Allgemein Sexuelle Kontakte zwischen Bewohnern

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Joewern

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23.11.2005
63225
Ich stelle mal ein etwas ungewöhnliches Thema zur Diskussion: Sexuelle Handlungen zwischen Altenheimbewohnern. Nicht alltäglich aber passiert hin und wieder doch. Nicht dass ich da etwas gegen einzuwenden hätte, ganz im Gegenteil (Stichwort AEDL 10), aber in dem Heim in dem ich arbeite ereignet sich momentan Folgendes:

Ein männlicher Bewohner, etwas eigen aber orientiert, trinkt ganz gerne mal`n Schnäpschen und raucht, hat sexuellen Kontakt mit einer mäßig dementen Frau, die auch gerne ein Schnäpschen trinkt und raucht, aber weder für Schnaps noch für Zigarretten Geld hat. Sie lässt sich also quasi für ihre "Dienste" bezahlen, wobei aber unklar ist ob sie Spaß an der Sache hat oder nicht. Klar ist auf jedem Fall, dass er sie zu nichts zwingt, aber "besticht".

OK, auch noch nicht so ganz ungewöhnlich. Aber es besteht folgendes Problem: Die Bewohnerin hat einen Betreuer, der nicht begeistert von der Sache ist, aber auch (noch) nicht über den vollen Umfang der Geschichte informiert ist. Direkt gegen den Kontakt spricht er sich aber auch (noch) nicht aus.

Rausgekommen ist die ganze Angelegenheit eigentlich erst, als ein, ich nenne es mal "etwas unbedarfter Kollege" in das Zimmer ging, weil er ein "Schnauben" hörte und um das Wohlergehen der Bewohnerin besorgt war ("Ich dachte die ist am Ersticken oder so..."). Als er dann aber im Zimmer war und einen Teil eines wackelnden Hinterns sah und hörte "Nun halt mal still sonst rutsch ich runter" hat er dann doch peinlichst berührt das Zimmer verlassen.

Ein Kommentar einer Kollegin war: "Ich hätte das Bettgitter hoch gemacht, war ja Gefahr im Verzug..."

Hätte gern gewusst wie ihr mit dieser Situation umgehewn würdet, wäre für etwaige Kommentare und Anregungen sehr dankbar.

Mein Anliegen: Wie könnte man ermitteln ob der Kontakt jetzt "aus freien Stücken" oder wegen der "Bestechung" besteht?? Wie zum Geier soll ich jetzt damit umgehen? Der Betreuer untersagt den Kontakt so lange bis das geklärt ist. Und eins ist sicher: ER hat seinen Spaß definitiv, soll er ja auch haben. Nur ob SIE daran wirklich Spaß hat oder es wegen der "Bestechung" tut ist unklar. Unsere Rechtsberatung foppt uns mit der Geschichte nur weg...*GRINS*....die haben auch ihren Spaß daran. Wie soll man im Sinne der Bewohnerin handeln wenn ihr Wille nicht ermittelbar ist???

*HILFE*
 
Qualifikation
Studium Pflegewissenschaft, Altenpfleger
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Südhessen
Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
So ganz hab ich noch nicht begriffe, wo deine "Bauchschmerzen" sind ...

Stört Dich der "Deal" zwischen den beiden Bewohnern?
Stört Dich, dass der Betreuer (noch) nix weiss?
Stört Dich die Reaktion des Kollegen?
Stört Dich der Kommentar der Kollegin?
Stört Dich der sexuelle Kontakt per se?
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
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Harmond Raab

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01.06.2006
64287
Ich möchte mich Monika 58 in meiner Meinung anschliessen. Für mich wäre das auch kein Problem, solange sich niemand dran stört oder sittlich berührt fühlt, eine Abhängigkeit, oder Zwang ausgeübt wird. In meiner Tätigkeit als Krankenpfleger, hatte ich auch schon öfters mit solchen Situationen zutun. Ich gebe zu es ist ein ungewohntes Gefühl, aber die Sexualität gehört einfach zum Leben dazu. Warum sollte also nicht auch ein Mensch im fortgeschrittenen Alter den Teil des Lebens geniesen. Man sollte aber den Kollegenkreis über die Möglichkeit des sexuellen Kontaktes der beiden informieren. Damit die beiden nicht gestört werden. Denn du wolltest sicher dabei auch nicht gestört oder beobachtet werden.
Das Kommentar Deiner Kollegin zeugt von nicht viel Einfühlungsvermögen und Verständnis. Man sollte Sie mal fragen, wie sie sich fühlen würde, wenn während ihres Sexes jemand bei ihr ins Zimmer käme und etwas am Bett verändern würde. Auf jedenfall wünsche ich den Beiden noch viel Spass und sie sollen die gemeinsame Zeit geniesen.
 
