Schwestern bedienen keine Kohleheizung!

jackdanielsx84x

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PS Dennis:
Nur weil wir keinen Ofen anmachen wollen, müssen Menschen aus ihrer Umgebung gerissen werden? Die Häufigkeit der Einsätze ist ja durchaus auch an die Bedürfnisse eines Haushalts/Person anzupassen und unterliegt nicht starren Zeitmustern! (so kenne ich es)
Ich glaube, du hast meinen Beitrag etwas falsch interpretiert und ich will auch niemanden, weil ich keine Lust habe aus seinen Wohnverhältnissen reißen.
Nur, wenn ich mal nach meinem Holzofen gehe und diesen anheize und danach Holz auflege hält dieser (ich will jetzt nicht lügen) aber so ca. 4 Stunden und dann ist es 12.00, wenn man von 8.00 ausgeht.
Dann kommt der Pflegedienst und wirft neues nach, die Heizleistung ist aber über die 4 Stunden natürlich nicht konstant.
Der Ofen wäre dann gegen 16 Uhr wieder am Ende und wer heizt den Ofen nachts?
Man sehe mir nach, das ich nicht 100% informiert bin ob auch nachts im 4 Stundenrhythmus ein Pflegedienst erscheint.
Ich glaube in den Wintermonaten wird es des nächtens doch wohl etwas frostig in der Wohnung.......daher meine Überlegung ob diese Wohnsituation überhaupt auf die Dauer zu erhalten ist und wie ich erwähnte, wollte ich eigentlich wertungsfrei bleiben.

Gruß
Dennis
 
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emmielie

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Hallo KollegInnen,
ich habe diesen Thread nicht eröffnet, um die Abrechnungsfähigkeit dieser Leistung zu klären. Auch nicht um mal wieder zu jammern, dass wir "die Bimbos" (nicht mehr ganz zeitgerechter Ausdruck) der Nation sind.
Es geht hier einzig und allein darum, ob die Leistung "Kohleofen heizen" oder "Asche in den Ascheimer bringen" auch von den qualifizierten MitarbeiterInnen erbracht werden kann, soll, darf, will, möchte....
Ich bin erstaunt darüber, wie selbstverständlich für viele diese Leistung ist oder welche Unverschämtheit diese Leistung für andere darstellt.
Sehr erschreckend fand ich die Idee, dass ich vorab die Heizung technisch vom örtlichen Kaminfegermeister prüfen lassen sollte, bevor ich sie nach erfolgreich abgelegter Eignungsprüfung anheize.Ich hoffe, dass ich das zeitliche hinbekomme, da zeitgleich der Installateurmeister zur täglichen Prüfung der Wasserleitungen, des Boilers und des Wasserhahns vor der Grundpflege erscheint und mich in die Bedienung einweist.
Alle Meinungen geben doch ein teilweise sehr erschreckendes Bild unserer Pflegelandschaft wieder.
 
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stern3007

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Wenn man das richtig rüberbringt, kann sowas als Zusatzleistung bezahlt werden. Wir haben da Kataloge für Zusatzleistungen, weil unser Pflegedienst eben eine ganzheitliche Betreuung anbietet.
Problem ist, dass viele ältere Menschen immer noch im Glauben sind, das Krankheit kostenfrei ist. Sätze wie: "Warum soll ich bezahlen, ich hab doch die Pflegeversicherung." sind Standardantworten.

Es ist sehr schwer, gegen diese Einstellung anzukommen. Hinzu kommt, dass ich auch noch den Eindruck habe, dass viele Angehörige lieber das Geld der Eltern auf dem Sparbuch sehen, als in einen Pflegedienst investiert. Anstatt zu akzeptieren, dass das ein Leben lang angesparte Geld auch wirklich dazu gedacht ist, es im Alter sinnvoll einzubringen, soll das lieber in die Erbmasse einfließen.

Und oft genug ist auch wirklich kein Geld da, nämlich meist dann, wenn der Mann schon früh verstorben ist und die Frau von einer kleinen Witwenrente leben muß. Meist leben diese Frauen am Existenzminimum, knapp über der Grenze zur Grundsicherung.

Persönlich habe ich keine Probleme mit Öfen ;-)
Wie ich aber schon schrieb, will ich gescheit eingewiesen sein. Einen Ofen beheizen ist keine Technik, die wir in der heutigen Zeit noch beherrschen müssen. Und es muß irgendwie sichergestellt werden, dass ich sauber beim nächsten Patienten ankommen kann.

