Arbeitsrecht Sollstundenberechnung

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fraga

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Hallo,

beim Vergleich von aktuellen und schon etlichen Jahren alten Aufzeichnungen habe ich entdeckt,
dass die von meinem Arbeitgeber vorgegebenen Sollstunden wesentlich stärker zugenommen haben,
als das durch den Anstieg der Wochenarbeitszeit von 38,5 Std. auf 39,0 Std. zu erwarten gewesen
wäre und diese wesentliche Zunahme wohl schon seit einige Jahre besteht.

Jetzt würde mich interessieren, wie die Sollstunden eigentlich berechnet werden - so wie ich mir
das denke, oder auf eine andere Art, die Werte zum Ergebnis hat, wie sie mein Arbeitgeber verwendet?

In ihrer Abhandlung "Langzeitarbeitskonten in der Altenhilfe" aus dem Jahr 2005
(http://www.equal-altenhilfe.de/files/Personalentwicklung/PE_07/PE_07.pdf, Seite 74/75) ermitteln
Bernhard Slatosch und Hanna Rieder auf Grundlage der "AVR Fassung West" die gesamte jährliche
Sollstundenzahl zu 1909,6 Std. und liegen damit sogar etwas unter dem Wert, den ich zu
249 x 7,7 = 1917,3 Std. ermitteln würde - Grundlage: Online-Tool: Anzahl der Arbeitstage berechnen

Auf die Jahr 2009 (für eine 38,5 Std.- Woche) und 2010 (für eine 39,0 Std - Woche) übertragen
ergeben sich für Baden-Württemberg für eine 5-Tage-Woche die folgenden Wert
(Grundlage: Arbeitstage 2009 je Bundesland / Monat und http://www.schnelle-online.info/Arbeitstage/Anzahl-Arbeitstage-2010.html):
Code:
#1/2009 (38,5Std./Woche - 5,0Tage/Woche - 7,70Std./Tag - BaWü):
         Januar   Februar     März      April     Mai       Juni      Juli    August   September  Oktober   November  Dezember   Summe
Tage      20        20        22        20        19        20        23        21        22        22        21        22       252
100%    154,00    154,00    169,40    154,00    146,30    154,00    177,10    161,70    169,40    169,40    161,70    169,40   1940,40
 50%     77,00     77,00     84,70     77,00     73,15     77,00     88,55     80,85     84,70     84,70     80,85     84,70    970,20

#2/2010 (39,0Std./Woche - 5,0Tage/Woche - 7,80Std./Tag - BaWü):
         Januar   Februar     März      April     Mai       Juni      Juli    August   September  Oktober   November  Dezember   Summe
Tage      19        20        23        20        19        21        22        22        22        21        21        23       253
100%    148,20    156,00    179,40    156,00    148,20    163,80    171,60    171,60    171,60    163,80    163,80    179,40   1973,40
50%      74,10     78,00     89,70     78,00     74,10     81,90     85,80     85,80     85,80     81,90     81,90     89,70    986,70
Zu den gesetzlichen Arbeitstage habe ich 4 x 0,5 Tage addiert, um die Sollstunden für eine 5,5Tage-Woche
zu berechnen. Das lässt zwar Feiertage, die auf einen Samstag fallen, unberücksichtigt ich komme aber mit
diesem "Algorithmus" für meine alten Aufzeichnungen genau auf die Werte, wie sie die damalige Leitung
unseres Hauses vorgegeben hat.
Code:
#3/2009 (38,5Std./Woche - 5,5Tage/Woche - 7,00Std./Tag - BaWü);
         Januar   Februar     März      April     Mai       Juni      Juli    August   September  Oktober   November  Dezember   Summe
Tage      22        22        24        22        21        22        25        23        24        24        23        24       276
100%    154,00    154,00    168,00    154,00    147,00    154,00    175,00    161,00    168,00    168,00    161,00    168,00   1932,00
 50%     77,00     77,00     84,00     77,00     73,50     77,00     87,50     80,50     84,00     84,00     80,50     84,00    966,00

#4/2010 (39,0Std./Woche - 5,5Tage/Woche - 7,09Std./Tag - BaWü):
         Januar   Februar     März      April     Mai       Juni      Juli    August   September  Oktober   November  Dezember   Summe
Tage      21        22        25        22        21        23        24        24        24        23        23        25       277
100%    148,89    155,98    177,25    155,98    148,89    163,07    170,16    170,16    170,16    163,07    163,07    177,25   1963,93
50%      74,45     77,99     88,63     77,99      74,45     81,54    85,08     85,08     85,08     81,54     81,54     88,63    981,97
Die MAV konnte mir auf Nachfrage nur eine jährliche Sollzeit angeben, die sich angeblich
für 2009 (38,5Std./Woche) zu 52 x 38,5 = 2002,00 Std. und für 2010 (39,0Std./Woche) zu
52 x 39,0 = 2028,00 Std. berechnet, d.h. die würden sämtliche Feiertage komplett unterschlagen!?
Und mein Arbeitgeber topt die Angabe der MAV sogar noch um einige Stunden, falls ich beim
Abschreiben nicht doch einen Übertragungsfehler gemacht habe!
Code:
#5/2009 (38,5Std./Woche - 5,5Tage/Woche - 7,00Std./Tag - BaWü):
         Januar   Februar     März      April     Mai       Juni      Juli    August   September  Oktober   November  Dezember   Summe
100%    168,00    154,00    168,00    168,00    168,00    168,00    175,00    161,00    168,00    175,00    161,00    175,00   2009,00
 50%     84,00     77,00     84,00     84,00     84,00     84,00     87,50     80,50     84,00     87,50     80,50     87,50   1004,50