Qualifikation
Medizinischer Dokumentationsassistent
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Krankenhaus
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thneu

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29.12.2005
28195
www.ostipug.de
Hallo Ihr,

möchte noch ein paar Dinge zum Betreuer hinzufügen. Im Extremfall hat der da so viel gegen, dass er an die Decke geht und das Pflegeteam auffordert, die sexuellen Kontakte zu unterbinden. Sofern der Sex aber von beiden Personen gewollt ist, gleich aus welchen Intentionen heraus, kann weder Pflegeteam noch Betreuer dagegen etwas machen. Schließlich ist der Sinn des Sex ja nicht der Gefallen des Betreuers. Der Betreuer könnte bestenfalls versuchen, dem Herren gerichtlich den Kontakt zu seiner Anvertrauten zu verbieten, wobei aber viel triftigere Gründe vorliegen müssten als etwas Spaß zu zweit.

Wünsche Euren beiden Bewohnern alles Gute.

Thorsten
 
Qualifikation
Krankenpfleger; Student; Selbständiger
Fachgebiet
Bremen
T

thneu

Mitglied
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29.12.2005
28195
www.ostipug.de
.............
 
Qualifikation
Krankenpfleger; Student; Selbständiger
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Bremen
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Joewern

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23.11.2005
63225
So ganz hab ich noch nicht begriffe, wo deine "Bauchschmerzen" sind ...

Stört Dich der "Deal" zwischen den beiden Bewohnern?
Antwort: Nein:ermm:
Stört Dich, dass der Betreuer (noch) nix weiss?
Antwort: Es wurde gestern noch ein Gespräch mit ihm geführt. Ich möchte hier nochmal anmerken dass es sich um den Betreuer handelt!! Er war nicht gerade begeistert da immernoch unklar ist ob sie`s nun wegen der Zigarretten und des Schnapses tut oder aus freiem Willen. Weitere Anmerkung: Die Frau ist dement, daher hat sie ja`ne Betreuung...:ermm:
Stört Dich die Reaktion des Kollegen?
Antwort: Nein. Warum sollte ich mich daran stören??:wassat:
Stört Dich der Kommentar der Kollegin?
Antwort: Erstrecht nicht, musste darüüber nur herzlich lachen:grin:
Stört Dich der sexuelle Kontakt per se?
Antwort: Mich stören sexuelle Kontakte zwischen Bewohnern prinzipiell nicht.

Es geht um folgendes: Es ist unklar ob die Bewohnerin es aus "freien Stücken" tut oder wegen der "Bestechung". Antworten tut sie nicht. Ist ja auch ihr gutes Recht.
Es handelt sich hier tatsächlich um eine Rechtsfrage, da ein Betreuer tatsächlich einen solchen Kontakt rechtlich unterbinden kann.

Würde mich über produktive Vorschläge sehr freuen.
 
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Studium Pflegewissenschaft, Altenpfleger
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Südhessen
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Joewern

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23.11.2005
63225
Ich möchte mich Monika 58 in meiner Meinung anschliessen. Für mich wäre das auch kein Problem, solange sich niemand dran stört oder sittlich berührt fühlt, eine Abhängigkeit, oder Zwang ausgeübt wird. ...Das Kommentar Deiner Kollegin zeugt von nicht viel Einfühlungsvermögen und Verständnis. Man sollte Sie mal fragen, wie sie sich fühlen würde, wenn während ihres Sexes jemand bei ihr ins Zimmer käme und etwas am Bett verändern würde. Auf jedenfall wünsche ich den Beiden noch viel Spass und sie sollen die gemeinsame Zeit geniesen.
Darum geht es ja: Es ist unklar ob da ein gewisser Zwang durch die Zigarretten und dem Schnaps ausgeübt wird. Die Frau ist dement (nach Reisberg ca 4-5. Stadium), hat daher eine Betreuung und man ist verpflichtet den Betreuer darüber zu informieren was gestern geschehen ist. Er gibt seine Einwilligung dazu nur wenn sie es aus freien Stücken tut, und gerade das ist unklar.

