Stellenbeschreibung PDL, SL und stellv. SL

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K

K_1979

Neues Mitglied
Basis-Konto
27.11.2007
82319
Hallo,

bin seit heute neu hier und habe gleich mal eine Frage.

Ich studiere im 7. Semester Pflegemanagement und mache zur Zeit ein Praktikum bei einer Pflegedirektion, die in ihrem Haus im Bereich Pflege- und Servicemanagement die Führungsstruktur neuorganisieren möchte.
Die Positionen PDL und SL sollen ersetzt werden durch die neuen Arbeitsfelder Bereichs- und Teamleitung, wobei die Bereichsleitung sowohl Aufgaben einer PDL als auch einer SL wahrnehmen soll. Die Position der stellv. SL würde in dieser Führungsstruktur ganz wegfallen. Das Ganze basiert auf dem Konzept der Matrixorganisation.

Jetzt ist meine Frage, ob jemand Erfahrung mit einer solchen Organisationsvariante hat? Gibt es Häuser, in denen etwas ähnliches bereits praktiziert wird? Hat jemand eine solche Struktur mit eingeführt?

Im Rahmen dieses Projektes bin ich auch auf der Suche nach Stellenbeschreibungen für die Positionen PDL, SL und stellv. SL. Könnte mir jemand bereits bestehende Stellenbeschreibungen zur Verfügung stellen? In diesem Haus gibt es zwar für die genannten Positionen die entsprechenden Beschreibungen (die auch recht umfangreich sind), aber wir hätten gern noch welche zu Vergleichszwecken.

Vielen Dank

Katja
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Stationsleitung
A.Hoffmann

A.Hoffmann

Mitglied
Basis-Konto
08.11.2007
78269
www.da-heim.eu
Hallo Kollegen,

anbei ein Vorschlag zur Gestaltung einer Stellenbeschreibung.

Stellenbeschreibung PDL

Fachbereich:

Stelleninhaber/in:
Bezeichnung der Stelle:
Unmittelbare/r Vorgesetzte/r:
Stellen im Verantwortungsbereich:


Stellvertretung

Wird vertreten durch:
Die verantwortliche xxxxx wird in ihrer Abwesenheit durch eine zuvor bestimmte Pflegekraft vertreten, welche die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Krankenschwester/-pfleger, Kinderkrankenschwester/-pfleger oder Altenpfleger(in) besitzt.


Zielsetzung der Stelle
Die Planung, Sicherstellung und Dokumentation, der Pflege- und Versorgungsleistungen unter Berücksichtigung
der Unternehmensleitlinien und gesetzlichen Qualitätsrichtlinien,

der Pflegeleitlinien,

der Grundlagen des Pflegekonzeptes,

der Pflegestandards und Pflegerichtlinien

sowie die Umsetzung der Maßnahmen zu internen Sicherung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität durch die Anwendung und Optimierung anerkannter
Verfahrensstandards.

Die Planung, Umsetzung und Kontrolle der Maßnahmen zur internen
Sicherung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.

Ständige Verbesserung der Prozess- und Ergebnisqualität.


Kommunikationsbild

Regelmäßige Planung und Durchführung von Dienstbesprechungen,

Sicherstellung des Informationstransfers durch regelmäßige Aushänge etc.,

Verantwortung für den Transfer von Informationen, die dem Pflegeprozess dienen,
zwischen den behandelnden Ärzten und dem Pflegeteam,

Abstimmung der zu erbringenden pflegerischen Leistungen mit anderen
Versorgungsberechen,

Unterstützung der regelmäßigen Befragung der Bewohner (ggf. der Angehörigen)
und/oder des Heimbeirats zur Situation in der Pflegeeinrichtung,


Beschreibung der einzelnen Aufgaben
Aufgaben in Linienfunktion:

Disziplinar- und Fachvorgesetzte/r gegenüber allen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen in der
Pflege- und der hauswirtschaftlichen Versorgung

Personalplanung:
Sicherung der Bereitstellung der zur Erfüllung der individuellen Pflege und Versorgung
des Bewohners geeigneten Kräfte (auch unter Berücksichtigung der gemeinsamen
Grundsätze und Maßstäbe nach § 80 SGB XI und ggf. nach §§ 75, 80a SGB XI),

Aufstellung zweifelsfrei nachvollziehbarer und am Pflegebedarf orientierter Dienstpläne
unter der Beteiligung der an der Pflege beteiligten Mitarbeiter,

regelmäßige Einberufung bereichsübergreifender Dienstbesprechungen und Sicherung
der auf den einzelnen Bewohner bezogene Informationsweitergabe,

Sicherung der an dem Pflegebedarf orientierten Dienstplanung der Pflegekräfte,

Führen von Vorstellungsgesprächen im pflegerischen und hauswirtschaftliche Bereich,

Mitentscheidung bei der Einstellung, Entlassung und anderer Förder- und
Disziplinarmaßnahmen von Mitarbeitern im pflegerischen und hauswirtschaftlichen
Bereich,

