Ständig im Frei gestört oder zum Dienst verpflichtet! Gehts euch auch so?

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P

Pflegende

Neues Mitglied
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25.02.2005
53881
Hallo Liebe Kollegen!

habe mal eine Frage bezüglich Dienstfrei.Bei mir ist es so, wenn geplantes Frei mal vorkommt, das ich öfters vom Chef angerufen werde, um einzuspringen, oder um irgentwelche Lapidaren fragen beantwortet zu bekommen. Nie läßt er einen "wirklich" mal in Ruhe sein Frei geniessen.Und wenn man dann Dienste nicht annimmt, weil man wirklich mal was vorhat, dann wird hintenrum gelästert, und schlecht geredet.Auch wenn man einfach mal NICHT erreichbar ist.
Genauso ist es im Krankheitsfall: Man muss schon fast Angst haben, sich krank zu melden, weil man nach dem Krank keines Blickes mehr gewürdigt wird, und so drei tage noch nicht einmal "guten morgen" gesagt bekommt.
ich finde soetwas wirklich traurig.:sad:
ist es eigentlich generell legitim, das man im frei per telefon zum Dienst angewiesen wird? oder auch per Schriftstück? ist ner Kollegin von mir mal passiert.....
oder das man zwei Tage vor dem Dienstwochenende einfach ohne gefragt worden zu sein, einen Spätdienst zusätzlich zum Frühdienst auf den Dienstplan geschrieben bekommt?:sad:
Muss dazu sagen, das ich bei einem privaten Pflegedienst angestellt bin.
Wer kann mir dazu infos geben? Darf der Chef und PDL das alles einfach so machen?


Danke für`s Zuhören...


Gruß die Pflegende
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
ambulante Pflege
M

Marion

Mitglied
Basis-Konto
17.03.2001
21635
Re: Ständig im Frei gestört oder zum Dienst verpflichtet!Gehts euch auch so?

Hallo Pflegende,
meines Wissens nach kann der Arbeitgeber vier Tage vorher bestimmen wie gearbeitet werden muss/soll.......hab das Gesetz hierzu leider nicht parat.
In unserem privaten Pflegedienst werden die MA leider auch im Frei gestört um nach Einsatzbereitschaft für Extradienste zu fragen (wie soll der AG es sonst auch herausbekommen....?) - jedoch ist es bei uns völlig in Ordnung wenn mal nicht eingesprungen wird.
In der ambulanten Pflege ist es nun mal was anderes wenn Kollegen krank werden (liegt nun mal n der Natur der Dinge, dass Krankheit meist akut auftritt....) im Gegensatz zur stationären Pflege. In der stationären Pflege ist doch meistens ein Team im Einsatz und ist so evtl. in der Lage einen Personalausfall aufzufangen - in der ambulanten Pflege ist jeodch ein komplette Tour unbesetzt (habe diesbezüglich schon so manche Schweißausbrüche hinter mir - schließlich hat man Verantwortung und Verpflichtung für die Versorgung)- denn hier sind es ja meistens "Einzelkämpfer" unterwegs.
Vorschlag: lege Deinem Chef doch einen Zettel vor, wenn Du z. B. an bestimmten freien Tagen wg. Terminen nicht einspringen kannst - dann weiß er Bescheid und braucht Dich nicht stören....und Du brauchst nicht absagen.
Wir haben bei uns überdies ein "Wünschebuch" - dort ist dann ersichtlich, wer Wunschdienste wg. wichtigen Terminen hat....diese Kollegen rufe ich dann gar nicht erst an.
MfG Marion
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegedienstleitung
N

Napster

Mitglied
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10.10.2004
16816
Re: Ständig im Frei gestört oder zum Dienst verpflichtet!Gehts euch auch so?

Hallo Pflegende,

Im Wesentlichen kann ich mich da Marion anschließen.
Als ich noch in der "Ambulanten" gearbeitet habe,herrschten bei uns ähnliche Zustände.
Nervig waren v.a. die kurzfristigen Änderungen/zusätzlichen Dienste,auch Doppelschichten waren sehr beliebt.
In Zeiten großer Not wurde so geleistete Mehrarbeit einem Konto gutgeschrieben,zu einer Vergütung ist es bei mir jedoch nie gekommen,"Abbummeln" ging auch kaum,man war schon froh,mal an einem Tag nicht doppelt fahren zu müssen.
Bei aller Verantwortung den Pat. gegenüber,irgendwann ist das Faß voll,man ist ausgepowert.
Schlecht,wenn dann der Chef hintenrum noch schlecht redet oder man schon Furcht hat,einen "Gelben" (Krankenschein) zu bringen.
Der Vorschlag von Marion,mit dem Chef einen Plan zu machen,wann man nicht verfügbar ist,bringt meiner Meinung nach wenig.Er wird trotzdem anrufen,vielleicht aus Bequemlichkeit...
Wenn man das so hört,liebe Pflegende,dann ist es mit dem Betriebsklima bei Euch nicht weit.Auf lange Sicht gesehen,wird sich das noch weiter verschlimmern,wenn dem Chef keine Einhalt geboten wird.
Suche Dir also Verbündete,plant eine Aussprache mit dem Chef.
Wenn das auch nichts bringt,u. das kann sein,orientiere Dich neu.
Mag heftig klingen,ist aber manchmal die letzte Möglichkeit.