Der Kommentar meiner Kollegin wa ein Scherz, obwohl ja bekannt ist wie schnell sich bei einem Sturz aus dem Bett eine OSHF ereignet. Daher tatsächlich Gefahr in Verzug!! Natürlich hat die Pfk das Bettgitter NICHT hoch gemacht um die Intimsphäre zu wahren, sondern sich peinlichst berührt leise aus dem Zimmer verdrückt. Aber eigentlich hat der junge Kerl sich gedacht, dass die Bewohnerin am Ersticken sei wegen der etwas ungewöhnlichen Geräusche die dort aus dem Zimmer kamen. Um auch das abzukären: Er hat sich später, nachdem keine "ungewöhnlichen Geräusche mehr aus dem Zimmer kamen, davon vergewissert dass niemand gestürzt ist.

Den Spass sollen sie ja haben, aber eine rechtliche Abklärung sollte wegen der bestehenden Betreuung gesichert sein!!
 
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Studium Pflegewissenschaft, Altenpfleger
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Südhessen
J

Joewern

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23.11.2005
63225
... Der Betreuer könnte bestenfalls versuchen, dem Herren gerichtlich den Kontakt zu seiner Anvertrauten zu verbieten, wobei aber viel triftigere Gründe vorliegen müssten als etwas Spaß zu zweit....
Da muss ich Dich berichtigen, Thorsten: Es müsste tatsächlich gerichtlich der Kontakt der beiden erlaubt werden, da eine allumfassende Betreuung vorliegt.

Sollen sie doch meinetwegen so viel Spaß haben wie sie wollen, wir würden sogar dafür sorgen dass die alle Zeit und Ruhe und Ungestörtheit der Welt bekommen, aber rechtlich....
 
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Studium Pflegewissenschaft, Altenpfleger
Fachgebiet
Südhessen
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Hein

Mitglied
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17.12.2005
63477
Grundsätzlich finde ich, dass Sexualität unter Bewohnern eigentlich was selbstverständliches ist. Und solange keiner von beiden bedrängt wird und beide daran spass haben ist es vom Personal zu unterstützten. Meines wissens geht das dem Betreuer nichts an. Weil der Betreuer nur für Gesundheit- Vermögendsfürsorge und ggf. Aufenhaltbestimmung eingesetzt ist. Der Betreuer hat immer zum Wohle des Betreuten zu handeln. Es gibt Pflegeeinrichtungen die soetwas fördern. Ich würde mich als Pflegekraft immer auf die Seite der Bewohner stellen und das auch nach außen so vertreten

MfG
Hein
 
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Freiberuflicher Krankenpfleger
Fachgebiet
Bundesweit
Weiterbildungen
Krankenpflege - Altenpflege
J

Joewern

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23.11.2005
63225
... Und solange keiner von beiden bedrängt wird und beide daran spass haben ist es vom Personal zu unterstützten. Meines wissens geht das dem Betreuer nichts an. Weil der Betreuer nur für Gesundheit- Vermögendsfürsorge und ggf. Aufenhaltbestimmung eingesetzt ist. ...
Auch hier: Der Betreuer (allumfassende Betreuung) muss in diesem Fall rechtlich davon in Kenntnis gesetzt werden eben WEIL er zum Wohle der Bewohnerin handeln muss.
Es ist UNKLAR ob die Bewohnerin dies tatsächlich aus "freien Stücken" oder der "Bestechung" (Zigarretten, Schnaps, Bier) macht.

Die bekommen alle nötige Unterstützung sobald geklärt ist ob sie`s aus freien Stücken macht. Und da mein Problem: Wie könnte ermittelt werden ob sie das nun aus freien Stücken macht oder nicht!? Wenn nicht muss es unterbunden werden da die Bewohnerin dement ist.
 
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Studium Pflegewissenschaft, Altenpfleger
Fachgebiet
Südhessen
K

Karo_9

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17.02.2006
Lübeck
Hallo Joewern,
zum Wohl des Betreuten gehört auch die Möglichkeit, im Rahmen seiner Fähigkeiten sein Leben nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. (§1901 BGB Wohl des Betreuten)
Du beschreibst ja hier den Wunsch des Betreuten nach Zigaretten und Schnäpschen sowie die Bereitschaft sich auch sexuell auszuleben.
Da vom Betreuten auch keine Unmutsäußerungen kommen, (welche bei dementen Personen ja durchaus vorkommen können) sollte dies als Einverständnis gewertet werden
viele Grüße
Karsten
 