#6/2010 (39,0Std./Woche - 5,5Tage/Woche - 7,09Std./Tag - BaWü):
         Januar   Februar     März      April     Mai       Juni      Juli    August   September  Oktober   November  Dezember   Summe
100%    163,06    155,98    177,24    170,16    170,16    170,16    170,16    170,16    170,16    170,16      ???       ???      ???
 50%     81,53     77,99     88,62     85,08     85,08     85,08     85,08     85,08     85,08     85,08      ???       ???      ???
Ich gehe eigentlich davon aus, das der Wert 1940,4 Std. / 970,2 Std. eine gesetzliche Obergrenze
für die Sollstunden darstellt. Kein Tarifvertrag, keine Dienstvereinbarung, schon gar kein einzelner
Arbeitgeber darf seine Mitarbeiter schlechter stellen. Auch eine auf einem 13-wöchigem Zyklus basierende
Dienstplanung muss bei der Berechnung der Sollstunden diese Obergrenze einhalten. Liege ich da falsch?

Welche Werte für die Sollstunden wurden bei Euch diese und letztes Jahr angesetzt?
Entsprechen Eure Werte einer der Tabellen?
Kann jemand eine Seite nennen, die erklärt, wie die Sollstunden zu berechnen sind oder es hier angeben?

Danke für Eurer Antworten :super:
 
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AW: Sollstundenberechnung

Hallo Fraga,

mir ist nicht klar, ob du für diakonie oder caritas arbeitest?
Normalerweise (!) bekommen die Träger von Caritas und Diakonie eine Jahresübersicht über die Soll-Zeiten.
Wer kennt sich in der MAV zu diesem Thema aus? Offensichtlich nicht der, den du gefragt hast.
Welche Sollzeiten stehen den auf den Dienstplänen? Du kannst doch sofort erkennen, wie mit Feiertagen verfahren wird.
Eine mögliche Antwort wäre, dass die Feiertage mit der entsprechenden Sollzeit im Dienstplan berechnet werden. Also wenn du am Feiertag nicht arbeitest, stehen dann trotzdem 8h drin. Würdest du arbeiten, wären 16h zu berechnen. (Bei 40h und 5-Tage-Woche)
Aber dass muss dir deine MAV sagen können.

Für die Diakonie gilt zum Beipiel:

Die monatliche Soll-Arbeitszeit einer Mitarbeiterin bzw. eines Mitarbeiters ergibt sich aus der Multiplikation der durchschnittlichen täglichen Arbeitszeit einer Mitarbeiterin bzw. eines Mitarbeiters (§ 9 Abs. 2 bzw. Abs. 3 Unterabs. 3) mit der Anzahl der Wochentage von Montag bis Freitag in dem jeweiligen Kalendermonat.

Die Anzahl der Wochentage von Montag bis Freitag in einem Kalendermonat reduziert sich um einen Tag für jeden Feiertag sowie jeweils den 24. und den 31. Dezember eines Kalenderjahres, wenn diese Tage auf einen Wochentag zwischen Montag und Freitag fallen.
Was steht in deine Arbeitsvertragsrichtlinien?
 
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AW: Sollstundenberechnung

Das sind ja alles nur Anhaltzahlen.
Bei der Rechnung 52*39 kann ja nix genaues raus kommen, dennw welches Jahr hat denn schon genau 52 Wochen und dann fehlen noch die Feiertage.

Das sind Forecastberechnungen für den AG, denn der muss ja die Wochenenden und Feiertage in seiner Berechnung berücksichtigen, denn der muss diese ja bezahlen!

Als AN rechne ich 39STd/Woche geteilt durch 5 sind Tagesarbeitszeit 7,8Std.
Jetzt zähle ich die Arbeitstage ohne Feiertage und multipliziere.

Dann habe ich das als AN zu erbringende Monats und Jahressoll.

Jedes DProgramm sollte das können.
Wenn nicht, mach dir ne Exceltabelle und du hast die genauen Stunden, die logischerweise von Jahr zu Jahr unterschiedlich sind.

Das mit der gesetzlichen Obergrenze verstehe ich nicht. So was gibt logischerweise auch gar nicht. Denn du vereinbarst deine Stundenzahl mit deinem AG. Diese wird im Vertrag festgelegt.
Rest regelt ArbzG oder/und TV.
Was sollte da irgend eine Obergrenze von einem Gesetzgeber für einen Sinn machen?
 
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fraga

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AW: Sollstundenberechnung

@renje

Das sind ja alles nur Anhaltzahlen.
Bei der Rechnung 52*39 kann ja nix genaues raus kommen, dennw welches Jahr hat denn schon genau 52 Wochen und dann fehlen noch die Feiertage.
Genau die Tatsache, dass die Feiertage so nicht berücksichtigt werden, ist ja genau das Problem. Wenn ich mir aber die Zahlenreihen #5/2009
und #6/2010 anschaue und sehe, dass die Gesamtsumme ziemlich genau dem entspricht, wie die MAV mir die Sollstundenberechnung angegeben hat,
muss ich wohl annehmen, dass genau so verfahren wird.

Das sind Forecastberechnungen für den AG, denn der muss ja die Wochenenden und Feiertage in seiner Berechnung berücksichtigen, denn der muss diese ja bezahlen!

Als AN rechne ich 39STd/Woche geteilt durch 5 sind Tagesarbeitszeit 7,8Std.
Jetzt zähle ich die Arbeitstage ohne Feiertage und multipliziere.

Dann habe ich das als AN zu erbringende Monats und Jahressoll.
Genau so sind die Zahlenreihen #1/2009 und #2/2010 entstanden - und bei #3/2009 und #4/2010 habe ich versucht, diese von einer 5-Tage Woche auf einen 5,5 Tage Woche zu übertragen, indem ich zu den gesetzlichen Arbeitstagen in BaWü für die 4 Samstage eines Monats 4 x 0,5 AT dazu addiert habe. Und überraschenderweise haben die tatsächlich verwendeten Sollstundenzahlen (#5/2009 und #6/2010) mit den so gewonnenen Daten recht wenig gemein!

