Statement von Dr. Montgomery in die Schwester Der Pfleger 10 /07

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flocky

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25.12.2005
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In der Rubrik "Pro und Kontra" in der aktuellen " Die Schwester Der Pfleger" wurde Dr Montgomery der 1.Vorsitzende des Marburger Bundes um ein Statement zum Thema "Verordnungskompetenz für Pflegekräfte " gebeten.

In der Stellungnahme des Herrn Dr. Montgomery zur Diskussion um die
„Verordnungskompetenz“ von spezieller Behandlungspflege und von Pflegehilfsmitteln , durch wie er so schön schreibt „ Nichtärzte„ zeigt sich die Arroganz der Ärzteschaft im Allgemeinen und die des Herrn Dr. Montgomery im Besonderen. Er meint sich äußern zu können, ohne sich vorher zu informieren, worum es denn eigentlich geht.
Denn es geht nicht um „Wolkenträume“ wie die Durchführung von kleinen Operationen durch Pflegepersonal, oder um die Diagnosestellung oder gar ums Festlegen von Therapien.

Es geht um die Verordnung von Pflegeleistungen und von Pflegehilfsmitteln, die bis dato Ärzten vorbehalten ist, deren letzter Kontakt mit der Pflege und deren Leistung, in den ersten Semestern des Studiums während ihres Pflegepraktikums liegt. Ärzte haben weder eine pflegerische Ausbildung noch praktische Erfahrungen in der Pflegarbeit, außer besagtem Praktikum, und verfügen damit gar nicht über die Kompetenz Pflege und Pflegehilfsmittel zu verordnen. Und es geht auch nicht darum dass jeder Pflegekraft (unausgebildet und ungeübt) noch nicht einmal jeder 3 jährig examinierten diese Kompetenz zugesprochenen werden soll, sondern nur speziell dafür aus- bzw. fortgebildete Pflegekräfte.
Wie sieht es in der Praxis aus, zumindest im Klinikbetrieb? Wenn Pflegesachleistungen oder Pflegehilfsmittel verordnet werden müssen werden die Pflegekräfte befragt, oder besser die füllen das Formular oder Rezept aus und der Arzt unterschreibt, wobei nicht immer klar ist ob er weiss was er unterschreibt.
Auch ist es nicht so ,dass wie von Dr. Montgomery behauptet ,die Blutentnahmen und auch das Legen von Verweilkanülen zu den originären Aufgaben der Pflegkräfte gehört , sondern es sind ärztliche Tätigkeiten , die delegiert werden können. Dass sie nicht mehr einfach so übernommen wurden , liegt daran , dass bei Einführung der PPR Anfang der Neunziger Jahre bei der Berechnung der Minutenwerte deutlich wurde , das diese Tätigkeiten in der Berechnung der Minutenwerte keinerlei Berücksichtigung fanden, weil eben keine pflegerischen Tätigkeiten.
Obwohl ich ihm Recht geben kann, darüber muss gar nicht so aufgeregt diskutiert werden. Es ist eine rein handwerkliche Tätigkeit, die erlernt werden kann, nur muss die rechtliche Grundlage geschaffen werden und es müssen den Pflegkräften entsprechende Zeitfenster zur Verfügung gestellt werden.
Denn auch das scheint Herr Dr. Montgomery zu übersehen , das Pflegepersonal ist ebenso überlastet wie die Ärzteschaft , im Gegensatz zur letzteren , wo zumindest ein kleiner Anstieg der Stellen zu verzeichnen ist , werden bei den Pflegkräften seit Jahren massiv Stellen abgebaut. Auch scheint ihm entgangen zu sein das es auch Fachpflegekräfte gibt, die lange Ausbildungszeiten absolviert haben und über viel praktische Erfahrung verfügen.
Wenn er bemängelt das die Diskussion“ leider mehr emotional als sachlich geführt wird“ kann ich ihm nur entgegenhalten, dass ein derartig polemisches Statement sicher nicht zur Versachlichung der Diskussion beitragen wird, sondern eher weitere Gräben aufwirft.
Mit einer derartigen Herabsetzung des Pflegpersonals im spielt er letztendlich der Politik in die Hände , die sich die Hände reibt , weil die Berufsgruppen in den Krankenhäusern ,sind dabei sich gegenseitig zu zerfleischen ,anstatt sich zusammen zu tun ,und von der Politik endlich eine ausreichende Finanzierung der Gesundheitsversorgung einzufordern. Denn nur gemeinsam in einem effizient eingespielten Team, mit klar abgegrenzten Kompetenzen und Aufgabenbereichen, können wir gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft bewältigen.
Ich frage mich ob ich mich zurecht aufrege oder ob ich vielleicht überempfindlich reagieren. Ich hätte euch gern das Statement dazugestellt aber mein Zugang zur Seite von Bibliomed "funzt" im Monent nicht , vielleicht kann das ja jemand anders für mich tun.
Ich bin gespannt auf eure Antworten
Flocky
 
