Stationsleitung?? HILFE

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Sheela

Hallo! Ich bin seit März letzten Jahres auf einem Wachkomabereich als Wohnbereichsleitung tätig. Ich bin durch Zufall da rein gerutscht, da es personelle Veränderungen gab. Ich habe damals zugesagt, weil ich mein Team unterstützen wollte und heute noch werde. ich bekomme ca 100€ netto mehr. Das Haus wird mir die Kosten für die Weiterbildung zur SL bezahlen, jedoch mit 3 Jahren Verpflichtung. Ich habe seit mehreren Monaten schon sehr viel Druck und Stress. Es gab viele Ausfälle, muss viele Überstunden leisten. Das komplette Qualitätssystem wurde neu erarbeitet. Ich bin vor drei Wochen fast heulend zusammengebrochen, da ich den Druck nicht mehr aushalten halten konnte.
Mein Privatleben leidet auch sehr darunter. Ich bin am überlegen, ob ich diesen Posten abgebe.
Ich mache mir jedoch Sorgen, ob ich es später mal bereuhe....aber ich bin nicht der Typ für Karriere sondern möchte mal Kinder haben und nicht ständig gestresst nach Hause kommen.
Ich habe große Angst, dass ich als Versagerin da stehe, wenn ich meinem Chef davon berichte. Aber mein Team steht voll hinter mir und würden es verstehen, wenn ich zurück trete.
Ich brauche dringend einen Rat von euch, welche Entscheidung soll ich treffen? Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht? Wäre sehr dankbar
 
Jenny 1982

Jenny 1982

Mitglied
Basis-Konto
04.11.2007
72458
Hi Sheel, irgendwo her kenn ich das....... Ich glaube der Job der WBL ist der besch***** den man überhaupt machen kann. Aber ich würde sagen, das du das Ding durchziehen solltest, zumindest die Schule beenden. Kannst ja dann trotzdem an Familienplanung denken. Was soll dein Chef machen, wenn du schwanger bist. Ich werde auch das Ding mit der SChule durchziehen, mich aber dann anderweitig umsehen. Die PDL verlangt einfach zuviel, trotz mehreren Gesprächen blockt sie dieses Thema ab. Ich mein ich arbeite 100 % in der Pflege mit Marathondiensten tw mit bis zu 16 Tagen, dann Praxisanleitung für einen Schüler, dazu kommen die SChülerbesprechungen für alle Schüler und deren Anliegen, Papierkram, Doku, Pflegevisiten, die Station soll laufen, um die Mitarbeiter muß man sich kümmern ach ja die Schule habe ich ganz vergssen mit dem dazugehörigem lernen. Da frag ich mich zuwas ich noch ein Privatleben habe oder besser gesagt, was ist das ???? Mit einem Ü-Std Anteil von aktuell 115 Std :( die man eh nie frei bekommt. Aber gleichzeitig Anschiss bekommt, warum man soviele hat *piep Also da muß ich mir echt an den Kopf fassen. :O
Manchmal würde ich auch am liebsten alles hinschmeißen, aber ich weiß, das ich es irgendwann bereuen werde.

Aso und das mit der Verpflichtung, das hab ich net unterschrieben, bin ja net verrückt. Chef hats akzeptiert, muß halt den Kurs selber zahlen,ist nicht so teuer bei uns, 300 € für 2 Jahre, das ist noch verkraftbar :)

Aber ich kann dich nur zu gut verstehen, aber ich würde dir raten es durchzuziehen und dann weiterzusehen.

Wünsch dir alles gute und hoffe dich etwas aufmuntern zu können, den du stehst nicht alleine da.

LG

Jenny
 
Qualifikation
Fachkraft Leitung einer Pflege und Funktionseinheit/Praxisanleitung
Fachgebiet
Stationäre Pflege
M

Mig66

Mitglied
Basis-Konto
20.11.2007
83022
Liebe Sheela,
überleg dir, warum du dich für diesen Posten gemeldet hast. Ich sehe, du bist noch ziemlich jung. Viel Erfahrung kannst du nicht haben. Eines oder anderes müstest du aber von der Vorgängerin mitbekommen haben, hast dich aber nicht gescheut die Verantwortung zu übernehmen. Ja, manchmal schaut dass von der Seite ganz anders aus. Ich würde sagen: WILLKOMMEN INS KLUB!!! Ich bin schon ca. 10 Jahre SL, hatte auch mal ca.200 Überstunden, bin verheiratet und habe einen Kind. Habe die Ausbildung zur SL gemacht, habe mich auch für paar Jahren verpflichten lassen, und muss sagen, irgendwie, mache ich diesen Job doch gerne. Verdiene vieleicht genauso viel (oder wenig) wie meine Kollegen, mache aber keine Nachtdienste (oder so gut wie keine). Zur Ltg. wird man weil man etwas bewegen möchte. du verzweifelst, aber meinst du, du könntest deinen Job als GuKPfl. so gut ausüben OHNE deine Ausbildung?!
Vergiss nicht dass wenn du wechseln möchtest dein nächster AG auch die Kosten übernehmen könnte?! Dü würdest zu mindest auf der Arbeit nicht fehlen!
Die Entscheidung ob du SL bleiben möchtest oder nicht, musst du selbst treffen. Auch deine Prioritäten musst du selbst setzen. Ich würde sagen, du nimmst ein Blatt Papier, schreibst dir drauf was spricht da für, was da gegen, und dann hast auch die Antwort! Viel Spass und Erfollg bei Entscheidungstreffen wünscht dir Mig66!
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Kardiologie
K

