Arbeitsrecht Sexuelle Belästigung einer Auszubildenden - wie verhalte ich mich?

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Igel77

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Dieses Thema berührt mehrere Bereiche, falls ich den falschen getroffen habe, bitte verschieben.

Es geht um sexuelle Belästigung und eventuell mehr, daher Triggerwarnung. Bitte nur weiterlesen, wenn Euch dies nicht belastet.

Eine junge neue Kollegin in unserer Einrichtung wird durch einen Auszubildenden auf der Arbeit und privat stark bedrängt. Diese Kollegin hat mir WhatsApp-Mitschnitte gezeigt, die dies eindeutig belegen. Zudem hat sie mir (durch eine Erzählung einer anderen Kollegin bestätigt), dass sie durch den Auszubildenden in einer Diskothek massiv abgefüllt worden sei, sie sich aber an das "danach" nicht erinnern kann. Der Auszubildende schildert ihr in den WhatsApp - Mitschnitten immer wieder die Ereignisse aus dem "danach". Er hat sie, laut ihren eigenen Schilderungen, auch auf der Arbeit in eine Ecke gedrängt und so körperliche Nähe erzwungen.

Die Kollegin möchte aus Angst vor Repressalien das nicht weiter verfolgen. Ich habe ihr geraten, die PDL einzuschalten und den BR, aber das scheint von dieser ausgesessen zu werden.

Das Verhalten des Auszubildenen ist bekannt und kam schon in der Zeit davor vor. Es wird von der PDL und den damals betreffenden Kolleginnen als erledigt abgetan. Das ganze hat noch mehr Ebenen (andere Verhaltensweisen des Azubis, die aber nichts mit sexueller Belästigung zu tun haben, Mobbing von Dritten gegen die neue Kollegin, eine zurückliegende und unbearbeitete Traumatisierung der Kollegin etc.)

Ich scheine irgendwie der Einzige zu sein, der das für einen Skandal hält.

Was genau kann ich tun?

Eine formale Beschuldigung wird wahrscheinlich zum Bumerang. Bisher habe ich der Kollegin den Rücken immer stark gemacht, das sebst zu melden, aber es bleibt bei "Aussage gegen Aussage". Ich kann natürlich selbst den BR informieren, aber da einer aus dem Büro in der Einrichtung selbst im Gremium sitzt und ich nicht sicher bin, ob das vertraulich bleibt, bin ich vorsichtig. Bin da gebranntes Kind.

Die nächste Frage: Bin ich verpflichtet, etwas zu unternehmen?

Nach allem, was ich weiß, muss ich von einer Straftat ausgehen, ohne sie aber beweisen zu können. Alles (bis auf die gezeigten WhatsApp - Nachrichten, die ich zwar gelesen habe, aber im Wortlaut nicht wiedergeben kann) beruht auf "Hören-Sagen", passt aber für mich ins Gesamtbild.
 
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du kannst deine Kollegin zur Polizei begleiten, um sie bei der Anzeigenaufnahme zu unterstützen
 
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Igel77

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Danke für den Vorschlag, wenn sie das wirklich tut, werde ich das machen. Ich bin aber sehr skeptisch, dass sie diesen Schritt geht.
 
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asot71

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Dieses Thema berührt mehrere Bereiche, falls ich den falschen getroffen habe, bitte verschieben.

Es geht um sexuelle Belästigung und eventuell mehr, daher Triggerwarnung. Bitte nur weiterlesen, wenn Euch dies nicht belastet.

Eine junge neue Kollegin in unserer Einrichtung wird durch einen Auszubildenden auf der Arbeit und privat stark bedrängt. Diese Kollegin hat mir WhatsApp-Mitschnitte gezeigt, die dies eindeutig belegen. Zudem hat sie mir (durch eine Erzählung einer anderen Kollegin bestätigt), dass sie durch den Auszubildenden in einer Diskothek massiv abgefüllt worden sei, sie sich aber an das "danach" nicht erinnern kann. Der Auszubildende schildert ihr in den WhatsApp - Mitschnitten immer wieder die Ereignisse aus dem "danach". Er hat sie, laut ihren eigenen Schilderungen, auch auf der Arbeit in eine Ecke gedrängt und so körperliche Nähe erzwungen.