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Krankenschwester
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stinkfisch

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21.07.2007
23554
hey flocky,

du sprichst mir aus der seele-und wieder mal bin ich froh,das jemand,das was ich denke so klar und deutlich formulieren kann!!

danke!:thumbsup2:
 
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kinderkrankenschwester
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ambulante sozialpsychiatrische fachpflege
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dr.poops

:mad_2:es ist nicht verwunderlich, aber auch überaus ärgerlich - montgomery ist in seiner funktion letztlich auch nichts anderes als ein kleiner apparatschik, der seinen berufsstand sicher gerne in gepflegten polo-hemden im halbschatten beim bridge spielen sähe: und darüber haben sich kritische assistenzärztInnen schon letztes jahr im streik beölt (die oberärzte weniger, die haben ja auch tüchtig zaster gekriegt). was weiß nun dieser schnauzbärtige funktionärs-wicht? nicht viel. natürlich tutet er es in der gegend umher. er ist ja arzt und funktionär.
soll ich mir von so einem geschniegelten zier-pudel tatsächlich den feierabend versauen lassen? nee. aber natürlich ist dieser beitrag wichtig und gut zu lesen außerdem - danke für diese mühe! dr.poops
 
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folken

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26.09.2007
44629
Ich hab das net gelesen, aber es ist eine Frechheit ohnegleichen. Wer aber wird ihn zur Rechenschaft ziehen? Das dumme ist immer das wir uns aufregen viel reden, aber nie an einem Strang ziehen um etwas zu ändern. Schade! Die Ärzte haben uns einen schönen Streik vorgemacht auf Kosten der Patienten das hat die nicht interessiert, wir werden das nicht nachmachen weil wir immer das Wohl des Patienten im Hinterkopf haben. Ja die haben ne Stange Geld bekommen nach dem Streik, bedauerlich das 1. sich so wenig Pflegekräfte an dem Streik beteiligt haben 2. in ihrer Selbstherrlichkeit haben die Herrn Doctoren die das Gesundheitssystem bemängelten auch nur an sich gedacht denn für uns Pflegende sind die nicht mit auf die Sttasse gegangen.

cu Folken
 
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Fachkrankenschwester für Pflege in der Onkologie
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Unfall - Vizeralchirurgie
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traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo,

Das dumme ist immer das wir und aufregen viel reden, aber nie an einem Strang ziehen um etwas zu ändern.
Genauso ist es!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

sich so wenig Pflegekräfte an dem Streik beteiligt haben
Hab ich da was verpasst??? Pflegekräfte sollen streiken für eine Lohnerhöhung und eigenen Tarifvertrag der Ärzte?

in ihrer Selbstherrlichkeit haben die Herrn Doctoren die das Gesundheitssystem bemängelten auch nur an sich gedacht denn für uns Pflegende sind die nicht mit auf die Sttasse gegangen.
Warum sollten sie denn? Genauso kannst du fordern, dass die Müllwerker, Verkäuferinnen, Fluglotsen usw. für uns auf die Strasse gehen.

Hier wird wieder deutlich in welch einem bedauernswerten Zustand sich die grosse Berufsgruppe der Pflegenden befindet. Andere sollen für uns auf die Strasse gehen - das kanns ja wohl nicht sein. Man könnte lachen wenns nicht so traurig wäre.

Und dr.poops - jemand zu beschimpfen und abzuqualifizieren bloß weil einem die Meinung nicht passt hilft nicht wirklich weiter. Auch mir stossen die Äußerungen des Herrn M. teilweise sauer auf. Nur er ist Funktionär und parteiisch, dafür wird er nicht schlecht bezahlt. Wir wären schon viel weiter, wenn wir einen Verbandsvertreter hätten, der nur annähernd so erfolgreich seine Mitglieder verteten würde - bei den "paar" organisierten ist das natürlich auch schwierig.