Qualifikation
Lehrer für Pflege
Fachgebiet
Gesundheits-und Krankenpflegeschule
N

niemand

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15.09.2003
Bochum
Hallo,
fragt doch eure Bewohnerin nach ihrer Beziehung zu dem Bewohner, um so herauszufinden, wie es ihr damit geht? Erklärt auch, daß eine Kollegin aus Sorge das Zimmer betreten hat und den sexuellen Kontakt mitbekommen hat, natürlich nicht vorwurfsvoll, sondern im Gespräch mit der Bezugspflegekraft bzw. der Altenplegerin/ des pflegers zu dem sie den besten Kontakt hat.
Der Bewohner sollte auch nach seiner Beziehung befragt werden, auch mit dem vorsichtigen Hinweis eurer Sorge. Er ist nicht dement und muß somit auch die Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
Bezüglich der finanziellen Seite, kann man nicht mit dem Betreuer regeln, daß ein Teil des Taschengeldes für die Bedürfnisse der Patientin nach Zigaretten und Schnaps ausgegeben werden kann?
MfG
niemand
 
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Fachkrankenschwester f. Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
rückentrainer

rückentrainer

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29.07.2006
Nördlingen
Ich würde dem Betreuer vorschlagen er soll seiner Betreuten Schnaps und Zigaretten zu Verfügung stellen und wenn sie dann trotzdem mit ihrem "Freund" schläft is die Sachlage denk ich klar
gruß
Rückentrainer
 
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Dozent rückengerechtes Arbeiten mit kleinen Hilfsmitteln seit 2004
Fachgebiet
Süddeutschland
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
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26.09.2005
Bonn
Es ist UNKLAR ob die Bewohnerin dies tatsächlich aus "freien Stücken" oder der "Bestechung" (Zigarretten, Schnaps, Bier) macht.
Hat die Bewohnerin finanziellen Nachteil davon, dass sie Zigaretten, Schnaps und Bier bezahlt? Meint: bringt sie sich dadurch in eine finanzielle Notlage?

Und hier bitte keine Spekulationen, sondern Fakten :)
 
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Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
A

Andy25

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21.01.2006
73467
Hi Joewern,

Aus meiner Sicht ist es klar das sie es freiwillig macht.
Theoretisch angenommen ihr würdet ihr den Sex verbieten, das würde heißen das der Deal zwischen den beiden geplatzt ist und sie auch keinen Schnaps und keine zigaretten mehr bekommt, wäre das in ihrem Sinne?

Ok, du haßt natürlich recht, sie verkauft ihren Körper, ist Dement und es ist nicht sicher ob sie sich im klaren ist was sie da tut.
Ruft sie um hilfe während des Aktes?
Besteht Gefahr das sie sich später darüber klar wird was sie getan hat und es dann bereut?
Trägt sie durch den Verkehr körperliche Schäden davon?

Wenn das alles nicht der Fall ist sehe ich in dem Anbieten der Dienste kein Problem. wenn es den Betreuer so sehr stört, dann sollte er für Ausgleich sorgen, das sie es nicht nötig hat sich zu verkaufen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Intensivstation
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Ira

Ira

Mitglied
Basis-Konto
Hallo zusammen,

ein gesetzlicher Betreuer hat dafür zu sorgen, dass es dem Betreuten gut geht, in finanzieller und medizinischer Hinsicht und was den Aufenthalt angeht. Er ist nicht derjenige, der die Moral bewerten darf. Vorliegender Schilderung nach geht es der Dame gut dabei und selbst wenn der Wunsch nach Zigaretten oder Sonstigem dabei eine Rolle spielt hat das niemand zu bewerten so lange sicher ist, dass keinerlei Zwang ausgeübt wird.

Als Pflegepersonal würde ich mich da weder einmischen noch hineinziehen lassen. Wenn der Betreuer ein Problem damit hat muss er es mit dem zuständigen Amtsrichter klären. Der wird ihm dann vermutlich mitteilen, dass es keine legale Handhabe und auch keinen Grund gibt, einzuschreiten. Wie schon jemand geschrieben hat - Vormünder und Entmündigte gibt es nicht mehr.

Wenn es den beiden Spaß macht und gut tut, so wollen wir es ihnen doch gönnen.