krümelchen82

Mitglied
Basis-Konto
06.03.2007
78333
Hallo,

also ich würde mir das überlegen mit dem Hinschmeißen Mig hat schon recht schreibe dir auf was deine Prioritäten sind. Eine bekannte von mir hat auch die FB zur PDL hingeschmissen weil sie gemerkt hat das sie das eigentlich nicht will und ihr die Familienplanung wichtiger war. Ihr Mann stand hinter ihr und sie bereut es bis heute nicht.

Könntest du nicht vom Prozentsatz her runter stufen? Dann hättest du etwas mehr Freizeit und wärst vielleicht nach einer Zeit nicht so gestreßt. Ich kenne Deinen AG nicht aber es gibt AGs mit denen kann man reden und entweder sie verstehen es und helfen dir eine Lösung zu finden oder ihr macht einen Kompromiss. Laß es dir auf jeden Fall gut durch den Kopf gehen und entscheide nicht sofort.

Gruß Cassy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
A

Altenpflegel

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.11.2006
50735
Liebe Sheela,

klar ist der Imagegewinn und die scheinbare Gestaltungsfreiheit verlockend - auch die höhere Entlohnung.

Aber wachrütteln solte doch eigentlich dies:
Ich bin vor drei Wochen fast heulend zusammengebrochen, da ich den Druck nicht mehr aushalten halten konnte.
Laß' los, sonst lesen wir dich vielleicht demnächst im Thread "Nichts gebacken kriegen...".

Mit viel Verständnis für die schwere Entscheidung,
Altenpflegel
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Langzeit- Pflegeheim für körperbehinderte, junge Menschen; PA
A.Hoffmann

A.Hoffmann

Mitglied
Basis-Konto
08.11.2007
78269
www.da-heim.eu
Hallo Sheela,

ich würde dir empfehlen, ein Gespräch über die akuelle Situation mit deinem Vogesetzen zu führen und zu erfragen, welche Möglichkeiten der Entlastung/Synergien es generell gibt, oder welche Schnittstellen optimiert werden könnten, um die aktuelle Lage zu verbessern.

Falls das Gespräch ohne nennenswertes Ergebnis für dich ausgeht, würde ich mir überlegen, ob es nicht besser wäre, die Stelle zur Verfügung zu stellen, da du hier lt. deinen Beschreibungen in einen Burnout steuerst....

Drücke dir die Daumen,

Kollegiale Grüße
A. Hoffmann
 
Qualifikation
Solution Consultant
Fachgebiet
Social Security Software
S

SchwesterHyper

Mitglied
Basis-Konto
10.11.2007
15537
hallo Sheela

Kann dich verstehen! Bin seit 4 Jahren WBL und das erste Jahr war hart!!! Wollte es jedem recht machen und alle Aufgaben zu 100% erlediegen. Von allen seiten hörte ich immer nur "Sie sind ja noch ganz schön jung, können sie das?" Ich muß sagen ich habe die ganze Zeit ein super Team hinter mir, die mich unterstützen wo sie nur können. Na ja nach einem Jahr bin ich dann schwangen geworden und war erst mal ein Jahr zuhause. Als ich wiederkam war alles anders ich muße mich im WBL Team erstmal beweisen und das hat viel kraft gekostet aber ich hab auch ne menge gelernt. Heute mach ich es nicht mehr allen recht und ich geh nach 8 Stunden nach hause auch wenn arbeit liegen bleibt! Auf Arbeit bin ich 100% eisatzfähig aber nach Feierabend ist mein Kind das wichtigste. ich kann dir nur empfehlen das wenn du keine Kraft mehr hast, du am besten gehst. Bewerbe dich doch in einem Heim das ganz neu eröffnet da kannst du dann mit einem neuen team vonn 0 beginnen.

