Selbstvertrauen ist futsch!!

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safra

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Hallo
Seit einigen Wochen bin ich nun Krankgeschrieben.Während der Krankheit habe ich gekündigt.Ich hatte gehofft das es mir dann besser geht,körperlich ist das auch der Fall aber meine Psyche hat doch schaden genommen.Mein Selbstvertrauen/bewußtsein ist futsch.
Meine schlechten Erfahrungen lassen mich nicht los.
(runtermachen vor versammelter Mannschaft,Unterstellungen, plötzliches verschwinden von Medis usw)
(nach der Kündigung u.a auch üble Nachrede)
Demnächst fange ich eine neue Stelle an,meine Funktion dort ist zum einen Fachkraft und Stellv.WBL mein Chef hat großes Vertrauen zu mir.
Doch leider ist es nicht so einfach derartige Demütigungen zu verdauen.
Ich bekomme jetzt schon Schweißausbrüche und hab ne Scheiß Angst wenn ich meine neue Stelle antrete.

Lg safra
 
Qualifikation
Weiterbildung zur gesundheits und Pflegeberater
Fachgebiet
TÜV
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smily

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Hallo Safra,

erstmal Glückwunsch zum Karriere-Sprung- super gemacht:thumbsup2:

Ich kann Dir gut nachfühlen, wie Du Dich fühlst- auch ich habe schlechte Erfahrungen, insbesondere mit Chefs, gemacht und ich habe heute noch Bauchschmerzen, wenn ich zu einem, wie auch immer gearteten Gespräch muß. Ich weiß zwar, daß man mir nichts böses will, aber man kann sich dem nicht entziehen, was man erlebt hat. Also Kopf hoch- Du bist mit Deinem Problem nicht allein.

Was ich Dir raten kann- sag Deinem neuen Arbeitgeber, was Du erlebt hast und daß Du dementsprechend unsicher bist- er wird sicher Verständnis haben und Dir wird etwas Last von den Schultern genommen.
Aber ich bin mir sicher, wenn Du es geschafft hast, die aus dieser demütigenden Situation bei Deinem alten AG zu befreien und alles für den Neustart klar zu machen, wirst Du auch schaffen, Dich neu zu etablieren:thumbsup2:

LG smily
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
Allround

Allround

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Was ich Dir raten kann- sag Deinem neuen Arbeitgeber, was Du erlebt hast und daß Du dementsprechend unsicher bist- er wird sicher Verständnis haben und Dir wird etwas Last von den Schultern genommen.
Hallo,

ich würde das nicht gleich formulieren, sondern erstmal abwarten, die neuen Menschen kennenlernen, mit denen ich zu tun habe, und die Atmosphäre "schnuppern".
In Anbetracht der leitenden Funktion halte ich es nicht für klug, gleich zu Beginn Angriffsfläche zu bieten und mich zu offenbaren.

Das kann man doch erst machen, wenn man Vertrauen gewonnen hat. Und wenn es zur Klärung von einer Situation dienlich ist.

Liebe safra, du bist jetzt für die anderen ein unbeschriebenes Blatt, versuch erstmal die Vergangenheit wegzuschieben. Und schraub die Erwartungen an dich erstmal runter, damit du dich nicht unter Druck setzt. Sei einfach offen und konzentriert. Dann wird sich alles von selbst ergeben und gut werden. :thumbsup2:

So denke ich, viel Erfolg, Allround
 
Qualifikation
Stationsleitung Krankenschwester
Fachgebiet
Interdisziplinäre Station
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Paulinchen

huuuhuu
alsoooo, ich kann deine situation nachempfinden, da ich auch gerade meinen arbeitsplatz gewechselt habe. deine erlebnisse sind mir nicht fremd und dein magengrummeln kann ich auch teilen... die nacht vor dem ersten arbeitstag in der neuen firma war bäh, tausende gedanken kreisten in mir umher... auch die angst wieder viel negatives zu erleben. ich habe im vorstellungsgespräch auf die frage "warum ich wechel" ehrlich geantwortet, dass ich mich mit dem nicht identifizieren konnte und wie meine vorstellungen vom team und arbeitsplatz sind. aaaaber meine genauen negativen erlebnisse, habe ich noch nicht alle kund getan, damit sollte man meiner meinung nach warten... wie gesagt, warte ab, prüfe dein verhalten und das der anderen..... du wirst vielleicht ein gespür entwickeln, wann du was wem und wie sagst .... und ob überhaupt :wink:

man erntet immer das was man säht

LG von hier nach da
 
Allround

Allround

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Paulo Coelho - Gedicht

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben; Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten; Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich belogen haben; Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben; Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben; Sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben; Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben; Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben; Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben; Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Vor allem aber danke ich all jenen, die mich lieben, so wie ich bin; Sie geben mir die Kraft zum Leben!
 
