SicherheitsPenNadeln

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Ulrich-Münster

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Ich arbeite verantwortlich in einer Gruppe mit mehreren Pflegeheimen. Dabei ist mir aufgefallen, daß das Thema SicherheitsPenNadeln in den einzelnen Bundesländern bzw. Regionen unterschiedlich behandelt wird. Inzwischen bin ich mir auch unsicher, wie damit umzugehen ist.

- Stimmt es, daß das Pflegeheim, also der Arbeitgeber, verpflichtet ist, diese SicherheitsPenNadeln einzukaufen und zur Verfügung zu stellen?
- Oder kann man den finanziellen Mehraufwand sich vom Patienten erstatten lassen?
- Teilweise habe ich auch gehört, daß der Apotheker für ein Rezept für normale Pen-Nadeln einfach SicherheitsPenNAdeln herausgibt. Darf er das überhaupt, denn er gibt ja was anderes heraus als auf dem Rezept steht.

Ich freue mich, wenn ihr mir mitteilen könntet, wie es bei euch gehandhabt wird.
Danke im Voraus!
Ulrich
 
Qualifikation
Pflegeleitung
Fachgebiet
Pflegeheim und Pflegedienst
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Frank67

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Hallo,
mir wäre neu, das der Betreiber einer Pflegeeinrichtung auf eigene Kosten Materialien für einen Insulinpflichtigen Diabetiker vorhalten muss. Die Materialien sind alle bei Notwendigkeit rezeptierbar für den einzelnen Patienten - zumal diese notwendigen Materialien ja dann auch Personenspezifisch eingesetzt werden und als zugeordnetes Eigentum des Patienten gelten (...wie Medikamente). Der entsprechende Arzt kann ja auf die SicherheitsPenNadeln in der schriftlichen Bestellung aufmerksam gemacht werden.
Das einzige, was die Einrichtung vorhalten sollte, sind Dinge wie unter anderem durchstichsichere Abwurfbehälter...wenn die dann überhaupt notwendig sind.....
Gruß aus Niedersachsen
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Ambulant
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silversurfer

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- Stimmt es, daß das Pflegeheim, also der Arbeitgeber, verpflichtet ist, diese SicherheitsPenNadeln einzukaufen und zur Verfügung zu stellen?
Hallo
Arbeitgeber haben die Pflicht das Risiko von Stich/Schnittverletzungen gering zu halten.
Aber die haben ja auch noch andere Pflichten und halten sich nicht dran

Der entsprechende Arzt kann ja auf die SicherheitsPenNadeln in der schriftlichen Bestellung aufmerksam gemacht werden.
Ob er sie dann verordnet ist ne andere Sache. Ist ja auch ein Kostenfaktor.Bei uns stellt kein Arzt ein solches Rezept aus.

Sicherheitslanzetten und SicherheitsPenNadeln werden bei uns vom AG bereitgestellt

Gruß Silversurfer
 
Qualifikation
AP, FK Gerontopsychiatrie, VP, WBL, PA,
Fachgebiet
Altenheim
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silversurfer

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- Oder kann man den finanziellen Mehraufwand sich vom Patienten erstatten lassen?

Hallo
das wird nicht möglich sein.
Sicherheitslanzetten und Sicherheitspennadeln dienen nur dem Arbeitsschutz und sind somit Sache des Arbeitgebers. So argumentieren auch viele Krankenkassen Punktieren und injekzieren kann man auch mit normalen Materalien. Ist halt für die Pflegekraft mit einem erhöhtem Risiko für Verletzungen verbunden.

Gruß Siversurfer
 
Qualifikation
AP, FK Gerontopsychiatrie, VP, WBL, PA,
Fachgebiet
Altenheim
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