Die Kollegin möchte aus Angst vor Repressalien das nicht weiter verfolgen. Ich habe ihr geraten, die PDL einzuschalten und den BR, aber das scheint von dieser ausgesessen zu werden.

Das Verhalten des Auszubildenen ist bekannt und kam schon in der Zeit davor vor. Es wird von der PDL und den damals betreffenden Kolleginnen als erledigt abgetan. Das ganze hat noch mehr Ebenen (andere Verhaltensweisen des Azubis, die aber nichts mit sexueller Belästigung zu tun haben, Mobbing von Dritten gegen die neue Kollegin, eine zurückliegende und unbearbeitete Traumatisierung der Kollegin etc.)

Ich scheine irgendwie der Einzige zu sein, der das für einen Skandal hält.

Was genau kann ich tun?

Eine formale Beschuldigung wird wahrscheinlich zum Bumerang. Bisher habe ich der Kollegin den Rücken immer stark gemacht, das sebst zu melden, aber es bleibt bei "Aussage gegen Aussage". Ich kann natürlich selbst den BR informieren, aber da einer aus dem Büro in der Einrichtung selbst im Gremium sitzt und ich nicht sicher bin, ob das vertraulich bleibt, bin ich vorsichtig. Bin da gebranntes Kind.

Die nächste Frage: Bin ich verpflichtet, etwas zu unternehmen?

Nach allem, was ich weiß, muss ich von einer Straftat ausgehen, ohne sie aber beweisen zu können. Alles (bis auf die gezeigten WhatsApp - Nachrichten, die ich zwar gelesen habe, aber im Wortlaut nicht wiedergeben kann) beruht auf "Hören-Sagen", passt aber für mich ins Gesamtbild.
Hallo,
Schweigen ist Täterschutz!
Bitte um Gespräch ; Er/Du/Zeuge und sage ganz klar dass Du keine Beziehung möchtest und er von jeglichen Annährungsversuchen Abstand halten soll.
Ab jetzt.Egal was war!
Kommunikation nur noch auf Sachebene
Sich von jemanden den man nicht mag in einer Disco Getränke ausgeben zulassen ist etwas naiv aber Shit happens.
Macht er noch mal Andeutungen oder Berührungen direkt Arbeitgeber informieren.
Arbeitgeber muss handeln.Tut er das nicht : Krankmeldung/ Anwalt !
 
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Es ist sonst nicht meine Art, aber dem Azubi würde ich Dresche anbieten, von wem auch immer, auch mal selbst einige langen. Seine Whatsappdinger sind nur heißes Wunschdenken, aus dem er sich weiter voranarbeiten will, bis er die Dame seiner Begierden rumkriegt, meint er. Völlig unreifer Typ. Wenn Ohrfeigen nicht helfen, dann private Anzeige. AG und PDL können da erstmal nichts machen, geht sie auch weiter nichts an.
 
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Es ist sonst nicht meine Art, aber dem Azubi würde ich Dresche anbieten, von wem auch immer, auch mal selbst einige langen. Seine Whatsappdinger sind nur heißes Wunschdenken, aus dem er sich weiter voranarbeiten will, bis er die Dame seiner Begierden rumkriegt, meint er. Völlig unreifer Typ. Wenn Ohrfeigen nicht helfen, dann private Anzeige. AG und PDL können da erstmal nichts machen, geht sie auch weiter nichts an.
Eine Straftat mit einer Anderen vergelten? Ich glaube, so etwas nennt man Lynchjustiz ist weist nicht auf ein sehr erwachsenes Verhalten hin.
 
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Es ist sonst nicht meine Art, aber dem Azubi würde ich Dresche anbieten, von wem auch immer, auch mal selbst einige langen. Seine Whatsappdinger sind nur heißes Wunschdenken, aus dem er sich weiter voranarbeiten will, bis er die Dame seiner Begierden rumkriegt, meint er. Völlig unreifer Typ. Wenn Ohrfeigen nicht helfen, dann private Anzeige. AG und PDL können da erstmal nichts machen, geht sie auch weiter nichts an.
Sagen wir so: Er würde sich wieder einmal als Opfer von pösem, pösem Mobbing darstellen, das arme Hascherl. Auch wenn ich das emotional durchaus nachvollziehen kann.