MfG
Rasmus
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Pflege in der Onkologie
Fachgebiet
Onkologie innerhalb eines Klinikums mit ca.800 Betten
Weiterbildungen
Arbeitsgruppe Pflegerichtlinien
Arbeitsgruppe Onkologische Fachpflege
P

Pflegende

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
25.02.2005
53881
Re: Ständig im Frei gestört oder zum Dienst verpflichtet!Gehts euch auch so?

hallo Ihr lieben,



vielen dank erstmal für eure Antworten. ja, es wird wohl nichts anderes bleiben, als eine Aussprache mit dem Chef zu halten, habe auch zum Glück noch kollegiale verstärkung hinter mir stehen, ich bin ja nicht die einzigste, die das so sieht.
Wir haben ein gespräch in Planung. Hoffe, das sich noch alles zum Guten wandelt. Wenn nicht, muss ich mir wohl ne andere Stelle suchen- schade das es soweit kommen musste- nach jahrelanger guter Zusammenarbeit.

mal sehen, was bei rum kommt, melde mich wieder.


Gruß Pflegende
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
ambulante Pflege
H

hummel1313

Mitglied
Basis-Konto
11.08.2004
65549
Re: Ständig im Frei gestört oder zum Dienst verpflichtet!Gehts euch auch so?

Hallo !!!

Ja ja ich kenne dieses problem leider nur zu gut ( gerade mal wieder erlebt )....aus zwei wochen wurde eine woche urlaub.....

Aber das eigentliche problem sind wir doch selbst oder ???
Zumindest bin ich es auch selbst schuld da ich wie soviele nicht NEIN sagen kann und bevor die Chefin groß in der weltgeschichte anruft klingelt sie lieber bei mir durch weil der Frank sagt ja bestimmt wieder zu .....
Da bei meinen anderen kollegen (die wo ja nie mal einspringen sie es auch gar erst versucht )

Natürlich von der rechtlichen seite ist es ja so das man in einem eingeteilten "frei" man gerufen werden kann !!!
Nur im Urlaub ist es halt so eine sache da dieser einem ja zusteht ( es muß dann eigentlich sofort geklärt werden wann man einen ausgleich bekommt !
Und wenn man einen Urlaub (Reise) geplant hat und trotzdem unabkömmlich ist muß der arbeitgeben die kosten übernehmen.....natürlich nur wenn man diesen urlaub schriftlich genehmigt bekommen hat !!!!!


Nunja es ist wohl ein problem wie es ja schon beschrieben ist ....in der ambul. Pflege ist halt nicht mal jemand von einer anderen station zu ziehen sondern es muß jemand einspringen nur leider schade wenn es immer die gleichen trifft !!!

Einen stellenwechsel wäre zu überlegen aber nur wenn man sich 100% sicher ist das es dort nicht so läuft wohl nicht bei der heutigen knappheit der mitarbeiter .....und man sich wohl selbst auch ändert und auch mal nein sagt OHNE EIN SCHLECHTES GEWISSEN ZU HABEN und auf die "warmen" worte brauch man sicher auch nix zu geben ( danke das sie eingesprungen sind .... etc.) z.B. stell dir vor du springst ein und wirst krank weil du dich schwer verhoben hast ..oder so ....
der chef/in wird sicher der letzte sein wo nach dir fragt weil es gibt immer ersatzt wenn nicht du dann jemand anderes

ja ja harte worte aber die versuche ich mir auch gerade in meinen kopf zu hämmern ...... mal schauen wie lange es anhält .......:cry:
 
Qualifikation
zert.Wundtherapeut,Krankenpfleger,spezi.-Ausbildung in Gerontopsychiatrie
Fachgebiet
Selbstständig
P

Pety

Neues Mitglied
Basis-Konto
30.05.2005
45899
Re: Ständig im Frei gestört oder zum Dienst verpflichtet!Gehts euch auch so?

Hallo Kollegen,

auch mir geht es genauso. Bin erst ein Jahr dabei und fühle mich mittlerweile schon um fünf Jahre gealtert. Immer wenn ich mal länger frei habe wegen Überstundenabbau werde ich wieder angerufen und muss ran. Habe schon immer Panik wenn ich weiß das ich frei habe. Da ich Überstunden (165 Std.) abbaue, so sagt man mir........müsse ich aber immer erreichbar sein! Stimmt das? Weiß das jemand!