Ich glaube auch, dass viele den Schuss noch nicht gehört haben. Sind wir zu Arrogant um wahrzunehmen, dass immer mehr Hilfskräfte oder Berufsfremde traditionelle Stellen von Pflegepersoal besetzen? Hier nur einige Beispiele:

Notaufnahmen, Aufwachraum, Funktionsbereiche, OP: Rettunssanitäter, oder R-assisstenten, Arzthelferinnen, med. Studenten noch seiende und abgebrochene, Angelernte, Helferinnen etc.

Stationsassisstenten oder - sekretärin werden von Hilfkräften und nicht mehr von ehemaligen GuK übernommen, hauswirtschaftliche Tätigkeiten (Bestellung, Schränke einräumen, Administration, Essen austeilen, Ver- und Entsorgung usw. nicht putzen), Telefonate usw. - siehe Rhönkliniken und andere ebenfalls.

Sind einfach billiger.

Ich meine wir täten gut daran mehr vor den eigenen Tür zu kehren, anstatt auf den Nabel der anderen zu schauen oder sogar zu lamentieren, dass die unsere Kohlen nicht aus dem Feuer holen.

Nochmals zur Erinnerung, scheint einigen entfallen zu sein: Die Ärzte haben sich ganz offen aus der Solidarität verabschiedet letztes Jahr mit einem eigenen Tarifvertrag. Einige haben das anscheinend immer noch nicht verstanden. DIE ÄRZTE HABEN KEIN INTERESSE UNSERE INTERESSEN ZU VERTRETEN ODER SICH MIT UNS ZU SOLIDARISIEREN! - Warum auch?

Gruß renje
 
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dr.poops

das wohl der patientInnen haben die assistenzdoc´s durchaus im kopf gehabt, denn wenn die arbeitsbedingungen besser wären, käme das durchaus auch den patientInnen zugute. soweit ich das letztes jahr verfolgen konnte, hat es zwar verschiebungen von op´s gegeben, aber ansonsten sind die pat. gut versorgt worden. natürlich ist das der skandal, wenn klinikpersonal streikt - und ein streik, von dem niemand etwas merkt, wird natürlich auch eher supportet, als wenn er deutlich zu spüren ist (siehe lokführerstreik - da hat auch keiner bock zu warten).
es ist mit sicherheit nicht die aufgabe der doc´s, gleichzeitig für die pflege mit auf die straße zu gehen, das müssen wir schon selber machen. zur zeit scheinen wir dazu aber nicht in der lage zu sein. erste ansätze sind ja schon ganz gut - aber dann kommt das "bescheidwissertum" und alles wird nicht enden wollend zerredet und zerlabert und zum schluss hat niemand mehr bock und dann bleibt es beim alten. das ist doch paradox: es gibt massenweise kollegInnen, die echt was auf der pfanne haben, die sich mit diesem wahnsinnshaufen an gesetzen und bestimmungen bestens auskennen (wann haben die das nur alles gelesen, hut ab) - aber irgendwann stoppt es dann.
ich will ja gar nicht so einen "leader-of-the-gang" wie montgomery haben, himmel, das fehlte gerade noch. aber die vielzahl der verbände, die vielzahl der parteien, die vielzahl verschiedener pflegerischer berufe macht es einfach unfassbar schwer, alles und jeden unter einen hut zu kriegen. irgendjemand wird immer benachteiligt (oder glaubt es zumindest), irgendein verband brüstet sich mit aktionen von vor zehn jahren - das ist doch ein witz. hier im board hat eine kollegin über ein treffen geschrieben, was die medienpräsenz der pflegeberufe zum thema hatte. angekündigt wurde das sehr kurzfristig. und warum? weil die entsprechende pdl kommentalos aufgelegt hat, als der mensch, der das treffen organisiert hat, anrief. letztlich waren dann acht leute da. na - das ist doch super gelaufen, oder? soll man also nun alles ohne die pdl´s organsieren? von denen es sicher eine menge gibt, die das garantiert nicht so wollen?
als ich meine ausbildung angefangen habe (1992), gab es einen streik der krankenpflege. es ist immer einfach, die pflege moralisch zu "schwächen", indem man ihr vorwirft, die patientInnen ihrem schicksal zu überlassen. aber seien wir mal ehrlich: ist das nicht auch ohne streik schon so? ich fahre jetzt zum spätdienst (dem 6. am stück...) - zur zeit geht gerade eine richtig widerliche grippe um, wir haben einen krankenstand, da schlackert man einfach mit den ohren. natürlich haben wir betten gesperrt. aber morgen ist damit schluss: morgen möchten die kardiochirurgen gerne sieben acvb-patientInnen operieren. und die interessiert das nicht die bohne, daß vier ärztInnen und zehn schwestern und pfleger krank sind. also: wir teilen uns anders auf und rennen uns weiterhin die hacken ab:spinner:.
eine interessante frage zum schluss: warum benötigt montgomery ein pflegefachblatt wie "die schwester der pfleger" als podium? und warum hat es die redaktion versäumt, eine diskussionsrunde daraus zu machen? das wäre sicher viel interessanter gewesen, wenn dann jemand vom "dbfk", von mir aus, und jemand aus der pflege dabei gewesen wären. so hat man nun ein weiteres dummes statement und kann es im grunde getrost zu den akten legen.
 
