Frage
Wenn du zum Ende des November kündigst hast du nur noch 11/12 Urlaubsanspruch. Das heisst du nimmst deinen Jahresurlaub und teilst die Tage durch 12 - das Ergebnis nimmst du mal 11 - das sind die Tage die dir für dieses Jahr insgesamt zustehen.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
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