Den AG und PDL geht das schon etwas an - weil die sexuellen Belästigungen auch während der Arbeitszeit stattgefunden haben. Auch der könnte, rein theoretisch, verknackt werden, wegen Fürsorgepflicht usw.

Die Sache erledigt sich zunehmend für die Kollegin, da sie auch noch von anderen Leuten Flak bekommt, und sie sucht nach einer neuen Stelle. (Was noch mal interessant werden kann, wenn sie jetzt mit der Ausbildung zur Pflegefachfrau anfängt, ist sie in der selben Schule wie dieser Auszubildende.)
 
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Eine Straftat mit einer Anderen vergelten? Ich glaube, so etwas nennt man Lynchjustiz ist weist nicht auf ein sehr erwachsenes Verhalten hin.
Lynchjustiz? Straftat?
Wenn Azubi zu denen gehört, die in der Diskothek Frauen abfüllen, um dann zu grabschen und noch mehr, und mit Whatsapp-Tricks stalken, dann wird er es verstehen, wenn mal Berti mit der Augenklappe und Max mit dem brutalen Kinn sich neben den Herrn da stellen und raunen: "Hömma, wenn du nicht die Finger von der Schwester lässt, dann setzt's was, klaro?" Sie haben ihn ja nicht mal zum bewaffneten Zweikampf aufgefordert, was strafbar wäre.
Und wer möchte einer Frau es verwehren, einem Grabscher eine zu semmeln, dass er sich das merkt? Eine gesunde Watschen hat schon manchem auf einen gesünderen Weg geholfen.
Lynchjustiz! Straftat!
 
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Lynchjustiz? Straftat?
Wenn Azubi zu denen gehört, die in der Diskothek Frauen abfüllen, um dann zu grabschen und noch mehr, und mit Whatsapp-Tricks stalken, dann wird er es verstehen, wenn mal Berti mit der Augenklappe und Max mit dem brutalen Kinn sich neben den Herrn da stellen und raunen: "Hömma, wenn du nicht die Finger von der Schwester lässt, dann setzt's was, klaro?" Sie haben ihn ja nicht mal zum bewaffneten Zweikampf aufgefordert, was strafbar wäre.
Und wer möchte einer Frau es verwehren, einem Grabscher eine zu semmeln, dass er sich das merkt? Eine gesunde Watschen hat schon manchem auf einen gesünderen Weg geholfen.
Lynchjustiz! Straftat!
Ich würde Deinem Beitrag gerne einen herzhaften Vomitus, der Dir zu Füßen liegen würde, spenden
 
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Kriegt Euch ein, Leute.

Was ich immer noch nicht weiß:

Bin ich dienstrechtlich verpflichtet, das bei dem Wissensstand formal zu melden?
(Mein Gefühl sagt eher nein. Gefühle sind aber keine Fakten.)
 
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Damit würdest du das betroffene Opfer übergehen, nur sie kann diesen Schritt gehen. Wenn sie dies nicht will, würdest du sie mit dem Bekannt geben weiter beschädigen, beschämen.
 
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Liebe Kolleg/innen,

ich hab das Thema jetzt doch mal einige Tage unbeantwortet gelassen, weil mich interessierte, wie sich andere zu diesem alles andere als selten auftauchenden Phänomen der sexuellen Belästigung im Kollegenkreis positionieren. Momentan wird hier aber eine Richtung vorgeschlagen, die nichts mehr mit Professionalität zu tun hat und schlicht als Aufruf zu Straftaten verstanden werden könnte, wenn nicht gar müsste. Um es kurz zu machen: so etwas hat hier nichts verloren. Weder als Gewaltphantasie, noch als wahnwitzige Handlungsempfehlung.

Ich fange mal mit Deiner letzten Frage zuerst an, denn daran bemisst sich alles weitere, @Igel77 :
Bin ich verpflichtet, etwas zu unternehmen?
Die einzig richtige Antwort ist: Ja. Kein vielleicht, kein aber, sondern ein klipp und klares Ja.