Jedes DProgramm sollte das können.
Wenn nicht, mach dir ne Exceltabelle und du hast die genauen Stunden, die logischerweise von Jahr zu Jahr unterschiedlich sind.
Yep, ich hab's mit Excel gemacht.

Das mit der gesetzlichen Obergrenze verstehe ich nicht. So was gibt logischerweise auch gar nicht. Denn du vereinbarst deine Stundenzahl mit deinem AG. Diese wird im Vertrag festgelegt.
Rest regelt ArbzG oder/und TV.
Was sollte da irgend eine Obergrenze von einem Gesetzgeber für einen Sinn machen?
Ich meine damit, dass die 1973,40 Std. quasi eine "gesetzlichen Obergrenze" im Jahr 2010 für einen Mtarbeiter darstellen, der mit seinem AG eine 5 Tage Woche bei 39Std. pro Woche vereinbart hat. Auch ein von lokalen "Sekretärinnen" unterstützter, in Rio de Janeiro tagender BR wird den Tag der Arbeit zusammen mit dem AG nicht zu einem wirklichen Arbeitstag erklären können (obwohl das doch der Name besagt :), während es noch eher denkbare wäre, dass dieser auf den Freitag nach Christi Himmelfahrt verlegt wird. Im ersten Fall würde die "Obergrenze" um 7,8 Std. überschritten, im zweiten Fall bliebe man in Jahren, in denen der 1. Mai auf einen Samstag oder Sonntag fällt, um 7,8Std. darunter.
 
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fraga

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AW: Sollstundenberechnung

@thorstein

Ich sollte zunächst vielleicht einmal vorausschicken, dass hier nicht die eigentlich Betroffene schreibt, sondern ihr Mann, weil meine Frau Deutsch noch nicht so gut beherrscht, dass sie die Diskussionen hier voll verstehen könnte.
Mir fehlen deshalb vielleicht Informationen, die ihr in den letzten 20 Jahren gegeben wurden, die sie aber nicht voll verstanden hat oder die vielleicht erst gar nicht an sie weitergeleitet wurden, weil man glaubte, ihr diese eh nicht nahe bringen zu können.

Und es gibt weitere Probleme!

Von der MAV vor Ort versprechen wir uns keinerlei Hilfe - der AG betreibt hier Haus A und Haus B. Als Haus A renoviert wurde, wurde der Großteil
der Mitarbeiter vorübergehend nach B versetzt. Als danach Haus B renoviert wurde, verlief das Ganze natürlich umgekehrt. Allerdings nicht vorrübergehend - nur ausgewählte Mitarbeiter konnten zurückkehren, entgegen dem mündlich verbreiteten Eindruck ("Natürlich brauchen wir auch im Haus B wieder Mitarbeiter ..."). Tja, das hätte man sich schon schriftlich geben lassen müssen, sagt Anwalt! Nun hat die lokale MAV offenbar dem DiAG-MAV Rottenburg-Stuttgart die Dienstvereinbarung zur Renovierung von Haus A quasi als Muster für solche Fälle zur Verfügung gestellt (http://www.diag-mav.de/images/a-z_pdf/b/interessenausgleich-sozialplan.pdf - für alle in ähnlicher Situation), deshalb wissen wir, dass den Mitarbeitern von Haus A in "§9 Personalauswahl nach Beendigung der Sanierung" ein Vorrang auf Rückkehr gegenüber neu einzustellenden Mitarbeiter eingeräumt wurde. Die Dienstvereinbarung zur Renovierung von Haus B zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass dieser $9 ersatzlos gestrichen wurde! Die damalige MAV Vorsitzende, die beiden Vereinbarungen mit ausgehandelt und unterzeichnet hat, wurde zur Stadionsleiterin befördert ,-)

Die Heimleiterin von Haus B (meine Frau arbeitet mittlerweile wieder dort) verweigert mir jede Korrespondenz und jedes Gespräch, weil
nicht ich, sondern meine Frau ihr Angestellter ist - und schürt damit natürlich unnötig die Befürchtung, hier ginge Einiges nicht mit rechten Dingen zu.

Dabei hat ein Gespräch mit der Stationsleiterin letzte Woche immerhin dafür gesorgt, dass einige Dinge nun bis zu mir vorgedrungen sind.
Die Sollstunden saugt sich nicht die Heimleitung aus den Fingern, sondern die werden von einem Computerprogramm vorgegeben. Ein vermisster
Sonntagszuschlag wurde nicht vorenthalten, sondern durch einen Feiertagszuschlag ersetzt (wobei dann immernoch zu klären wäre, ob u.U.
beide Zuschläge zu gewähren sind - weiß das jemand?). Eine oft abgezogene halbe Stunde beim Samstags- und Sonntagszuschlag wurde als Fehler akzeptiert und nur noch nicht beseitigt. Das Gespräch wäre beinahe geplatzt, weil mich meine Frau gebeten hat, sie zu begleiten, da sie
nicht wieder einmal überraschend, alleine einem "Triumvirat" aus Heimleitung, MAV-Leiterin und Stadionsleiterin gegenüber sitzen wollte.
So konnten einige Punkte ausgeräumt werden, die sonst weiteres Mißtrauen gesät hätten!