Qualifikation
Stationsleitung Krankenschwester
Fachgebiet
Interdisziplinäre Station
C.Tina

C.Tina

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Hallo Allround

Das ist ein wirklich schönes Gedicht :thumbsup2: .
Ich habe mich darin sofort *erkannt*... Aber nicht beruflich,sondern privat.


LG,Tina
 
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Senioren - und Pflegeheim
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Arbeitsgruppe Palliative Care
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wuschelkopp

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@allround......dankeschön! Das ist mal genau das, was ich jetzt gerade brauchte. :)
 
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Pflegehelferin
Fachgebiet
Pflegeheim
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draddy

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@ allround was für ein tolles gedicht. gibt mir nen anderne blickpunkt. nicht nur privat. auch beruflich stimmt es....
mfg
 
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Pflege
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safra

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Guten Morgen zusammen,
das Gedicht ist wunderschön und passt ich drucke es aus und hänge es bei uns auf den Wohnbereich auf!
Mittlerweile arbeite ich wieder und dieses wirklich gerne.
Arbeite in einem Unternehmen wo Mitarbeiter geschätzt werden dort läuft auch nicht alles glatt muss es aber auch nicht!
Aber ich bekomme Respekt und Wertschätzung.Meine Kollegen sind wirkliche Kollegen.Es macht Spaß dort zu arbeiten und wenn ich will bekomme ich meinen eigenen Wohnbereich als WBL und nicht als Stellvertretung.
ich war so platt und gleichzeitig so gerührt und sooooooooo Stolz auf mich.:tanz: :tanz:
Vielen lieben dank für eure Unterstützung und verständniss:dankoe: :dankoe:

Lg safra
 
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Weiterbildung zur gesundheits und Pflegeberater
Fachgebiet
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xMaria

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Hallo zusammen,
ich bin neu hier u.stieß auf diese Seite.
Das Gedicht von Allround hat mich sehr bewegt.Spiegelt es doch einige Sachen wieder,was auch ich erlebte.Egal ob beruflich oder privat.Ich werde es auch in der Firma anbringen.Aber es wird sicher gleich wieder entfernt werden.
Man denkt ja immer,man ist mit Sorgen auf der Arbeit alleine.Es tut gut zu wissen,dass andere auch soetwas erleben(leider) und man darüber reden/schreiben kann.Man hört sich:)LG,Maria
 
Qualifikation
Altenpflegerin
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rosi.b

rosi.b

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DANKE Allround, für das superschöne Gedicht. Hab ich gleich vergrößert.... ausgedruckt.... und ausgehängt! ;o)
 
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Allround

Allround

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Hallo, danke für euer Feedback!

Wenn ihr Coelho so mögt, und er euch so gut tut, dann kann ich ja noch was nachlegen, ist allerdings sehr christlich.

Nicht dass ihr jetzt denkt, ich wäre missionarisch unterwegs....:blushing: .

Aber wenn die Selbstzweifel groß werden und das Selbstvertrauen schwindet, dann liest sich vielleicht auch folgendes schön:

Aus (manchmal nicht ganz wörtlich, aber fast):

"Sei wie ein Fluß, der still die Nacht durchströmt"

von Paulo Coelho:


[FONT=Verdana, sans-serif]Gebet:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Herr, schütze unsere Zweifel, denn Zweifel sind eine Art des Gebets: Sie lassen uns wachsen, weil sie uns zwingen, die vielen Antworten auf eine einzige Frage angstfrei zu sehen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Und damit dies möglich ist:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Herr, schütze unsre Entscheidungen, denn sie sind eine Art des Gebets. Gib uns den Mut und die Fähigkeit, uns trotz unserer Zweifel für den einen oder anderen Weg zu entscheiden. Damit unser Ja immer ein Ja sei und unser Nein immer ein Nein. Denn wenn wir uns einmal für einen Weg entschieden haben, sollten wir weder zurückschauen noch unsere Seele von Reue zerfressen lassen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Und damit die möglich ist:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Herr, schütze unsere Handlungen, denn das Handeln ist eine Art des Gebets. Mach, dass unser täglich Brot die Frucht des Besten ist, was wir in uns tragen. Dass wir über die Arbeit und das Handeln ein wenig von der Liebe miteinander teilen, die wir empfangen. Und damit dies möglich ist:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Herr, schütze unsere Träume, denn der Traum ist eine Art des Gebets. Mach, dass wir unabhängig von unserem Alter und unseren äußeren Bedingungen fähig sind, im Herzen die heilige Flamme der Hoffnung und Beharrlichkeit zu tragen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Und damit die möglich ist:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Herr, gib uns Begeisterung, denn Begeisterung ist eine Form des Gebets.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Sie verbindet uns mit dem Himmel und der Erde, den Erwachsenen und den Kindern und sagt uns, dass der Wunsch wichtig ist und unsere Anstrengung verdient. Sie bekräftigt uns darin, dass alles möglich ist, sofern wir vollkommem eins sind mit dem, was wir tun. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Und damit die möglich ist:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Herr schütze uns, weil das Leben die einzige Form ist, wie wir Dein Wunder offfenbaren könnnen. Dass die Erde weiterhin den Samen in Korn verwandelt, dass wir weiterhin das Korn in Brot verwandeln. Und dies ist nur möglich, wenn wir Liebe haben-daher lass uns nicht einsam sein. Sei immer bei uns, und lasse uns mit Menschen zusammensein, die zweifeln, handeln, träumen, sich begeistern können und die leben, als wäre der Tag ganz und gar Deinem Ruhme geweiht.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Amen.[/FONT]
 
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Stationsleitung Krankenschwester
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Vaiolenz

Vaiolenz

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Hallo, safra!
ich habe nach 21 Jahren Tätigkeit in einem Altenpflegeheim in Braunschweig einen neuen Job in Nordrhein Westfalen angenommen und bin dort sieben Monate lang mal mehr, mahl weniger fertig gemacht wurden. Nach acht Monaten wurde ich gekündigt und war plötzlich arbeitslos. Zum ersten Mal in meinem Leben. Ich kam mir erstens sehr schlecht vor und habe mir eine ganze lange Zeit lang vorwürfe gemacht, habe an mir gezweifelt und mein Selbstwertgefühl war gleich null. Dazu noch vom Staat abhängig zu sein, empfand ich als überaus besch..... Jetzt gehörte ich als auch zu den "Sozialschmarotzern", die (angeblich) keine Lust haben, zu arbeiten. Ich hatte auch das Gefühl, das ich das irgendwie ausstrahle (all das, was ich gerade geschildert habe). Seit knapp zwei Monaten arbeite ich in Herford, ich werde wieder als Mensch behandelt (und nicht wie zuvor) und bin auch sehr zufrieden mit meinem Job und kann mich hier auch gut einbringen, auch wenn es mal Streit gibt oder Krach. Man gibt mir hier nicht das Gefühl, das ich nutzlos, dumm oder zu alt bin, et cetera. Ich glaube, das Du das packst und das Du wieder als Mensch akzeptiert werden wirst, Du kannst ganz neu anfangen und Du kannst den Mist, der Dir widerfahren ist, Vergangenheit sein lassen, soweit das (hoffentlich) geht. Wenn Du nicht klarkommst, gibt es immer noch einen Betriebsrat, aber Du hast hier auch das Board für eine PN oder wenn Dir mal nach chatten zumute ist. Laß Dich nicht unterkriegen, als Mensch bist Du unendlich wertvoll und man wird Deine individuelle Art schätzen lernen müssen, ansonsten wären wir sicherlich nicht weit von der automatisierten, computergesteuerten Pflege nicht sehr weit entfernt (Versuche laufen ja schon in Japan)
Ich wünsche Dir eine spannende und gute Zeit mit Deinen zukünftigen KollegInnen, achte auch immer auf Dein Bauchgefühl, bringe Dich ein, zeige Dich!
Alles Liebe und Gute Dir,
Dein Jens.
 
Qualifikation
Altenpfleger, Pflegeexperte Wachkoma, PA, Hygiene
Fachgebiet
24- Stunden Heimbeatmung
Weiterbildungen
Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
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