Warum:
  1. Jede/r Arbeitnehmer/in unterliegt den Kardinal- und Nebenpflichten des geschlossenen Arbeitsvertrags. Eine der Pflichten ist es, den Arbeitgeber unverzüglich - also ohne schuldhafte Verzögerung - von allen Vorgängen und Vorkomnissen im Betrieb in Kenntnis zu setzen, die Störungen des Betriebsablaufs oder des Betriebsfriedens hervorrufen könnten.
  2. Die betroffene Auszubildende unterliegt nicht nur dem Jugendarbeitsschutz, sondern insbesondere erwachsen dem Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb hieraus erhöhte Überwachungspflichten hinsichtlich dessen betrieblicher Einhaltung, woraus gleichsam die erhöhte der Fürsorgepflicht gegenüber der Auszubildenen resultiert - einer Kardinalpflicht des Arbeitgebers.
  3. Als ihr weisungsbefugte Mitarbeiterin, bist Du - wie jede andere examnierte und damit übergeordnete Kollegin - bist Du gegenüber der Auszubildenden im innerbetreiblichen Verhältnis gleichsam Vertreterin des Arbeitgebers.
Ich höre jetzt schon das Blätterrascheln, während ihr leicht panisch eure Arbeitsverträge nach diesem Passus durchsucht - aber das ist dort in 99% der Fälle nicht explizit aufgeführt, da es grundlegendes Wesen jedes Arbeitsvertrages ist. Wenn überhaupt, findet man zu dieser Thematik Festlegungen, die dieses grundlegende Wesen in bestimmten Punkten dezidiert einschränkt.

Hast Du also Kenntnis von einer sexuellen Belästigung oder einer Nachstellung im Rahmen des Arbeitsverhältnisses, beides Störungen des Betriebsfriedens und Gründe für eine ausserordentliche Kündigung, bist Du verpflichtet, dies Deinen Vorgesetzten anzuzeigen. Im Umkehrschluss ist eine nicht erfolgte Meldung ein abmahnfähiger Verstoss Deiner arbeitsvertraglichen Pflichten.

Es ist dabei unerheblich, ob die Auszubildende einer solchen Meldung an die Vorgesetzten zustimmt oder sie ablehnt. Das steht ausserhalb ihres Entscheidungsbereichs, insbesondere, da es ja befürchten lässt, dass dies nicht nur ihren Ausbildungerfolg beeinträchtigt (Wechsel des Ausbildungsbetriebs, Verlust der Investition des Arbeitgebers), sodern eben auch den anderer Auszubildender.

Als Handlungsempfehlung würde ich zunächst die Frauenbeauftragte des Unternehmens ansprechen. Diese wird mit derartigem Verhalten nicht zum ersten Mal zu tun haben und gleichfalls werden im QM Handlungspfade dazu hinterlegt sein. Damit hat sie als Betrroffene dann auch direkt die stärkste Verbündete im Unternehmen, mit der die Gänge zu den Vorgesetzten leichter fallen und die dabei auch begleitet, bei Gesprächen dabei ist und vom AG gehört werden muss.

Gruß,
Christian.
 
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Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
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Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
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Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
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Igel77

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Vielen Dank! Das war sehr hilfreich.

Kleine Korrektur: Der Täter ist ein Auszubildender. Die Betroffene eine Helferin, die im Herbst mit der Ausbildung anfangen möchte. An der Sache dürfte das aber nicht viel ändern.
 
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Orbita

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Ganz klar: Handeln - und das unverzüglich.

Wenn die Möglichkeit besteht, der Kollegin beistehen und beobachten. Entsprechende Übergriffe festhalten (Handy-Bild oder Video) und dann unverzüglich zur Polizei Anzeige erstatten.

Zum Schutz der Kollegin. Sicher werden Köpfe rollen - deshalb rechtzeitig dafür Sorge tragen, daß es die richtigen sind.

Lassen sich die vorgängigen Geschichten belegen? Auch die Untätigkeit des AG?
Alles sammeln, was geht und dann selbst zur Polizei gehen.
Jede Person die zuschaut und nichts unternimmt ist Mittäter!

Wer ist der Träger des Hauses? Bei der AWO gibt es bspw. eine übergeordnete Bezirksverwaltung.... / Andere haben einen Verwaltungsrat, Vorstandschaft,....
Höhere Stellen mit einbeziehen, Neutrale Hilfsstellen einbeziehen (weißer Ring z.B.)