Hallo Fraga,

mir ist nicht klar, ob du für diakonie oder caritas arbeitest?
Dienstvertrag vor 20 Jahren mit der Caritas, bei Übergang auf den heutigen AG "wurde das Dienstverhältnis mit dem Caritasverband aufgehoben,
der Dienstvertrag behielt aber weiter seine Rechtsgültigkeit"

Normalerweise (!) bekommen die Träger von Caritas und Diakonie eine Jahresübersicht über die Soll-Zeiten.
Erst wenn der nächste Dientplan erstellt ist, gibt's die nächsten Soll-Zeiten.

Wer kennt sich in der MAV zu diesem Thema aus? Offensichtlich nicht der, den du gefragt hast.
Na das war immerhin der aktuelle Vorsitzende für das hiesige Gebiet. Er hat sich sogar bei unserem Eintreffen zufällig mit den Sollstunden beschäftigt (falls nicht die Stadtionsleiterin angerufen hat, "gleich kommt ein etwas aufgeregter Mann einer Mitarbeiterin vorbei und möchte wissen, wie die Sollstunden berechnet werden"). Nebenbei hat eine weitere MAV-Mitarbeiterin die am unteren Rand eines Kalenders von ihm notierten Zahlen addiert und schließlich mit irgendwas multipliziert, das Ergebnis war aber nicht 2028, sondern lag etwas daneben, so dass es bei der Formel 52 x 39 = 2028 für die Jahressumme der Sollstunden blieb. Auch die Sollstunden für Nov und Dez 2010 konnte er mir nicht nennen, obwohl ein Zugriff auf das Computerprogramm, das die Sollstunden offenbar ausrechnet, vorhanden war.

Welche Sollzeiten stehen den auf den Dienstplänen?
Die, die ich in den Zahlenreihen #5/2009 und #6/2010 angegeben habe.

Du kannst doch sofort erkennen, wie mit Feiertagen verfahren wird.
Eine mögliche Antwort wäre, dass die Feiertage mit der entsprechenden Sollzeit im Dienstplan berechnet werden. Also wenn du am Feiertag nicht arbeitest, stehen dann trotzdem 8h drin. Würdest du arbeiten, wären 16h zu berechnen. (Bei 40h und 5-Tage-Woche)
Wenn ich das hier und so manchen Forumsbeitrag zum Thema "Minus-Stunden an Feiertagen" lese, schwant mir was. Man kann natürlich anstatt mit dem
System "Gesunder Menscheverstand", also Sollstunden = Gesetzliche Arbeitstage x 7,8 Std. (bei 39Std.- / 5 Tage Woche) auch mit dem System "Durch die Brust ins Auge", nämlich Sollstunden = (Werktage im Monat - 4 oder 5 Samstage) x 7,8 Std (bei 39Std.- / 5 Tage Woche) arbeiten, wenn jedem Mitarbeiter für jeden Feiertag gleich einmal 7,8 Std. nicht erarbeitete Iststunden eingetragen werden. Was soll denn das - waren die Programmierer der Dienstprogramme nicht in der Lage, die Feiertage für alle Jahre und für alle Bundesländer durch das Programm zur Verfügung zu stellen? Oder will man das bewußt kompliziert machen, damit man so richtig schön bescheißen kann?
Werde mal ein paar Berechnungen mit Excel dazu anfertigen - vielleicht kann ich mit diesem Hinweisen #5/2009 und #6/2010 und reproduzieren.

Was steht in deine Arbeitsvertragsrichtlinien?
Danke für den Hinweis - werde mal die "Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes (AVR) in ihrer in der Caritaskorrespondenz veröffentlichten Fassung" im Internet suchen und befragen - hat jemand vielleicht sogar einen Link parat?
 
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pegean

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AW: Sollstundenberechnung

wobei dann immernoch zu klären wäre, ob u.U.
beide Zuschläge zu gewähren sind - weiß das jemand?
Meines Wissens nach wird immer nur ein Zuschlag bezahlt .Also wie am 03.10. "nur" der Feiertagszuschlag .

LG
 
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Hallo Fraga,


Beim Zusammentreffen mehrerer Zeitzuschläge nach Absatz 1 Satz 2 Buchst. b bis d und f wird nur der jeweils höchste Zeitzuschlag gezahlt.
AVR - Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes (AVR)

Vielleicht noch zwei Hinweise und eine Bemerkung:

MAV- Arbeit ist ein Ehrenamt und ein Betreiberwechsel ist wohl der größtmögliche Supergau. Wer sich deinen Link durchliest, wird feststellen, dass man zur Beurteilung, vor allem wenn es in Detailfragen geht, eigentlich ein Jura-Studium benötigt.

Einen Dienstplan kann man auf seine Richtigkeit nur prüfen, wenn man die Berechnungsgrundlage für die Sollzeit kennt, dann schaut, wie tatsächlich gearbeitet wurde, und dieses Ergebnis dann mit der Abrechnung vergleicht. Wenn es unter dem Strich stimmt, hat das nichts mit Bescheißen zu tun.

Es geht hier ja offensichtlich nicht darum, dass speziell deine Frau über den Tisch gezogen wird, sondern ihr vermutet, dass alle Mitarbeiter über den Tisch gezogen werden, aber nur deine Frau bzw. du das auch erkennst. Wie muss man das interpretieren? Sind alle anderen KollegInnen zu dämlich oder zu feige?
 
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@fraga: Verstehe immer noch nicht auf was du genau hinaus willst. Was der AG aus welchen Gründen berechnet kann mir als AN zunächst egal sein. Denn wie gesagt für Budget, Personalbedarf, Rücklagen, Quartalsberechnungen etc. müssen unterschiedliche Parameter berücksichtigt werden. Verweise auf irgendwelche Tabellen helfen auch nicht weiter.

Störst du dich an der Rechnung des AG oder stimmten bei deiner Frau die Stunden nicht, hast du an einer konkreten Monatsberechnung was auszusetzen?