D

dr.poops

@renje klar wäre das toll, einen vertreter zu haben. aber du meinst doch wohl nicht diese montgomery´sche "one-man"-show vom letzten jahr, oder? der typ hat doch schon seit jahren keine rufbereitschaft oder ähnliches gemacht. da lässt es sich auf marktplätzen natürlich fein herumzetern:eek:riginal:. und die pflege abzuqualifizieren - ja, irgendwann macht auch ein herr montgomery sowas. so f****** what - ich brauch doch noch so einen bourgeoisen hampelmann nicht, um mir meine stimmung versauen zu lassen:nono:.
 
flocky

flocky

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25.12.2005
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@dr. poops
deine Individualität in allen Ehren aber wenn du schon eine andere Schriftfarbe benutzt dann mach sie doch bitte bitte wenigstens größer. Es ist für mich teilweise ungeheuer schwer deine Beitäge zu lesen.
Liebe Grüße Flocky
 
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traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo dr.poops,

es ist nicht die Frage ob du den brauchst oder deine Stimmung verhagelt wird. Das ist berufspolitisch mit verlaub so unwichtig, wie ein umfallendes Fahrrad in Chicago.

Die Frage ist: Dient es der Sache!

Tatsache ist: Er ist offensichtlich mit seiner Art ein erfolgreicher Vertreter seines Berufsstandes.

Und zuletzt: deine Schrift ist saumässig zu lesen - also bitte - danke.

Gruß renje
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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flocky

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25.12.2005
14157
. DIE ÄRZTE HABEN KEIN INTERESSE UNSERE INTERESSEN ZU VERTRETEN ODER SICH MIT UNS ZU SOLIDARISIEREN! - Warum auch?

Gruß renje
Ich habe auch nie mit der Solidarität der Ärzt gerechnet, aber ich hätte zumindest erwartet, dass einer der führenden Funktionäre der Ärzteschaft ,wenn er denn zu einer möglichen neuen Aufgabenverteilung befragt wird( letztendlich auch um die Ärzte zu entlasten) sich informiert worum es denn geht, bevor er sich äußert.
Das Gesundheitswesen kann und wird in auch in Zukunft nur funktionieren , wenn man eine an den Kompetenzen der Beteiligten ausgerichteten Aufgabenverteilung erreicht.Es geht darum zu überlegen welche Kompetenzen welcher Berufsgruppe übertragen werden können und müssen , um zum bestmöglichen Ergebnis zu kommen, und nicht darum welche Aufgaben die Ärzteschaft den anderen Beteiligten nach "Gutsherrenart" übertragen möchte.
Gruß Flocky
 
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Krankenschwester
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Borgi

Borgi

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15.09.2006
86647
Hätte mich gewundert, wenn dieses Thema hier nicht aufgetaucht wär...guuut so! Habs selbst gelesen...und diesen Sch.... aus den Medien glaubt mein Mann auch noch...nicht mir! Er hat mir heute erzählt, die Pflege müsse durch Übernahme ärztlicher Tätigkeiten aufgewertet werden und sich deshalb akademisieren!...?????
Konnte gar nicht Luftholen und gegenschlagen- er wusste es ja schon vor mir viel besser!!!

Dieses Gemache .."Ein Schritt vor und drei zurück" gibt es schon Jahrzehnte- danke der Politik...die sind nicht schneller, weil sie etwaigen Funktionären unter der Fuchtel stehen...und nicht nur im Gesundheitswesen!
Demokratie???? Was ist das? Ein Scheindasein?

Schlaft gut! Glaube nicht an die Politiker und das Gesulze....

Petra

Manchmal frage ich mich, inwiefern die Reaktionen in unseren Threads vom DBfK oder von bibliomed verfolgt und ver/gewertet werden...ohne, dass wir es wissen. Immerhin ist das pb über den DBfK verlinkt....und so sehe ich das, vom Berufsverband empfohlen!
 