Die WA-Mitteilungen wurden ja von ihr bereits freiwillig zur Verfügung gestellt. Dies bei der Anzeige angeben. Achtung: Datenschutz - nicht damit "hausieren" gehen oder einfach der Polizei geben. Dies braucht einen richterlichen Beschluß

Auch nicht davor scheuen, gegen diesen Arbeitgeber Anzeige zu erstatten wegen "Vorschubleistung" - da braucht es auch keinen Rechtsschutz dafür, da die erste Instanz im Arbeitsgerichtsprozeß der Staat bezahlt....

Diese Type gehört in psychologische, oder gar psychiatrische Behandlung. Vielleicht ist er ja selbst krank und braucht Hilfe (Sartyriasis / bei übermäßigem Alkoholkonsum werden Geschlechtshormone nicht mehr abgebaut / Klüver-Bucy-Syndrom / frontotemporale Demenz - morbus pick)
Also, das Feld der Ursachen ist sehr weit - bis hin zu kultureller Abstammung.

Zur Befürchtung eigener Repressalien:
Mal ganz ehrlich - wer will schon einen Arbeitgeber, der sich nicht für den Schutz seiner Arbeitskräfte einsetzt? Da würde ich es auf eine Kündigung ankommen lassen, eine Abfindung kassieren und ggfls. selbst vors Arbeitsgericht ziehen (und gewinnen mit Abfindung)
In der heutigen Pflegelandschaft ist es doch kein großes Problem, eine adäquate Anstellung zu finden. Jedenfalls verstößt dieser AG gegen die Fürsorgeverpflichtung des AG.
 
Zuletzt bearbeitet:
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mohrruebe

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Ich lese, daß die Betroffene nicht möchte, daß der Arbeitgeber informiert wird. Allerdings Dir (in welcher Funktion?) von den Vorfällen erzählt hat. Das würde ich vor irgendwelchen Überlegungen Deinerseits erstmal auflösen wollen.

Die Pflichten aus dem Arbeitsvertrag jetzt mal außen vor gelassen: niemand ist verpflichtet, eine vergangene Straftat gegenüber den Strafverfolgungsbehörden zur Anzeige zu bringen, von der man Kenntnis erhalten hat. Mit Ausnahme von einigen schweren Straftaten, die hier nicht im Raum stehen, ist man auch nicht verpflichtet, in der Zukunft geplante Taten anzuzeigen.
 
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weiß-heiß

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Dieses Thema berührt mehrere Bereiche, falls ich den falschen getroffen habe, bitte verschieben.

Es geht um sexuelle Belästigung und eventuell mehr, daher Triggerwarnung. Bitte nur weiterlesen, wenn Euch dies nicht belastet.

Eine junge neue Kollegin in unserer Einrichtung wird durch einen Auszubildenden auf der Arbeit und privat stark bedrängt. Diese Kollegin hat mir WhatsApp-Mitschnitte gezeigt, die dies eindeutig belegen. Zudem hat sie mir (durch eine Erzählung einer anderen Kollegin bestätigt), dass sie durch den Auszubildenden in einer Diskothek massiv abgefüllt worden sei, sie sich aber an das "danach" nicht erinnern kann. Der Auszubildende schildert ihr in den WhatsApp - Mitschnitten immer wieder die Ereignisse aus dem "danach". Er hat sie, laut ihren eigenen Schilderungen, auch auf der Arbeit in eine Ecke gedrängt und so körperliche Nähe erzwungen.

Die Kollegin möchte aus Angst vor Repressalien das nicht weiter verfolgen. Ich habe ihr geraten, die PDL einzuschalten und den BR, aber das scheint von dieser ausgesessen zu werden.

Das Verhalten des Auszubildenen ist bekannt und kam schon in der Zeit davor vor. Es wird von der PDL und den damals betreffenden Kolleginnen als erledigt abgetan. Das ganze hat noch mehr Ebenen (andere Verhaltensweisen des Azubis, die aber nichts mit sexueller Belästigung zu tun haben, Mobbing von Dritten gegen die neue Kollegin, eine zurückliegende und unbearbeitete Traumatisierung der Kollegin etc.)