Wenn ich das Richtig verstehe, dann betrifft es das ganze Haus? Und da ist keiner der seine Stunden ausrechnen und nachvollziehen kann ob das stimmt? Das muss ein Aussenstehender machen?

Die Rechnung ist doch relativ einfach:
In Bayern gibts im Jahr 2010 253 Arbeitstage in anderen Bundesländern bis 3 Tage mehr.
7,8Std*253T = 1973,4 Jahressollstunden.
Ob ich jetzt die tgl. AZ runterrechne und die Samstage drauf, bleiben unterm Strich die gleichen Stunden.
Jetzt gibts 2 Möglichkeiten den Jahresurlaub zu berechnen, denn der variiert je nach Alter:
1. Die Stunden werden pro Tag Urlaub eingetragen
2. Im Vorwegabzug, reduzieren sich die Sollstunden im jeweiligen Monat
3. Feiertage wie oben im Vorwegabzug oder
4. Als doppelte Stundenzahl im DP

Zuschlag: Wird natürlich nur einer bezahlt. Im Normalfall der Höhere.
Pfingstsonntag und Ostersonntag sind keine gesetzlichen Feiertage, also "nur" Sonntagszuschlag.

Die Heimleiterin von Haus B (meine Frau arbeitet mittlerweile wieder dort) verweigert mir jede Korrespondenz und jedes Gespräch, weil
nicht ich, sondern meine Frau ihr Angestellter ist und schürt damit natürlich unnötig die Befürchtung, hier ginge Einiges nicht mit rechten Dingen zu.
Nein, da schürt man gar nix. Das ist ein völlig richtiges und legales Vorgehen. Ein AG darf gar nicht anderst Handeln! Ich würde auch nicht mit irgendwelchen Ehemännern oder LAG verhandlen/sprechen sondern mit meinem Vertragspartner, sprich MA.

so dass es bei der Formel 52 x 39 = 2028 für die Jahressumme der Sollstunden blieb.
Nochmal! Das das für die Berechnung meiner individuellen AZ nicht hergenommen werden kann sollte dir doch klar sein - oder nicht?
Diese Zahl kann ich hernehmen als AG um z.B. eine 5jahres forecast Berechnung zu erstellen, aber doch nicht für meine individulele AZ Berechnung.

@thorstein:
aber nur deine Frau bzw. du das auch erkennst. Wie muss man das interpretieren? Sind alle anderen KollegInnen zu dämlich oder zu feige?
Das Frage ich mich auch?
 
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fraga

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@thorstein

MAV- Arbeit ist ein Ehrenamt und ein Betreiberwechsel ist wohl der größtmögliche Supergau. Wer sich deinen Link durchliest, wird feststellen, dass man zur Beurteilung, vor allem wenn es in Detailfragen geht, eigentlich ein Jura-Studium benötigt.
Man hätte es den ehrenamtlichen Mitarbeiten sicherlich nachsehen müssen, wenn die Mitarbeiter von Haus A nicht, und erst die Mitarbeiter von
Haus B, aus Schaden klug geworden, in den Genuss von $9 gekommen wären. Hier war es aber umgekehrt. In löblicher Weise wurde schon im Vorfeld ein mögliches Problem erkannt und auf vorbildliche Weise gelöst. Das Resultat wurde als so gelungen angesehen, dass man es im Internet als Muster zur Verfügung stellte. Und dann wurden den Mitarbeitern von Haus B dieser entscheidende Punkt ohne jegliche Gegenleistung vorenthalten (während der Rest nahezu wörtlich übernommen wurde) und kein Mitarbeiter wurde über diesen wichtigen Unterschied zu dem, was man ganz offensichtlich als wünschenswert angesehen hat, aufgeklärt. Das muss doch mehr als nur Verwunderung hervorrufen?


Einen Dienstplan kann man auf seine Richtigkeit nur prüfen, wenn man die Berechnungsgrundlage für die Sollzeit kennt, dann schaut, wie tatsächlich gearbeitet wurde, und dieses Ergebnis dann mit der Abrechnung vergleicht. Wenn es unter dem Strich stimmt, hat das nichts mit Bescheißen zu tun.
Falls man eine Berechnung so verändert, dass "unter'm Strich" weniger herauskommt (Stichwort "Minus-Stunden an Feiertagen") und darüber seine Mitarbeiter nicht einmal informiert, hätte das, finde ich, schon etwas mit Bescheißen zu tun.


Es geht hier ja offensichtlich nicht darum, dass speziell deine Frau über den Tisch gezogen wird, sondern ihr vermutet, dass alle Mitarbeiter über den Tisch gezogen werden, aber nur deine Frau bzw. du das auch erkennst. Wie muss man das interpretieren? Sind alle anderen KollegInnen zu dämlich oder zu feige?
Ich kann zunächst einmal nicht ausschließen, dass auch andere Kolleginnen so eingeschüchtert wurden, wie das meiner Frau schon einmal im letzten März passiert ist. Und dann ist es auf jeden Fall so, dass keine von den befragten Kolleginnen, auch nicht die Stationsleiterin und auch nicht der Vorsitzende der MAV in der Lage waren, mir zu sagen, wie die Sollstunden berechnet werden.
 
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AW: Sollstundenberechnung

@renje

@fraga: Verstehe immer noch nicht auf was du genau hinaus willst. Was der AG aus welchen Gründen berechnet kann mir als AN zunächst egal sein. Denn wie gesagt für Budget, Personalbedarf, Rücklagen, Quartalsberechnungen etc. müssen unterschiedliche Parameter berücksichtigt werden. Verweise auf irgendwelche Tabellen helfen auch nicht weiter.