Ich habe auch keine Probleme damit mit dem Hund spazieren zu gehen. Ist doch eine recht entspannende Tätigkeit. Mich ärgert nur die Grundsätzlichkeit, mit der vieles einfach auf den Pflegedienst übertragen wird. Vor allem von anderen Stellen wie Arztpraxen etc.
 
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hexe1070

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Hallo Dennis,

ja mag sein, dass ich deinen Beitrag missverstanden habe. :kopfkratz:

Die nächste Frage ist doch vielleicht: Ist derjenige vielleicht selber in der Lage nachzuheizen, auch wenn der Ofen nicht selbstständig angemacht werden kann, bei entsprechender Vorbereitung? Gibt es vielleicht Nachbarn; Verwandte oder sonstige Menschen die sich gerne kümmern und zwischendrin mal schauen aber morgens vielleicht nicht da sind um den Ofen anzumachen.

Letztlich hab ich die Frage so verstanden, ob es grundsätzlich im Bereich des zumutbaren ist ob "Schwestern" eine solche Tätigkeit übernehmen können und da meine ich ganz klar ja.

An sich muß ich immer schmunzeln, wenn eine sachliche Frage mit ausschweifenden: ja-aber-Antworten beantwortet wird.

Gruß Hexe
 
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jackdanielsx84x

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Ja, natürlich gibt es da noch mehr zu bedenken, trotzdem glaub ich nicht, das Nachbarn nachts die Wohnung heizen möchten, aber das steht ja in diesem Fall auch in den Sternen.
Man sollte nur bedenken, die spätere 80er und fast examinierte Generation wird mit "Feuer machen" :eek:riginal: wenig zu tun haben und dementsprechend auch nicht die Kenntnisse haben, außer natürlich der Ofenkauf boomt weiter wie in den letzten Jahren. :eek:riginal:

Obwohl die Diskussion sich ja vielleicht bald erledigt hat....man füge den Diagnosen eine Demenz hinzu und beantrage einen Langzeitarbeitslosen bei der Agentur für irrwitzige Ideen. :tanz:

Gruß
Dennis
 
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Naja, die Frage ist, ob die Wohnung nachts beheizt werden muß. Es ist vielleicht ja für uns schwer vorstellbar, aber vielerorts wird nachts die Heizung abgestellt und dennoch erfriert niemand.

Die alte Dame die wir versorgt haben, hat in diesen klimatischen Verhältnissen tatsächlich 96 Jahre so gelebt und nie nachts geheizt!

Gruß
 
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jackdanielsx84x

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Heizung abstellen...........meine Frau wär dann wohl mal weg. :eek:riginal:

Na ja, jedem das seine und gut für mich, ich war mir zwar vorher schon recht sicher nicht in die ambulante Pflege zu passen, aber jetzt weiß ichs ganz genau. :eek:riginal:

Gruß
Dennis
 
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mary_jane

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Hallo nochmal,

Ich muss euch ganz ehrlich sagen, dass ich ein Problem damit hätte einen Ofen zu heizen und einem Patienten damit alleine zu lassen.
Was ist wenn doch mal was passiert?
Ich hätte da glub ich immer ein ungutes Gefühl.


Es geht mir auch nicht darum, dass ich mir zu fein bin einen Ofen zu heizen.

Jedoch könnte ich es auch nachvollziehen, wenn eine 3-Jährige etwas muckt wenn es zu viel hauswirtschaftliche Tätigkeiten werden.
Es geht denen die sich im oben genannten Fall beschweren vielleicht ja nicht nur um das Ofem heizen.

Bitte fallt nicht gleich über mich her, mit so Sätzen, dass die Pflege so ein schreckiches Bild abgibt.
Find ich nämlich sehr unangebracht.
Ich arbeite ja auch nicht in der ambulanten Pflege und möchte dies auch gar nicht:thumbsup2:

lg mary
 
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emmielie

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Hallo Jackdaniels,
dass Leute auch in ungeheizten Zimmern schlafen können und dies auch gut finden haben Generationen vor Dir bewiesen. Das hat nichts mit den Zuständen in der ambulanter Pflege zu tun.

Auch ich habe das Schlafen in ungeheizten Zimmern bis heute überlebt. Oh lieber Gott, im meiner Kindheit musste ich sogar ein "Plumpsklo" benutzen und wir hatten noch nicht einmal Toilettenpapier, sondern säuberlich kleingeschnittenes Zeitungspapier, was auf eine Kordel gereiht war. Stell Dir vor, ausser einem Po voll Druckerschwärze hatte es keine Folgeerscheinungen.
 