Ich scheine irgendwie der Einzige zu sein, der das für einen Skandal hält.

Was genau kann ich tun?

Eine formale Beschuldigung wird wahrscheinlich zum Bumerang. Bisher habe ich der Kollegin den Rücken immer stark gemacht, das sebst zu melden, aber es bleibt bei "Aussage gegen Aussage". Ich kann natürlich selbst den BR informieren, aber da einer aus dem Büro in der Einrichtung selbst im Gremium sitzt und ich nicht sicher bin, ob das vertraulich bleibt, bin ich vorsichtig. Bin da gebranntes Kind.

Die nächste Frage: Bin ich verpflichtet, etwas zu unternehmen?

Nach allem, was ich weiß, muss ich von einer Straftat ausgehen, ohne sie aber beweisen zu können. Alles (bis auf die gezeigten WhatsApp - Nachrichten, die ich zwar gelesen habe, aber im Wortlaut nicht wiedergeben kann) beruht auf "Hören-Sagen", passt aber für mich ins Gesamtbild.
Bei Erwachsenen finde ich, daß die selber diesen Selbstschutzbereich erlernen können.

Ich glaube jeder Frau, die sich bedrängt fühlt auch OHNE Beweise!

Selbstverteidigung wird heute sehr aktuell und stärkt und man lernt auch, sich besser und distanzierter zu benehmen.
Man kann der Bedrängten private Hilfen anbieten: wie RUF mich, oder wir arbeiten zu zweit, oder: meide den einfach. Natürlich kann man ein Personalgespräch anfordern, damit der Mann ermahnt wird.
Friedlich und angstfrei arbeiten ist doch notwendig! Viel Erfolg.


Wieso sie sich "abfüllen" läßt ist wirklich eine Kindergarten-Frage! :) Wieso sie mit DEM ausgeht?

Soll das ein Witz sein? Jeder meint: sie zickt nur und MAG ihn!
 
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Krankenschwester
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Altenpflege/Heim-Intensiv-Pflege, DIVERS
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Igel77

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Der Zwischenstand:
  • Der Kollegin wurde ein Auflösungsvertrag vorgesetzt (mit Kündigungs- und Strafandrohung), weil sie angeblich im Dienst Cannabis konsumiert haben soll, was sie bestreitet. Die Aussagen stammen aus der Ecke der "in group" um den Auszubildenden. Sie hat ihn unterschrieben.
  • Ich habe eine Beschwerde nach §85 BetrVg an den Betriebsrat geschickt, in dem ich die Aussagen der Kollegin und meine eigenen Beobachtungen hinzugefügt habe.
  • Die PDL versucht jetzt, die Glaubwürdigkeit der Kollegin anzugreifen. Ich nehme an, das geschieht teilweise, um ihren eigenen Hals zu retten, denn diese und andere Vorwürfe gegen den Auszubildenden bestehen schon seid längerem.
 
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Gesundheits - und Krankenpfleger
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Psychiatrie
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dawala

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Es gibt den Verein "Frauen für Frauen gegen Gewalt e.V." Es ist empfehlenswert den Menschen, welche solche Ereignisse schildern, den Kontakt zur vielleicht recherchierten nächsten Ortsgruppe ans Herz zu legen. Aber die geschilderten Vorfälle sind keine Offizialdelikte, welche verpflichtend zu melden wären. Zumal hier offensichtlich alle Opfer es vorziehen den Täter nicht nur durch Schweigen zu schützen sondern ihn dadurch auch noch zu bestärken.
 
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Krankenschwester, Industriekauffrau
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zwangsverrentet
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Igel77

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Weiterer Stand (und vermutlich der Endstand)
  • Zwei angedachte Gesprächstermine wurden verschoben;
  • Mir sind zwei weitere Kollegen bekannt gemacht worden, die das Ziel des Auszubildenden geworden sind. Ich habe das dem BR noch nachträglich gemeldet.
  • Mir wird wohl morgen die außerordentliche Kündigung ausgesprochen werden; wegen einer anderen Sache , aber nun gut, da muss ich durch.
 
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Gesundheits - und Krankenpfleger
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Psychiatrie
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