Störst du dich an der Rechnung des AG oder stimmten bei deiner Frau die Stunden nicht, hast du an einer konkreten Monatsberechnung was auszusetzen?
Ich wollte zunächst einmal erfragen, wie ihr meint, dass die Sollstunden berechnet werden müssen. Den auf Grund der Differenz zwischen meiner Sollstundenbrechnung (#3/2009 und #4/2010) und den Vorgaben des AG (#5/2009 und #6/2010), die sich auf immerhin 11 Arbeitstage summieren,
entstehen natürlich entsprechende Unterschiede zwischen den im Dienstplan eingetragenen und den von mir berechneten Plus-/Überstunden.

Wenn ich das Richtig verstehe, dann betrifft es das ganze Haus? Und da ist keiner der seine Stunden ausrechnen und nachvollziehen kann ob das stimmt? Das muss ein Aussenstehender machen?
Wir haben in der Tat niemanden gefunden - insbesondere hat mir die Stationsleiterin letzte Woche erklärt, dass sie darauf achtet, die Daten
korrekt einzutragen und sich ansonstgen ganz auf den Computer verlässt.

Die Rechnung ist doch relativ einfach:
In Bayern gibts im Jahr 2010 253 Arbeitstage in anderen Bundesländern bis 3 Tage mehr.
7,8Std*253T = 1973,4 Jahressollstunden.
Ob ich jetzt die tgl. AZ runterrechne und die Samstage drauf, bleiben unterm Strich die gleichen Stunden.
Jetzt gibts 2 Möglichkeiten den Jahresurlaub zu berechnen, denn der variiert je nach Alter:
1. Die Stunden werden pro Tag Urlaub eingetragen
2. Im Vorwegabzug, reduzieren sich die Sollstunden im jeweiligen Monat
3. Feiertage wie oben im Vorwegabzug oder
4. Als doppelte Stundenzahl im DP
?
Die Tabellen #1/2009 bis #4/2010 sind genau so berechnet worden, wie vorgeschlagen, #2/2010 ist sogar mit Deiner Rechung identisch.
Das Problem ist, das der AG von ganz anderen Werten ausging, bzw. -geht, nämlich #5/2009 bis #6/2010. Ich denke, ich kann mittlerweile
nachvollziehen, wie er zu diesen Werten kommt, nämlich das er die Feiertage bei der Berechnung der Sollstunden mitzählt. Dann muss er,
wie Du und thorstein sagen, bei einem gearbeiteten Feiertag die doppelte Stundenzahl im DP eintragen und aber allen, die an einem Feiertag nicht gearbeitet haben, die einfache Stundenzahl - und genau daran scheint es zu hapern - wenn ich schnell einen Blick auf den 01.01 und den 06.01. werfe, sehe ich da simple X'en, also nix!

Zuschlag: Wird natürlich nur einer bezahlt. Im Normalfall der Höhere.
Pfingstsonntag und Ostersonntag sind keine gesetzlichen Feiertage, also "nur" Sonntagszuschlag.
Danke Dir und auch den anderen, die das bestätigen, erspart mir das Suchen nach der Antwort.


Nein, da schürt man gar nix. Das ist ein völlig richtiges und legales Vorgehen. Ein AG darf gar nicht anderst Handeln! Ich würde auch nicht mit irgendwelchen Ehemännern oder LAG verhandlen/sprechen sondern mit meinem Vertragspartner, sprich MA.
Es ging hier nicht um persönliche Daten, sondern allein darum, wie die Sollstunden berechnet werden. Und das die Weigerung, dies darzulegen ganz definiv das Mißtrauen bei meiner Frau (und auch bei mir) geschürt hat, kann ich dir versichern.

Nochmal! Das das für die Berechnung meiner individuellen AZ nicht hergenommen werden kann sollte dir doch klar sein - oder nicht?
Diese Zahl kann ich hernehmen als AG um z.B. eine 5jahres forecast Berechnung zu erstellen, aber doch nicht für meine individulele AZ Berechnung.
Was Du mir damit sagen willst, erschließt sich mir auch nach mehrmaligem Lesen nicht. Die Tabellen #1/2009 bis #4/2010 sind Tabellen, die ich so berechnet habe, wie auch Du das vorschlägst, die Tabelle #5/2009 und #6/2010 enthalten die Sollwerte, die im DP meiner Frau eingetragen waren!?
 
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AW: Sollstundenberechnung

Wie oben schon erwähnt, kann ich mittlerweile die Sollstundenvorgaben des AG reproduzieren. Man zähle einfach alle Montage, Dienstage,
Mittwoche, Donnerstage und Freitage eines Monats, addiere diese, dann addiere man für 4 Samstage nochmal 2 Arbeitstage (4 x 0,5 AT).
Falls ein Monat 5 Samstage enthält, ignoriere man das einmal und addiere beim zweitenmal einen weiteren AT. Das Ergebnis multipliziere man mit den Stunden pro Tag, dann ergeben sich exakt die Werte, die der AG als Sollwerte im DP ansetzt.