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jackdanielsx84x

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WoW, ja die Menschen im Mittelalter, stell dir vor, die haben auch gelebt, nur wurden die keine 90 und nicht alle von ihnen 36......Verkehrsunfälle haben sie nicht getötet...so viel sei schon mal verraten.
Ich weiß ja nicht was diese Art von Beiträgen so aussagen soll, aber irgendwie finde ich sie etwas unsinnig, denn du emmielie bist im Vollbesitz deiner körperlichen und geistigen Kräfte und so nebenbei, ich schlafe auch nicht mit Heizung kann aber gewährleisten, dass in meinem Haus eine recht konstante Temperatur herrscht.

Gruß
Dennis
 
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emmielie

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WoW, ja die Menschen im Mittelalter, stell dir vor, die haben auch gelebt, nur wurden die keine 90 und nicht alle von ihnen 36......Verkehrsunfälle haben sie nicht getötet...so viel sei schon mal verraten.
Ich weiß ja nicht was diese Art von Beiträgen so aussagen soll, aber irgendwie finde ich sie etwas unsinnig,
Ich danke Dir für Deinen Beitrag, den ich identisch bewerte. Aber vielleicht zurück zum Thema.
 
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Hallo Mary,

wenn du sagst, dass du einfach nicht sicher im Umgang mit so einem Ofen bist und daher keine ruhige Minute verbringen könntest, ist das sicher ein wichtiger Punkt und keiner steinigt dich deswegen.

Soweit ich das verstanden habe, sollte ja auch nicht jeder so einfach drauf losgelasen werden, sondern es sollte schon eine ausführliche Einweisung stattfinden. Ich könnte mir vorstellen, dass mit mehr Wissen evt auch das ungute Gefühl bei der Bedienung besser wird.

@all
Ich denk es geht nicht so sehr darum, was früher war, sondern wie "alte" Generationen ihr Leben verbracht haben und auch weiterhin verbringen möchten. Manches ist für uns schlicht nicht vorstellbar anderes schwer gewöhnungsbedürftig und dennoch kann es für den Gegenüber genau das sein, was er möchte und ihm das zu ermöglichen ist doch in der Regel unser Job.

Ich kann mich schon noch sehr an die Diskussion satt und sauber erinnern und für andere Dinge keine Zeit. Wenn dann doch mal Zeit für "außergewöhnliches" eingeräumt wird entspricht es nicht mehr unseren Aufgaben?

nachdenkliche Grüße
Hexe

Für jede Situation gibt es eine Lösung. Auch wenn sie neu ist! :eek:riginal:
 
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PflegeFrei

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Hallo Kollegen,

ich finde es immernoch befremdlich, wieviele sich noch weigern nicht pflegerische Tätigkeiten auszuführen. Wen das so ist müsste jede Fachkraft auf mindest. 40 % Lohn verzichten, um eine hauswirtschaftl. Kraft geich mitzuschicken die die anderen Tätigkeiten die nicht Pflege sind zu erledigen wie z.B. Essen zubereiten, Betten machen und beziehen, Müll runterbringen, aufwaschen, einkaufen, Briefkasten leeren, Wäsche,..........
Pflegefachkräfte, die in der ambulanten Pflege arbeiten müssen halt auch solche nicht pflegerischen Tätigkeiten ausführen.


Grüsse DvD
 
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Wundexperte ICW
Pflegefachkraft ausserklinische Beatmung
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Ellyrobby

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Hallo,
Vor ein paar Jahren war es in den neuen Bundesländern noch ziemlich normal, das die alten Leutchen ihren Kachelofen hatten. Der wurde dann morgens vom Zivi bestückt und angezündet. Wenn wir Schwestern dann pünktlich beim Waschen zuschraubten, hielt der Ofen den ganzen Tag mollig warm und auch nachts sank die Temperatur nur mäßig. Gefährlich ist nicht der Großbrand, sondern das CO2 das sich bildet, wenn die Kohlen noch nicht ganz durch sind. Ich gebe zu, ich kannte mich damals noch gut aus. Meine Tochter täte sich da auch schwerer, aber man kann es lernen. Dauerbrandöfen funktionieren nun z.B. wieder ganz anders.
Aber soll ein Mensch nun einfach ins Heim, wenn das das einzige Problem ist?
Gruß Elly
 
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Krankenschwester, Medizinprodukteberaterin
Fachgebiet
Mitteldeutschland
Weiterbildungen
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