Herzliche Grüße von Ira - selbst ehrenamtliche Betreuerin
 
Qualifikation
Gesundheits- und Fachkrankenschwester, PDL, QM, Geschäftsführerin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
D

diadra_1982

Neues Mitglied
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25.07.2006
41363
Halli Hallo,
also ich muss sagen dass ich joewerns zwiespalt verstehen kann! Ich befand mich schonmal in einer ähnlichen Situation, allerdings nicht mit einer dementen Dame, sondern einer mit einer geistigen Behinderung. Zuerst hatte es auch den Anschein, als würde sie es freiwillig tun und würde halt ihre Gegenleistung bekommen. Allerdings stellte sich nach einigen Gesprächen mit beiden Seiten heraus, dass das ganze doch nicht so freiwillig ablief und es zuletzt sogar mit Drohungen und Nötigung endete.
Meine Frage ist, ob es keine Möglichkeit gibt, mit der Bewohnerin zu klären, ob sie es freiwillig macht und Spass daran hat? Die Idee auch den Bewohner zu befragen finde ich auch nicht schlecht. Gibt es denn vielleicht eine Möglichkeit von seiten des Betreuers, die Bewohnerin mit zigaretten und einem gelegentlichen Schnäppschen zu versorgen oder sind die finanziellen Mittel dafür nicht ausreichend?
Liebe Grüße
Diadra
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Wohneinrichtung für Behinderte
Vaiolenz

Vaiolenz

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Moin, Lüds!
Da steht doch irgendwo so etwas wie "Die Würde des Menschen ist unantastbar"..............
Also, wenn es der Bewohnerin nichts ausmacht, was zu ermitteln wäre, dann sollte der Betreuer mal halblang machen! Ich denke, dass kein Mensch mir zwischenmenschliche Beziehungen, egal welcher Art, verbieten darf, dass ist einfach lächerlich, armselig, diskredittierend, unglaublich. Johannes Heesters hat wohl auch noch Sex im Alter, da haben dann wohl auch andere Menschen ein Anrecht darauf! Zur Not muß ein neuer Betreuer her, so geht es jedenfalls nicht!
Jut, wenn die Bewohnerin dagegen ist, hat sie immerhin ein Anrecht auf körperliche Unversehrtheit, dann muß es meines Erachtens unterbunden werden.
Bei uns wird mit der Thematik leider auch sehr verklemmt umgegangen aber warum eigentlich? Ist doch immer noch die normalste Sache der Welt!:thumbsup:
Liebe Grüße von Jens.:wub:
Ich gebe Ira recht, wenn sie schreibt, dass ein Betreuer nicht als Moralapostel fungieren darf, und in Sachen Gesundheitsvorsorge kann ich nur schreiben: Sex ist gesund, also ist es legitim! Jawoll.:eek:riginal:
Ich kann aber auch verstehen, wenn es dem Verfasser dieses threats unangenehm ist, so ganz alltäglich ist das Thema ja nicht.
 
Qualifikation
Altenpfleger, Pflegeexperte Wachkoma, PA, Hygiene
Fachgebiet
24- Stunden Heimbeatmung
Weiterbildungen
Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
D

Dettini

Hallo miteinander,
kann mich da Ira völlig anschliessen. Genauso, wie es Ira sieht (und im Grunde ja die meisten der Forenmitglieder), handeln wir bei diesem Thema in unserer Einrichtung. Wie sagt Professor Grond?: Selbstbestimmung bis zuletzt!

Ich denke, er schliesst auch dieses Thema mit ein. Sicher kennen einige von Euch den Film Männerpension mit Till Schweiger. Auch da kommt es zu eindeutig sexuellen Handlungen zwischen zwei Seniorinnen und alten Herren in einer Einrichtung. Organisator und Geschäftsführer dieser beiden Damen (will nicht Zuhälter sagen) ist der Filmopa von Schweigers Till.

Bei einer solchen Situation könnte man sich über die Moral sorgen. Aber ein Schnäpschen, einige Zigarettchen gehören für manche doch zum Warmmachen dazu, oder?

Nee, nee, ich glaube, ohne mich über all das lustig zu machen, ist es eine schöne Ressource jemanden anderen zu begehren.

Auf das Euch allen diese Ressource nicht abhanden kommt verbleibe ich

Detlef
 
A

aada94

Mitglied
Basis-Konto
05.12.2006
73563
Hallöchen.
Problem, Problem. Also ich würde erst mal das gespräch mit dem Betreuer suchen um herrauszufinden warum er so vehement gegen die Beziehung der beiden ist. Die Idee von ????? finde ich gar nicht schlecht das der Betreuer ihr die Zigaretten und den Schnaps kaufen soll. So findet ihr am ehesten raus ob sie es freiwillig tut oder nicht. Zudem könnt ihr euch bei der Betreuungsbehörde mal schlau machen ob der Betreuer über dies auch verfügen darf oder nicht. Die geben euch die Auskunft.
 
Qualifikation
Hauswirtschafterin
Fachgebiet
Pflegedienst
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