Code:
#7/2009 (38,5Std./Woche - 5,5Tage/Woche - 7,00Std./Tag - BaWü);
         Januar*  Februar     März      April     Mai*      Juni      Juli    August*  September  Oktober*  November  Dezember   Summe
Mo - Fr   22        20        22        22        21        22        23        21        22        22        21        23       261
plus       2         2         2         2         3         2         2         2         2         3         2         2        26
Tage      24        22        24        24        24        24        25        23        24        25        23        25       287
100%    168,00    154,00    168,00    168,00    168,00    168,00    175,00    161,00    168,00    175,00    161,00    175,00   2009,00
 50%     84,00     77,00     84,00     84,00     84,00     84,00     87,50     80,50     84,00     87,50     80,50     87,50   1004,50


#8/2010 (39,0Std./Woche - 5,5Tage/Woche - 7,09Std./Tag - BaWü):
         Januar*  Februar     März      April     Mai*      Juni      Juli*   August   September  Oktober*  November  Dezember   Summe
Mo - Fr   21        20        23        22        21        22        22        22        22        21        22        23       261
plus       2         2         2         2         3         2         2         2         2         3         2         2        26
Tage      23        22        25        24        24        24        24        24        24        24        24        25       287
100%    163,07    155,98    177,25    170,16    170,16    170,16    170,16    170,16    170,16    170,16    170,16    177,25   2034,83
 50%     81,54     77,99     88,63     85,08     85,08     85,08     85,08     85,08     85,08     85,08     85,08     88,63   1017,42
D.h., der AG rechnet die Feiertage nicht raus, müsste also an gearbeiteten Feiertagen die doppelten Stundenzahl gutschreiben, an nicht gearbeiteten einfach die für den MA gelten Stunden pro Tag. Das zweite macht er nicht, an Neujahr, am Erscheinungsfest, an Christi Himmelfahrt,
am Pfingstmontag und an Fronleichnam sind X'en, also 0 Stunden im DP eingetragen ==> "Minus-Stunden an Feiertagen".

Schöne Scheiße!!! Als ich in den letzten Tagen verschiedenen Foren abklapperte, hab' ich immer wieder gelesen, dass MAs, die dagegen geklagt haben, auf die Schnauze gefallen sind - weiß tatsächlich keiner von Euch von einem positivem Resultat zu berichten?
 
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Gleich noch ein Frage - der 1. Mai war ein Samstag, meine Frau hat 4 Std. gearbeitet, die entsprechend eingetragen wurden, zusätzlich gab's am 6. Mai ein FZA und am 8. Mai ein XFT (was das XFT von einem X unterscheidet, will sich mir nicht erschließen) - so weit so gut - was wäre aber einzutragend gewesen, wenn sie an diesem Samstag nicht gearbeitet hätte - 3,545 Std. oder die Häfte davon (50% von 39Std. / 5,5d = 3,545Std.)? Doch nur die Hälfte davon, weil ein Samstag auch nur mit einem halben Arbeitstag in die Sollstundenberechnung eingeht, oder ist das anderst geregelt?
Andererseits frag' ich mich, warum der FZA mit der gleichen Stundenanzahl angesetzt wird, wie an dem entsprechenden Feiertag gearbeitet wurde, und nicht einfach mit der nominalen Stundezahl für einen Tag - typischer Weise macht man damit "Gute", es wäre aber auch denkbar, dass so trotzdem "Misse" entstehen (wenn z.B. die nominale Stundenzahl für einen Tag bei 7,09Std. liegt, am Feiertag aber nur 5Std. gearbeitet wurde)?
 
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D.h., der AG rechnet die Feiertage nicht raus, müsste also an gearbeiteten Feiertagen die doppelten Stundenzahl gutschreiben, an nicht gearbeiteten einfach die für den MA gelten Stunden pro Tag. Das zweite macht er nicht, an Neujahr, am Erscheinungsfest, an Christi Himmelfahrt,
am Pfingstmontag und an Fronleichnam sind X'en, also 0 Stunden im DP eingetragen ==> "Minus-Stunden an Feiertagen".

Schöne Scheiße!!! Als ich in den letzten Tagen verschiedenen Foren abklapperte, hab' ich immer wieder gelesen, dass MAs, die dagegen geklagt haben, auf die Schnauze gefallen sind - weiß tatsächlich keiner von Euch von einem positivem Resultat zu berichten?
Hallo fraga,

immer unter der Voraussetzung, dass deine Angaben stimmen, wäre das selbstverständlich gesetzwidrig: siehe Arbeitszeitgesetz!

§ 9 Sonn- und Feiertagsruhe
(1) Arbeitnehmer dürfen an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen von 0 bis 24 Uhr nicht
beschäftigt werden.
Aber ich wiederhole es noch einmal: dass in zwei Einrichtungen alle Kolleginnen tatsächlich so dämlich, und das meine ich dann auch wörtlich, sind, sich alle Feiertage auf die Sollstunden draufpacken zu lassen, einschließlich aller MAV-Mitglieder, halte ich für mehr als unwahrscheinlich.

Schöne Scheiße!!! Als ich in den letzten Tagen verschiedenen Foren abklapperte, hab' ich immer wieder gelesen, dass MAs, die dagegen geklagt haben, auf die Schnauze gefallen sind - weiß tatsächlich keiner von Euch von einem positivem Resultat zu berichten?
Kannst du uns diese Quellen nennen. Ich diskutiere schon einige Jahre in diversen Foren über arbeitsrechtliche Fragen. Ein Urteil, wonach AG Feiertage als Arbeits/Sollzeit berechnen dürfen, gibt es nicht, kann es auch nicht geben.

Irritierte Grüsse
 
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Noch mal hallo Fraga,

Man hätte es den ehrenamtlichen Mitarbeiten sicherlich nachsehen müssen, wenn die Mitarbeiter von Haus A nicht, und erst die Mitarbeiter von Haus B, aus Schaden klug geworden, in den Genuss von $9 gekommen wären.
Ich bin doch tatsächlich kein Hellseher, oder hattest du das schon erwähnt?

Hier noch eine Quelle, mit weiteren Links:

Sollarbeitszeit

Hier eine Beispiel anhand von Dienstplänen:

Frei am Feiertag - Schichtplanfibel für Betroffene

Die Arbeitszeit wird übrigens wöchentlich vereinbart und müßte daher auch wöchentlich abgerechnet werden, was die meisten AG aber nicht tun.