ich wünsche dir ganz viel kraft das durchzustehen. Gruß Hyper
 
Qualifikation
Krankenschwester/Wohnbereichsleitung/ Praxisanleitung
Fachgebiet
Seniorenheim
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
Also für mich hört sich das doch überwiegend nach Anfangsschwierigkeiten an - es kam einfach zuviel auf einmal auf dich zu , deshalb würde ich mir den Schritt wirklich gut überlegen.Ich kann Herrn Hoffmann nur zustimmen such das Gespräch mit deinem Vorgesetzten und sieh ob du Unterstützung bekommst. Das ist nämlich oftmals ein Fehler den Leitungen machen wenn sie einen solchen Posten übernommen haben , sie meinen alles alleine schaffen zu müssen - müssen sie aber nicht - deine Vorgesetzten haben auch ein Interesse daran dass du gut zurecht kommst also scheue dich nicht Hilfe anzufordern. Und wenn sie dir wider Erwarten doch versagt bleibt bleibt dir immer noch die Möglichkeit , deine Stelle zur Verfügung zu stellen.
Ich selber habe nach fast 10 Jahren Leitungstätigkeit meinen Posten zur Verfügung gestellt und ich habe es nicht bereut ,seit dem habe ich den Kopf wieder frei für andere Dinge . Allerdings habe ich mir sehr viel Zeit gelassen und die Entscheidung auch nicht in einer Krisensituation gefällt.
Deshalb kann ich dir nur raten fordere Unterstützung ein ,und versuch auch einmal ein paar Tage Abstand zu gewinnen , denn deine Zweifel zeigen ja auch ,dass dir die Aufgabe an sich gefällt.
Von dem Gedanken, dass das als Versagen gewertet wird ,musst Du dich frei machen, denn seine eigenen Grenzen zu erkennen, und danach zu handeln ist eine Leistung, die andere erst einmal bringen müssen.
Ich wünsch dir alles Gute
Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
S

Sheela

Themenstarter/in
Vielen Dank für die lieben Antworten. Nun ist bei mir etwas Klarheit rein gekommen. Ich werde bis zum neuen Jahr warten und die Weiterbildung machen. Ich habe dann auch reichlich mehr Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt, somit würden mir mögliche Entscheidungen leichter fallen.
Ach, und die PDL übernimmt erstmal (für ein paar Monate) zur Unterstützung meine Dienstplangestaltung.
Das schafft schon sehr viel Luftraum :flowers:
Habe nicht mehr daran gedacht, dass doch ,,so schnell,,
Lösungen zu finden sind.
DANKE an Alle
 
L

Lanschy

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.05.2008
46240
Hallo Herr Hoffmann,haben Sie Erfahrungen mit der Ebene Bereichsleitung in der Intensivpflege?
Soll evtl zwei Sationen übrnehmen, aber die Führung des Hauses ist sich selber noch nicht ganz klar, über die Stellenbeschreibung.
Gruß Lanschy
 
Qualifikation
Krankenpfleger Pflege Fachkraft
Fachgebiet
Intensiv
Z

Zischi

Mitglied
Basis-Konto
Hey Sheela!

Leider sieht man Lösungen in deiner Situation erstmal nicht. Aber glaub mir, es gibt sie. Du hast es ja selber gemerkt. Ich denke, dass ist schon eine riesen Entlastung sich erstmal nicht mehr um die Dienstplan - Gestaltung kümmern zu müssen. Wir haben seit Jahren eine gut funktionierende freie Dienstplangestaltung. Ich war die letzten 6 Monate übergangsweise Leitung meiner Station und hab lediglich darauf achten müssen, dass die Spielregeln eingehalten werden und die Endeingabe passt. Das nur so nebenbei, vielleicht wäre das eine Überlegung für die Zukunft auf deiner Station.
Ich kann dich sehr gut verstehen, wenn man das Gefühl hat es wächst einem alles über den Kopf und man sieht das Licht am Ende des Tunnels nicht.
Ich glaube auch, wie von dem meisten Kollegen hier schon gesagt, dass es sicherlich gut ist sich zu überlegen warum man das macht und wo du deine Prioritäten siehst. Vor allem wenn dein Team hinter dir steht, würde ich nicht zurückschrecken und auch über meine Schwächen und Ängste bis zu einem gewissen Punkt berichten. Anscheinend ist deine PDL ja da aufnahmefähig und hilft dir nun.
Die Entscheidung den Kurs zu machen, kann ich nur bewundern. Aber es ist eine gute. Ich werde im Juni mit dem SL - Kurs fertig. Den kann mir dann keiner mehr nehmen. Das mit den Verpflichtungserklärungen sehe ich etwas zwiegespalten. Ich hab mich auch verpflichtet. Werde aber trotzdem im Sommer meinen derzeitigen ABG verlassen, gut jetzt muss ich halt selber zahlen. Das hätte ich vorher auch machen müssen.
Ich wünsch dir auf alle Fälle viel Kraft und Spass die nächsten Monate, auch wenn´s manchmal nicht danach ausssieht. Aber Lösungen gibt´s immer, meistens muss nur jemand anders die Situation betrachten und schon fallen diesem gute Ideen ein.
Ah übrigens, man schaffft an einem Arbeitstag das, was man schafft. Ich find das is ganz wichtig. Was ich mir immer zurecht gelegt hab war eine Wichtigkeitsliste für den Tag. Dinge mit hoher Priorität hab ich sofort erledigt, mit mittlerer hab ich versucht in der jeweiligen Woche zu klären und die mit niedriger hab ich delegiert bzw. auf ein anderes Blatt Papier geschrieben und mir für den jeweiligen Monat zurückgelegt.

Liebe Grüße Matthias
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger, Bildungsreferent
Fachgebiet
Erwachsenenbildung im Gesundheits- und Sozialwesen, Ambulante Pflege
Weiterbildungen
Deutsches Netzwerk Primary Nursing
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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