Durchführung von Beurteilungs- und Bewertungsgesprächen sowie das Schreiben von
Arbeitszeugnissen innerhalb der Hauswirtschaft und Pflege,

Sicherung, Koordination und Kontrolle der Einarbeitung neuer Mitarbeiter durch
geeignete Pflegefachkräfte anhand eines Einarbeitungskonzeptes,

Koordination und Kontrolle des Einsatzes der Mitarbeitern
(Pflegekräfte/Pflegehilfskräfte) gemäß deren formalen und erworbenen Qualifikationen
(Befähigungsnachweis der Pflegekräfte) und Überprüfung der jeweilige
Leistungserbringung in angemessenen Zeitintervallen,

Verantwortung für die Kooperation mit Alten- und Krankenpflegeschulen sowie die
praktische Ausbildung der Schüler innerhalb der Einrichtung,

Aufsicht, Kontrolle und Anleitung bei der Erfüllung der zugeteilten Aufgaben der
Pflegekräfte,

Planung, Sicherung und Verantwortung der fachlichen Anleitung und Überprüfung der
für die hauswirtschaftliche Versorgung der Pflegebedürftigen eingesetzten Mitarbeitern
durch Fachkräfte in regelmäßigen Abständen,

Die an den Pflegebedarf orientierte Dienst-, Einsatz- und Urlaubsplanung der
Pflegekräfte unter Beachtung des vorgegebenen Budgets (Pflegezeitbudget,
Personalkosten, Stellenplan)

Verantwortung für die fachgerechte Durchführung von Arbeits- und
Gesundheitsschutzmaßnahmen sowie Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften,

Interessenvertretung des pflegerischen Bereichs gegenüber Kooperationspartnern,
Kostenträger etc.,



Pflegedurchführung:
Verantwortung für die fachliche Planung und Evaluation der Pflegeprozesse,

Verantwortung für die Umsetzung und Anwendung sowie Beteiligung an der Entwicklung und Fortführung der im Qualitätshandbuch beschriebenen Maßstäbe,

Sicherung und Verantwortung der Erbringung der Pflege- und Versorgungsleistungen der Mitarbeiter auf Grundlage der Pflegeplanung unter Berücksichtigung pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse,

Sicherung und Verantwortung der Anwendung der beschriebenen Qualitätsmaßstäbe im Pflegebereich unter Berücksichtigung der gemeinsamen Grundsätze und Maßstäbe nach § 80 SGB XI,

Sicherung und Verantwortung einer sachgerechten Delegation der auf ärztliche Anordnung zu erbringenden behandlungspflegerischen Maßnahmen,

Sicherung und Verantwortung der sachgerechten und modernen Erkenntnissen entsprechenden Versorgung von dekubitusgefährdeten Bewohnern und Bewohner mit Dekubitalgeschwüren und der Dokumentation der Behandlung,

Sicherung und Verantwortung der ausreichenden und der individuellen Gewohnheit und Gesundheitssituation entsprechenden Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme bei Bewohnern mit diesbezüglichen Einschränkungen,

Sicherung und Verantwortung der Absprache der individuellen Versorgung mit dem jeweiligen Hausarzt und der Dokumentation der Versorgungsmaßnahmen,

Sicherung und Verantwortung des Erkennens von Inkontinenz (z.B. anhand eines Miktionsprotokolls),

Sicherung und Verantwortung der Bereitstellung, Anwendung und Kontrolle geregelter Verfahrensanweisung zu den Bereichen:Umgang mit Arzneimitteln / Medizinprodukten,
Freiheitsbeschränkende Maßnahmen,
Hygiene im pflegerischen Bereich
Notfallsituationen, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Pflegebedürftigen
Soziale Krisenintervention.


Sicherung und Verantwortung, dass freiheitsbeschränkende Maßnahmen nur bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen (§ 34 StGB – rechtfertigender Notstand, einer richterlichen Genehmigung oder einer beschlossenen Unterbringung) angewandt und umfassend dokumentiert werden,

Sicherung und Verantwortung der vorschriftsmäßigen Beschaffung, Lagerung und Verabreichung der Arzneimittel laut ärztlicher Anordnung und Pflegedokumentation,

Förderung der Pflege und Versorgung der Bewohner durch die Herbeiführung einer Zusammenarbeit aller an der Pflege beteiligten Personen und Institutionen,

Ermöglichung der Teilnahme an in- oder externen ärztlichen, therapeutischen und/oder rehabilitativen Maßnahmen für die Bewohner,

Durchführung von Pflegevisiten,

Planung, Entwicklung, Koordination und Kontrolle von Abläufen im gesamten Pflegebereich/hauswirtschaftliche Betreuung,

Entwicklung und Einführung von Pflegestandards,

Aufsicht und Kontrolle bei der Anwendung der Pflegestandards,

Verantwortung für die sachgerechte Anwendung der im Haus befindlichen medizinisch-technischen Geräte sowie die Veranlassung regelmäßiger Wartungen
Pflegedokumentation:

Sicherung und Verantwortung einer geeigneten, sachgerechten und kontinuierlich geführten, bewohnerbezogenen Pflegedokumentation aus der das Leistungsgeschehen und der Pflegeprozess abzuleiten ist (die Pflegedokumentation enthält dabei Auskünfte über: die Bewohnerstammdaten, die Pflegeanamnese, die Pflegeprozessplanung, die Pflegedurchführungsnachweise, den Pflegebericht, ggf. ärztliche Verordnungsblätter, ggf. Formblätter über verordnete Arzneimittel, ggf. Verlegungsberichte),

Sicherung und Verantwortung einer individuellen und dem Pflegeprozess entsprechenden, kontinuierliche Pflegeplanung unter Einbezug der individuellen Bewohnerinformationen der Informationen der Angehörigen oder anderer an der Pflege Beteiligten sowie den Empfehlungen des MDK nach § 18 Abs. 5 SGBXI).

Sicherung und Verantwortung einer Pflegeleistungserbringung unter ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft,

Sicherung und Verantwortung einer Pflegeleistungserbringung unter Berücksichtigung der regelmäßigen Überprüfung der notwendigen Leistungen und der Pflegestufe,

Sicherung der kontinuierlichen, zeitnahen Dokumentation der ausgeführten Leistungen durch HZ der ausführenden Mitarbeiter,


Sicherung der Einweisung der Mitarbeiter in die Führung der Pflegedokumentation,

Sicherung einer sachgerechten Delegation und eindeutigen Dokumentation der auf ärztliche Anordnung zu erbringenden behandlungspflegerischen Maßnahmen unter Berücksichtigung der Art, des Durchführungszeitpunktes, der Häufigkeit und der verwendeten Arznei- bzw. Pflegemittel je Maßnahme.


Fort- und Weiterbildung

Ermittlung des Bedarfs an interner und externer Fortbildung für die Mitarbeiter der Pflege,

Gewährleistung der Teilnahme der Mitarbeiter an ausgewählten internen und externen Fortbildungen,

Sicherung der Umsetzung einzelner Schulungsinhalte,

Kontrolle der sachgerechten Anwendung der Trainingsinhalte,

Angebot und Durchführung innerbetrieblicher Fortbildungsmaßnahmen,


Fachliche Anforderungen:
mind. 3 Jahre Berufserfahrung nach der staatl. Anerkennung

mind. 2 Jahre Berufserfahrung im geriatrisch/neurologisch/internistischen Bereich

Nachweis über Fort- und Weiterbildungen im Kommunikations- oder Managementbereich oder Verpflichtung zur Teilnahme unverzüglich ab Stellenantritt

Grundlagen Basale Stimulation, Kinästhetik oder Validation wünschenswert,

EDV-Kenntnisse in MS-Office Programmen.

abgeschl. Weiterbildung zur PDL, Studium zum Dipl. Pflegewirt


Persönliche Anforderungen:

Ausgeprägte Fähigkeit und Bereitschaft zur Kommunikation und Kooperation mit Bewohner, Mitarbeitern, Vorgesetzten, Angehörigen, Ärzten und anderen am Pflegeprozess beteiligten Gruppen,

Durchsetzungsvermögen und sicheres Auftreten,

Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung,

Entscheidungsfreudigkeit und Verantwortungsbereitschaft,

Fähigkeit, motivierend zu wirken,

Einfühlungsvermögen und pädagogisches Geschick,

Organisationsfähigkeit,

Einsatzbereitschaft,

Belastbarkeit,

Bis dahin,


Hoffe, ich konnte helfen....

MfG
A Hoffmann
 
Qualifikation
Solution Consultant
Fachgebiet
Social Security Software
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Wurde danach gefragt?
Ich fürchte, nein, denn die PDL als solche soll es doch gar nicht mehr geben nach der Umstrukturierung.:nono:

Wassermann

 
Qualifikation
Krankenschwester
K

K_1979

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
27.11.2007
82319
Hallo,

Danke für die Antworten:

@A.Hoffmann
Vielen Dank, das hilft mir sicher weiter!:thumbsup2:

@Wassermann
richtig und falsch:
richtig --> Die PDL an sich wird "wegfallen", sie wird ersetzt durch die Position Bereichsleitung.
falsch --> es wird nach einer Stellenbeschreibung PDL gefragt. Da es noch keine Stellenbeschreibung Bereichsleitung gibt, muß ich erst die Stellenbeschreibung PDL, SL + stellv. SL analysieren, um dann daraus die möglichen Tätigkeiten einer Bereichsleitung und Teamleitung abzuleiten und eine Stellenbeschreibung für selbige zu erstellen.
Also insofern, sind Stellenbeschreibungen einer PDL schon sehr interessant.

Viele Grüße

Katja
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Stationsleitung
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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