Grüsse
 
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@thorstein

Kannst du uns diese Quellen nennen. Ich diskutiere schon einige Jahre in diversen Foren über arbeitsrechtliche Fragen. Ein Urteil, wonach AG Feiertage als Arbeits/Sollzeit berechnen dürfen, gibt es nicht, kann es auch nicht geben.
Links, die mir nicht weiterhelfen, habe ich leider keine abgespeichert. Es wurden da auch nie konkret Aktenzeichen genannt, sondern nur entsprechende Feststellung gemacht, wie ich sie wiedergegeben habe. Ich will auch nicht ausschließen, dass mir beim Überfliegen wichtge Randbedingen entgangen sind wie bei einer Dikussion hier im Board von zebro unter "Bewertung von Feiertagen bei der Ermittlung der Sollarbeitszeit", die ich noch gefunden habe, wo dieses Problem im Zusammenhang mit Schichtarbeit diskutiert wird. Bei anderen, daran erinnere ich mich jetzt, war nicht AVR, sondern BAT die Grundlage.
Ich habe aber auch keine Links abspeichern können mit einem Hinweis auf ein positives Urteil (nicht einmal eines, bei dem die Randbedingen u.U. nicht passen) und darauf zielte meine Frage ab.


Hallo fraga,

immer unter der Voraussetzung, dass deine Angaben stimmen, wäre das selbstverständlich gesetzwidrig: siehe Arbeitszeitgesetz!

Aber ich wiederhole es noch einmal: dass in zwei Einrichtungen alle Kolleginnen tatsächlich so dämlich, und das meine ich dann auch wörtlich, sind, sich alle Feiertage auf die Sollstunden draufpacken zu lassen, einschließlich aller MAV-Mitglieder, halte ich für mehr als unwahrscheinlich.
Ich weiß, das klingt verrückt! Und das ist sicher auch mit ein Grund, warum sich dieser Mist nun schon ca. 4 Jahre hinzieht - ich konnte das auch nicht glauben und hab' immer gedacht, meine Frau versteht Erklärungen, die das zurechtrücken, nicht oder hat wichtige Details nicht wahrgenommen und mir deshalb vorenthalten. Aber wenn es eine einfache Erklärung gibt, warum trägt man mir diese nicht einfach vor, sondern "zickt so rum"? Ich wäre auch hin und weg, wenn ich endlich mal jemanden finden würde, der in der Lage ist, die Aufzeichnungen meiner Frau zu sichten und mir dann sagen könnte, ob ich Tomaten auf den Augen habe oder richtig liege.
Fakt ist, dass die Sollstunden wie unter #5/2009 und #6/2010 genau so im DP eingetragen sind und an den angegebenen Feiertagen (in diesem Fall in 2010) absolut nix eingetragen ist - hast Du da noch eine Idee, wie das zu kitten wäre?

Der früheste Sollstundenwert, der nicht mit meinen Berechnungen übereinstimmt und mir vorliegt, stammt vom Oktober 2006, just dem Monat, in dem die ehemalige Heimleiterin das Haus ganz überraschend verlassen hat. Und nachdem man mir letzte Woche weismachen wollte, dass nicht die aktuellen Sollstundenwerte, sondern, im Gegenteil, die unter der ehemaligen Leiterin falsch waren, vermute ich mittlerweile, dass das plötzliche Ausscheiden der Heimleiterin in Zusammenhang mit Sollstundenberechnung steht. Mich lässt der Gedanke nicht mehr los, das dieser Frau ein bedeutender Teil ihres Lebens genommen wurde, weil sie die Vorgaben der Geschäftsleitung nicht umsetzen wollte.

Viva Maria!
 
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Ich bin doch tatsächlich kein Hellseher, oder hattest du das schon erwähnt?
Ich meine schon, dass der Ablauf aus meinem Beitrag hervorgeht - meine Antwort sollte aber auch nur erklären und keines Falls als Vorwurf rüberkommen :)

Hier noch eine Quelle, mit weiteren Links:

Sollarbeitszeit

Hier eine Beispiel anhand von Dienstplänen:

Frei am Feiertag - Schichtplanfibel für Betroffene

Die Arbeitszeit wird übrigens wöchentlich vereinbart und müßte daher auch wöchentlich abgerechnet werden, was die meisten AG aber nicht tun.

Grüsse
Danke für die Links.
 
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Hallo fraga,

was für Aufzeichnungen?
Wir bekommen monatlich unseren abgerechneten Dienstplan ausgedruckt.

Da hier eine Verletzung des Arbeitszeigesetzes vorliegt, müßte das Gewerbeaufsichtsamt zuständig sein. Vielleicht lässt du dich da mal beraten. Eine andere Anlaufstelle wäre verdi.

Grüsse
 
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@thorstein

Hallo fraga,

was für Aufzeichnungen?
Wir bekommen monatlich unseren abgerechneten Dienstplan ausgedruckt.
Schön wär's - zur Zeit "malt" sie den DP der Stationsleitung und den DP der Heimleitung von Hand ab. Als sie zu dem erwähnten Gespräch mit dem "Triumvirat" zur Diskussion eine Kopie des DPs mitbrachte, wurde sofort von Abmahnung gesprochen. Die wäre sicher auch fällig gewesen, wenn diese Kopie nicht von der Sekretärin während einer Diskussion über die Differenzen bei den Überstunden mit der Heimleitung angefertigt worden wäre. Sonst ließe ich sie die DPs einfach abfotografieren. Gibt es einen Anspruch auf einen Ausdruck des abgerechneten DPs?
 
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Hallo fraga,
ohne mich jetzt inhaltlich zu äußern, geh zu einem Anwalt, bevor ihr euch im "Eifer des Gefechtes" noch strafbar macht. Ansonsten, kündigen, was neues suchen.
Gruß Lisy
 
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