selbstständige Nahrungsaufnahme

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pinkpanther0421

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Hallo zusammen,
ich arbeite ja in der ambulanten pflege. Bei einem Pat. machen wir 2 x tgl. essen (Frühstück/Abendbrot) den rest machen die angehörigen. Kann man PP dafür verantwortlich machen wenn Pat nicht isst oder gar angereichte nicht oder nur unzureichend trinkt und die gesetztliche Betreuerin darüber informiert ist? Bin ich eigentlich verpflichtet Pat. Getränke anzureichen?
Ein anderer Patient der eigentlich orientiert ist trinkt und ist gar nicht oder nur schleppend in meinem Beisein ich finde mir bleibt nichts ürig als Getränke bereit zu stellen, die angehörigen kümmern sich nur sporadisch einen Betreuer gibt es nicht. Hier die Frage wenn der Pat. alles ablehnt bin ich dafür verantwortlich wenn er nicht trinkt oder isst?
Muss ich eigentlich wenn es keine Leistung ist ( LK 4) dem Pat. Frühstück bereiten wenn er das möchte? Oder Getränke anreichen?
Bereit stellen tue ich den Patienten wo es erforderlich ist immer was.
Wenn Pat bei selbstständiger Nahrungsaufnahme angenommen 200ml Tee trinkt muss ich es im Einfuhprotokoll dokumentieren?
Vielen Dank für eure Antworten
Andreas
 
Qualifikation
Altenpflegehelfer
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
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Peter Limonado

AW: selbstständige Nahrungsaufnahme

Hallo Andreas,
du bist nur verpflichtet Getränke anzureichen wenn diese Leistung vereibart worden ist.
PrivatePflegepersonen kann man schlecht Haftbar machen. Wenn dir Defizite auffallen würde ich die Angehörigen und den Hausarzt informieren. Evtl. sollte die Pflegekasse informiert werden. Dies solltest du dann dokumentieren, dann bist du auf der sicheren Seite.
Wenn keine Leistung vereinbart ist mußt du auch kein Frühstück zubereiten. Viele Pflegedienst bieten das dann als Serviceleistung an.
Bei einen Patienten der selbständig Trinkt kannst du ja nichts Dokumentieren, in der ambulanten Pflege bist du ja nicht immer vor Ort.
Unabhängig von den vereinbarten Leistungen bist du verpflichtet den Ernährungs- und Flüssigkeitszustand des Patienten zu kontrolieren und Beratungsgespräche zu führen. Damit hast du dann deine Pflicht erfüllt.

Peter Limonado
 
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nofretete

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AW: selbstständige Nahrungsaufnahme

Ich bin nicht sicher, ob damit alles getan ist, weil könnte ja auch sein, das dieser Klient nicht mehr allein über seine Gesundheit entscheiden kann, dann gehört ein Betreuer her. Wer soll das in die Wege leiten, wenn nicht ihr?
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
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Peter Limonado

AW: selbstständige Nahrungsaufnahme

Hallo Andreas,

wenn der Patient seine Nahrung selbständig aufnimmt und kein LK zum Anreichen von Getränken und Nahrung vereinbart ist bist du nicht verpflichtet solch eine Tätigkeit durchzuführen.
Der LK selbständige Nahrungsaufnahme beinhaltet nicht das Anreichen. Wozu du verpflichtet bist ist die Kenntnissvermittlung ( keine Ernährungsberatung).
Du mußt den Versicherten sagen das er mehr Trinken muss (macht jede Pflegekraft von sich aus).
Deine Pflicht ist es deine Pflegedienstleitung über diesen Zustand zu informieren. Diese oder eine Bezugspflegekraft ist verpflichtet mit dem Patienten und oder den Angehörigen ein Beratungsgespräch zu führen. Dieses Beratungsgespräch darf nur von einer 3 jährig Examinierten Fachkraft geführt werden. Wenn er dich darum bittet dabei zu sein da du den Patienten kennst spricht nichts dagegen.
Den Ernährungs und Flüssigkeitszustände muss ebenfalls eine 3 jährig examinierte Kraft feststellen.
An deiner Stelle würde ich über beide Fälle mit der PDL reden. Diese hat sich mit dem Arzt und den Betreuern in Verbindung zu setzen.
Wenn du dies gemacht hast dokumentierst du dies. Damit bist du rechtlich nicht zu belangen.
Ob du verpflichtet bist aus Serviceleistung oder Freundlichkeit Getränke anzubieten mußt du mit deinem Arbeitgeber abklären. Wenn er das Wünscht solltest du das machen.


Gruß

Peter Limonado
 
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