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Borgi

Borgi

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15.09.2006
86647
:mad_2: Und dieser Ty sollte mal wissen dass qualifiziertes Personal auch besser bezahlt werden will als zum "Mindestlohn".
Wenn ich an manches Entgeld denke, dass hier aus dem "Osten" genann wurde, kommt mir die Galle hoch.....auch im Westen liegen manche unter der Putzfrauenschwarzgrenze!.... Schlimm aber AG können leider oft nicht anders...Gehalt+mind. 1/3 Lohnnebenkosten.

Und wer löhnt qualifiziertes Personal, welches sich akademisiert hat? Obwohl das sein muss, damit EU- Standards angeglichen werden können?

Kennzeichen D steht für mich unter "Deep" sleep ein Staat für die Funktionäre...(die legalen Schläfer).

Knuffe Euch alle mal son bischen, o.k.?

Petra
 
Qualifikation
Krankenschwester/Pain Nurse
Fachgebiet
Neurologie
D

dr.poops

:thumbsup2:is scho recht!
und: ich bleibe dabei - ob montgomery nun sein schott aufreißt oder nicht: der ist ärztevertreter und dann soll er das bitte auch weiterhin tun.
ich kann durchaus verstehen, daß viele es gerne genau so hätten, mit einem richtig guten funktionär, der sich mit verve an die arbeit macht. ich verstehe nicht, daß es nun eine große schreierei darum gibt, "doch, brauchen wir!", "nee, brauchen wir nicht!".
nächste woche kommt der nächste klugscheißer daher und sagt, "die pflege muss dies, die pflege muss das". ja. wer ist denn die pflege? doch wohl nicht die sesselpuper, die sich von einem paragraphen zum nächsten hangeln, um damit aufkeimendem protest schon vor dem zustandekommen in die parade zu fahren.
wir haben vor ort, direkt an meinem arbeitsplatz, einen fetten batzen probleme zu bewältigen. wir raufen uns gerade zusammen. die hälfte hat schiss, überhaupt den mund aufzumachen. das finde ich persönlich momentan schwieriger zu handhaben als das geschwätz eines ärzte-funktionärs.
 
Borgi

Borgi

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15.09.2006
86647
:thumbsup2: Genau!

:laughing: Ich hoffe Du verstehst, wie ich das jetzt meine...

Süße Träume

Petra
 
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Krankenschwester/Pain Nurse
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Neurologie
G

GPP

Leute, Leute, Leute...
wieso regt Ihr Euch so auf? Ich meine: habt Ihr den "Contra"-Beitrag von diesem Lobbyisten richtig gelesen?...ich glaube nicht!
Der vertritt doch uns alle! Der schreibt in der ersten Person Plural wenns um potentielle Neuregelungen geht! Der redet im "Wir-Gefühl"! so wie bei der Fußball Weltmeisterschaft...
Wir sind Papst!, Wir sind "Weltmeister der Herzen"!, Wir sind Ärztefunktionäre...und wir wollen das alles verhindern!...
Pflegerische Verordnungskompetenz setzt der mit inkompetent ausgeführten OPs gleich(abgesehen davon, das es die auch heute schon gibt...auch mit Approbation!)!!!

Nee...ernsthaft Ihr müsst Euch nicht aufregen...obwohl, bei näherem Hinsehen:

Das ist eine Beleidigung der Intelligenz der Leser dieser Fachzeitschrift...und damit ist es eine Beleidigung unseres gesamten Berufsstandes!

Für wie gut hält sich dieser Mensch eigentlich, dass er denkt, dass diese billige Form der Polemik nicht durchstiegen wird...oder hält der uns für so doof?

Aber: wenn ich mir jetzt Szenen ins Gedächtnis rufe, in denen ich Pflegekräfte gemeinsam mit Ärzten protestieren sehe und diese Szenen sind noch kein Jahr alt und die Märsche von Lobbyisten der Ärzte organisiert...das war und ist zum Schwallerbrechen...und das Schlimmste ist, dass diese Szenen diesem Menschen recht geben!
Wir, bzw. Teile unseres Berufsstandes sind wirklich so doof!

Gruß aus Mannheim

Gerhard
 
R

Rixte

Was ich nicht so ganz verstehe. Es wird immer nur von Ärztestreik geredet.

WIr(Pflege/Therapeuten) haben Ohne Ärzte 3mal gestreikt, letztes Jahr.