Habe überhaupt mal eine Frage, wie das so mit unseren Rechten ist. Wo man darüber nachlesen kann! Wie ist das zum Beispiel mit Teildiensten, muss man sie machen, kann man sie ablehnen? Ich finde Teildienste zum ko...., völlig Arbeitnehmer und Familienunfreundlich, du hast nie Feierabend und kannst abschalten! Das vermiest mir alles, zumal ich eh genug Überstunden dadurch habe! Für diese Überstunden könnte man eigentlich jemanden einstellen, aber nein. Verstehe das nicht! Bekomme ein monatliches Festgehalt, kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld, auch keinerlei Zuschläge und dann auch noch diesen Teildienst.............fühle mich ziemlich ausgemistet.............oder bin ich zu verwöhnt????

Frage: Wer weiß wo ich mich über meine Rechte infomieren kann?

Vielen Dank im Voraus .............und es tat doch wenigstens mal gut, sich etwas frei zu schreiben!!!
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
ambulante Pflege
H

hexewl2

Neues Mitglied
Basis-Konto
31.05.2005
21423
Re: Ständig im Frei gestört oder zum Dienst verpflichtet!Gehts euch auch so?

Hallo leider weiß ich deinen Namen nicht mehr, da ich noch ziemlich neu hier bin nur soviel, das mit den Teildiensten kenn ich allzugut aus meiner Praktikumszeit und musste da immer mit ran und das sogar als Praktikant....wurde man zu meiner Zeit ist jetzt gut zehn Jahre her so regelrecht ausgebeutet. Ich sage mal das du nicht verwöhnt bist ich kenne sowas von dem vorletzten ambulanten Pflegedienst in dem ich tätig war.

Da haben die das gleiche gemacht wie man mit dir gemacht hat immer wenn man frei hatte, musste man ran. Entweder wurde wer krank oder ein Kollege musste ständig tauschen.....
Soweit ich informiert bin, wenn du Wochenenddienst hast das dir dafür zwei oder auf alle Fälle einen Ausgleichstag zustehen. Bei uns war das wo das mit den Teildiensten noch war, das man da jetzt ungelogen erst mal 10 Tage durch arbeiten musste bis man frei hatte wenn überhaupt. Und ich denke das auch du deinen Anspruch da geltend machen kannst.
Ich kann dir sonst nur empfehlen in den ambulanten Pflegedienst zu wechseln habe ich zum Schluß so gemacht und empfande es vom arbeiten her am angenehmsten. Zumal man da entweder morgens oder abends unterwegs war. Oder ab und zu aber nur ganz selten war das wo ich mittags mal los musste.
Zumindest würde ich wenn ich könnte jederzeit in ambulanten Pflegedienst wieder zurück gehen in meine alte Firma......
Es blieb einem immer noch genügend Freizeit und Freizeitausgleich. Also sonst würde ich mich mal an deiner stelle schlau fragen irgendwo wo ne Behörde für Euch Pflegekräfte zuständig ist wie das mit den arbeitszeiten her geregelt sein muss da ich da nicht mehr so auf dem laufenden bin, da ich schon länger aus dem Beruf heraus bin wieder. Lieben gruß von hexewl2
 
Qualifikation
zur Zeit Erwerbsunfähig
Fachgebiet
Altenpflegerin
S

sirades

Neues Mitglied
Basis-Konto
03.06.2005
57462
Re: Ständig im Frei gestört oder zum Dienst verpflichtet!Gehts euch auch so?

Hallo,

auch ich kann mich allen anderen im Prinzip nur anschließen.
Bei mir war es nicht anders. Klar, daß man im Notfall mal einspringt, aber ständig gestört zu werden und das Gefühl haben zu müssen auch immer gleich loszumüssen ist furchtbar.
Mein Ex-Chef hat sogar von mir verlangt, einen Anrufbeantworter anzuschließen. Wenn er mich im Frei angerufen hat, konnte ich seinen Nummer auf dem Display sehen und bin halt nicht immer rangegangen, weil ich auch schlecht NEIN sagen kann. (Habe ich natürlich nicht getan - das mit dem AB)

Ich würde nie wieder bei einem privaten Pflegedienst arbeiten. Zweimal bin ich total reingefallen (kein Gehalt, Ärger usw.) Bestimmt gibt es auch toporganisierte, aber die sind meiner Meinung nach schwer zu finden.
Wenn ich Dir einen Rat geben soll, würde ich versuchen bei der Caritas unterzukommen, da läuft alles wunderbar. Dienstzeiten, Krankheit, alles kein Problem. Und da ist es dem Chef auch nicht zu lästig, selbst mal einzuspringen, wenn Not am Mann ist...
Liebe Grüße,
Sedaris
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Suchtwohnheim
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05.07.2001
www.pflegeboard.de
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