Kein Wunder, wenn die Medien auch bei uns Über Ärztestreik schrieben, obwohl keine da waren, wenn noch nicht einmal die eigene Berufsgruppe es mitbekommt.

Gebracht hat es schon etwas, zumindest sind die Tarifverträge übernommen worden, anstatt Hauseigene. Es lohnt sich also.

Natürlich haben die Patienten darunter gelitten, zumindest einige, aber so ist es wenn gestreikt wird.

Wir können nicht immer den MUnd halten und nichts tun.
Selbstverständlich war eine Notbesetzung in allen Abteilungen da.

ABer wenn wir nichts machen, es tut kein anderer für uns.
Es war gut zu sehen, wieviele auf der Strasse waren, trotz Einschüchterungsversuche.
Rixte
 
Borgi

Borgi

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15.09.2006
86647
@GPP..leider bin ich manchmal emotionsgeladen und es gelingt mir nicht so wie Dir, Blumen sprechen zu lassen:w-fahne_2 ...nen Smiley mit Blumenstrauss habe ich leider nicht gefunden:blushing:

So...jetzt schlaf ich aber erstmal schön:wink:

Gute Nacht allen


Petra
 
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Krankenschwester/Pain Nurse
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Neurologie
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dr.poops

ich glaube, es macht sinn, das eigene erleben in unserem berufsalltag peu á peu von den ärztInnen mal abzuspalten. was macht uns denn in der pflege aus, was leisten wir wie konkret? und wo sind die verbindungen zwischen pflegerischen berufen wie altenpflege, hauspflege, im funktionsbereich und auf den peripheren stationen der chirurgie, gyn, innere etc. wir kommen ja nicht weiter, wenn wir uns ständig über "die ärzte" aufregen.
am letzten wochenende sind wir alle auf station fast überkopf gegangen, weil soviel los war - ich fand es klasse, daß der diensthabende anästhesist sagte, "so, leute, so kommen wir nicht weiter, ich sperre jetzt zwei bettplätze und melde uns in der leitstelle ab". dann haben wir gemensam überlegt, wie wir durch dieses wochenende kommen. das hat geklappt, weil wir uns gemeinsam abgesprochen haben und gegenseitig unterstützt. nicht nur innerhalb der pflege, sondern weil die doc´s zum teil noch bei bauchlagerungen geholfen haben. es war schweinemäßig anstrengend und ich war froh, als ich mit einem wohlverdienten glas rotwein auf dem sofa liegen konnte, um einfach mal die decke anzustarren...
daß das über lange zeit nicht gut geht und nicht gut gehen kann, das wissen wir hier alle schon ganz, ganz lange. aber es hilft gar nix, wenn wir uns über "die ärzte" aufregen.
 
flocky

flocky

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25.12.2005
14157
Stellungnahme von Franz Wagner DBKF dazu:

Sehr geehrte Frau Dieckmann,
Herr Montgomery bleibt nicht unwidersprochen. Er hat dies schon in anderen Zeitschriften thematisiert und wir haben ihm widersprochen. Hintergrund seiner Tiraden ist vor allem die Vorbereitung auf die nächste Tarifrunde der Ärzte. Er weiß, dass er da auch auf den Widerstand der Pflegeorganisationen treffen wird, da wir schon beim letzten Mal davor gewarnt haben, dass das Pflegepersonal die Zeche für mehr Gehalt für Ärzte bezahlen wird. Außerdem kennt Herr Montgomery auch den Unterscheid zwischen einer Krankenschwester und einer MTRA nicht, für ihn sind das alle ‚die Schwestern’. Insgesamt treibt die gesamte organisierte Ärzteschaft die Sorge um, dass ihr Monopol brechen könnte und damit das Druckpotenzial schwindet.

All das will sagen, dass eine sachliche Auseinandersetzung nur bedingt möglich ist. Die Unterstellung Montgomerys, Politik und ‚Pflegefunktionäre’ würden den Konflikt vorantreiben, ist hanebüchen. Er malt Szenarien an die Wand, nach denen Schwestern operieren und Ärzte Röntgenscheine ausfüllen.

Das Prinzip des pro&contra ist, dass die beiden Autoren die Argumente der Gegenseite nicht kennen. Die Redaktion Die Schwester Der Pfleger ist da unabhängig.
Ich werde im Kommentar auf den DBfK-Seiten im nächsten Heft die Thematik aufgreifen.
Mit freundlichen Grüßen
Franz WagnerMSc
Bundesgeschäftsführer / Chief Executive Officer
Direktor WHO Collaborating Center Pflege


liebe Grüße Flocky
 
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